CH194262A - Regelungseinrichtung zur Verteilung der Last. - Google Patents

Regelungseinrichtung zur Verteilung der Last.

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CH194262A
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Aktienge Siemens-Schukertwerke
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Siemens Schukertwerke Aktienge
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  • Control Of Eletrric Generators (AREA)

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  Regelungseinrichtung zur Verteilung der Last.    Die Erfindung befasst sich mit der Auf  gabe, bei mehreren parallel arbeitenden Na  schinen, z. B. Turbinen, Generatoren, Ven  tilatoren, Pumpen und     dergl.,    die Lustvertei  lung     derart    einzustellen,     .dass    ein möglichst  hoher Wirkungsgrad erzielt wird. Bei meh  reren gleichartigen parallel arbeitenden Ma  schinen ist im allgemeinen die Forderung  nach dem günstigsten Wirkungsgrad erfüllt,  wenn die Last gleichmässig auf die     Maschi-          nen        verteilt    wird.

   Hier bereitet also die wirt  schaftliche     La.stverteeilung    keinerlei Schwie  rigkeiten und die Erfindung     erstreckt    sich  deshalb auch nicht. auf den Fall, dass alle  Maschinen gleiches Verhalten aufweisen. Ge  mäss der Erfindung erhält man die wirt  schaftlichste     Belaetungsv        erteilung    zwischen  mehreren Maschineneinheiten, wenn man die       Differentialquotienten    der Kurven, welche  die,     Verluste    jeder Maschineneinheit in Ab  hängigkeit von der Belastung darstellen  (Verlustkurve), vergleicht und alle zu regeln-    den Einheiten möglichst auf     den,

      gleichen  Wert des     Differentialquotienten    selbsttätig  einstellt. Dies ergibt .sich aus folgender     über-          legüng:    Es sei       (@@    = aufgenommene     Leistung    .der Na  schine 1,       Q2    = aufgenommene Leistung .der Ma  schine 2,       V,    = Verluste der Maschine 1,       VZ    = Verluste .der Maschine 2.  Dann     ist:     -     (V1        +        p2)    = abgegebene  Leistung beider Maschinen.  



  Der     Gesamtwirkungsgrad    beider Ma  schinen beträgt .demnach:  
EMI0001.0027     
      Durch partielle     Differentialion    erhält  man die Bindung für den maximalen Wir  kungsgrad, in dem man     77'    = 0 setzt.  
EMI0002.0003     
    Hieraus ergibt sich, dass bei     günstigstem     Wirkungsgrad  
EMI0002.0005     
    sein muss.  



       Wenn    man die Erfindung in die Praxis  umsetzt, geht man zweckmässig von der für  jede Maschine     bekannten    Abhängigkeit zwi  schen der abgegebenen     Leistung    und der zu  geführten     Leistung    aus. Anhand dieser  Kurve lassen sich ohne weiteres die Verluste  .der betreffenden Einheit in Abhängigkeit  von der Belastung bilden. Auf Grund der so  gewonnenen Verlustkurve lässt sich auf       Grund        bekannter    Methoden für jeden Be  lastungspunkt der     Differentialquotient    der  Verlustkurve angeben.  



  In     Fig.    1 sind die Verlustkurven zweier       verschieden    grosser Maschinen dargestellt  und mit<I>A</I> und<I>B</I> bezeichnet. In dieser Ab  bildung sind die     Verluste    V in Kilowatt  über der     aufgenommenen    Leistung L     deT    Ma  schinen aufgetragen. Man kann nun auf  Grund der     Kurven    A und     .B    die beim Pa  rallelarbeiten dieser beiden Maschinen ent  stehenden Verluste für verschiedene Be  lastungszustände jeder einzelnen Maschine  ermitteln, wenn man zum Beispiel für eine  angenommene Belastung der Maschine B zu  den     Verlusten    .dieser Maschine noch die Ver  luste der Maschine A hinzufügt.

   Man erhält  auf diese     Weise    Kurvenscharen, welche die  mit A     +    B     bezeichnete        Hüllkurve    aufweisen,  welche die geringsten Verluste bei jeder be  liebigen Gesamtbelastung der beiden     Ma-          schinen   <I>A</I> und<I>B</I>     erkennen    lässt.    Man erhält diese     Hüllkurve    auf die in       Fig.    4     dargestellte    Weise.  



  Wenn man bei der Darstellung nach       Fig.    4 annimmt,     dass    die     Maschine    A mit  einer     Belastung    von 0     arbeitet    und die Ma  schine B mit     vaazabler        Belastung    von 0 bis  b arbeitet, erhält man als     Summe    der Ver  luste von<I>A</I> und<I>B</I> die Kurve Co.

   Unter der  Annahme, dass die Maschine A mit einer       kon"tanten        Belastung    1     arbeitet,        idie    Ma  schine b wiederum mit variabler Belastung  von O bis b arbeitet, erhält man als Summe  der Verluste von<I>A</I> und<I>B</I> für diesen Be  lastungszustand die     Kurve        C,    In gleicher  Weise wird für     die    konstante Belastung       bezw.    3 der Maschine A die     Summenverlust-          kurve        C=        b-ezw.        C3    erhalten.

   Diese Konstruk  tion kann man für jeden beliebigen Be  lastungspunkt der Maschine A wiederholen.  Man erhält dadurch weitere Summenverlust  kurven, die zwischen den Kurven Co und     C3     liegen. Die minimale     Hüllkurve    aller dieser  Kurven ist die mit A +B bezeichnete Hüll  kurve.  



  Man kann zwangsläufig auf dieser Hüll  kurve arbeiten, wenn man gemäss der Erfin  dung     selbsttätig    dafür sorgt, dass die Ma  schinen A     -i-    B so belastet sind, dass bei jeder  beliebigen Gesamtlast die     DifferentiaIquo-          tienten    der Verlustkurven möglichst gleich  gross sind. Die Differentialquotienten der       Kurven   <I>A</I> und<I>B</I> sind in Abbildung 1 mit  <I>A'</I> und<I>B'</I> bezeichnet. Sie laufen in einem       weiten    Bereich parallel. In diesem Bereich  ist es zunächst unmöglich, die     Differential-          quotienten    auf den gleichen     Wert    zu brin  gen.

   Man wird in diesen Fällen zunächst die  jenige Maschine     belasten,    bei der die Ver  luste mit der Belastung am     stärksten    ab  nehmen,     beaw.    am     wenigsten        ansteigen,    das  heisst man wird zunächst die Maschine B,  deren Verlustkurve den grössten negativen       Differentialquotienten    aufweist, so lange be  lasten,     bis    dieser Differentialquotient dem  Differentialquotienten der Verlustkurve der  Maschine A gleich geworden ist. Dien ist im       Punkt    1 der Fall.

   Man     wird:    :dann die Ma  schine A     belaeten,        bis    der Differentialquo-           tient    der Verlustkurve     dieser    Maschine zu  steigen beginnt. Von diesem mit 2 bezeich  neten Punkt ab werden beide Maschinen, da  nun der Differentialquotient beider Kurven  <B>,</B>     ansteigt,        s        gemeinsam        hochgefahren,        und        zwar     derart, dass die     Differentialquotienten    der  Verlustkurven einander annähernd gleich       sind.     



  In der     Fig.    1 ist auch die     Kurve     <I>A</I>     -I-   <I>A</I>     +,8    für die geringsten Verluste für  das Parallelarbeiten dreier Maschinen darge  stellt,     wobei    angenommen ist, dass zwei Ma  schinen die     Charakteristik    A und eine     Ma-          #:chine    die Charakteristik B besitzen.

   Man  erhält diese minimale     Hüllkurve    der Verluste  <I>A</I>     +   <I>A</I>     -i-    B aus der Kurve<I>A</I>     -f-    B, in dem  man die Verluste nach Kurve A noch einmal  in der gleichen Weise hinzugefügt,     wie    be  reits oben     beschrieben    wurde.

   In der Praxis  arbeitet man auf dieser Kurve, wenn. man,  ebenso wie anhand der Maschinen A     -f-    B       beschrieben,    dafür sorgt, dass die Differen  tialquotienten der Verlustkurven der einzel  nen Maschinen möglichst gleich     sind.    Das er  ,s-ähnte Gesetz gilt für beliebige Maschinen  zahlen, die in ihrem Verhalten beliebige Ver  schiedenheiten aufweisen     können.     



  Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung  ist. in     F'ig.    2 für drei     Maechinen    dargestellt.       Das    Ausführungsbeispiel lässt sich für eine       beliebige    Zahl von Maschinen erweitern, da  die einzelnen Geräte parallel     geschaltet    sind  und die Schaltung durch neue     Geräte    be  liebig ergänzt worden kann. Jeder     Maschine     ist eine Vorrichtung zugeordnet, die den  Differentialquotienten ihrer Verlustkurve in  eine elektrische Grösse umwandelt. Diese Ge  räte sind     mit    3, 4 und 5 bezeichnet.

   Als  Mass für die Belastung wird hier nicht die  aufgenommene Leistung der     Maschine,    son  dern die Öffnung der     Kraftmit@elzufuhr,          also    beispielsweise die     Leitradstellung    bei  Turbinen benutzt. Jeder     Leitradstellung    ist  hier ein     bestimmter    Wert den Differential  quotienten der     Verlustkurve    zugeordnet.

   Es   erden deshalb in Abhängigkeit der Leitrad  stellung die Kurvenscheiben 6, 7 und 8 an  getrieben, die     derart    geschnitten sind, dass    der Abstand der jeder Kurvenscheibe zuge  ordneten     Tastrolle    9, 10 und 11 vom Dreh  punkt der     Kurvenscheibe    dem     jeder        Leitrad-          stellung    zugeordneten Differentialquotienten  der     Verlustkurve    entspricht. Da es bei der  Gesamtanordnung darauf ankommt, die     Dif-          ferentialquotienten    zu vergleichen, so kön  nen sämtliche Differentialquotienten um  einen konstanten     Betrag    vermindert werden.

    Man kann aus, dem gleichen Grunde auch  die Kurvenscheiben nach einer andern Ge  setzmässigkeit schneiden, welche     .den    Verlauf  des     Differentialquotienten    noch genügend  klar erkennen lässt. Hiervon wird aus einem  noch zu beschreibenden Grunde in der Praxis  Gebrauch gemacht. Bei dem in     Fig.    2 dar  gestellten Ausführungsbeispiel entspricht  also die Lage der     Abtastrolle    jeweils dem       Differentialquotienten    der     Verlustkurve    beim       jeweiligen    Betriebszustand. Diese tage wird  mit Hilfe der Ringrohre 12, 13, 14 in eine       elektrische    Grösse umgewandelt.

   Der Wider  stand dieser Ringrohre liegt in Reihenschal  tung mit der einen Wicklung eines Kreuz  spul- oder     wattmetrischen    Relais. Diese Re  lais, sind mit 15, 16 und 17 bezeichnet.  Durch die Verdrehung der Ringrohre wan  dert der Quecksilberkontakt 1$, 19 und 20  jedes Ringrohres: an eine andere Stelle des       Widerstandes,    so dass je nach der Stellung  des Ringrohres verschieden grosse. Spannun  gen abgegriffen werden. Die     Anzapfpunkte     1,8, 19, 20 sind nun parallel     geschaltet.    Das  hat zur Folge, dass kein     Ausgleiehstrom     fliesst, solange die     iStellungen        ,der    Ring  rohre übereinstimmen.

   Weichen die Stellun  gen voneinander ab, so fliesst ein Ausgleich  strom, der den über die     eine    Wicklung der       Relais    15, 16, 17     fliessenden    Strom beein  flusst und diese Relais zum Ansprechen  bringt. Um die Relais spannungsunabhängig  zu machen, wird die zweite Wicklung dieser  Relais von der Netzspannung erregt. Die  Kontakte der Relais 15, 116, 17 sind so an  geordnet,     dass    die Kontaktzunge zwischen  den     Kontakten    liegt, wenn die Ringrohre 12,  13, 14 .die     gleiche    Stellung einnehmen.

    Weicht .die Stellung eines .dieser Ringrohre      von den übrigen ab, so fliesst. über das zu  geordnete Relais ein Ausgleichstram, .der  das Relais entsprechend .der     Abweichung    zum       Ansprechen        bringt.    Hierdurch kann entweder  die zugeordnete Maschine unmittelbar beein  flusst werden, derart,     dass,    die Kraftmittel  zufuhr zu dieser Maschine im Sinne einer  Angleichung des- Differentialquotienten der  Verlustkurve an die übrigen Maschinen be  einflusst wird, oder dass die von einem beson  deren Regler (z. B.

   Frequenz- oder Lei  stungsregler) gegebenen Regelimpulse     ge-          sperrt    werden, wenn die betreffende Ma  schine im     Sinne    des Regelimpulses den an  dern Maschinen vorauseilt. Eine derartige  Anordnung ist in     Fig.    2 für eine Maschine  dargestellt. Die übrigen Maschinen werden in  der gleichen Weise mit Regelanordnungen       ausgerüstet.    Der von Hand oder einem auto  matischen Regler gesteuerte Kontakt 42 setzt  wahlweise die Sammelschienen 40 und 41 un  ter Spannung, je nachdem die Maschinen  höher oder     tiefer    geregelt werden sollen.

   Die  Regelimpulse werden über die Kontakte 22  und 23 der Hilfsrelais 24 und 25 dem Dreh  zahlverstellmotor 2.6 zugeführt.     Dieser    Motor  kann auch unmittelbar auf die     Kraftmittel-          zufuhr    einwirken. Die Hilfsrelais 24, 25  werden von den     Kontaktendes    Relais 15 ge  steuert. Die Hilfsrelais 24, 25 besitzen noch  weitere     Kontakte    27 und 28, die mit den  Signallampen 29 und 30 in Reihe geschaltet  sind. Das     Aufleuchten    einer     dieser    Lampen  zeigt an, dass die zugehörige Maschine nicht       richtig        belastet    ist.  



  Die Anordnung wirkt nun in folgender  Weise:  Es sei angenommen, dass die dem Ring  rohr 12 zugeordnete Maschine zu stark be  lastet ist und     dass    der Differentialquotient  der Verlustkurve dieser Maschine grösser ist,       als,der    der übrigen Maschinen. Es wird des  halb über das Relais 15 ein Ausgleichstram  fliessen. Wenn die Sammelschiene 41 zur  Weitergabe der Befehle zum Steigern der       Leistungsabgabe    dient, muss die     Schaltung     so getroffen sein, dass das.

   Relais 15 unter  dem     Einfluss    des     Ausgleichstromes    das Re-         lais    25     erregt.    Dieses Relais öffnet dann  seinen     Kontakt    23 und verhindert, dass ein  Kommando zum Steigern der Leistungsab  gabe dem     Verstellmotor    26     zugeleitet    wird.

    Bei zu geringer Leistung der dem Ringrohr       zugeordneten    Maschine setzt .sinngemäss der  0..eiche Vorgang ein, lediglich mit dem Un  terschied, dass das     Relais    24 erregt wird und  die Weitergabe der Kommandos zum Ver  mindern der Leistungsabgabe an dem     Ver-          stellmotor    26 verhindert. wird.  



  Es ist     denkbar,    dass bei ungleicher Ein  stellung der Ringrohre     12-l4    auch die Re  lais 16 und 17     ansprechen.    Im allgemeinen  wird dies jedoch nicht der Fall sein, weil  sich der Ausgleichstram auf diese beiden  Relais verteilt und nicht immer zum Schlie  ssen .der     Kontakte    ausreicht. Sprechen auch  diese Relais an, dann wird auch dort die  Weitergabe der     Regelkommandos    im richti  gen Sinn gesperrt.  



  Bei dem in     Fig.    2 dargestellten Ausfüh  rungsbeispiel der Erfindung werden die Dif  ferentialquotienten der Verlustkurven mit  Hilfe von Widerständen in     elektrische    Grö  ssen umgewandelt. Zu     dieser    Umwandlung  kann man auch andere Einrichtungen, bei  spielsweise veränderliche Drosselspulen oder       Regeltransformatoren        vei@@enden,    die in Ab  hängigkeit von einer     Kurvenscheibe    ge  steuert     werden.    Man kann auch auf     kapa7i-          tivem    Wege eine dem Differentialquotienten  der Verlustkurve     entsprechende.elektrische     Grösse einstellen.

   Die auf irgendeine Weise  gewonnenen dem     Differentialquotienten    der  Verlustkurven entsprechenden Werte können  auch auf andere     Weise,    als in     Fig.    2 darge  stellt, miteinander verglichen werden. Man  kann     beispielsweise    den einer bestimmten       Maschine    entsprechenden Wert als     Sollwert     für die übrigen Maschinen benutzen und mit  Hilfe von     Differentialrelais    die Werte der       Differentialquotienten    der übrigen Maschi  nen mit dem der     ersten    Maschine vergleichen.  



  Beim     Ausführungsbeispiel    nach     Fig.        \?     wird dem Differentialquotienten eine Kurve  zugrunde gelegt, welche die     Verluste    in      Abhängigkeit von der     Kraftmittelzufuhr     (z. B. der     Leitradstellung)    darstellt.

   Hier ist       abgesehen    vom     Bereich    geringer Belastungen  die Verlustkurve praktisch unabhängig von  der     Gefällshöhe    oder dem Dampfdruck, weil  sie auch als     Darstellung    des     Prozentsatzes     der     Verluste    von der Maximallast der Ma  schine (bei voller geöffneter     Kraftmittelzu-          fuhr)        aufgefasst    werden kann. Dies geht. aus  den     Fig.    5 und 6 hervor.

   In     Fig.    5 sind die  Verlustkurven einer Turbine für     verschie-          dene    Gefälle dargestellt. Wenn man in jeder  Kurve den     Vollastwert    mit<B>100%</B> der Be  lastung     L    bezeichnet und die Belastung<I>L</I>  ebenfalls in Prozenten dieses     Vollastwertes     aufträgt, so ergeben sich die Kurven der       Fig.    6 aus denen man erkennt, dass, abge  sehen vom Bereich geringer Belastung, die  Verlustkurven praktisch unabhängig von der       Gefällshöhe    sind.

   Man kann die Verlust       kurven        bezw.    den Differentialquotienten der  Verlustkurve aber auch von der von einem  Generator elektrisch abgegebenen     Leistung     gegebenenfalls ebenfalls unter Anwendung  von     Kurvenscheiben    ermitteln und zum Ver  gleich heranziehen. Hier sind allerdings der       Dampfdruck    und die     Gefällshöhe    nicht ohne  Einfluss und es kann deshalb erforderlich  sein, in Abhängigkeit von diesen Grössen  Korrekturen vorzunehmen, welche den Dif  ferentialquotienten der Verlustkurve auf den  tatsächlichen Wert bringen.  



  Die beschriebene Anordnung     isst    nicht  auf die Regelung von Maschinensätzen in  einem Kraftwerk beschränkt. Man kann auch  mehrere Kraftwerke in der gleichen     Weise     regeln. Man kann hier so vorgehen, dass man  eine Maschine als Führermaschine benutzt,  d. h. den     Differentialquotienten    ihrer Ver  lustkurve als Sollwert für den Differential  quotienten der Verlustkurven der übrigen       Maschinen    oder Kraftwerke verwendet. Man  kann aber auch so vorgehen, dass man die  Differentialquotienten der Verlustkurven  sämtlicher zusammenarbeitender Maschinen  in     der    aus     Fig.    2 ersichtlichen Weise regelt.  



  Ein anderer Weg zur     Regelung    der     La.st-          verteilung    in der wirtschaftlichsten Weise    zwischen mehreren Kraftwerken     besteht     darin, dass man für jedes Kraftwerk als Ge  samtheit die günstigste     Verlustkurve    für  jede     Belastung    festlegt.     Man    kann dann den  Differentialquotienten dieser     Gesamtverlust-          kurve    bestimmen und die     Kraftwerke    selbst  tätig auf gleichem     Differentialquotienten    re  geln.

   Innerhalb .der einzelnen     Kraftwerke     kann dann die     wirtschaftlichste        Lastvertei-          lung,    die zur     Innehaltung    der     Minimal-          ,#erlustkurve    führt, in der im     vorangehenden     beschriebenen Weise durchgeführt werden.       Da,die    Übertragung d es     jeweiligen    Differen  tialquotienten nur in gewissen Zeitabständen  erforderlich     ist,    so kann man auch das     Im-          pulszeitverfahren    zur     Übertragung    benutzen.

    In andern Fällen     .dagegen        wird    man das Im=       pulsfrequenzverfahren    der grösseren Übertra  gungsgeschwindigkeit wegen vorziehen.    In vielen Fällen wird der Differential  quotient .der     Verlustkurve    den in     Fig.    1 dar  gestellten Verlauf haben. Dabei     ergeben    sich       gewisseSchwierigkeiten,    weil die Maschine 3  sofort in Betrieb genommen werden müsste,  sobald die     Belastung    der Maschine     B    den  Punkt 1 überschreitet.

   Um die Maschine A  schon etwas früher zur Lieferung von Ener  gie heranziehen zu können, ist es deshalb  zweckmässig, den vom Differentialquotienten  der Verlustkurve     abgeleiteten    Wert im un  tern Teil des Belastungsbereiches     (bis        etwa     5 % der Gesamtbelastung) von dem durch  den Differentialquotienten     bestimmten    Wert  abweichen zu lassen und dafür zu sorgen,  ,dass in     :dies.eim    Bereich bei allen oder mehre  ren Maschinen sich die     Werte        Ader    vom Diffe  rentialquotienten     abgeleiteten    Grössen dem  gleichen Betrage nähern.

   Auch im obern Teil  des Belastungsbereiches empfiehlt     es    ,sich,  durch Angleichen der von dem Differential  quotienten der Verlustkurve     abgeleiteten     Werte .dafür zu sorgen,     dass    dort     diese    Werte  einem gemeinsamen     Endwert    zustreben,     d.    h.  -dass . in diesem Bereich (etwa zwischen<B>95</B>  und     100%)    alle Maschinen ohne Rücksicht  auf die wirtschaftliche     Lastverteilung    an  nähernd gleich stark beeinflusst werden.

             Praktisch    ergeben sich noch     gewisse          Schwierigkeiten    bei .der     Regelung,    wenn die       Differentialquotienten    der Verlustkurven  mehrerer Maschinen in einem grösseren Be  reich konstant sind, weil :sich dann theore  ti3ch die Notwendigkeit ergibt, in einem wei  ten Bereich nur eine einzige Maschine zu re  gulieren. Man weicht deshalb zweckmässig  etwas vom     tatsächlichen    Verlauf des Diffe  rentialquotienten ab und erteilt .der vom  Differentialquotienten abgeleiteten Grösse  eine .schwache Neigung.

   Wenn man .die drei       zuletzt        erwähnten        Gesichtspunkte    beachtet,  dann erhält man einen Verlauf des Diffe  rentialquotienten der     Verlustkurve,    wie er in       Fig.    3 dargestellt ist.  



  In der     Praxis    sind am häufigsten die  Fälle, in welchen zwei     verschiedenartige    Ma  schinen     zusammenarbeiten    und einen Ma  schinensatz bilden. Ein solcher Fall liegt bei  spielsweise beim Antrieb von     Stromerzea-          gern    bei Kraftmaschinen vor. In den     meisten     Fällen     wird    es dabei genügen, nur den     Teil     des     Maschinensatzes    bei der Aufstellung der  Verlustkurve zu berücksichtigen, bei dem die  Abhängigkeit der Verluste von der Be  lastung am stärksten ist.

   Man wird deshalb  ,die Abhängigkeit des Wirkungsgrades     dns          Generators    .in vielen Fällen vernachlässigen  können. Man kann seine Verluste aber auch  beider     Aufstellung    der Verlustkurve berück  sichtigen. Ähnliche Gesichtspunkte gelten  auch, wenn es sich darum handelt, mehrere  parallel     arbeitende    Ventilatoren in der gün  stigsten Weise zu     betreiben.    Auch hier     wird     es in     vielen    Fällen genügen, nur die Abhän  gigkeit     der    Verluste des Ventilators selbst zu       berücksichtigen    und die Verluste des An  triebsmotorsausser Acht zu lassen.

   In beson  deren Fällen kann aber auch hierauf     Rüeli:-          sicht    .genommen werden.  



  Bei der Erzeugung elektrischer Energie  in Dampfkraftwerken, spielt auch der     Wir-          kungsgrad    der Kesselanlagen eine wichtige  Rolle. Man kann auch hier die in der Kessel  anlage auftretenden     Verluste    bei der Auf  stellung der Verlustkurve und .damit bei der       Lastverteilung    berücksichtigen und so die         Gesamtanlage    auf .die     wirtschaftlichste    Last  verteilung einregulieren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Regelungseiurichtun.g zur Verteilung der Last auf mehrere gegebenenfalls räumlich weit auseinander liegende Maschinen oder Ma schinensätze, wie elektrische Generatoren und dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass die Differentialquotienten der Kurven, welche die Verluste jeder Maschineneinheit in Ab hängigkeit von der Belastung darstellen (Verlustkurve) verglichen und alle zu regeln den Einheiten möglichst auf den gleichen Wert des Differentialquotienten selbsttätig eingestellt werden. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Regelungseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Differentialquotient der Verlustkurve durch eine Kurvenscheibe dargestellt und in Abhängigkeit von der Belastung jeder Maschine wirksam gemacht wird. 2. Regelungseinrichtung nach Unteran- spruch, 1, für die Regelung von Kraft masGhinen dadurch gekennzeichnet, dass der E-influss:, welchen Veränderungen .des Druckes oder der Beschaffenheit des Kraftmittels auf die Verlustkurve aus üben, dadurch unschädlich gemacht wird.
    dass der Arbeitspunkt auf der ,den Diffe rentialquotienten darstellenden Kurve in Abhängigkeit vom Kraftmittel verscho ben wird. 3. Regelungseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, @dass rci der Regelung von Kraftmaschinen der Differentialquotient der Verlustkurve in Abhängigkeit von der Öffnung der vir Kraftmittelzufuhr dienenden Organe wirksam gemacht, wird.
    Regelungseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Differentialquotient der Verlustkurve in eine elektrische Grösse umgewandelt und die so gewonnenen Grössen bei den ei@i- zelnen Maschinen unter Berücksichti gung der Massstäbe verglichen werden. :i. Regelungseinrichtung nach Unteran spruch 4, dadurch gekennzeichnet, da:ss zur Umwandlung des durch eine Kurie ausgedrückten Differentialquotienten der Verlustkurve veränderliche Widerstände, veränderliche Induktivitäten oder Kapa zitäten dienen.
    Regelungseinrichtung nach Patentan- spruch, dadurch gekennzeichnet, dass rlpr Differentialquotient der Verlustkurve einer bestimmten Maschine oder eines Maschinensatzes als Sollwert für die Differentialquotienten ,der Verlustkurven der übrigen Maschinen dient. 7.
    Regelungseinrichtung nach Patentan- ,spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die auf die Regler einwirkenden von den Differentialquotienten der Verlustkurven abgeleiteten Werte an einem oder beiden Enden des Regelbereiches von den tat sächlichen Werten des DifferentiaIquo- tienten der Verlustkurve abweichen und bei mehreren oder allen Maschinen sich einem gemeinsamen Werte nähern.
    R. Regelungseinrichtung- nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass in Abweichung von der tatsächlichen Grösse des Differentialquotienten der von ihm a 'b, geleitete, Wert schwach ansteigt, so lange der Differentialquotient einen kon stanten Wert besitzt. !1. Regelungseinrichtung nach Unteran spruch 8, dadurch gekennzeichnet,
    dass bei allen Maschinen oder Maschinen- Sätzen die Neigung 4es vom Diffe rentialquotienten abgeleiteten Wertes bei konstantem Differentialquotienten gleich gross ist. 10.
    Regelungseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Vergleich der Differentialquatien- ten der Verlustkurven dienenden Geräte nur zur Verteilung der von einem be sonderen Geber von Hand oder automa tisch gegebenen Regelimpulse auf die einzelnen Maschinen oder Maschinensätze dienen und die Weitergabe von Regel- impulsen dann sperren, wenn die betref fende Maschine im Sinne des Regel- impulses den andern Maschinen voraus eilt. 11.
    Regelungseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Vergleich der Differentialquotien- ten ,der Verlustkurven dienenden Geräte selbst Regelimpulse auslösen können.
    12. Regelungseinrichtung nach Patentan spruch zur Regelung mehrerer parallel arbeitender Kraftwerke, dadurch ge- k ennzeichnet, @dass der Differentialquo tient der Verlustkurve einer Führer maschine oder eines Kraftwerkes durch Fernmessung nach dem andern Werk oder einer Zentralstelle übertragen und dass die übrigen Werke oder Maschinen so geregelt werden, dass die Differential quotienten ihrer Verlustkurven mit dem fernübertragenen Wert übereinstimmen.
CH194262D 1935-12-20 1936-12-17 Regelungseinrichtung zur Verteilung der Last. CH194262A (de)

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