Überlagerungsempfänger. Die Erfindung betrifft einen: Überlage- rungsempfäuger, bei welchem in bekannter Weise die empfangene Hochfrequenz mittels einer ,
ersten örtlich erzeugten Schwingung in eine erste Zwischenfrequenz umgewandelt und diese mit Hilfeeiner zweiten örtlich er zeugten .Schwingung zu einer zweiten Zwi- schenfrequenz überlagert wird.
Die so @erhal- tene zweite Zwischenfrequenz wird dann zum Beispiel zunächst verstärkt, gleichgerichtet und nach einer niederfrequenten Verstärkung akustisch hörbar gemacht.
Empfänger dieser Art und ihre Vorteile sind bekannt. Sie benötigen beispielsweise nur einen einzigen veränderlichen Schwin gungskreis, nämlich den Os-zillatorkreis für die erste überlagerungsfrequenz. Ein wei- terer Vorteil besteht darin"dass@ die erste Zwi schenfrequenz sehr hoch .gewählt werden kann,
beispielsweise e000 Kilohertz, so dass für den ersten Os.zillatorkreis ein Drehkon densator mit einem Regelbereich von bei spielsweise nur 10:0 cm Verwendung finden kann.
Die Erfindung hat zum Ziel einen. Emp fänger, welcher nach dem Prinzip der Dop- pelüberlagerung arbeitet, so auszugestalten, .dass bei in vorwiegend gleichem Frequenzbe reich bleibender Oszillatorabstimmung neben einem lange und mittlere Wellen umfassen- ,den Wellenbereich (z.
B. ca. 200 bis 2,000, m Wellenlänge) ein oder mehrere Kurzwellen bereiche (unter 100 m) empfangen, wemden können.
Bei einer besonders zweckmässigen Aus- führungsform der Erfindung ist die Anord nung so getroffen, dass, die zu empfangenden Bereiche der Reihe nach empfangen werden, während das Abstimmelement des Empfän- gers seinen Weg einmal von seiner Anfangs bis zu seiner Endstellung durchläuft.
Der mit dem Empfänger nach der Erfin- .dung zu erfassende Lang- und Mittelwellen- bereich, z.
B.200 bis 2000mellenlänäe, entspricht frequenz:mässig einem Intervall von 1500 bis, 150 Kh. Bei der als Bei spiel angegebenen Zwischenfrequenz f 1 von 3000 gh muss, der Os-zillatorschwingungskreis einen. Abstimmbereich von etwa 5U00 bis 8000 Kh bestreichen.
Mit dem beispielsweise genannten Regel bereich des Oszillators kann auch ein Kurz wellenband von 48,7 bis 5:0 m Wellenlänge empfangen werden. Dieses. Wellenband ent spricht frequenzmässig einem Intervall von 6150 bis 6000 Kh. Die Oszillatorfrequenz
muUdemnach zum. Empfang dieses Kurz- wellenbandes,315-0 bis 8000 gh betragen. Da, wie erwähnt, ider Os@zill.atorfrequenzbereich von 5000 bis 3000 Kh reicht,
lässt sich das angegebene Kurzwellenband also mit dem Empfänger erfassen. Weiterhin kann auch das Kurzwellenband von 28 bis 215 m Wellen- länge mit dem Empfänger ohne Dimiensions- änd-esung der Abs.timmelemente des, Oszilla- torkreises empfangen werden;
in diesiem halle wird zur Erzeugung der ersten Zwischenfre- quenz f,. = 8.000 gh die erste Harmonische der Oszillatarfrequenz benutzt.
Das Wellen band von<B>23</B> bis 25 m entspricht frequenz- mässig einem Intervall von 13,00.0 bis 12;,000 Kh. Wird diese Eingangsfrequenz mit der ersten, Harmonischen der Os:
zillator- frequenz (10,000 bis 9000 gh) bei einer Oszillator-Grundfrequenz von 5000 bis 4:50.0 Kh überlagert, so entsteht wieder die gewünschte.Zwischenfrequenz von 3000 Kh.
Das in Fig. 2 daTgestellte Diagramm zeigt die erzeugte Zwischenfrequenz als Punktion der Eingangsfrequenz und der Oszillatürfrequenz. Im Diagramm bedeutet die Kurve I ,die Eingangsfrequenz,
II die Oszillatorfrequenz und III die konstante Zwi- sehenfrequenz. Das Diagramm lässt deutlich erkennen,,
dass einzelne mit dem Gerät zu empfangende Kurzwellenbänder sich mit Be zug auf den Abstimmweg unmittelbar an den Hauptwellenbereich anschliessen. Auch ist der stetige Verlauf der Oszillatomfrequenz (Kurve II) an, denjenigen Stellen beachtlich, an denen ,
der Empfang vom auf ein. Kurzwellenband übergeht.
Fig. 3 zeigt e@n beispielsweises Abstimm- skalensehemaeines Empfangsgerätes nach der Erfindung. Auf zwei parallelen Linien ist hier -die jeweils empfangene Frequenz in Abhängigkeit von der Stellung des Skalen zeigers aufgetragen.
Bei -der Wahl,der Hilfsfrequenzen gemäss dem Ausführungsbeispiel ist es möglich, ver- schiedene Bereiche (lange Wellen, mittlere Wellen, kurze Wellen) mit einer Oszillator- frequenz zu erfassen, welche sich um weni ger als <B>5-0%</B> ändert.
Der .Übergang von einem Bereich zum andern vollzieht sich selbst tätig, ohne dass im Oszillatorkreis, Umschal tungen unbedingt notwendig werden.
Die erforderliche Umschaltung des An- tennenkreisies kann so durchgeführt werden, ,dass beider Betätigung des Abstimmorganes des Oszillatowns, durch bekannte zusätzliche Mittel, die Umschaltung stufenweise erfolgt.
Im allgemeinen kann man im Mittel- und Langwellenbereich mit 2 bis, 3 Antennenan passungen auskommen, wobei für die scbma- len Kurzwellenbereiche je eine Umschaltung notwendig wird.
Durch die hohe Zwischenfrequenz ist die Gefahr der Spiegelfrequenzen auch bei .den kurzen Wellen in weitem Masse behoben.
Es versteht sich, dass durch ,die beschrie bene Anordnung die üblichen komplizierten Umsohaltvorrichtungen für .die verschiedenen Bereiche mit den notwendigen Synchroni- sationselementen (Gle ichlaufesementen) weg fallen, respektive durch einen mitlaufenden Antennenumschalter ersetzt werden.
Auch die Betriebssicherheit des Gerätes wird durch den Wegfall,der komplizierten Teile bedeu tend gesteigert.
Bei Rundfunkempfängern bekannter Art war .die Bedienung insbesondere für den Laien bisher insoweit erschwert, als der mit diesen Geräten zu empfangende Kurzwellen- bereich verhältnismässig gross war (meist 2.,0 bis 55m Wellenlänge).
Zur kontinuier- liohen Bestreichung eines derartig breiten Frequenzbandes ist eine veränderliche Kapa zität mit grossem Regelbereich (mindestens etwa 500 cm) erfomderlich. Deshalb ist eine Abstimmung derartiger Geräte im Kurzwel lenbereich sehr erschwert, denn schon durch eine ,
geringe Drehung eines derartig verhält# nismässig grosslen Drehkondensators wird na- turgemäss eine grosse Verstimmung des Schwingungskreises erzielt.
Die Vorsehung eines derartig breiten Kurzwellenbandes in Empfangsgeräten für Rundfunkzwecke ist völlig zwecklos, weil die für Rundfunksen dung in Betracht kommenden Sendestationen auf einige schmale Bänder innerhalb dieses Bereiches zusammengezogen sind. Es genügt daher, und bietet Vorteile,
wenn bei Zwi- schenfrequenz-R.undfunkempfangsgeräten ge rade diese wichtigen Kurzwellenbänder dem Empfang zugänglich gemacht werden.
Die auf die Bewegung .des Abstimmele- mentes bezogene Abstimmbreite der Kurz- ivellensender wird zweckmässig den Ab stimmbreiten der Sender aus .den andern Be reichen gleieh gemacht, es lässt sich :dann eine genaue Eichung :der Skala auch für die Kurzwellensender durchführen.
Im Gegensatz zu den bisherigen Empfän gern, bei welchen Langwellenelemente zur Abstimmung von kurzen Wellen benutzt wurden, sieht der erfindungsgemässe E:m.p- fän"o"e@r infolge der hohen ersten Zwischenfre- quenz die Verwendung eines aus Kurzwellen elementen bestehenden Oszillators zum Emp fang sämtlicher Bereiche vor.
Der Umstand, dass die Abstimmung des Oszillators vorzugsweise im gleichen Fre- quenzgebiet verläuft, erweitert die Anwen- dungsmö:glichkeit des Systems auch für solche Fälle, wo die Abstimmung der Oszil- latorfrequenz :durch Druckknopfschalter übern fest abgestimmte Kapazitäten erfolgt.
In manchen Fällen wird man es vorzie hen, die bestimmende Oszillatorfrequenz, z. B. zwecks Fernsteuerung, dem Gerät von einem entfernt liegenden Bedienungsort über Leitungen oder auch drahtlos zuzuführen. In Anbetracht des engen. Frequenzgebietes für die bestimmende Oszillatorfrequenz wird die Übertragung dieser Frequenz über angepasste Übertrabemngsglieder vereinfacht.
Die Einrichtung kann so getroffen wer den, dass ausser den Lang- und Mittelwellen- bereichen nicht mehrere, sondern nur ein schmales Kurzwellenband; beispielsweise am Anfang oder am Ende des Abstimmweges., empfangen wird. In manchen Fällen wird man es vorziehen, die wesentlichen Kurzwel- len-Hauptsenderbereiche der Reihe nach dem Abstimmwege zuzuordnen.
Für Geräte, welche besondere Eigenschaf- ten auf dem Kurzwellengebiet aufbringen müssen, wird man den Antenneneingang für Kurzwellenempfang abstimmen und mit der Oszillatorabstimmung synchronisieren, wobei für den Empfang mittlerer und langer Wel len eine stufenmässige Anpassung ,
des Anten- nensystems vorgesehen wird.
Beim Empfang schmaler Kurzwellen Hauptbereiche -ergibt sich die> Möglichkeit, für den Kurzwellenempfang eine zusätzliche Vo:rverstärkung (vor der Mischung) vorzu sehen, welche so bemessen sein muss, dass sie auf den wichtigsten Kurzwellen-Hauptberei- chen die .grösste Wimks:amkeit besitzt.
Fig. 1 der Zeichnung zeigt ein Schaltbei- spiel eines nach der Erfindung ausgebildeten Zwischenfrequenzempfängers mit doppelter Überlagerung. Es bedeuten:
A eine Antenne, .L, eine Eingangskreis-Induktivität für ,den Empfangsbereich der Rundfunkwellen, L, eine Fingangslireis-Induktivität für den Empfangsbereich von ca.
48,7 bis 50 m Wellenlänge, S, einen Schalter, der in geschlossenem Zustand die Induktivitä.t L, der Induktivität L, parallel schaltet, eine Kurvenscheibe, die mit ihrem Umfang den Schalter 8'1 betätigt, V, eine Mischröhre,
in der die Eingangs- frequenz zu :einer ersten Zwischenfrequenz überlagert wird, L;, und Cl eine Induktivität und eine ver änderliche Kapazität, die zusammen den Oszillatorkress der :
ersten ÜbeAagerungsatufe bilden, L4 eine der Röhre V1 zugeordnete Kopp- lungsspule für den Oszillatorkreis L3, Cl, VZ eine Röhre, in der die erste Zwischen frequenz zu einer zweiten Zwischenfrequenz überlagert wird, L5, C-. und L6,
C3 Induktionen und Kapa- zitäten. :eines Zwischenfrequenz-Transforma- tons für :die erste Zwischenfrequenz, L7, C4 Induktion und Kapazität eines zweiten Oszillatorkreises, LB eine der Röhre V. zugeordnete An kopplungsspule für :
die zweite Oszilla-torfre- quenz, C5 eine feste Kapazität zur Erhöhung der Eigenwellenlänge des.
Eingangskreises, 81 einen ,Schalter, der im geschlossenen Zustand die Kapazität C6 zur Eingangsspule L, parallel schaltet, KZ eine Kurvenscheibe, die reit ihrem Umfang den Schalter S-. betätigt.
Die Eingangsfrequenz gelangt über :die Antenne A und die Eingangskreis-Induktivi- tät L, an .den Gitterkreis. .der Röhre V, und wird mittels einer im Oszillatorkreis L3, Cl erzeugten örtliohen Überlagerungsfrequenz in :eine :
erste Zwisahenfrequenzwelle f, von zum Beispiel ca. 8000 Kh umgewandelt. Die Zwischenfrequenz f, gelangt über den Zwi- sch.enfrequenz-Transformator L5, C=, Le, C3 zur Röhre V2. Hier wird sie mittels :eines fest abgestimmten OszillatorkTeis:
es L.,, C4 in eine zweite Zwischenfrequenzwelle f@ von vo@rzugsweis:e 150 Kh umgewandelt.
Der Empfänger enthält nur ein einziges veränderliches Abstimmelement, nämlich den Drehkondensator Cl, im OAzillatorkreis. der ersten Überlagerungsstufe. Auf der Achse ,dieses Drehkondensators ist :
eine Kurven scheibe K, angeordnet, deren Umfang so ge staltet ist, .dass .der Schalter S, geschlossen. ist, wenn der Kondensator C, sich in seiner Anfangsstellung, :d. h. in der Stellung nie drigster Kapazität befindet.
Wird der Kon densator C .gedreht, so bleibt zunächst der Schalter S, noch geschlossen zwecks Emp fang des Kurzwellenbereiches, und die Kurz- wellenspule L. ist der Langwellenspule L, parallel geschaltet. Nacheiner gewissen Drehung öffnet sich der Schalter S, 'infolge einer entsprechenden Verringerung :
des Ra dius der Seheibe E, selbsttätig, wodurch der Empfang automatisch auf ein Wellenband von 200 bis 2:0:00 m umgeschaltet ist, für welches die Spule L, entsprechend @dimensio- niert ist.
Beim weiteren Drehen des Drehkonden- satoTs bis zu seiner Endstellung wird nun mehr das .gesamte Empfangswellenband zwischen 200 und 2000m Wellenlänge be- strichen. Eine besondere Einrichtung ver hindert hierbei, d:
a3 ein Empfang in dem Wellenintervall von ca. 600 bis 800 m statt findet, weil dieser Bereich für :den Empfang von Rundfunksendern nicht in Betracht kommt.
Auf :der Achse des Drehkondensators Cl befindet sich ,eine Kurvenscheibe KI" deren Umfang so gestaltet ist, @dass -der Schalten 9, geschlossen wird, wenn der Drehkondensator in :eine Stellung ,gelangt ist, die einer Emp fangswellenlänge von ca. :
600 m entspricht. Dadurch wird der Kondensator C5 zur Ein gangsspule L, parallel .geschaltet, wodurch die Eigenwellenlänge des Eingangskreises zum Empfang der Iaangwellen sprunghaft erhöht wird.