Verfahren zur Herstellung eines Gemisches der Natriumsalze von im Kern alkylsubstituierten Kresogyessigsäuren. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Gemisches der Natriumsalze von im Kern alkylsubsti- tuierten Kresoxyessigsäuren, das dadurch ge kennzeichnet ist, dass man ein Gemisch von durch höhere Alkylreste substituierten Kre- solen,
wie es durch Kondensation von tech nischem o-Kresol mit den olefinischen An teilen eines Crack-Benzins mit einem reichen Gehalt an Olefinen <B>06112</B> bis 0sH16 erhält lich ist, in alkalischem Medium mit Chlor- essigsäureäthylester umsetzt und darauf das erhaltene Gemisch von alkylsubstituierten Kresoxyessigsäureäthylestern mit Natron lauge verseift. Das erhaltene Produkt stellt nach dem Aufarbeiten und Trocknen ein weisses Pulver dar, das gute kapillaraktive Eigenschaften zeigt.
<I>Beispiel:</I> 434 Gewichtsteile eines Gemisches von durch höhere Alkylreste substituierten Kre- solen, wie es durch Kondensation von tech nischem o-Kresol mit den olefinischen An teilen eines Crack-Benzins mit einem reichen Gehalt an Olefinen C6H12 bis CsHis' gewon nen wird, mit einer Hydroxylzahl von 258,4, werden mit 200 Gewichtsteilen 40 /oiger Natronlauge versetzt. Unter Erhitzen bis auf <B>1500,</B> zuletzt unter vermindertem Druck, wird entwässert.
Der Rückstand wird in 400 Gewichtsteilen absolutem Alkohol gelöst und in der Kälte mit 245 Gewichtsteilen Chloressigsäureäthylester versetzt. Die Re aktion setzt unter langsamem Temperatur anstieg auf 60-70 o ein und wird durch mehrstündiges Kochen beendet. Nach Zugabe von 200 Teilen 40 /oiger Natronlauge wird der Alkohol vollkommen abgedampft. Der Rückstand wird mit 400 Teilen heissem Wasser versetzt und darauf das abgeschie dene Salzwasser abgezogen.
Die so erhaltene konzentrierte, stark viskose wässrige Lösung enthält die Natriumsalze des Gemisches der im Kern alkylsubstituierten Kresoxyessig- säuren. Die Lösung kann in üblicher Weise mit geeigneten Zusätzen versehen und an schliessend getrocknet werden.
Das Gemisch kann vorteilhaft überall da verwendet werden, wo die kapillaraktiven Eigenschaften von Flüssigkeiten, insbeson dere von wässrigen Lösungen, erhöht werden sollen. Die so hergestellten Flüssigkeiten können infolge ihrer kapillaraktiven Eigen schaften beispielsweise zur Schaumerzeugung, zum Emulgieren, Dispergieren, Benetzen, Imprägnieren, Peptisieren, Stabilisieren, Ver teilen, Lösen und dergl. in den verschieden sten Industrien verwendet werden. So lässt sich das Gemisch der Natriumsalze z. B.
als Seifenersatzstoff, ferner zur Herstellung von Imprägnierungsmitteln, Schädlingsbe kämpfungsmitteln und dergl., als Hilfsstoff in der Kautschuk ver: .beitenden Industrie, in der Leder-, Pelz- und insbesondere in der Textil industrie bei den verschiedensten Veredlungs verfahren verwenden. So kann man es beim Waschen und Reinigen von Textilien, Wäsche und Gebrauchsgegenständen benutzen.
Das neue Gemisch zeigt seine Wirksam keit auch im Gemisch mit andern Stoffen. Es kann in Bädern verwendet werden, die Elektrolyte enthalten, und es können bei spielsweise auch die verschiedenartigsten al kalisch reagierenden Stoffe mitverwendet wer den. Es kann in Mischung mit alkalischen Salzen, wie Alkalikarbonaten, beispielsweise Soda, Trinatriumphosphat und andern Alkali- orthophosphaten, Alkalipyro-, -meta-, -poly- und -hypophosphaten, beispielsweise dem Tetrapyrophosphat,
dem Natriumhexameta- phosphat, dem Natriumpolyphosphat Na6P40is und demNatriumhypophosphat,ferner mit Was serglas, dem Natriummetasilikat und andern Metasilikaten, Alkaliboraten, wie Borax, be nutzt werden. Ferner können auch neutrale Mittel, wie Natriumsulfat oder Alkalisalze starker organischer Säuren, beispielsweise das naphthalinsulfosaureNatrium, mitverwen- det werden.
Das neue Gemisch kann ferner auch in Gegenwart von sauerstoffabgebenden Ver- bindungen, beispielsweise von Peroxyden, wie Natriumsuperoxyd, von Persalzen, wie Per boraten, Persulfaten, Perkarbonaten, Perphos- phaten, Perpyrophosphaten, insbesondere den Alkalisalzen, wie den Natriumsalzen, ver wendet werden.
Schliesslich kann man es auch im Gemisch mit andern Netz-, Schaum-, Emulgier-, Dispergier-, Wasch-, Reinigungs-, Einweich-, Spül-, Durchdringungs- und ähn lichen Mitteln anwenden; insbesondere kann es auch mit den gewöhnlichen Natrium- oder Kaliumseifen kombiniert werden, aber auch mit bereits bekannten kalkbeständigen Netz mitteln, wie z. B. dem Natriumsalz des Oleyl- methyltaurins.
Auch im Gemisch mit Lösungsmitteln, wie organischen Kohlenwasserstoffen, z. B. Benzin oder Benzol, Alkoholen, niederen, wie dem Äthyl-, Propyl-, Butylalkohol, aber auch höheren, wie dem Laurinalkohol, dem Benzyl- alkobol, dem Cyclohexanol, dem Cyclohexa- non und dergl., Äthern, wie dem Glykolmono- thyläther, Glyzerindiinethyläther,
Glyzerin- monocyclohexyläther, Pentamethylenoxyme- thyldioxol, und in Mischung mit Überfettungs- mitteln, wie zum Beispiel Wollfett, ferner En zymen, wie Urease oder Pankreatin, ferner im Gemisch mit desinfektorisch wirkenden Phenolen, z. B. dem p-Chlormetakresol, oder als Bestandteile von Putz- oder Scheuermitteln zusammen mit Sand und dergl. kann man das neue Gemisch benutzen.
Ein besonderer Vorteil des gemäss vorliegen dem Verfahren hergestellten Gemisches be steht darin, dass dieses auch bei längerem Lagern nicht ranzig wird und keinerlei un angenehmen Geruch annimmt.