CH194974A - Verfahren zur Wärmebehandlung von magnesiumhaltigen Leichtmetall-Legierungen. - Google Patents

Verfahren zur Wärmebehandlung von magnesiumhaltigen Leichtmetall-Legierungen.

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CH194974A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Wärmebehandlung von     magnesiumhaltigen    Leichtmetall-Legierungen.    Gegenstand des Patentes 179172 ist ein  Verfahren zur Wärmebehandlung von     ma-          gnesiumhaltigen    Leichtmetall - Legierungen  bei Temperaturen oberhalb etwa 275  , bei  welchem die Legierungen in einem allein  aus mindestens einem wasserfreien     Alkali-          bichromat    bestehenden Schmelzbad behandelt  werden, wobei vorzugsweise ein Teil Kalium  bichromat auf 3 Teile     Natriumbichromat    ver  wendet wird.

   Bei Behandlung von Werk  stücken aus Legierungen, die bei Tempera  turen oberhalb 4000 vergütet werden, wie  sie beispielsweise bei Aluminiumlegierungen  mit einem niedrigen Gehalt an Magnesium  vorliegen, zeigt es sich, dass besonders bei  längerer     Verwendung    der Bäder Zersetzungs  erscheinungen auftreten, welche zur     Abschei-          dung    schlammartiger Produkte führen, die,  wie eine Untersuchung gezeigt hat, überwie  gend aus Chromoxyd bestehen, während das  Salzbad allmählich in eine     zäbflüssige    Masse  übergeführt wird.

      Das Auftreten dieser     Abscheidungen    ist,  wie nunmehr gefunden wurde, darauf zurück  zuführen, dass ein Teil des     Bichromates    bei  Temperaturen oberhalb von<B>350'</B> unter Sauer  stoffabgabe in     Monochromat    und Chromoxyd  umgewandelt wird. Dieser Vorgang setzt sich  fort, bis ein - von der Temperatur abhän  giges - Gleichgewicht zwischen dem Salz  paar     Bichromat-Monochromat    erreicht ist.

    Diese Annahme des Reaktionsverlaufes der  Zersetzung wurde bestätigt durch die Tat  sache, dass der Oxydationswert einer aus       Natriumbichromat    und/oder     galiumbichromat     bestehenden Schmelze, die bei einer konstan  ten Temperatur oberhalb von 4000 längere  Zeit belassen wird, bis zu einem Grenzwert  abnimmt.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur Wärmebehandlung von       magnesiumhaltigen        Leichtmetall-Legierungen     bei Temperaturen oberhalb etwa     2751    C,  welches dadurch gekennzeichnet ist, dass die      Legierungen in einem aus     Alkalimonochromat     und     Alkalibichromat    bestehenden Schmelzbad  behandelt werden, das einen Gehalt von       Alkalimonochromat    aufweist,

   der mindestens  dem bei der Verwendungstemperatur des Ba  des sich ergebenden     Gleichgewichts-Verhält-          nis    zwischen     Bichromat    und     Monochromat     eines allein aus mindestens einem wasser  freien     Alkalibichromat    bereiteten Schmelz  bades entspricht.  



  Dieser Gehalt beläuft sich beispielsweise  für Temperaturen zwischen 4000 und<B>5000</B>  auf mindestens etwa 5 0/0, kann aber     zweck-          mässig        etwas        höher,        z.        B.        auf        7-10        %        ge-          halten    werden.

   Dieser Gehalt der     Bichromat-          salzschmelzbäder    an     Monochromat    bewirkt,  dass auch bei über 400 0 liegenden Tempera  turen keine     Zersetzungserscheinungen    unter       Abscheidung    schlammartiger Rückstände ein  treten.

   Man kann dem     Bichromatbad    die be  nötigte Menge     Monochromat    als solches zu  setzen; man kann auch das     Monochromat    in  der Schmelze selber erzeugen, indem man  der letzteren in entsprechenden Mengen Stoffe  zusetzt, die imstande sind, im     Schmelzfluss          Biehromat    in     Monochromat    überzuführen, wie  beispielsweise     Ätzalkalien,        Alkalisuperoxyde,          Alkalinitrate    und auch     Alkalikarbonate.     



  Die beschriebenen Schmelzbäder zeigen  den weitern Vorteil, dass eine Korrosion der  Gefässbaustoffe, die bei Verwendung reiner       Bichromatbäder    beobachtet wird, insbesondere  solcher aus Eisen, nicht mehr eintritt.         Vergleichsversuche.       Ein Gemisch von 750 Gewichtsteilen     Na-          triumbichromat    und 250 Gewichtsteilen     Ka-          liumbichromat    wird in einem Eisengefäss zum  Schmelzen gebracht und dann auf 500 0 er  hitzt. In die Salzschmelze werden Vergütungs  proben aus     Aluminium-Magnesium-Legierun-          gen    eingesetzt.

   Bereits nach 24stündiger  Betriebsdauer zeigen sich in dem Salzbad  schlammartige     Abscheidungen,    welche sich  im Laufe der Zeit immer mehr verstärken  und schliesslich die Schmelze dickflüssig ma  chen, wodurch die Schmelze betriebstechnisch  unbrauchbar wird. Der anfängliche Oxyda-         tionswert    von 220 ccm n/10     Na2S203    für  1 g Schmelze war nach 10 Tagen auf 208  gefallen.

   Die analytische Untersuchung des       Schlammes        ergab        ein        mit        20        %        Fe203        ver-          unreinigtes    Chromoxyd. Das Eisenoxyd ent  steht durch den Angriff des entwickelten  Sauerstoffes auf die Gefässwandung.  



  Versetzt man dagegen das wie oben er  schmolzene Gemisch von     Alkalibichromaten          mit        30        Gewichtsteilen        KOH        (90        %ig)        ent-          sprechend    23 Gewichtsteilen     K20    und benutzt  es in der gleichen Weise, so ist der in der  Schmelze vor Beginn der Benutzung festge  stellte     Oxydationswert    von 206,5 nach drei  wöchentlicher Betriebsdauer noch unverän  dert erhalten.     Abscheidungen    werden nicht  beobachtet.

   Dieselbe Wirkung kann durch  Zusatz von 21 Gewichtsteilen     Ätznatron    er  reicht werden.  



  Die gleichen Ergebnisse werden erzielt,  wenn das wie oben hergestellte Salzgemisch  mit 50 Gewichtsteilen Kalisalpeter versetzt  und dann bei Temperaturen von<B>5001</B> ver  wendet wird: Oxydationswerte ergeben sich  zu    1. Versuchstag     Oxydationswert    207  20. Versuchstag     Oxydationswert    207    Das Vergütungsbad arbeitet völlig zerset  zungsfrei.  



  Dieselbe Wirkung wird erzielt, wenn dem  aus 750 Teilen     Natriumbichromat    und 250  Teilen     galiumbichromat    bestehenden Salz  gemisch 100 Gewichtsteile     Monochromat    (75       Na2Cr04        +    25     K2Cr04)    zugesetzt werden.  



  Die     Oxydationswerte    liegen hier wie folgt    1. Versuchstag 207  20. Versuchstag 206    Auch hier werden keine nennenswerten Ab  scheidungen beobachtet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Wärmebehandlung von ma- gnesiumhaltigen Leichtmetall-Legierungen bei Temperaturen oberhalb etwa 275 0 C, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierungen in einem aus Alkalimonochromat und Alkalibichromat bestehenden Schmelzbad behandelt werden, das einen Gehalt an Alkalimonochromat auf weist,
    der mindestens dem bei der Verwen dungstemperatur des Bades sich ergebenden Gleichgewichtsverhältnis zwischen Bichromat und Monochromat eines allein aus mindestens einem wasserfreien Alkalibichromat bereiteten Schmelzbades entspricht. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schmelzbad ver wendet wird, das durch Zusatz von Alkali verbindungen, die Bichromat in M.onochro- mat überführen, zu einem im Schmelzfluss befindlichen Alkalibichromätschmelzbad er hältlich ist. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Schmelzbad verwendet, dem Ätz alkali zugesetzt wurde. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Schmelzbad verwendet, dem Alkali superogyd zugesetzt wurde. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Schmelzbad verwendet, dem Alkali- nitrat zugesetzt wurde. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Schmelzbad verwendet, dem Al kalikarbonat zugesetzt wurde.
CH194974D 1935-08-28 1936-07-24 Verfahren zur Wärmebehandlung von magnesiumhaltigen Leichtmetall-Legierungen. CH194974A (de)

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