CH195027A - Hochbelastbares, elektrisches Kochgefäss. - Google Patents

Hochbelastbares, elektrisches Kochgefäss.

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CH195027A
CH195027A CH195027DA CH195027A CH 195027 A CH195027 A CH 195027A CH 195027D A CH195027D A CH 195027DA CH 195027 A CH195027 A CH 195027A
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electric cooking
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Inventor
Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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      Hochbelastbares,    elektrisches Kochgefäss.    Die Erfindung bezieht sich auf ein hoch  belastbares, elektrisches Kochgefäss aus  Schwermetall, z. B. aus Messing, dessen  Boden aus einem flachen Gefäss mit dünn  wandigem Rand besteht, der mit dem dünn  wandigen Mantel durch Löten oder Hart  löten verbunden ist und auf dessen Unter  seite ein     Heizleiter    in Rillen in isolierender       blasse    eingebettet ist. Wenn solche Koch  gefässe leer gehen oder auch, wenn sie bei  ausgeschaltetem Strom plötzlich ganz ent  leert werden, teilt sich die sehr hohe Tem  peratur des Bodens der Lötnaht zwischen  Mantel und Boden mit, wodurch diese auf  lötet.  



  Die Anordnung eines thermischen Schal  ters oder einer     Temperatursicherung,    die bei  Überschreitung der zulässigen Temperatur  den Heizstromkreis unterbrechen, verteuert  das Kochgefäss wesentlich, zudem ist das  Auswechseln durchgeschmolzener Sicherungen  umständlich.    Man kann die Abhängigkeit des elektri  schen Widerstandes von Metallen von der  Temperatur zur Beschränkung der     LeiStungs-          aufnahme    elektrischer Geräte ausnutzen.

   Bei  spielsweise haben Eisen, Gold, Kobalt, Nickel  einen hohen     positiven        Temperaturkoeffizienten.     Diese Metalle eignen sich aber bei elektrisch  beheizten Geräten, deren Temperatur betriebs  mässig auf etwa 500   bis 600   steigt, nicht  mehr, weil ihr elektrischer Widerstand bei  diesen Temperaturen auf etwa das Drei- bis  Sechsfache des Widerstandes bei Raumtem  peratur ansteigt und damit der Anlaufstrom  eines elektrischen Gerätes mit Heizleitern  aus solchen Metallen sehr hoch ist.  



  Nach der Erfindung wird für die Reiz  leiter des hochbelastbaren Kochgefässes aus  Schwermetall, z. B. Messing, ein Metall ge  wählt, dessen elektrischer Widerstand im  Temperaturgebiet zwischen Raumtemperatur  und 600   nicht über das Zweieinhalbfache  des Widerstandes bei Raumtemperatur an-      steigt.

   Hierdurch kann erreicht werden, dass  der Anlaufstrom nur um etwa     50','o    über  der Stromaufnahme des Gerätes im normalen  Betrieb liegt.     Anderseite,        kann    erreicht     wei-          den,    dass, wenn der Kocher leer geht, also  ohne Füllung     beheizt    wird, die Leistung     uin     etwa 30     0%o    der Betriebsleistung und etwa  60  /o der Anlaufleistung absinkt. Der Kocher  kann also trocken gehen, ohne Schaden zu       nehmen,    weil die bei einer Temperatur von  600 0 eintretende Erhöhung des Widerstandes  eine Absenkung der Leistung auf einen un  schädlichen Wert zur Folge hat.  



  Die Aufgabe, den     elektrischen    Wider  stand des Heizleiters im Temperaturgebiet  von 20 0 bis 600   nicht über das Zweiein  halbfache des Widerstandes bei Raumtempe  ratur ansteigen zu lassen, kann im wesent  lichen auf zweierlei Weise gelöst werden.  



  Der erste Weg bestellt darin, dass     man     für den Heizleiter eine Nickellegierung mit  geringem     Chromzusatz    wählt, deren Tempe  raturkoeffizient so hoch ist, dass bei 600 0  der Widerstand auf das Zweieinhalbfache  wächst.  



  Der andere Weg besteht darin, dass man  den Heizleiter aus zwei entweder hinterein  ander oder parallel geschalteten Zweigen zu  sammensetzt, von denen der eine seinen  Widerstand in Abhängigkeit von der Tem  peratur nur sehr wenig oder gar nicht, der  andere aber sehr stark ändert. Beispielsweise  kann der     Heizleiter    des einen Zweiges aus  Nickel, der des andern Zweiges aus einer  Chromlegierung bestehen, wobei der Wider  stand der letztgenannten innerhalb des er  wähnten Temperaturbereiches praktisch kon  stant ist.

   Man ist in der Lage, das Verhält  nis der beiden hintereinander oder parallel  geschalteten Widerstände so zu wählen, dass  der     Gesamtwiderstand,der-    beiden     Heizleiter-          zweige    bei einer Temperatur von 600 0 nicht  über das Zweieinhalbfache des Widerstandes  bei Raumtemperatur ansteigt.  



  In den Figuren sind zwei Ausführungs  beispiele der Erfindung dargestellt. Der  Mantel 10 des Kochgefässes ist an dem dünn  wandigen Rande 11 des aus einem gefäss-         artigen    Metallkörper bestehenden Gefäss  bodens 12     angelötet.    Der Heizleiter (Zickzack  leiter, Rundwendel, Flachwendel oder der  gleichen) ist in Rillen auf der     Unterseite    in       isolierender        blasse    eingebettet, so dass er  hoch belastet werden kann.  



  Bei dem Kocher nach     Fig.    1 und 2 sind  zwei Zweige 13 und 14 des Heizleiters in  Reihe     ,"    geschaltet. Der Heizleiter 13 aus  Chromnickel mit praktisch unveränderlichem  Widerstand ist in das am meisten gefährdete  Gebiet des     Kocherbodens,    nämlich in die  Mitte, gelegt. Die Leistungsaufnahme des       Heizleiterzweiges    aus Chromnickel sinkt er  heblich schneller als die des     Heizleiterzweiges     aus Nickel, so dass also an der gefährdeten  Bodenmitte die Leistungsaufnahme geringer  ist.  



  In den     Fig.    3 und 4 ist ein Kocher dar  gestellt, bei dem die beiden Zweige 13 und  14 parallel geschaltet sind. Hier ist es zweck  mässig, den Heizleiter 14 aus Nickel in die  Mitte des     Kocherbodens    und den Heizleiter  13 aus Chromnickel aussen herum zu legen,  weil dadurch erreicht wird, dass die     Leistungs-          aufnalrine    in der Mitte des Bodens sinkt.  



  Es ist natürlich, an Stelle     eifies        Heiz-          leiters    aus Chromnickel, einen solchen aus  anderem Metall, z. B.     Konstantan,    zu ver  wenden,     wenn    er nur im wesentlichen die  gleichen Eigenschaften hat. Ebenso kann  statt des     Heizleiters    aus Nickel ein anderer  Leiter     voll    ähnlichem Verhalten gewählt  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Hochbelastbares, elektrisches Kochgefäss aus Schwermetall, dessen Boden aus einem flachen Gefäss mit dünnwandigem Rand be stellt, auf dessen Unterseite Heizleiter in Rillen in isolierender Masse eingebettet sind und der mit dem dünnwandigen Mantel durch Löten oder Hartlöten verbunden ist, gekenn zeichnet durch Heizleiter, deren elektrischer Widerstand im Temperaturgebiet zwischen Raumtemperatur Lind 600 o nicht über das Zweieinhalbfache des Widerstandes bei Raum temperatur ansteigt. UNTERANSPRMHE 1. Hochbelastbares, elektrisches Kochgefäss nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Heizleiter aus Nickel mit einem geringen Zusatz von Chrom besteht. 2.
    Hochbelastbares, elektrisches Kochgefäss nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Heizleiter äus zwei Zweigen besteht, von denen der eine seinen Widerstand in Abhängigkeit von der Temperatur sehr wenig, der andere sehr stark ändert.
CH195027D 1936-09-17 1936-11-07 Hochbelastbares, elektrisches Kochgefäss. CH195027A (de)

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