CH195807A - Förderanlage. - Google Patents
Förderanlage.Info
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Description
Förderanlage. In der Nahrungs- und Genussmittelindustrie verwendet man häufig endlose Förderbänder, die zum Beispiel durch eine mit glatter Holz- oder Metalloberfläche versehene Tragunterlage abgestützt werden. Derartige Förderanlagen haben aber den Nachteil, dass in der Regel recht erhebliche Reibungskoefl'izienten zwi schen dem Material des Bandes und jenem der Unterlage bestehen.
Gegenstand der Erfindung ist eine För deranlage, insbesondere für die Zwecke der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, beste hend aus einem endlosen Förderband und einer Tragunterlage für das Band, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Tragunterlage mit besonderen Gleitorganen versehen ist.
In der beigegebenen Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Förderanlage nach der Erfindung schematisch dargestellt.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht mit teil weisem Schnitt, Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie I-I der Fig. 1, Fig. 3 ist eine Ansicht auf die Oberfläche der Tragunterlage. In der Zeichnung ist 1 eine Antriebs scheibe für das Förderband 2; die Scheibe 1' kann ohne besonderen Antrieb sein. Die Ober fläche der Scheibe 1 ist mit Gummi belegt, was auch bei der Scheibe 1' der Fall sein kann. Das Band 2 besteht aus nichtrostendem Stahl und wird durch die aus Glas beste hende Oberschicht 3 der Tragunterlage 6, 7 abgestützt. Die Oberschicht 3 ist mit Rillen 4 und Rippen 5 versehen, wobei die Rippen 5 als Gleitorgan dienen.
Die Oberschicht 3 ist auf der elastischen Schicht 6 gelagert, die ihrerseits durch Stahlschienen 7 abgestützt ist. Durch an eine Schmiermittelleitung an geschlossene, mit Mundstücken versehene Röhren 9 wird mittels Pumpen ein flüssiges Schmiermittel herangeführt, das nach Ge brauch in den Rinnen 8 gesammelt und weg geführt wird (Fig. 2). Die abgestumpften Scheitel der Rippen 5 der Oberschicht 3 sind mit Diagonalrinnen 10 versehen (Fig. 3).
Die Förderanlage nach der Erfindung kann in mehrfach verschiedener Weise aus gebildet sein. Das Förderband kann aus nicht rostendem Stahl, Monelmetall, oder andern nicht korrodierbaren Metallen oder Metall legierungen bestehen; aber auch ans Metall- legierungen wie Messing, Bronze, vorzugs weise Phosphorbronze. Die Gleitorgane oder die ganze Oberschicht der Tragunterlage kann aus Glas, Porzellan, Glas-Emaille, Kunstharz, nichtrostendem Stahl, Monelmetall oder andern vorzugsweise nichtkorrodierbaren Metallen oder Metallverbindungen bestehen, wie z. B.
Messing, Bronze, vorzugsweise Phosphor bronze oder andern Stoffen, zwischen denen und dein Material des Förderbandes nur ein möglichst geringer Reibungskoeffizient vor handen ist.
11s Schmiermittel, durch welches die Rei bung zwischen dem Förderband und dem Ma terial der (Aleitorgane oder der Oberschicht der Tragunterlage noch weiter herabgesetzt werdet) kann, kann zum Beispiel Wasser ver wendet werden, das matt zum Beispiel durch die Rippen 4 und 10 fliessen lässt, und das gleichzeitig als ständig wirkendes Reinigungs mittel dienen kann.
Die Gleitorgane können in der Oberschicht der Tragunterlage, z. B. durch Giessen, Pres sen, Prägen, Fräsen, Gravieren usw. erzeugt sein. Die Gleitorgane können znm Beispiel kegelstumpfföi-mige oder halbkugelförmige Gestalt besitzen.
Die Bekleidung der Antriebsscheibe bezw. der Losscheibe kann statt aus Gummi auch aus Guttapercha oder einem andern geeig neten Material bestehen, das gegenüber dem Material des Förderbandes einen hohen Rei bungskoeffizienten besitzt. Die Verwendung solchen Materials bringt auch den Vorteil, dass die Übertragung der Antriebskraft von der Antriebsscheibe auf das Band ohne Er schütterung erfolgt.
Das Förderband kann mit Durchlochungeii versehen sein, zum Zwecke, den Durchtritt eitles flüssigen Reinigutigs- und Schmier mittels zu gestatten und dadurch die Reibung noch weiter herabzusetzen und leichte Zirku lation des Reinigungswassers zu ermöglichen. Beschaffenheit und Masse des Bandes richten sich nach den zri fördernden Gegenständen. Für Konfitürerigefässe oder Milebgefässe kann zum Beispiel nichtrostender Stahl von etwa 0,5 mm Dicke und 10 cm Breite verwendet werdet).
Durch Versuche konnte festgestellt wer den, dass eitre Förderanlage nach der Erfin dung eine bedeutend geringere Reibung ent wickelt als die bisher bekannten Anlagen. Als Vergleichsgegenstand diente eine der be kannten Förderanlagen, bei denen ein ange triebener Gummiriemen durch kugelgelagerte Rollen abgestützt ist. Eine solche Anlage und eine Anlage nach der Erfindung wurden unter gleichen Bedingungen und unter Be nutzung gleich grosser Antriebsscheiben mit gleichen Gewichten belastet. Beim Abschal ten der Antriebskraft lief ein bestimmter Punkt des Förderbandes der Anlage nach der Erfindung noch zwischen 45 und 60 ein weiter, während das Band der andern Anlage nur etwa noch 15 cm weiterlief.
Bei den bekannten Anlagen wird als Un terlage oft Holz verwendet, das besonders bei der Förderung zum Beispiel voll Ge fässen mit heisser Milch oder Konfitüren in sofern auch nachteilig ist, als es einen guten Nährboden darstellt für Bakterien, die sich durch verschütteten Inhalt bilden. Dieser Nachteil lässt sich durch Anwendung von kor rosionsfesten Unterlagen beim Erfindungs gegenstand vermeiden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Förderanlage, insbesondere für die Zwecke der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, be stehend aus einem endlosen Förderband und einer Tragunterlage für das Band, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragunterlage mit Gleitorganen versehen ist. UNTERANSPRVCHE 1. Förderanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Förder band aus korrosionsfestem Metall besteht. 2. Förderanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gleitorgane aus korrosionsfestem Metall bestehen. 3. Förderanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss die Gleitor gane aus Glas bestehen. 4.Förderanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gleit- organe aus Porzellan bestehen. Förderanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gleit- organe aus Kunstharz bestehen. 6. Förderanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gleit- organe aus Glas-Emaille bestehen. 7. Förderanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gleit- organe als auf der Oberfläche der Trag unterlage angeordnete Vorsprünge aus gebildet sind. B.Förderanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Gleitorgane und Oberschicht der Tragunterlage aus demselben Material und aus einem Stück bestehen. 9. Förderanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den als Vorsprünge aus gebildeten Gleitorganen Rinnen ange ordnet sind, die das Durchfliessen eines flüssigen Schmiermittels ermöglichen. 10. Förderanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge als Rippen ausge bildet sind, deren abgestumpfte Scheitel mit diagonalen Rippen und Kanälen ver sehen sind, wobei die Kanäle als Leit- organe für ein flüssiges Schmiermittel zu dienen bestimmt sind. 11.Förderanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zu beiden Seiten des Förderbandes mit Mundstück versehene Rohre und Rinnen vorhanden sind, um durch die Rohre ein flüssiges Schmiermittel zwischen Band und Trag unterlage einführen und das verbrauchte Schmiermittel durch die Rinnen ableiten zu können. 12. Förderanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Oberschicht der Tragunterlage elastisch gelagert ist. 13. Förderanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Förder band mit Durchlochungen versehen ist, zum Zwecke, den Durchtritt eines flüs sigen Reinigungs- und Schmiermittels zu ermöglichen. 14.Förderanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Antriebs scheiben für das endlose Förderband mit einem Friktionsbelag versehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE891525C (de) * | 1943-07-06 | 1953-09-28 | Gutehoffnungshuette Oberhausen | Endloses Foerderband |
| DE3147091A1 (de) * | 1981-11-27 | 1983-06-09 | Helmut 5162 Niederzier Geppert | Rahmen fuer bandfoerdervorrichtungen |
| DE19925277A1 (de) * | 1999-06-02 | 2000-12-14 | Sartorius Gmbh | Transporteinrichtung für eine Waage |
| DE102009058098A1 (de) * | 2009-12-12 | 2011-06-16 | Dr. Mirtsch Gmbh | Strukturierter Bandförderer |
| DE102016125774A1 (de) * | 2016-12-28 | 2018-06-28 | Bizerba SE & Co. KG | Förderbandwaage mit Förderband sowie Förderband |
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-
1936
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| DE19925277C2 (de) * | 1999-06-02 | 2002-06-20 | Sartorius Gmbh | Transporteinrichtung für eine Waage |
| DE102009058098A1 (de) * | 2009-12-12 | 2011-06-16 | Dr. Mirtsch Gmbh | Strukturierter Bandförderer |
| DE102009058098B4 (de) * | 2009-12-12 | 2012-08-16 | Dr. Mirtsch Gmbh | Strukturierter Bandförderer |
| DE102011077321B4 (de) | 2011-06-09 | 2020-05-14 | Aip Gmbh & Co. Kg | Rolle für Bandeinheit |
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