CH196601A - Filtriervorrichtung zur Herstellung von Kaffee- und Teegetränken. - Google Patents

Filtriervorrichtung zur Herstellung von Kaffee- und Teegetränken.

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CH196601A
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A-G Melitta-Werke
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Melitta Werke A G
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      Filtriervorrichtung    zur Herstellung von Kaffee- und Teegetränken.    Bei der Zubereitung von Kaffee- und  Teegetränken nach der     Filtrationsmethode     spielt bekanntlich .die     Filtrationsgeschwin-          digkeit    eine grosse Rolle.

   Um eine möglichst  grosse     Filtrationsgeschwindigkeit    zu erzielen,  geht man neuerdings dazu über, das- Filter  papier in Form von Tüten zu verwenden, die  aus einem geeigneten     Zuschnitt    durch Ver  binden der     Seitenkanten    mittels Prägungen       (Ränderieren)        hergestellt    sind und die .die  Form einer Spitztüte mit abgeschnittener  Spitze und     strichförmiger    unterer Abschluss  kante haben.

   Da bei diesen Tüten das Papier  fast auf der ganzen     Innenoberfläche        des    Fil  tergefässes einfach liegt, wird neben einer  Papierersparnis eine beträchtliche Steigerung  der     Filtrationsgeschwindigkeit    erzielt.  



  Bei der Verwendung solcher Filterpapier  tüten in den bisher gebräuchlichen Filterge  fässen in Tassen- oder     Kegelstumpfform    mit  einem runden, flachen Boden,     besteht    die  Schwierigkeit, dass die strichförmige untere  Kante der Tüte nebst den zu beiden     .Seiten       angrenzenden Partien der Seitenwand der       Tüte    dem     runden    Boden     des        Filtergefässes     angepasst werden     müssen,    was nicht ohne  einen sogenannten Eindrücker möglich ist.

    Aber auch mit einem Eindrücker     lässt    sich  die Tüte dem     FiltergefäA    nicht genau an  passen und es kommt vor, dass die Tüten an  den stark     beanspruchten    Stellen reissen.  Ausserdem .liegt das Papier im     untern,    für  die     Filtration    besonders wichtigen Teil des  Gefässes an einigen Stellen, wenn auch nur in  geringer     Ausdehnung,    mehrfach.  



  Diese Übelstände können, soweit sie durch  die runde Form des Bodens     bedingt    sind,  dank vorliegender Erfindung mehr oder  weniger beseitigt werden, welch letztere  darin     besteht,    dass der Boden des Filterge  fässes eine längliche Gestalt aufweist, an  welchen sich die Seitenwandung in entspre  chender     Gestaltung        anschliesst,    wobei die  Seitenwandung nach     oben    hin allmählich in  eine runde oder wellenartige Form übergehen  kann.

   Dadurch     ist    es ermöglicht, Filtertüten      der eingangs     erwähnten    Ausbildung ohne       Schwierigkeit    und ohne     ungewünschte    Ein  drücker mit der Hand in das Filtergefäss der  art     einzusetzen,    dass das Papier auf der gan  zen Innenoberfläche des Filtergefässes auf  <B>legt.</B>  



  Eine besonders     vorteilhafte    Ausbildung  der     Seitenwandung    des Gefässes stellt die  Wellenform dar, das heisst ein Filtergefäss,       dessen    Seitenwandung mit nach oben sich  verbreiternden, wellenartigen Ausbuchtungen  oder Einbuchtungen versehen ist, die zur  Aufnahme von     Seitenfalten    einer durch Fal  tung eines ebenen     Papierblattes    hergestellten       Filtertüte    dienen.

   Durch diese     Ausbildung     der     Seiten%va.ndung    wird die     wirksame    fil  trierende Oberfläche beträchtlich vergrössert  und ausserdem die     Möglichkeit        geschaffen.     auch das     bisher    bei den aus einem ebenen  Papierblatt gefalteten Tüten in den Seiten  falten untergebrachte     überschüssige    und     rlie     Filtration verzögernde Papier zur Filtration  heranzuziehen, und zwar dadurch.

   dass man  die gefaltete Tüte so in das Filtergefäss ein  setzt,     da-ss        @sich    die Seitenfalten mit den Ein  buchtungen     respektive    Ausbuchtungen des  Filtergefässes decken. Hier wird also     durch     die Seitenfalten in Verbindung mit den     Ei,i-          buchtungen        respektive    Ausbuchtungen des       Gefässes    die     Filtrationsgeschwindigkeit        ganz          l@eträehtlich    erhöht, wie es bisher nicht     inög-          lieh    war.  



  Filtertüten in Form von     Spitztüien        iriit          abgeschnittener    Spitze können zum Beispiel  dadurch hergestellt werden, dass ihr Boden  durch eine nach unten     durchgeprägte    Falz  linie gebildet wird. An diese     Bodenfalzlinie     schliessen sich     zt"eclzmässig        bei.dereirds    zwei  oder mehr strahlenförmig verlaufende Präge  linien an, die abwechselnd nach oben und     iru-          ten        durchgeprägt    sind und     beim    Einsetzen  der Tüte in das Filtergefäss zwangsläufig  Seitenfalten bilden. Die.

   Bildung des     Bodens     durch     eine        Bodenfalzlinie    hat bei     Anordnung     von weiteren, in Verlängerung der     Bodenfalz-          linie        li.egemden    Falzlinien noch den     Ixsonde-          ren    Vorteil, dass die Filtertüte auch in ge-         faltetein    Zustande     eben    liegt und sich somit  leicht verpacken lässt.  



  In der Zeichnung sind Ausführungsbei  spiele der Erfindung     dargestellt.    Es     zeigen:          Fig.    1 bis 8     verschiedene    Filtergefässe mit  ovalem     bezw.    eckigem bis im Grenzfall       schlitzförmigem    Boden.  



       Fig.    9 und 1(1 .ein Filtergefäss mit wellen  artigen,     riacli    innen gerichteten Vorsprüngen  in der     Seitenwandung.     



       Fig.    11 bis     1-#        Ausführungsbeispiele    von  Zuschnitten für     Filtertüten    mit eingezeichne  ten     Vorprägelinien        bezw.    aus diesen Zu  schnitten gefaltete Filtertüten.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.    1  bis 3 besitzt der Boden n des Filtergefässes  eine ovale Form,     während    die     Seitenwandung     b von der ovalen Form im untern Teil     all-          inählich    in die kreisrunde Form des obern  Randes übergeht. Die     Fig.    1 zeigt einen       Vertikalschnitt    in der Längsrichtung des  ovalen     Bodens    a, während die     Fig.    ? einen       Vertikalschnitt    quer durch den Boden a. dar  stellt. In     Fig.    3 ist das     Filtergefäss    in der  Draufsicht dargestellt.

    



  Im Boden a sind zu beiden     Seiten    einer  mittleren Rippe e, bis     zti    welcher die Seiten  rippen d reichen. die     Ausflussöffnungen    e an  gebracht.     Naturgemäss    können diese     Aus-          fltissöffnurigen    auch an der Stelle der     mitt-          leren        Rippe    c angebracht     werden,    wobei sie       zweckmässig    die Form eines schlitzartigen       Einschnitte:

      besitzen.     bis    zu welchem die       iilx@r    den     Boden        verlängerten    Seitenrippen     d     reichen.     Iii    diesem Falle wird der Boden     nach     dem schlitzartigen Einschnitt zu     etwas    ge  neigt     ausgebildet,    .so dass sieh  < las Papier       lics@ser    anlegen kann und das Filtrat     schneller          abfliesst..     



       Fig.    -1     zeigt    eine     Ausführirngsforin,    bei       @s-elcher    der Boden     schlitzförmig        ausgebildel-          isi,    das heisst durch einen Schlitz gebildet  Als     Ausflussöffnung    dient hier der       #zeblitz    f. an den     sioli        unmittelbar    die     Seiten-          #\;indirng        b    anschliesst.

   Die zu den     Längs-          seiten    des Bodens führenden Seitenrippen     d          können    parallel bis zu     diesem    Schlitz f ge-           führ(;    werden,     bezw.    letzteren noch etwas  überragen.  



  Die .Seitenwandung b braucht nicht ge  radlinig     anzusteigen,    wie es in der Zeich  nung dargestellt     ist,        sondern    sie kann auch  eine mehr .oder weniger gekrümmte Kurven  form haben, an welche sich die Tüten je nach  ihrer Gestalt noch besser anlegen.  



  Bei Verwendung von Filtertüten,     vrelche          unten    eine     Ränderiernaht    besitzen, kann es  vorkommen, dass diese Naht sich umlegt und  dabei den Schlitz f     (Fig.    4) verdeckt. Das  ist bei der in     Fig.    5     dargestellten    Ausfüh  rungsform nicht möglich, bei welcher zwei  Schlitze f nebeneinander angeordnet sind. Es  können     naturgemäss    auch drei parallele  Längsschlitze f im Boden vorgesehen werden,  jedoch     werden;    gewöhnlich zwei Schlitze  genügen.  



  Bei der Ausführungsform nach     Fig.    6  und 7 ist nicht. nur der Boden, sondern die  ganze .Seitenwandung bis zum     obern    Rande  oval     bezw.    ellipsenförmig ausgebildet. Das       hat        den        Vorteil        einer        grösseren     in der     Ausbildung    und einer besseren  Anpassung an die Tütenform.  



  Damit das Gefäss sicher auf den Tisch  gestellt worden kann, wird es zweckmässig  mit .einem geeignet geformten     Aufstellrand          g    versehen. Weiterhin ist das Gefäss mit.  einem umlaufenden     Aufsetzring    h versehen,  der sein Aufsetzen auf Kannen, Tassen usw.  ermöglicht.  



  Die     Fig.    8 zeigt ein Filtergefäss mit recht  eckigem     schlitzförmigem    Boden, an welchen  sich die Seitenwandung b in entsprechend  eckiger Gestaltung anschliesst.  



  In     Fig.    9 und 10 ist ein Filtergefäss im  Schaubild mit     eingesetzter    Filtertüte     bezw.     in Draufsicht.     veranschaulicht,    dessen Seiten  wandung b mit wellenartigen Vorsprüngen     i     versehen ist. Diese Vorsprünge, die .den Sei  tenfalten der Tüten     entsprechend    nach unten  allmählich abflachen, sind so bemessen, dass  sie sich mit den Seitenfalten der Tüten  decken, wie es in     F'ig.    9 dargestellt ist.

   Die  in die Falten der Filtertüten eingreifenden  Vorsprünge können     sowohl        dureh    entspre-         chende    Verdickungen der     Seitenwandung    b       (Fig.    9) als auch durch     .eine    Einbuchtung       der    gleichmässig starken     ,Seitenwand        b          (Fig.    10) hergestellt werden. Weiterhin kön  nen     statt    der nach innen     gerichteten    Vor  sprünge i auch nach aussen     gerichtete    Vor  sprünge vorgesehen werden.  



  In     ,den        Fig.    11     biss    17 sind für die vor  stehend beschriebenen     Filtergefässe    geeignete       Filtertüten        bezw.    deren     Zuschnitte    darge  stellt. Bei allen     diesen.    durch     Faltung    herge  stellten Tüten wird der Boden durch eine  nach     unten        durchgeprägte    Falzlinie     n2    gebil  det, an welche sich     beiderends    je zwei oder  mehr Falzlinien in strahlenförmiger Anord  nung anschliessen.  



  Bei den     Ausführungsbeispielen    nach       Fig.    11 bis 14 sind die in der Verlängerung  der     Bodenfalzlinie        7n    liegenden Seitenfalz  linien     n    nach oben     durchgeprägt,    die beiden  seitlichen Falzlinien o nach unten, so dass  sich beim Einsetzen der Filtertüte in das  Filtergefäss zwangsläufig .die     Seitenfalten    k  bilden.

   Wichtig ist, dass immer eine der die  Seitenfalten bildenden Falzlinien in der Ver  längerung der     Boden.falzlinie    m liegt, wo  durch ein Flachlegen der um die     Bodenfalz-          linie    m     gefalteten    Tüte ermöglicht wird.  



  Die in     Fig.    11 noch     dargestellten    Falz  linien p erleichtern     da)s    Einsetzen der Tüte in  das Filtergefäss; sie sind jedoch nicht unbe  dingt erforderlich.  



  Die Zuschnitte selbst werden zweckmässig  im Interesse der Papierersparnis so ausgebil  det, dass     .die    Tüte mit dem obern Rand des  Filtergefässes abschneidet. Dabei hat sich für  ein     Filtergefäss    mit ovalem oder     schlitzför-          migem    Boden eine ovale bis rechteckige Ge  stalt des Tütenzuschnittes als am     günstigsten     ergeben     (,siehe    z. B.     Fig.    11).  



  In den     Fig.    13 und 14 ist ein     kreisrunder     Zuschnitt und die aus diesem Zuschnitt ge  faltete Tüte veranschaulicht.  



       Fig.    15 zeigt einen     quadratischen    Zu  schnitt, bei dem die Falzlinien<I>m</I> und     n     diagonal verlaufen und sämtliche nach unten       durchgeprägt    sind. Die Falzlinien o dagegen  sind auf einer     Seite    der Diagonale     n-m-n        nach         oben, auf der andern     Seite    nach unten     durch-          geprä.gt.    Die aus diesem Zuschnitt herge  stellte Tüte, die in     Fig.    16 wiedergegeben ist,  lässt sich bei relativ geringem Papierver  brauch den Filtergefässen gut anpassen.  



       Verwendet    man die beschriebenen Filter  tüten für Filtergefässe mit glatter     Seitenwan-          dung,    so liegt das     Filterpapier    naturgemäss  an den Stellen der Falten k mehrfach.

   Um  diese mehrfache Lage möglichst auf einen  kleinen Raum zu beschränken und die     Fil-          trationsgeschwindigkeit    nicht zu beeinträch  tigen, können die Falten k mehrfach geknifft  oder in zahlreiche kleine     plisseartige    Falten  aufgelöst werden. wie es in     Fig.    1     "7    veran  schaulicht ist.

       Bei    dieser Tüte liegen zwar  die Falten     k.    mehrfach übereinander,     jedoch     bedecken sie nur einen geringen Bruchteil  der     Seitenwandung        b,        so    dass das Papier auf  dem weitaus grössten Teil der     Seitenwandung     nur einfach liegt. Wird die mit plisseeartigen  Falten     11    versehene Tüte als solche fertig in  den Handel gebracht, so können die Falten  durch an sich bekannte Prägungen     (Rände-          rieren)    oder     dergl.    festgelegt werden.  



  Zum Einsetzen in ein Filtergefäss nach       Fig.    8     sind    die     Seitenfalzlinien    o nicht un  bedingt erforderlich; es     genügt    in diesen  Falle, wenn neben den Falzlinien n noch je  eine nach einer andern Richtung wie die Li  nien     ja        durchgeprägte    Falzlinie<I>t</I> vorgesehen  wird (siehe     Fig.    13). Wichtig ist auch hier  wieder, dass die     Seitenfalzlinien        n    wieder in  der Verlängerung der     Bodenfalzlinie        m.    lie  gen, so dass ein Flachlegen der gefalteten       Tüte    möglich ist.

    



  Die zahlreichen in der     Zeichnung    darge  stellten Ausführungsbeispiele zeigen, in  welch mannigfacher Weise sich eine     Filtrier-          vorrichtung    nach der Erfindung ausbilden  lässt. Sie weisen alle das verschiedene Vor-    teile mit sich bringende Merkmal auf, dass  der Boden des Gefässes. eine längliche, z. B.  ovale, eckige bis schlitzförmige Form auf  weist. Mit. Vorteil werden zur Erhöhung der  Wirkung am Gefäss die wellenartigen Vor  sprünge     derSeitenwandung    b und bei der  Filtertüte die     Bodenfalzlinie    m mit den in  ihrer Verlängerung liegenden Falzlinien für  die     Seitenwandung    vorgesehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Filtriervorrichtung zur Herstellung von Kaffee- und Teegetränken, bestehend aus einem Filtergefäss und darin einzusetzender. ersetzbarer Filtertüte, dadurch gekennzeich net, dass das Filtergefäss einen länglichen Boden hat, an welchen sich die Seitenwan dung in entsprechender Gestaltung an schliesst. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Filtriervorrichtung nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass das Filterge fäss einen durch einen Schlitz gebildeten Boden hat.
    2. Filtriervorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Innen seite der Seitenwandung des Gefässes all mählich in eine Wellenform übergeht, und dass an der Tüte die wellenartigen Vor- spünge (i) des Gefässes zu überdecken be stimmte ,Seitenfalten (k) vorhanden sind.
    3. F'iltriervorriehtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden der Filtertüte durch eine Falzlinie (nt;) <I>ge-</I> bildet wird, an welche sich beiderends Prägelinien (ra und o) für Seitenfalten der Tüte anschliessen, wobei die einen dieser Prägelinien in der Verlängerung der Bo- denfalzlinie (m) liegen.
CH196601D 1936-06-06 1937-04-17 Filtriervorrichtung zur Herstellung von Kaffee- und Teegetränken. CH196601A (de)

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