CH196733A - Bautrockenofen. - Google Patents

Bautrockenofen.

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CH196733A
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Friedrich Schwartzkopf
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Friedrich Schwartzkopf
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Description


      Bautrockenofen.       Die Erfindung betrifft einen Bautrocken  ofen mit einem den Kokskorb umgebenden  Mantel. Bei den bisherigen Bauarten solcher  Ofen ist man in der Hauptsache davon aus  gegangen, eine schnelle Raumtrocknung durch  Zuführen gewärmter Frischluft zu erreichen.  Man hat daher Mantelöfen zwecks Zufüh  rung von Frischluft unmittelbar mit der  Aussenluft leitend verbunden. Man hat auch  schon vorgeschlagen, durch zusätzliche Reiz  glieder die bei ihrem Umlauf von den Heiz  gasen völlig getrennte Raumluft zu     erwär-          rnen.    Diese Einrichtungen üben jedoch eine  nur schwache Trockenwirkung aus, erzielen  jedenfalls die gerade bei Neubauten er  wünschte Schnelltrocknung nur in recht be  schränktem Umfang.  



  Die Erfindung geht davon aus, durch un  mittelbare Heizung der umlaufenden Raum  luft eine starke Trockenwirkung zu erzielen,  die insbesondere noch durch Anreichern der  umlaufenden Raumluft mit Kohlensäure ein    schnelleres     Abbinden    der feuchten Baustoffe  bewirkt.  



       Erfindungsgemäss    steht die oberhalb des       Feuerungskorbes    angeordnete und nach aussen  verschliessbare Rauchkammer mit     einem     Raum unterhalb des Bodenrostes in leitender  Verbindung, wobei die     Leitbleche    zur Bil  dung von oben und unten offenen Umluft  kanälen in einem einstellbaren Abstand von  dem Seitengitter des     Feuerungskorbes    ange  bracht sind.  



  In der Zeichnung sind mehrere Ausfüh  rungsformen der Erfindung beispielsweise  -veranschaulicht, und zwar zeigt       Fig.    1 die Seitenansicht eines senkrechten  Mittelschnittes durch einen Ofen gemäss der  Erfindung,       Fig.    2 zwei Schnitte durch die Anord  nung nach     Fig.    1, und zwar gemäss Linie       IIa-IIa        und        IIb-IIb,          Fig.    3 die Seitenansicht einer weiteren  Ausführungsform, teilweise im     Schnitt,              Fig.    4 eine Draufsicht auf die Anordnung  nach     Fig.    3,

   teilweise im Schnitt und       Fig.        .5    die     Seitenansicht.    eines senkrechten  Mittelschnittes eines Zusatzgerätes für einen  Ofen gemäss der Erfindung.  



  1 bedeutet ein     Haupttraggerüst    für den  Korb eines Koksofens. Der Korb ist aus  senkrecht angeordneten. einen Raum mit qua  dratischem Querschnitt bildenden Hohlstäben  2 gebildet. Der Boden dieses Raumes ist  durch einen Rost 3 gebildet, der als Schüttel  rost ausgebildet ist. Am obern Teil des       Haupttraggerüstes    sind waagrecht verlau  fende, nach aussen überstehende     Winkeleisen-          ansätze    4 vorgesehen. An diesen Ansätzen  sind Leitbleche 5     be-,veglicli    aufgehängt.

         Fig.        \?    obere Hälfte zeit,     dass    vier     derartige     Leitbleche in einem     Absta.nde    von dem Korb  gitter angebracht sind. wodurch     L        mltift-          kanäle    gebildet     werden.    Die Leitbleche be  stehen aus je drei Teilwänden 6, 7 und 8,  die durch senkrecht verlaufende Scharniere  9 untereinander verbunden sind. Die     Ansätze     4 besitzen mehrere Kerben 10, um die     Leit-          bleche    in verschiedenem Abstand von dem  Korbgitter     anbringen    zu können.

    



  Oberhalb des Kokskorbes befindet sich  ein Gehäuse, das mittels einer     Zwischenwand     11 eine Ringkammer l ? bildet, die unten  offen ist und den durch die äusserste Lage  der Leitbleche     gebildeten    Querschnitt des  Ofens abdeckt. Die durch die     Zwischen    wand  11 gebildete Innenkammer<B>1,3</B> bildet eine  Rauch-     bezw.    Heizgaskammer, die einerseits  durch einen von aussen verschliessbaren Füll  schacht 14, anderseits durch eine mit einem  Deckel 42 verschliessbare, obere Öffnung zu  gänglich ist. Die Ringkammer 12 steht, über       Anschlussstutzen    15 mit der Aussenluft in  Verbindung.

   In der Zeichnung sind nur  zwei derartige Stutzen     veranschaulicht,    auf  die Kniestücke 16 aufgesetzt sind. Es könn  ten aber auch mehrere derartige Anschluss  stutzen 1.5, z.     B.    acht, über die Kammer ver  teilt vorgesehen sein.  



  In der Ringkammer 12 ist eine zum gröss  ten Teil um den Ofen herumlaufende Heiz  gasleitung 17 abgeteilt, die über eine Off-    nun- 18 mit der Rauchkammer 13 in Ver  bindung steht und in einen Sturzzug 19 mün  det, dessen     Auslass    in einen Raum unterhalb  des Rostes 3 mündet. Dieser Raum wird  durch eine unterhalb des Rostes angeordnete  Trennwand 20 begrenzt und dient zum Mi  schen der Heizgase mit von unten zuströmen  der Raumluft.  



  Bevor weitere     Ausführungsformen    be  schrieben werden. sei zunächst. die     Wirkungs-          weise    der Anordnung gemäss den     Fig.    1 und  erläutert:  Die vom     Brennraum    aufsteigenden Heiz  gase nehmen den durch Pfeil     _1    in     Fig.    1.  angedeuteten Weg und     gelangen    über den       Sturzzug    1!) wieder unter den Rost. In den  Heizgasen enthaltene     unverbrannte    Bestand  teile, z. B. Kohlenoxyd,      -erden    von neuem  dem     Verbrennun-sprozess    zugeführt.

   Infolge  der Erwärmung der durch die     Leitbleche    ge  bildeten     ITmluftkanäle    wird die in diesen  Kanälen enthaltene Luft auf dem Wege des  in     Fig.    1     veranschaulichten    Pfeils     B    in den  Raum     strömen,        gleiclizeit:i-    wird Raumluft  in Richtung des Pfeils<B>C</B> den     Zii-en    zu  fliessen.

   Durch das     Vorbeistreichen    der in  starker Bewegung befindlichen Raumluft an  dem     gliihenden    Koks wird die Raumluft mit  Kohlendioxyd     angereichert.    Die     Erwärmung     der umlaufenden Raumluft. wird noch ver  stärkt durch die von den Heizgasen erhitzte       Heiz- < isleitun-    17. Der Luftumlauf wird  ausserdem durch die die Hohlstäbe ? in     R.ich-          tuü-    des     Pfeils    D der     Fi-.    1 durchfliessenden  Luftströme unterstützt.  



  Der unter dem Rost 3 befindliche, durch  die Wand 20 begrenzte Raum dient zur  guten     mid    gleichmässigen Mischung der dem  Rost zugeführten Heizgase und     Verbren-          nungsluft.     



       Die        zum    Beispiel mittels gewöhnlichen  Ringgliedern aufgehängten Leitbleche kön  nen in ihrer Lage gegenüber den Gitterstäben       verändert,    z. B. in die in     Fig.    1 gestri  chelt angedeutete Lage 21 gebracht werden.       Hierdnrcli    wird die Menge der am glühenden  Koks     vorbeistreichenden    Raumluft verrin  gert unter gleichzeitigem und unmittelbarem           Raumluftzulass    zu der Kammer 12 in Rich  tung des in     Fig.    1 gestrichelt dargestellten       Pfeils    E. Werden die Leitbleche dicht an die  Gitterstäbe herangeführt, so wird der Luft  umlauf auf die Kammer 12 beschränkt.

   Eine  weitere Drosselung des Luftumlaufes kann  noch erreicht werden, indem die Leitbleche  in die in     Fig.    1 gestrichelt angedeutete  Schräglage 22 gebracht werden. Zum Fest  halten der Leitbleche in dieser Lage dient je  ein Riegel 23. Je nach Bedarf können ver  schiedene Stellungen der einzelnen Leitbleche  miteinander kombiniert werden, so dass eine  weitgehende     Regulierbarkeit    des Luftumlau  fes erreichbar ist.  



  Der Grundaufbau der Ausführungsform  nach den     Fig.    3 und 4 entspricht demjenigen  der Ausführungsform nach den     Fig.    1 und 2.  In Abweichung von der bisher beschriebenen  Ausführungsform sind jedoch die     vier    Sei  tenwände durch je zwei Bleche 24 gebildet,  die an dem Tragrahmen 25 aufgehängt sind.  Der Tragrahmen ruht auf den     aufgebogenen     Enden der Hauptstützen 26. Es sind vier  Sturzzüge 27 vorgesehen, die gleichmässig  über den Ofen verteilt sind, und zwar liegen  diese Sturzzüge 27     innerhalb    der zwischen       Seitengitter    und Mantel gebildeten Kanäle.

    Die Rauchgaskammer 28 ist bei dieser Aus  führungsform zylindrisch ausgebildet und  mit einem zylindrischen Schieber 29 ver  sehen, um den Einlass der unmittelbar in die  Rauchkammer 28 mündenden     Sturzzüge    27  verändern zu können. Die Rauchkammer 28  ist durch einen Rahmen 30 abgedeckt, der  drehbare Öffnungsklappen 31 trägt, die  durch Gewichte 32 in Schliess-     bezw.    Offen  lage gehalten werden. Der die Rauchkammer  28 umgebende Ringraum ist durch einen ab  nehmbaren Dachaufsatz 33 abgedeckt, der       Warmluftablassstutzen    34 trägt. Das Füllen  des Ofens erfolgt bei dieser Ausführungs  form durch den durch die Klappen 31 ver  schliessbaren Rahmen 30.  



  In     Fig.    5 ist ein Aufsatz dargestellt, der  aus einem Gehäuse 35 von quadratischer  Grundform besteht, das durch ein über einen  Stutzen 36 an einen Schornstein anschliess-    bares Dach 37 abgedeckt ist. Die Boden  öffnung des Gehäuses 35 ist durch Klappen  38 verschliessbar, die bei 39     schwenkbar    ge  lagert sind. Die nach aussen vorstehenden  Zapfenenden tragen mit Gewichten 40 ver  sehene Arme, die die Offen- und Schliess  lage     der'Klappen    sichern. In einer der Sei  tenwände ist eine in     Fig.    5 strichpunktiert  angedeutete Fülltür 41 vorgesehen. Dieser  Aufsatz besitzt eine solche Grösse, dass er an  Stelle des Deckels 42 auf die Rauchkammer  13 des Ofens nach     Fig.    1 aufgesetzt werden  kann.  



  Bei Inbetriebnahme des Ofens werden die  Klappen 38 geöffnet und erst geschlossen,  wenn das Anheizen beendet ist. Der Auf  satz kann dann     abgenommen    und durch den  Deckel 42 ersetzt     werden.    Für Öfen mit zy  lindrischer Rauchkammer, z. B. gemäss der  Ausführungsform nach     Fig.    3, werden zweck  mässig     zylindrische    Aufsätze geeigneter  Grösse verwendet. Die Ausführungsform  nach den     Fig.    3 und 4 kann auch eine Rauch  kammer mit quadratischer     Grundform    be  sitzen, wie in     Fig.    4 mit gestrichelten Linien  veranschaulicht ist.

   Die Klappen 31 schwen  ken alsdann um Achsen 43 und können ge  gebenenfalls mit Gewichten 44 ausgerüstet  sein, die in der     Offenstellung    die in     Fig.    4  punktiert dargestellte Lage einnehmen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Innerhalb des zu trocknenden Raumes aufzustellender Bautrockenofen mit einem von Wärmeleitblechen umgebenen Feuerungs- korb , angebrachten Rauchkammer, dadurch gekennzeichnet, dass die nach aussen ver schliessbare Rauchkammer (13) über einen oder mehrere Sturzzüge mit einem Raum unterhalb des Bodenrostes (3<B>)</B> in leitender Verbindung steht und die Leitbleche (5 bis 8) zur Bildung von oben und unten offenen Umluftkanälen in einem Abstand von dem Seitengitter des Feuerungskorbes angebracht sind.
    UNTERANSPRüCHE 1. Bautrockenofen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Umluft- kanäle in einen obern Sammelraum (12) münden, der mit Anschlusssttitzen (15) für in den zu trocknenden Raum mündende Rohre versehen ist. ?. Bautrockenofen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Leitbleche senkrecht unterteilt sind und die Teil wände durch Scharniere miteinander ver bunden sind.
    3. Bautrockenofen nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Sammelraum (12) eine Lei tung (17) vorgesehen ist. die die Rauch kammer (13) mit dem Sturzzug (19) ver bindet. .1. Bautrockenofen nach Patentanspruch. da durch geli:ennzeichnet, dass unter dem Kokskorbrost (3) eine durch Wände (20) gebildete. unten offene Kammer vorge sehen ist, in die der oder die Sturzziige (19.<B>27)</B> münden.
    5. Bautrockenofen nach Patentanspruch. da durch gekennzeichnet, dass der oder die Sturzzüge (27) innerhalb der durch das Seitengitter des Feuerungskorbes und die Leitbleche (5 bis 8) gebildeten Umluft- kanäle liegen. 6. Bautrockenofen nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen auf die oben offene Rauchkammer (13, 28) lose auf gesetzten Rahmen (30), an dem Lager für die Rahmenöffnung abschliessende Klap pen vorgesehen sind.
    7. Bautrockenofen nach Patentanspruch und Unteranspruch 6. dadurch gekennzeichnet, dass der mit den Schliessklappen versehene, lose aufgesetzte Rahmen zu einer mit Schornsteinanschluss (36) ausgerüsteten Rauchfanglka,inmer ausgestaltet ist. B. Bautrockenofen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Abstand der Leitbleche von dem Seitengitter des Feuerungskorbes einstellbar ist.
CH196733D 1936-02-05 1937-02-05 Bautrockenofen. CH196733A (de)

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