CH197247A - Verfahren zum Spinnen und Zwirnen von Kunstfäden. - Google Patents
Verfahren zum Spinnen und Zwirnen von Kunstfäden.Info
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Description
Verfahren zum Spinnen und Zwirnen von gunstfäden. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Spinnen von Kunstfäden aus einer um laufenden Spinndüse, also aus einer Dreh düse. in eine mit der Drehdüse umlaufende Fällflüssngkeit, wodurch dem Faden von rei nem Ausgangspunkt, der Spinndüse, her Drehung erteilt wind;
dieses 'Verfahren ist in der Höhe der anwendbaren Drehzahlen keinen grössieren Beschränkungen. unterworfen als die bekannten Spinnzentrifugen nach dem gegenwärtigen Stand der Technik.
Die Vor teile einer brauchbaren Lösung dieser Auf gabe bestehen nicht nur in grossen Erspar- nissen :gegenüber den bisherigen Verfahren ,der Kunstseidenherstellung, sondern insbe sondere in der Möglichkeit,
den von der Düsenseite her bereits mit Drehung versehe- nen Faden nun in beliebiger Weise aufwin- den zu können, während man bisher in, die ser Beziehung auf die folgende Zwirnung Rücksicht nehmen wusste,
und auch bei dem Zentrifugenverfahren an gewisse Wickel grössen und -formen gebunden war.
Für Spinnverfahren, die Fällflüssigkeiten verwenden, sind eine ,ganze Reihe Beiträge zur Lösung der Aufgabe gemacht worden, ,die zum Teil darauf beruhen, eine sich dre hende Düse in ein ruhendes Bad einzutau chen, wobei in der Umgebung der Mitlauf dieses Teils .des Bades angestrebt wird;
teil weise wird auch angestrebt, die Eällflüssig- keit mit :der Düse umlaufen zu lassen. Wäh rend es beiden eerstgenannten Lösungen sehr schwierig erscheint, die Geschwindigkeits differenzen zwischen Flüssigkeit und Faden zu beheben, wird bei den letztgenannten übersehen, dass:
bei. den für die industrielle Anwendung nötigen Drehzahlen (3 000 bis 10 000 U./Min.) die mit der Düse umlau- fende Badflüssigkeit völlig .den Gesetzen;
der Schwere entzogen ist, und daher die oben und zum Teil auch unten offenen Gefässe der I'araboloidbildung ausgesetzt sind und keine Fällflüssigkeit zu halten vermögen,
insbesondere nick an der im Drehungs@ mittelpunkt angebrachten Spinndüse. In sol chen Fällen ist -dann ein :Spinnen unmöglich.
Dieser Mangel wild :gemäss ,der Erfindung dadurch vermieden, da.ss man die umlaufende Flüssigkeit an der Paraboloidbildung verliin- dert. Zu diesem Zweck benutzt man am besten zwei nur in der Drehachse mitcrin- ander in Verbindung st.eliende, sonst vonein ander getrennte Gefässe zur Bildung von zwei ineinander übergehenden,
vom. geSpon- itenen Faden na.cheina-nde r durclitaufenen Flüssigkeitssäulen, von denen eine umläuft und die andere nicht umläuft. Dabei kann die Füllung des die umlaufende Flüssigkeitssäule enthaltenden Gefässes durch die niclituin- la.ufende Flüssigkeit. aufrechterhalten werden.
Die Zeichnung zeigt zwei. beispielsweise Ausführungsformen von zur Ausübung des erfindungsgemässen Verfahrens brauchbaren Vorrichtungen, und zwar ,jeweils in einem Schnitt durch die Spinndiisendreliaclise.
Gemäss F'ig. 1 trägt eine Spindel -#l, die zugleich zur Zuleitung .der Spinnflüssigkeit durchbohrt ist. die Spinndüse B und ein Badgefä ss C. Dresses Gefäss ist mit einem Deckel D geschlossen. der durch eine ein fache. Pnndgtinim,iringdiclitung E rasch lös bar, gut rundlaufend und dichtend einge setzt ist.
D,tirca. eine konzentrisch zur Dreliaclise durch den Deckel geführte Bohrung F ist ein Trichterrolir eingtteckt, das durch eine Vor richtung H aushebba.r und ausklappbar ange ordnet ist, und im Gegensatz zum unilaufen- den Gefäss C und Deckel D ein feststehendes Gefäss bildet.
Auf dem Trieliterrohr ist eine Dicbtung .J befestigt, die den Austritt von Ba.dfliiss@ig- keit durch die Deckelbohrung F verhindert.
An der Unterseite des Deckels D ist eine Fa.denführerv orrichtzing k angebracht, die, im wesentlichen aus drei gekrümmten Stäben bestellt, von denen zwei, der untere.
und der obere, gleichgerichtete Krümmung haben und dem Deckel gegenüber feststehen, während der dritte, mittlere, gegen die beiden ersten gekrümmt ist und a.usgehlappt oder heraus- genommen werden kann.
Durch diese drei Stäbe läuft der Faden wie der Schuffaden in einem lcin@va.ndbindigen Gewebe. Der Zulauf der Fällflüssigkeit erfolgt durch eine Rohrleitung lIl in den feststehenden Trichter, aus welchem sie zum ständigen Füllen des Drehgefässes C in letzteres weiter fliesst.. Der Ablauf findet durch feine Boli- run.gen L im Drehgefäss C statt.
Die boschrieben.e Anordnung erlaubt es, das, Drehgefäss stets restlos zu füllen, so da.ss die Fällflüssigkeit trotz der Eimvirkung der Zentrifugalkraft kein Paraboloid bilden kann.
Der gesponnene F allen tritt unmittelbar von dein umlaufenden Flüssigkeitsteil in den nichtumlaufenden, aus welchem er in die Luft allgezogen wird.
Die vorstehend geschilderte Air.@führung gestattet ferner bei Anpassung der Grüsse des Dreli.gefässes an die menschliche Hand zu Be ginn bei Stillstand des Drehgefässes aus denn offenen DrelLgefä.ss@ auf eine langsamlaufende Hilfsabzugsvorrichtung zu spinnen,
von der nach Fadeneinzug in den Deckel und Trich- ter und Ingangsetzen der Drehbewegung des Drehgefässes nach Erreichung der vollen Ar- leitsdrehza.lil auf die Arbeitsaufwindevor- riehtung finit voller Abzugsgeschwindigkeit gegangen werden kann.
Bei der in Fi;-. ? dargestellten Ausfüh- i=iing2,forin 1>eileutet A' der Antriebsmotor, ss die angetriebene Spilindi'rsse mit dem Dreh gef < iss' C, D der dicht abschliessende Deckel mit den Üffnungen h und dem Dichtungs- ring E, F' eine sich mit Düse, Gefäss und Deckel drehende Hälse. G der n:
iohtum- laufende Fülltrichter. J eine elastische Schlauchverbindung, deren oberer Teil am Trichter G befestigt ist, und deren unterer Teil auf der sich drohenden Hülse F' schleift, H' eine mantelförmige Verkleidung der dar gestellten Spinneinrichtung -und k ein Faden- f i; h rer.
Die Fällbadflüssigkeit strömt aus dein Rohr J1 in Pfeilrichtung in den Trichter G Lind von da, aus durch die umlaufenden Teile der Spinneinrichtung. Die Fäden zum Spin- nen nach oben ist zum Bei- ,spiel dadurch möglich, dass man sie durch einen von oben her eilgeführten Stab,
der zweckmässig eine rauhe Oberfläche hat, ein fängt und nach oben, herauszieht.
Die durch ,die Öffnungen L überlaufende Fällflüssmgkeit wind abgeschleudert und durch die mantelförmige Verkleidung gesam melt. Sie fliesst .dann in Pfeilrichtung nach unten ab.
. Infolge der Anordnung der mit d,em Trichter G in Verbindung gesetzten, jedoch mit dem Gefäss C umlaufenden und bis un mittelbar zur Düse <I>B</I> führenden Hülse 1f" wird erreicht, -dass die umlaufende Masse der wirksamen Fällflüssigk.eit sehr gering bleibt.
Es sichert ferner diese Anordnung in ein- wandfreier Weisse einen, :derart zwangsläufi gen Lauf der Fällflüseigkeit, dass der fräs!ohe Fällbadstrom stets unmittelbar an den Fäden entlang zur Spinndüse .geführt wird, was die Qualität der Fäden: verbessert.
Weiter kann eine Verbesserung dadurch noch ,getroffen werden, dass :die Hülse innen mit Längszügen versehen ist, um :eine noch bessere Mitnahme,der Fällflüssigkeit als bei glatter Wandung zu erreichen.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Verfahren .zum .Spinnen und Zwirnen von Kunstfäden, bei dem die Fäden aus einer Drehdüse in eine mit der DTeh:düse umlaufende Flüssigkeit gesponnen wer den, dadurch gekennzeichnet, dass man die umlaufende Flüssigkeit an der Para- boloidbildung verhindert. 1I. Drekpinneinrichtung zur Ausübung des Verfahrens nasch dem Patentanspruch I,gekennzeichnetdurch zwei nur in .der Drehachse miteinander in Verbindung stehende, sonst voneinander getrennte Gefässre zur Bildung der umlaufenden und einer nichtumlaufenden ineinander- Übergehenden, vom gesponnenen Faden nacheinander zu :durchlaufenden Flüssig- kaitssäulen. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach dem Patentanepmeh I, dadurch, gekennzeichnet, dass. die um- laufende nügslgkeit unmittelbar in einen praktisch nicht umlaufenden, die Parabolomdbildung der umlaufenden Flüs- sigkeit verhindernden Teil übergeht,in :den der gesponnene Faden unmittelbar von dem umlaufenden Flüssigkeitsteil übertritt, und aus dem er in die Luft ab- ,gezogen wird. 2.Drehspiuneinrächtung nach dem Patent anspruch II mit einem gleichachsig mit der Drehdüse umlaufenden abgedeckten Drehgefäss und einem, im Drehungsmittel- punkt angeordneten Durchlass,gekenn zeichnet .durch einen in dem Durchlass ruhenden Trichter zur Führung des Fa- :dens und zur dauernden Aufrechterhal- tung der Füllung des Fällbadgefässies. 3:. Drehspinneinrichtung nach dem Patent- anspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das die umlaufende Flüssigkeit ent haltende Gefäss bis auf :die geringe Fadendurchtrittsöffriung geschlossen ist. 4. D.rehs:pinneinriohtung nach :dem Patent- anspruch II, dadurch gekennzeichnet, dassein Fadenführer in der Nähe des Fadenaustrittes, aus dem umlaufenden Teil der Fällflussi:gkeit angeordnet ist. 5. Dnehspinneinrichtung nach dem Patent anspruch II, dadurch .gekennzeichnet, dass :eine zur :Spinnachse konzentrische, :die Fädlbadflüssigkeit der Spinndüse zu- führende Hülse angeordnet ist. 6. Drehspinneinrichtung nach, dem Patent- anspruch. II und dem Unteranspruoh, 5, gekennzeichnet durch eine elastische Schlauchverbindung zwischen Hülse und Trichter,welche mit Vorspannung auf die Zapfen von Hülse und Trichter auf gebracht ist. 7. DrehspinneinTichtung nach dem Patent- anspruch II und dem Unteranspruch 5, gekennzeichnet durch Längszüge auf der Innenwand d es Hülse.
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