CH197345A - Tonoptik mit Zylinderlinsenobjektiv. - Google Patents

Tonoptik mit Zylinderlinsenobjektiv.

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CH197345A
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Klangfilm Gmbh
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  Tonoptik mit     Zylinderlinsenobjektiv.       Eine positive Zylinderlinse erzeugt be  kanntlich von einem geradlinigen, zur Zy  linderachse parallelliegenden Leuchtspalt ein       scharfrandiges    Spaltbild durch Vereinigung  von solch. a vom Leuchtspalt ausgehenden  Strahlenbüscheln, deren Ebenen senkrecht  zur Zylinderachse stehen. Für Strahlen  büschel, deren Ebenen parallel zur Zylinder  achse verlaufen, findet keine Strahlenver  einigung statt. In dieser Richtung wirkt die  Zylinderlinse lediglich wie eine planparallele  Platte oder wie eine Luke.  



  Lässt man eine begrenzte, leuchtende  Fläche durch eine Luke auf einen Bildschirm  wirken, so treten bei nicht zu grossem Ab  stand zwischen Luke und Schirm drei Ge  biete auf, die sich in ihrem Beleuchtungszu  stand von einander unterscheiden. In der  Mitte liegt ein gleichmässig ausgeleuchteter  heller Kern, der von allen Flächenpunkten  Licht erhält. Diesen gern umschliesst eine       "Halbschattenzonell,    die nach aussen allmäh  lich in völlige Dunkelheit übergeht.

      Die gleiche Erscheinung zeigen alle Ton  optiken mit     Zylinderlinsenobjektiven.    Die  Ränder des Tonspaltes werden zwar scharf  abgebildet, doch die Enden in Längsrichtung  des Spaltbildes gehen allmählich von hell  zu dunkel über     (Halbschattengebiet).    Ist der  Abstand zwischen der Austrittsöffnung (letzte  Linsenfläche) und dem Film klein gegen die  Spaltlänge, dann ist die Ausdehnung des       Hatbschattengebietes    erträglich.

   Bei grösserem  Abstand jedoch geht das     Halbschattengebiet     durch den Bildstreifen des Films,     bezw.     durch die Perforation, oder der Lichtabfall  ist innerhalb des Tonstreifens so erheblich,  dass die Verwendung von     Einzackenschrift     unmöglich gemacht wird.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt, bei  möglichst breiter, gleichmässig ausgeleuchte  ter Mittelzone das     Halbschattengebiet    und  damit die Länge des Spaltbildes soweit ein  zuschränken, dass sie akustisch nicht mehr  schaden können. Dies wird dadurch erreicht,  dass zwischen Spalt und     Zylinderlinsenobjektiv         mindestens eine zusätzliche     Abschirmblende     angeordnet wird. In vorteilhafter Weise wird  die     Abschirmblende    aus einem Stückchen  Blech hergestellt, dessen Ebene in die optische  Achse und senkrecht zu der Zylinderachse  einer Zylinderfläche des Objektivs gelegt wird.  



  Anhand der     Fig.    1 und 2 wird die Licht  verteilung bei den heute     gebrauchten    Ton  optiken mit     Zylinderlinsenobjektiven,    die  keine zusätzliche     Abschirmblende    besitzen,  dargestellt. Die     Fig.    3 und 4 stellen Aus  führungsbeispiele der Tonoptik gemäss der  Erfindung dar und zeigen die Wirkung einer  zusätzlichen     Abschirmblende        zwischen    Spalt  und     Zylinderlinsenobjektiv.    Besonders vor  teilhaft ist die     Blendenanordnung    nach der       Fig.    4.  



  In der     Fig.    1 ist eine bekannte Anord  nung der Tonoptik mit einem Zylinderlinsen  objektiv dargestellt. Mit 1 und 1' ist der  Leuchtspalt der Tonoptik in seiner Längs  richtung bezeichnet. Mit 2 und 2' ist die  Austrittsöffnung in Richtung der Zylinder  achse der letzten Zylinderfläche angegeben.  Mit F ist der Film bezeichnet. 3 bedeutet  die optische Achse der Anordnung. In der       Fig.la    ist das entsprechende Helligkeits  diagramm des Spaltbildes     veranschaulicht,     und zwar ist die Helligkeit H in     Funktion     der Länge L des Spaltbildes dargestellt.

    Man sieht in diesem Diagramm, dass zu  beiden Seiten der mittleren Zone der Spalt  bildlänge sich     Halbschattengebiete    von ver  hältnismässig sehr grosser Länge ausdehnen.  Die     Halbschattengebiete    zusammen sind grö  sser als die mittlere Zone gleicher Helligkeit.  Stellt man also die Optik so ein, dass der  mittlere Teil von gleicher Helligkeit auf den  Tonstreifen abgebildet wird, so gehen die       Halbschattengebiete    auf die Perforationen  und den Bildstreifen des Filmes über.  



  Die     Fig.2    zeigt eine Anordnung der  Optik, bei der zwar auf den Bildstreifen und  die Perforationen des Filmes kein Licht  mehr fällt, wobei dann aber der Nachteil  auftritt, dass für die Tonaufzeichnung nur  ein     Halbsohättengebiet    zur Verfügung steht.  Der Lichtverlust ist bedeutend, wie wohl    ohne weiteres aus dem Diagramm zu ersehen  ist. Erreicht wird diese Lichtverteilung durch  eine Verkürzung der Austrittsöffnung des       Zylinderlinsenobjektivs.    Die mit der     Fig.    1  übereinstimmenden Bauelemente der Optik  sind mit     denselben    Bezugsziffern bezeichnet.

    Die     Fig.    2a zeigt das entsprechende Licht       verteiiungsdiagramm.    Um diese Schwierig  keiten, die bei den bekannten Anordnungen,  wie sie in     Fig.    1 und 2 dargestellt wurden,  zu vermeiden, dienen die Anordnungen nach  den     Fig.    3 und 4, die Ausführungsbeispiele  des Erfindungsgegenstandes darstellen. Die       Bezugszeichen    sind wieder dieselben wie in  den vorhergehenden Figuren. In der     Fig.    3  ist zwischen dem Spalt 1, 1'     und    dem     Zy-          linderlinsenobjektiv    eine     Abschirmblende    4  vorgesehen.

   Durch diese Blende kann man  eine Lichtverteilung entsprechend dein Dia  gramm der     Fig.    3a erzielen. Die Austritts  öffnung 2, 2' der letzten Zylinderfläche ist  bei dieser Anordnung genau wie die Aus  trittsöffnung des     Zylinderlinsenobjektivs    nach  der     Fig.    1.

   Vergleicht man die     Fig.    1 mit  der     Fig.    3, so sieht man, dass die Länge des  Spaltbildes um ein gewisses Stück gegen  über der Länge nach der     Fig.    la verkürzt  ist.     Fig.    3a soll lediglich zeigen, dass     man     durch zusätzliche Blenden der auftretenden  Spitze in der Mitte der Helligkeitskurve  wirksam begegnen     kann.     



       Fig.4    zeigt eine Anordnung, die für die  Praxis gedacht ist. Die     Abschirmblende    4,  ein Stück Blech, liegt mit ihrer Ebene in  der optischen Achse und steht senkrecht zu  der Zylinderachse einer Zylinderfläche des  Objektivs. Das entsprechende     Lichtvertei-          lungsdiagramm    ist in der     Fig.        4a    dargestellt.  Man sieht, dass in dem mittleren Teil eine  Helligkeit konstanten Wertes über die ganze       Tonaufzeichnungsbreite    erreicht wird, und  dass an den Enden des Spaltbildes, also im       Halbsohattengebiet,    die Kurve verhältnis  mässig schnell abfällt.

   Die     Spaltbildlänge    ist  im Verhältnis zu der normalen     Spaltbildlänge     nach der     Fig.    1 bedeutend verkürzt. Wollte  man dieselbe verkürzte     Spaltbildlänge    mit  der bekannten Tonoptik nach     Fig.    1 errei-           chen,    so müsste man dort einen grösseren  Teil der Zylinderlinse 2, 2' abdecken, so dass  ein     Lichtverteilungsdiagramm    nach der     Fig.    4b  entsteht. Wie man aus der Figur ersieht,  ist der Teil konstanter Helligkeit sehr klein.  Das ganze übrige Gebiet der     Spaltbildlänge     ist von Halbschatten ausgefüllt.  



  Die     Helligkeitsverteilungskurven    wurden  unter der Voraussetzung konstruiert, dass der  Leuchtspalt, von den einzelnen     Punkten    der       Austrittsöffnung    aus beobachtet, voll und  gleichmässig ausgeleuchtet erscheint. Bei einer  ungünstigen Anordnung der Linsen kann es  infolge der sphärischen Aberration, die jeder  einfache     Kondensor    noch in ziemlich starkem  Masse besitzt, vorkommen, dass von einzelnen  Punkten der Austrittsöffnung der Spalt nur  teilweise ausgeleuchtet erscheint, dass also  helle und dunkle Stellen wechseln. Dieser  Fehler ist bei der Schmalfilmoptik nicht vor  handen.

   Hingegen erleiden die durch die  Randzonen tretenden Strahlen eine stärkere  Schwächung als die in der Nähe der Achse  verlaufenden, weil sie unter grösseren Ein  falls- und Ausfallswinkeln durch die brechen  den Flächen treten, was stärkere Reflexions  verluste zur Folge hat. Die Enden des Spaltes  sind also dunkler als die Mitte.  



  Diese Erscheinung beeinflusst das Kern  gebiet des Spaltbildes nach     Fig.    1 nicht,  weil sämtliche Punkte in diesem Gebiet prak  tisch das gleiche Gemisch von Rand- und  Achsenstrahlen erhalten. Die     Halbscbatten-          zone    bleibt in ihrer ganzen Länge erhalten,  doch geht die Helligkeitsabnahme nach den  Rändern zunächst etwas langsamer, dann  etwas schneller vor sich, als in der     Fig.        lca     dargestellt.

   Die Spitze in     Fig.        2rx    wird gegen  über den Randpartien erhöht, weil sie ihr  Licht nur aus den mittleren Teilen des     Leucht-          spaltes    erhält, während nach aussen hin nur  die dunkleren Spaltenden wirksam sind.  



  Eine zusätzliche     Abschirmblende    nach       Fig.    4 bewirkt, dass die Mitte des Spaltbildes  kein Licht aus der Mitte des Leuchtspaltes  erhält. Die Mitte der     Lichtverteilungskurve     wird also noch etwas stärker abgeflacht, als  in der     Fig.    3 erreicht wurde.    Einer etwaigen Überkompensation der  Mitte gegenüber den Punkten des Spaltbildes,  die den Rand des Tonstreifens abtasten,  kann man wirksam durch Anbringen einer  Mittelblende in der Spaltebene begegnen.  Bei richtiger Bemessung einer solchen Ab  schirmblende wird die Beleuchtung der Spalt  bildmitte nicht beeinflusst, während die zu  starke Beleuchtung der     genannten    Punkte  herabgedrückt wird.  



  Kurz, es ist möglich, durch entsprechende  Kombinationen einer oder mehrerer Zusatz  blenden die Lichtverteilung und die Länge  des Spaltbildes weitgehend zu beeinflussen.  



  Längere     Abschirmblenden,    die sozusagen  eine Scheidewand in der optischen Achse  darstellen, können aus Blech hergestellt  werden.     Abschirmblenden    ohne     Tiefenaus-          dehnung        können    durch Draht, der senkrecht  zur optischen Achse und senkrecht zur Zy  linderachse einer     Zylinderlinsenfläche    gespannt  wird, verwirklicht werden.     Abschirmblenden     in der Spaltebene können auch durch     brük-          kenartige    Unterbrechungen des Spaltes beim  Eingravieren in den Grund ersetzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Tonoptik mit Zylinderlinsenobjektiv, da durch gekennzeichnet, dass mindestens eine zusätzliche Abschirmblende zwischen Leucht- spalt und Zylinderlinsenobjektiv derart an geordnet ist, dass bei möglichst breiter und gleichmässig ausgeleuchteter Mittelzone das Halbschattengebiet und dadurch die Länge des Spaltbildes so weit eingeschränkt sind, dass dieselben akustisch nicht mehr schaden können.
    UNTERANSPRUCH: Tonoptik nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Abschirm- blende ein Blechstreifen ist, dessen Ebene in der optischen Achse und senkrecht zur Zylinderachse einer Zylinderfläche des Zy- linderlinsenobjektivs liegt.
CH197345D 1936-06-06 1937-05-18 Tonoptik mit Zylinderlinsenobjektiv. CH197345A (de)

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