CH197385A - Steuerung für ein- oder mehrzylindrige Kolbenmaschinen, insbesondere Kolbenverdichter. - Google Patents

Steuerung für ein- oder mehrzylindrige Kolbenmaschinen, insbesondere Kolbenverdichter.

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CH197385A
CH197385A CH197385DA CH197385A CH 197385 A CH197385 A CH 197385A CH 197385D A CH197385D A CH 197385DA CH 197385 A CH197385 A CH 197385A
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Paul Reichsfeld
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Paul Reichsfeld
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  Steuerung für ein- oder     mehrzylindrige    Kolbenmaschinen, insbesondere       Kolbenverliebter.       Die Erfindung bezieht sich auf eine       Steuerung    für ein- oder     mehrzylindrige        Kol-          benmaschinen,    insbesondere Kolbenverdich  ter.     Regelungsvorrichtungen    an Verbren  nungsmotoren, deren Zylinder sich um ihre  Achsen drehen und deren Zylinderköpfen der  Brennstoff     achsial        zugeführt    wird, sind     an     ,sich bekannt.

   Auch sind Steuerungen für  Kraftmaschinen,     insbesondere    Dampfkraft  maschinen bekannt, die aus     einer    dauernd  umlaufenden, die Aufgabe des     Steuerorganes     erfüllenden und mit     gegeneinander    versetzten  Ein- und     Auslässen    der     Durchströmkanäle          versehenen    Steuerscheibe und einer dreh  baren, den Füllungsgrad der Zylinder  regelnden     Absperrscheibe    bestehen.  



  Die Gegenstand der vorliegenden Erfin  dung bildende     Steuerung    ist dadurch ge  kennzeichnet, dass wenigstens der Boden des       resp.    der Zylinder als ein durch die Kurbel  welle in stetige Drehung     versetzter    scheiben  förmiger     Drehschieber    ausgebildet ist, der    innerhalb einer Kappe umläuft, und     @dass     sowohl im Zylinderboden als     in    -der Kappe       Steueröffnungen    für Ein-     und        Auslass    in       verschiedenen    radialen Abständen von der  Drehachse angeordnet sind.

   Die Steuerung       gemäss    der Erfindung zeichnet sich durch be  sondere Einfachheit aus.  



  Einen besonderen     Vorteil        bietet,die    erfin  dungsgemässe     Steuerung    für     Kompressoren,     insbesondere für Kompressoren der Kälte  technik, für welche es erforderlich ist, das  Kompressionsvolumen dem jeweiligen Kälte  bedarf anzupassen. Bei den üblichen Kom  pressoren behilft man sich, wenn der Kom  pressionsgrad verringert werden soll, mit der  Einschaltung eines zusätzlichen schädlichen  Raumes im Zylinder oder mit der     Öffnung     des     Ansaugeventils    während des Kompres  sionshubes.

   Bei der vorliegenden     .Steuerung     ist es möglich,     bei    Verlegung der Steuer  schlitze in den     Zy        linderkappenboden    die  wirksame Länge dieser Schlitze durch Ein-      ,setzen     verschiebbarer        Blenden    zu verändern  und damit das     Iiompres.ionsvolumen    dem       jeweiligen    Bedarf entsprechend zu regulieren.  



       Die    Einrichtung kann so getroffen sein.  dass in der feststehenden Kappe mit     den     Öffnungen im Zylinderboden     zeitweili--    zur  Deckung     gelangende    Steuerschlitze angeord  net sind, deren     Bogen.länben        zweeli#s    geson  derter     Veränderung-    der     Öffnungsdauer    von       Auslass    und Einlass durch Blenden oder     illin-          liche        Mittel        una.bhän;@ig    voneinander einstell  bar sind.  



  Zweckmässig ist eine     Ausführungsform     der     @Steueri.ng,    bei welcher der Zylinder mit  dem Boden fest verbunden ist und beide zu  gleich von der Kurbelwelle aus in Drehung  versetzt werden.  



  In der     Zeichnung    sind einige     Ausfüh-          rungsbeispiele    der Erfindung dargestellt.       Fig.l    zeigt eine Ausführungsform der  Erfindung, bei welcher ein Teil der Steue  rung unmittelbar vom     Zylinder    selbst gebil  det wird. Der Zylinder 1 ist um seine Achse  drehbar in einer Kappe ? und in einem  Lager 3     gelagert    und wird von der Kurbel  welle 4 über ein     Kegelradgetriebe    5,     G    an  getrieben.

   Der Boden des     Zy        linders    1  schliesst dicht an den Boden der Kappe ? an  und     ist    mit Schlitzen     versehen,    die bei der  Rotation des Zylinders um seine Achse im  Boden der Kappe ? vorgesehene     Öffnungen     zeitweise freigeben.  



  In den     Fig.    ? bis 4 ist die Anordnung  der im Zylinderboden und im     Kappenboden     vorgesehenen Schlitze     bezw.    Öffnungen für       verschieden?    Anwendungen der Kolben  maschine schematisch     dargestellt.     



       Fig.2    zeigt die     Anordnung    der     Stew,-          rung    für eine im Zweitakt arbeitende Ma  schine,     beispielsweise    eine     Dampfmasehine     oder einen     Pressluftmotor.    Der Boden des       Zylinders    trägt den     Einlassschlitz    7 und den       Auslassschlitz    8 und     rotiert    in der Pfeilrich  tung. während der feststehende Boden der  Kappe ? mit einer     Einlassöffnun.g    9 und  einer     Auslassöffnun-    10 ausgebildet ist.

   Die  Steuerung ist in der     Stellung    gezeichnet, bei       welcher    die     Einströmun;    beginnt, also der    Kolben     ungefähr    seine oberste     Totpunktlage     erreicht hat.

   Bei der Drehung des Zylinder  bodens aus der     gezeichneten        Stellung    in der       Pfeilrichtung    wird die     Einlassöffnung    9  durch den Schlitz 7     freigegeben,    und die       Einströmung    in den Zylinder erfolgt so  lange, als der kreisbogenförmige Schlitz 7  über die     Öffnung    9     @,        Icitet.    wobei die Länge       des        Seehlitze,

  s    die     Einströnida.uer        bestimmt.     In gleicher Zeit     beweLt    sich     aber    auch der       Auslassschlitz    8 in der     Pfeilriehtiins,        Reiter.     wobei die     Auslassöffnung    10 des Kappen  bodens an dem vollen Teil des Zylinder  bodens anliegt und dadurch geschlossen     --e-          halten    wird.

   Wenn sich nun der     Zvlinder-          boden        weiterdreht.        überschreitet    das Ende  des     Schlitzes    7 die     Einlassöffnung    9 des       Kappenhoden:s.    :

  so dass     diese    wieder durch  den vollen Teil des     Kappenbodens        ab-          geschlossen    wird.     Bei    der weiteren     Rotation     gibt der     Auslassschlitz    8 die     AZislassöffnunü,     1.0 frei, wobei     wieder    die Dauer der     Öffnung     durch die     Länge    des     Sohlitzes    8 bestimmt  wird.

   Wie die Zeichnung     zeigt,    sind .die  den Einlass steuernden     Öffnungen    auf einem  andern Radius angeordnet als die den Aus  lass steuernden Öffnungen. so dass die den  Einlass und die den     Auslass    steuernden Ö     ff-          nungerl    sich     geberiseitig    nicht     be@einflus:sen.     Nach einer     Umdrehung    der     Kurbelwelle    be  ginnt das Arbeitsspiel im Zylinder wieder  von neuem, da. diese     Maschine    im     Zweitakt     arbeitet.

   Es muss daher bei dieser     j#laseliine     der rotierende Zylinder in einem     t\Ier-          setzungsverhältnis    1 : 1 von der Kurbelwelle       an--etrieben     -erden.  



       Fig.    3 zeigt eine     Anordnung    der     Steuer-          öffnungen,        bei    welcher die Schlitze im     fest-          stehenden        Kappenboden,    die     lochförmigen     Öffnungen im rotierenden Zylinderboden     an-          gebracht        sind,    z.

   B.     bei    einem     Kompressor.     Hier bewirken die im Zylinderboden     vor-          geSehenen        Offnun--en    11 und 1?, welche mit  den im     Kappenboden        vorgesehenen    Schlitzen  13 und 11 periodisch koinzidieren, den Ein  lass und die     Ausstossur.;    der Dämpfe.

   Die       Kompression    erfolgt, indem die Ö     ffnun.g    11  beim Kompressionshub     des    Kolbens so     lange         auf dem massiven Teil des     Kappenbodens     gleitet, bis der     Auspuffschlitz    den     Auslass     ermöglicht, wobei die Länge des     Schlitzes     den Grad der     Kompression        bestimmt.     



       Fig.    4 zeigt die Anordnung der     die,Steue-          rung    bewirkenden Öffnungen für eine im  Viertakt     erbeiternde    Kolbenmaschine, z. B.  einen Verbrennungsmotor. Die im rotieren  den Zylinderboden vorgesehene     lochförmige          Einlassöffnung    15 gibt bei der Rotation den       Einlassschlitz    26 im     Kappenboden    frei,     wo-          egen    ,

  der     Auslassschlitz    27 mit der     loch-          g   <B>g</B>  förmigen     Auslassöffnung    16 zusammenwirkt  und den Auspuff steuert. Wie die Figur       zeigt,    ist es durch entsprechende Bemessung  der Länge der Schlitze möglich, die     technisch     günstigste Öffnungsdauer der Steuerung für       Ansaugung    und Auspuff zu erzielen.  



  Da diese Ausführungsform der     Steue-          rung    für eine im Viertakt arbeitende Kolben  maschine verwendet     wird,    muss der rotierende  Teil naturgemäss von der Kurbelwelle in  einem Übersetzungsverhältnis von 2 : 1 an  getrieben werden, das heisst der rotierende  Teil der     .Steuerung    muss während     zwei    Um  drehungen der Kurbelwelle eine     Umdrehung     ausführen.

   An die Öffnungen 9, 10 in       Fi.g.    2     bezw.    an die Schlitze 13, 14 in     Fig.    3       bezw.    26, 27 in     F'ig.4    können     unmittelbar     die Einlass-     bezw.        Aus.lassleitungen    an  geschlossen sein.  



  Die .die Steuerung bewirkenden Öffnun  gen können auch an einem     ,nach    einem be  liebigen Rotationskörper     geformten    Zylinder  kopf     bezw.    Zylinderboden angeordnet sein  und mit den Öffnungen der entsprechend  geformten Kappe zusammenwirken.  



  Die Anordnung der die     .Steuerung    bewir  kenden     Öffnungen        unmittelbar    im Zylinder  boden hat den     Vorteil,    dass der schädliche  Raum auf ein Mindestmass reduziert werden  kann.  



  Die erfindungsgemässe Steuerung kann  naturgemäss auch bei doppelt wirkenden  Kolbenmaschinen angewandt werden, wobei  beide Zylinderenden     bezw.    Zylinderböden mit  Schlitzen ausgebildet sein können,     welche    mit  Kappen (2)     zusammenwirken    können.    Der Antrieb des rotierenden     Steuerungs-          organes        bezw.    des Zylinders kann beliebig  durch geeignete Übersetzungsglieder,     wie     Zahnräder     (Fig.    1), Ketten oder     dergl.    er  folgen.  



  Die 'Steuerung kann auch derart aus  gebildet sein, dass die     Öffnungszeiten    der  Steuerung dadurch verändert werden können;  dass die wirksame Länge     der    Schlitze ver  ändert wird, wobei zweckmässig .die ver  änderbaren Schlitze in dem     feststehenden     Teil der Steuerung     angeordnet    sind. Die Ver  änderung der wirksamen Länge der Steue  rungsschlitze kann durch Einsetzen von     Blen-          clen    oder durch     kulissenartig    verschiebbare  Blenden erfolgen.  



       Fig.    5 zeigt eine     derartige        Ausbildung     eines     Steuerungsschlitzes    17 mit einer       kulissenartig    verschiebbaren Blende 18, wel  che von einer Stelle ausserhalb der     Einlass-          oder        Auslassleitung    19     betätigt    werden kann  und diese     Leitung    an der .Stelle 20     dichtend     durchdringt.

       Diese    in der     Längsrichtung    des  Schlitzes verschiebbare Blende     ist    mit einer  Zunge 21 ausgebildet, welche in -den Schlitz  17     dichtend        eingreift    und auf dem andern       Steuerungsteil    22, z. B. auf dem Zylinder  boden, dichtend     gleitet.    Da .der     Raum    23  unter der Blende 18 gegen den Innenraum 24  der Leitung 19 abgeschlossen ist, ist die       Steuerung    :geschlossen, wenn die Öffnung 25  des     Steuerungsteils    22 von der Zunge 21  überdeckt wird.  



  Die erfindungsgemässe Steuerung ist mit  Vorteil auch bei andern Arten von Kolben  maschinen verwendbar, wie z. B. bei     Press-          luftmotoren,        Dampfmaschinen,    Pumpen, Ver  brennungsmotoren usw.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Steuerung für ein- oder mehrzylindrige Kolbenmaschinen, insbesondere Kolbenver dichter, dadurch .gekennzeichnet, dass wenig stens der Boden des resp. der Zylinder als ein durch .die Kurbelwelle in stetige Drehung versetzter scheibenförmiger Drehschieber aus- gebildet ist, der innerhalb einer Kappe um läuft,
    und dass sowohl im Zylinderboden als in der Kappe Steueröffnungen für Ein- und Ausla.ss in verschiedenen radialen Abständen von der Drehachse liegen. UN TERAN SPRt,\CHE l.Steuerunb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Steueröffnungen für Ein- und Auslass von verschiedener Länge sind.
    ?. :Steuerung nach Patentanspruch und Un- terauspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der als Drehsohieher ausgebildete Zy linderboden innerhalb einer feststehenden Kappe umläuft. 3. Steuerung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder mit dem Boden fest verbunden ist und beide zu- bleieli von der Kurbelwelle aus in Dre- h.unb versetzt werden.
    1. Steuerung nach Patentanspruch, dadurch 2:ehennzeichnet, dass in der Flappe mit den Öffnun-en im Zylinderboden zeitweilig zur Deckung belangende Steuerschlitze an geordnet sind, deren Bogenlängen zwecks gesonderter Veränderung- der Öffnungs dauer von Auslass und Einlass durch Blen den unabhängig voneinander einstellbar sind. 5.
    Steuerung nach Unteranspruch 4, dadurch bekennzeiehnet. dass die verschiebbaren Blenden mit Zungen in die Steuerschlitze der Kappe eingreifen. derart, dass sie am Zylinderboden dichtsnd Gleiten.
CH197385D 1936-06-09 1937-05-20 Steuerung für ein- oder mehrzylindrige Kolbenmaschinen, insbesondere Kolbenverdichter. CH197385A (de)

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