CH197923A - Verfahren zum Verlöten von Werkstücken aus Blei-Kalzium-Legierungen. - Google Patents

Verfahren zum Verlöten von Werkstücken aus Blei-Kalzium-Legierungen.

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CH197923A
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Aktienges Accumulatoren-Fabrik
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Accumulatoren Fabrik Aktienges
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  Verfahren zum Verlöten von Werkstücken aus     Blei-Nalzium-Legierungen.       Die Anwendung- von     Blei-Kalziumlegie-          rungen    für Sammlerplatten scheiterte bisher  daran, dass die     Verlötung    dieser Platten mit  einander oder mit der Leiste nur unter er  heblichen Schwierigkeiten, insbesondere auch  unter Verwendung von     Flussmitteln,    die spä  ter leicht zu     Störungen    beim Betrieb der  Sammlerplatten Veranlassung     geben,    möglich  war.

   Der Grund ist darin zu suchen, dass sich  die zu verlötenden Teile rasch mit     einer     Schicht     galziiunogyd,    welches sich bei der  Erwärmung bildet, überziehen und so die  innige metallische     Verbindung    erschwert  wird.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zum Verlöten von Werk  stücken aus     Blei-$alziumlegierungen,    wel  ches dadurch     gekennzeichnet    ist, dass beim  Lötvorgang mittels einer     heissen    Gebläse  flamme das Kalzium aus der Legierung  -derart ausgebrannt wird, dass<B>-</B>die Löt  verbindung aus im     wesentlichen        reinem            @Veichl@lei,        welches    höchstens noch     ,ge-          ringe    Spuren Kalzium enthält, besteht.

   Die  zu verlötenden     Werkstücke    aus der     Blei-Kal-          ziumlegierung;    z. B. Plattenfahnen und Pol  brücken, können dabei in bekannter Weise in  eine allseitig geschlossene, jedoch oben offene  Blechform, die sogenannte Lötschablone,     ge-          brächt    werden: Dann können mittels einer  sehr heissen, zum Beispiel     Wasserstoff=Ge-          bläseflamme,    die zu verlötenden Teile zum       Schmelzen    gebracht und so lange mit der  Flamme bestrichen werden, bis das Kalzium  aus der Legierung ausgebrannt ist.

   Die Bil  dung von     Kalziumogyd        infolge        Berühruug     mit dem Sauerstoff der Luft     findet    so lange  statt, wie noch metallisches Kalzium     in    der  schmelzflüssigen     Legierung    vorhanden ist.  Diese Bildung von     Kalziumogyd    bis zum  ganzen oder fast     ganzen    Verbrauch von Kal  zium     wird    als Ausbrennen des Kalziums be  zeichnet. Diese     Ogydbildung    verhindert auch  das     Binden    des     Metalles    beim Löten.

   Erst      wenn das Kalzium fast restlos oxydiert ist,  also keine frische Bildung von     galziumoxyd     mehr stattfindet und das bereits gebildete  Oxyd infolge des geringeren     spez.    Gewichtes  an die Oberfläche der geschmolzenen Löt  stelle gestiegen ist, findet die Bindung des  nunmehr fast reinen Bleies ohne Schwierig  keiten statt, wobei dann noch Lötblei in ent  sprechender Menge zugegeben werden kann.  Das Merkmal einer solchen Lötverbindung  besteht darin, dass dieselbe aus Weichblei,  gebildet durch     Ausbrennen    des Kalziums aus  der Legierung, besteht.

   Als Vorteil dieser  Verbindung ist anzugeben, dass dieselbe  weich, aber zäh ist und bei Erschütterungen  ein Bruch nicht zu erwarten     ist.    Ferner be  sitzt diese Verbindung, die aus fast reinem  Metall besteht, ein gutes Leitvermögen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Verlöten von Werkstük- ken aus Blei-Kalziumlegierungen, dadurch gekennzeichnet, dass beim Lötvorgang mittels einer heissen Gebläseflamme das Kalzium aus der Legierung derart ausgebrannt wird, dass die Lötverbindung aus im wesentlichen rei nem Weichblei, welches höchstens noch ge ringe Spuren Kalzium enthält, besteht. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nach vollständiger Oxy dation des Kalziums während des Lötvorgan- ges noch Lötblei zugegeben wird.
CH197923D 1937-02-13 1937-04-15 Verfahren zum Verlöten von Werkstücken aus Blei-Kalzium-Legierungen. CH197923A (de)

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