CH197962A - Einrichtung zur selbsttätigen Spannungsregelung von elektrischen Wechselstromkreisen. - Google Patents

Einrichtung zur selbsttätigen Spannungsregelung von elektrischen Wechselstromkreisen.

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CH197962A
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  Einrichtung zur selbsttätigen Spannungsregelung von elektrischen Wechselstromkreisen.    Die     Erfindung    bezieht sich auf eine Ein  richtung zur .     selbsttätigen    Spannungsrege  lung von elektrischen     Wechselstromkreisen,     bei denen ein regelbarer Transformator durch  einen Motor gesteuert wird, der zugleich     zum     Antrieb des Regelwerkes wie auch als span  nungsempfindliches Organ dient: Besondere       spannungsempfindliche    Relais zur Steuerung  des Motors fallen daher fort.  



  Bei den bekannten     Einrichtungen    dieser       Art        wird        ein    Induktionsmotor     mit    zwei Trieb  wicklungen verwendet, bei dem die eine       Triebwicklung    über einen im wesentlichen  aus einer gesättigten Drosselspule und einem  auf sie     abgestimmten    Kondensator     in    Pa  rallelschaltung bestehenden Sperrkreis an das  zu regelnde Netz geschaltet wird.

   Bei der  Sollspannung heben sich der induktive  Stromanteil der Drossel und der     kapazitive     Stromanteil des     Kondensators    in dem Sperr  kreis auf, so dass     kein    Strom fliesst und die       Regelapparatur        in        Ruhe    bleibt.

   Bei einer         Spannungserniedrigung    oder     -erhöhung    da  gegen, also bei einer Abweichung vom Soll  wert der     Spannung        wird    durch den Sperr  kreis ein voreilender oder nacheilender Strom  in der einen Triebwicklung des Motors her  vorgerufen, so dass sich dieser in der einen  oder andern Richtung     in    Bewegung setzt  und die abweichende Netzspannung wieder  auf den Sollwert     einregelt.    Dabei werden  bei den bekannten Einrichtungen vorzugs  weise solche     Motore    verwendet,

   wie sie bei       Elektrizitätszählern    üblich sind und daher  nur für ganz kleine     Regelleistungen    verwen  det werden können.  



  Die     Erfindung    stellt eine Verbesserung  der bekannten     Einrichtung    dar und bezweckt,  eine selbsttätige relaisfreie     Regeleinrichtung     zu schaffen, die imstande. ist, auch grössere  Leistungen zu     bewältigen,    die ferner keine  kostspielige     Wartung    benötigt und auch     nur     verhältnismässig geringe     Anschaffungskosten     erfordert.

       Eine    solche     Einrichtung    ist sehr      geeignet zur Regelung der Spannung in       Netzausläuferleitungen.    Denn bekanntlich  sind diese     Ausläuferleitungen,    die zu irgend  welchen     fernliegenden    Verbrauchern führen,  grösstenteils schon an sich     unwirtschaftlich,     so dass die Vermehrung der Anlagekosten  durch eine     mit    Bedienungspersonal besetzte  Unterstation zur Spannungsregelung nicht  in     Betracht    kommt.

   Anderseits macht sich  aber gerade in ihnen ein starker Spannungs  abfall bemerkbar, so dass beim Zu- und Ab  schalten der angeschlossenen Verbraucher  grosse Spannungsschwankungen in den Aus  läuferleitungen auftreten können.  



  Nach der Erfindung wird nun als span  nungsempfindlicher     Regelwerksmotor    ein       Asynchronmotor    mit einem     Kurzschlussläufer     und zwei Triebwicklungen verwendet und  dieser mitsamt dem den Sperrkreis für die  eine Triebwicklung darstellenden Wider  standsgebilde     in    dem mit<B>01</B> gefüllten Be  hälter des     Regeltransformators    untergebracht.  Der     Kurzschlussläufermotor    kann das für die  Bewältigung grösserer     Regelleistungen    er  forderliche grosse     Anzugs-    und Drehmoment  entwickeln.

   Da er keinen Kollektor aufweist,  kann er ohne die Gefahr einer Funkenbil  dung im<B>01</B> des Transformators versenkt an  geordnet werden. Eine besondere Wartung  des Motors ist dann nicht erforderlich.  



  Der     Asynchronmotor    neigt bekanntlich  bei unsymmetrischem Drehfeld zu einphasi  gem Lauf, so dass er sich nach erfolgtem  Anlauf von der durch den Sperrkreis ge  regelten Triebwicklung unabhängig macht  und einphasig weiterläuft. Ausserdem kann  beim Lauf des Motors die     gegenelektro-          motorische    Kraft derartige Werte annehmen,  dass eine völlige Veränderung der Regel  charakteristik möglich ist.

   Diese Nachteile  können dadurch     vermieden    werden, dass in  dem Sperrkreis für die eine     Triebwicklung     ausser der     eisengesättigten    Drossel und dem  auf sie     abgestimmten    Kondensator noch wei  tere Kondensatoren und auch     Ohmsche    Wi  derstände vorgesehen werden.  



  Alle Widerstandselemente des Sperr  kreises     können    sehr hoch beansprucht und da-    her räumlich klein bemessen werden, weil  sie ebenso wie der     Regelwerksmotor    im Öl  des Transformators angeordnet sind. Es er  gibt sich somit eine betriebssichere Regel  einrichtung von geringem Raumbedarf, die in  einem wetterfesten Gehäuse untergebracht,  z. B. als     Masttransformatorstation,    sich selbst  überlassen bleiben kann.  



  Unter Umständen kann es     zweckmässig     sein, den     Asynchronmotor    im Gegensatz zu  den bekannten Regelcharakteristiken etwa  nach     Fig.    1 der Zeichnung mit einer Regel  charakteristik zu betreiben, die eine so  genannte Springresonanz aufweist und in       Fig.    2 wiedergegeben ist. Eine derartige  Charakteristik, deren Wesen noch weiter  unten näher erläutert wird, ist durchaus sta  bil und schliesst den Regelvorgang, da der  Strom für die eine Triebwicklung im Punkte       E"    der     Fig.    2 gleich Null ist und einen aus  geprägten\. Tiefpunkt der Regelkurve dar  stellt, bei erreichter     Sollspannung    sicher ab.

    Die Ausbildung des     Sperrl-Ireises    lässt sich  dabei in der aus     Fig.    3 ersichtlichen Weise  durchführen.  



  Bei dieser ist an die zu regelnde Leitung  1 in Parallelschaltung eine Eisendrossel 2 mit  mittlerer Sättigung und ein Kondensator 3  angeschlossen, die über einen Widerstand 4  miteinander verbunden sind. Am Verzwei  gungspunkte 5 ist ein vorzugsweise regel  barer     Ohmscher    Widerstand 6 und am Ver  zweigungspunkte 7 ein Kondensator 8 ange  schlossen, die durch die Leitung 9 zueinander  parallel liegen. An den Verzweigungspunk  ten 10 und 11 sind der vorzugsweise regel  bare     Ohmsche    Widerstand 12 und die eine  Triebwicklung 13 des     Asynchronmotors    an  geschlossen. Die andern Enden dieser beiden  in Parallelschaltung liegenden Organe sind  über die Leitung 14 geerdet. oder an eine  zweite Netzphase gelegt.

   Zwischen der Lei  tung 1 und der Erde oder der zweiten Phase  liegt auch die zweite Triebwicklung 15 des       Asynchronmotors,    die mit einem     Ohmschen     Widerstand 16 in Reihe geschaltet ist. Der       Kurzschlussläufer    17 ist über die Welle 18  mit der nicht dargestellten Regelkontakt-           vorrichtung    des zugehörigen Stufentransfor  mators     verbunden.     



  Die Eisendrossel 2 arbeitet     mit    einer  mittleren Induktion. Die Kapazität 8 ist  gross gegenüber der Kapazität 3, deren  Scheinwiderstand angenähert gleich dem  Scheinwiderstand der Drossel 2 bei der Nenn  spannung ist. Die Widerstände 6 und 12  liegen in der     Grössenordnung    des Schein  widerstandes des     Kondensators    8     bezw.    der  Wicklung 13. Der Widerstand 4 ist klein  gegenüber dem     Scheinwiderstand    von 2 und     B.     



  Die Regelcharakteristik mit Springreso  nanz lässt sich durch eine entsprechende Di  mensionierung der Widerstände 4, 6 und 12  erzielen. Der Regelvorgang ist hierbei fol  gender:  Sinkt zum Beispiel in     Fig.    2 die Netz  spannung E unter dem Wert von     Eo,    so  springt der Strom     in    dem     Sperrkreis    sogleich  auf einen hohen Wert im Gebiete der     Vor-          eilung,    und zwar entspricht er ungefähr der  Grösse der Geraden 4-3. Der Regelmotor  setzt sich rasch in Bewegung und regelt. die  Spannung wieder hinauf, und zwar über die       Sollspannung        hinweg        bis    zum Punkte 1.

         Nunmehr    springt der Strom in dem Sperr  kreis aus dem Gebiete der     Voreilung    vom  Punkt 1     in    das Gebiet der     Nacheilung    auf  den Punkt 2 hinüber. Es tritt     ein        Phasen-          Wechsel    auf. Der Regelmotor kehrt seine       Drehrichtung    um und regelt die     etwas    zu  hohe Netzspannung wieder auf den     Punkt        E"     herunter.

   Dieser     Punkt    liegt,     wie    aus     Fig.    2  erkennbar ist, auf der     Ordinatenachse    des  Systems, so dass beim Erreichen des Punktes       E,    der     Regelcharakteristik    der Strom im  Sperrkreis und damit     in    der     einen    Trieb  wicklung des     Regelwerksmotors    verschwin  det, so dass der Regelmotor zuverlässig     zur     Ruhe kommt und der Regelvorgang beendet  ist.  



  Die Widerstände 4, 6 und     _12    bedingen  die Empfindlichkeit und die Einbuchtung  der- Kennlinie. Selbstverständlich kann man  die Verhältnisse auch so wählen, dass sich  die     Einbuchttmg    mehr einer horizontalen  Abflachung annähert.    Der Widerstand 12 hat ausserdem noch  eine zweite Aufgabe zu erfüllen. Der     Asyn-          chronmotor    wird beim Erfindungsgegenstand  mit einer     Hilfsphasenwickluug    15 betrieben,  in welcher infolge des in dem Stromkreis  vorgesehenen hohen Widerstandes 16 ein  Strom fliesst, der zu dem Strom in der andern  Wicklung 13 angenähert um 90   phasenver  schoben ist.

   Der Strom in der Hilfsphase  15, der nur wenig durch die     gegenelektro-          motorische    Kraft des Motors beeinflusst wird,  veranlasst den Motor zur Selbsterregung und  zum einphasigen Lauf nach erfolgtem An  lauf. Für den Regelvorgang ist dieser an sich  bekannte Vorgang zunächst nicht nachteilig.  Er ist aber unerwünscht in dem Augenblick,  wenn der Strom     in    der     Hauptwicklung    13  beim Erreichen der Sollspannung verschwin  det     bezw.    sein Vorzeichen umkehrt.

   Der Wi  derstand 12     dient    nun dazu, bei entspre  chender Bemessung, die Selbsterregung des       Asynchronmotors    derart zu begrenzen, dass  eine Störung des Regelvorganges durch Über  laufen bei der Sollspannung nicht auftritt.  



  Selbstverständlich kann die vorstehend  angegebene     Schaltung    in einzelnen Teilen ab  geändert werden. So kann beispielsweise für  Sonderzwecke ein ständiges Hin- und Her  regeln     innerhalb    einer     bestimmten    Spannungs  toleranz erwünscht     sein.    Hierzu ist dann  nur erforderlich, durch eine entsprechende  Bemessung der Widerstände den tiefsten  Punkt der sattelförmigen Einbuchtung der  Regelcharakteristik von der     Ordinatenachse     weg in das Gebiet des vor- oder nacheilen  den Stromes zu verschieben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur selbsttätigen Spannungs regelung von elektrischen Wechselstrom kreisen mit Hilfe eines regelbaren Transfor mators, der durch einen als Antrieb für das Regelwerk und zugleich als spannungsemp findliches Organ dienenden Induktionsmotor mit zwei Triebwicklungen gesteuert wird, von denen die eine über einen im wesentlichen aus einer gesättigten Eisendrossel und einem auf sie abgestimmten Kondensator bestehen- den Sperrkreis an das zu regelnde Netz ge schaltet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der als Asynchronmotor mit Kurzschlussläufer ausgebildete,
    spannungsempfindliche Regel werksmotor mitsamt dem den Sperrkreis für die eine Triebwicklung darstellenden Wider standsgebilde in dem mit 01 gefüllten Be hälter des regelbaren Transformators unter gebracht ist. UNTERANSPRüCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Sperrkreis für die eine Triebwicklung (13) des Asynchronmotors in einer aus drei Krei sen bestehenden Kettenschaltung besteht, von denen der erste eine Eisendrossel (2) von mittlerer Sättigung und eine Kapazi tät (3), der zweite eine Kapazität (8), die grösser ist als die Kapazität (3), und einen Ohmschen Widerstand (6), und der dritte die eine Triebwicklung (13) des Asyn- chronmotors und einen Ohmschen Wider stand (12) enthält.
    2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Wider stände (6, 12) regelbar sind. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Regel charakteristik des Asynchronmotors eine Springresonanz aufweist, deren tiefster Punkt auf der Ordinatenachse des Koor dinatensystems liegt. 4. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die andere Pha senwicklung (15) des Asynchronmotors über einen Ohmschen Widerstand (16) am Netz liegt. 5.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass durch entspre chende Bemessung des Widerstandes (12) die Selbsterregung des Motors über die zweite Phasenwicklung (15) begrenzt und dadurch ein einphasiges Weiterlaufen. des Motors nach Verschwinden seines Dreh feldes bei erreichter Sollspannung im zu rückbleibenden Wechselfeld verhindert wird.
CH197962D 1935-12-20 1936-12-16 Einrichtung zur selbsttätigen Spannungsregelung von elektrischen Wechselstromkreisen. CH197962A (de)

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