CH198723A - Presskörper und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents

Presskörper und Verfahren zu seiner Herstellung.

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CH198723A
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Torfit-Werke G A Haseke Co
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Torfit Werke G A Haseke & Co
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Description


      Profikörper    und Verfahren zu seiner Herstellung.    Die Erfindung bezieht sich auf einen       Presskörper,    der zum Beispiel als Bauplatte,  Türe, Wand ausgebildet oder zur Herstellung  solcher Elemente verwendbar sein kann, und  auf ein Verfahren zur Herstellung dieses       Presskörpers.     



  Der erfindungsgemässe     Presskörper    ist da  durch gekennzeichnet, dass er als Haupt  bestandteil einen Füllstoff, der organischer  oder anorganischer Natur sein kann, und als  Bindemittel ein Kunstharz enthält. Gemäss  dem Verfahren erfolgt die Herstellung des       Presskörpers    in der Weise, dass der Füllstoff  mit dem Bindemittel innig vermischt wird,  wobei die Gewichtsmenge des Bindemittels  kleiner ist als die des Füllstoffes, und dass  das Gemisch bei gleichzeitiger Erwärmung  gepresst wird.

   Als Füllstoff, das heisst als  Hauptbestandteil können beispielsweise Holz  späne, Torffasern, Holzmehl (aus Sägen oder  andern     Holzbearbeitungsmaschinen    stam  mend)     bezw.    Torfmehl von beliebig grobem    Korn,     Kaffeebohnenhülsen    oder Stroh Ver  wendung finden.  



  Zwecks Herstellung des     Presskörpers    kön  nen beispielsweise drei Gewichtsteile des       Hauptbestandteils    - also z. B. drei Ge  wichtsteile Holzspäne - mit einem Gewichts  teil des Bindemittels innig vermischt und die  ses Gemisch unter gleichzeitiger Erwärmung  auf Temperaturen von 100 bis 200' C mit  .einem Druck von 50 bis 250 kg/cm' gepresst  werden. Die Masse kann dann im Anschluss  an diese Erwärmung und noch unter Einwir  kung des     Pressdruckes    wieder abgekühlt wer  den. Auf diese Weise kann vermieden wer  den, dass der     Presskörper    sich nach Ablauf  des     Pressvorganges    verzieht, wirft oder reisst.  



  Das     Bindemittel    kann in flüssigem oder  in pulverförmigem Zustand zugesetzt wer  den. Bei Verwendung eines flüssigen Binde  mittels, z. B. von     Resol    - einem flüssigen  Phenolharz - wird das aus Hauptbestandteil  und Bindemittel hergestellte Gemisch vor      dem Pressen zweckmässig getrocknet, um in  dem Füllstoff     bezw.    im Bindemittel enthal  tenes Wasser vor dem unter Erwärmung       stattfindenden    Pressen zu entfernen.  



  Zum Pressen können hohle     Pressstempel     Verwendung finden, deren abgeschlossene  Hohlräume zwecks Erwärmung und anschlie  ssender Abkühlung des     Presskörpers    abwech  selnd an eine Dampfleitung und an eine     Kühl-          wasserleitung    angeschlossen werden können.  



  Bei geeigneter Wahl des Füllstoffes und  des Bindemittels lässt sich mit dem beschrie  benen Verfahren ein     Presskörper    herstellen,  welcher     siele    durch hohe Elastizität oder gute  Isolierfähigkeit in thermischer, akustischer  und elektrischer Hinsicht oder durch grosse  Zerreiss- und Schwingungsfestigkeit auszeich  net. Der     Presskörper    kann zudem äusserst be  ständig gegenüber Angriffen von Wasser und  Säuren und nichtentflammbar gemacht wer  den.  



  Der     Presskörper    kann als Bauplatte belie  biger Grösse - sogar bis zu mehreren Qua  dratmetern Flächeninhalt - oder als sonsti  ges Bauelement zur Herstellung von Wänden,  Türen,     Deckenunterzügen,    Bodenbelägen,  Wandbekleidungen, Zwischenwänden,     Trenn-           -iin        aen,        Abortwänden    und     dergl.    oder als  Dekorationsplatte mit erhabenen oder     bezw.     und vertieften Verzierungen ausgebildet sein;  er könnte aber auch als Gefäss mit mehreren  Kubikmetern Inhalt ausgebildet sein.  



  Wenn der     Presskörper    nicht entflammbar  ist, kann er mit besonderem Vorteil als Bau  element in feuergefährlichen Betrieben, so  wie im Fahrzeugbau, namentlich im Schiffs-,  Flugzeug- und Luftschiffbau, z. B. zur Her  stellung von Wänden. Türen, Bodenbelägen  und     derbl.    Verwendung finden.  



  Soll der     Presskörper    an seiner Oberfläche       farl)ige    Musterungen erhalten, so kann man  als Hauptbestandteil solche     spanförmigen,     faserförmigen. körnigen oder pulverförmigen  Stoffe wählen, die von Natur aus farbig sind,  oder man kann die den Hauptbestandteil bil  denden Stoffe auch mit geeigneten     Farbmit-          teln,    z. B. mit     Anilinfarben,    färben. Holz-         mehl        bezw.    Holzspäne können gegebenenfalls  durch Beizen gefärbt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Presskörper, dadurch gekennzeichnet, dass er als Hauptbestandteil einen Füllstoff und als Bindemittel ein Kunstharz ent hält. 11. Verfahren zur Herstellung des Presskör- pers nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Füllstoff mit dem Bindemittel innig vermischt wird, wobei die Gewichtsmenge des Bindemittels kleiner ist, als die des Füllstoffes, und dass dieses Gemisch bei gleichzeitiger Er wärmung gepresst wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Presskörper nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass er als Haupt bestandteil anorganisches Material ent hält.
    2. Presskörper nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass er als Haupt bestandteil organisches Material enthält. 3. Presskörper nach Patentanspruch I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass er als Hauptbestandteil Holzab fälle enthält. 4. Presskörper nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass er als Holzabfälle Holzspäne enthält. 5. Presskörper nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass' er als Holzabfälle Holzmehl ent hält. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch Il, da durch gekennzeichnet, dass Holzabfälle mit dem Bindemittel innig vermischt werden, und dass dieses Gemisch bei gleichzeitiger Erwärmung gepresst wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass das Gemisch nach dem Warm pressen abgekühlt wird.
    S. Verfahren nach Patentanspruch<B>11,</B> da durch gekennzeichnet, dass bei Verwen- dung eines flüssigen Bindemittels das Gemisch von Hauptbestandteil und Binde mittel zunächst getrocknet wird, um in dem Füllstoff und im Bindemittel ent haltenes Wasser zu entfernen, bevor das Gemisch bei gleichzeitiger Erwärmung gepresst wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Füllstoff vor der Vermischung mit dem Bindemit tel gefärbt wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet; dass bei Verwen dung von Holzabfällen als Füllstoff diese vor der Vermischung mit dem Bindemit tel gebeizt werden.
CH198723D 1937-02-11 1937-06-16 Presskörper und Verfahren zu seiner Herstellung. CH198723A (de)

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