CH198832A - Gasgefüllte elektrische Entladungsröhre, die von einer geschlossenen Hülle umgeben ist, in der sich eine von der Röhre bestrahlte lumineszierende Sulfidschicht befindet. - Google Patents

Gasgefüllte elektrische Entladungsröhre, die von einer geschlossenen Hülle umgeben ist, in der sich eine von der Röhre bestrahlte lumineszierende Sulfidschicht befindet.

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CH198832A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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  Gasgefüllte elektrische Entladungsröhre, die von einer geschlossenen Hülle umgeben ist,  in der sich eine von der Röhre bestrahlte lumineszierende     Sulfidschicht    befindet.    Bekanntlich hat man schon vorgeschla  gen, die Farbe des von gasgefüllten Ent  ladungsröhren ausgesandten Lichtes mit  Hilfe von lumineszierenden (fluoreszierenden  und phosphoreszierenden) Stoffen zu ändern,  womit öfters auch eine Vergrösserung des  Wirkungsgrades der Entladungsröhre ver  knüpft ist. Mittels solcher Stoffe lassen sich  Strahlen kürzerer Wellenlängen in     Strahlen     grösserer Wellenlängen, z. B. ultraviolette  Strahlen in sichtbare Strahlen umwandeln.

    Von den zu diesem Zweck benutzten lumines  zierenden Stoffen können zum Beispiel Wolf  ramate, wie     Iialziumwolframat,    Sulfide, wie  Zinksulfid und Oxyde, wie Zinkoxyd, er  wähnt werden. Die lumineszierenden Stoffe  können in Form einer     dünnen    Schicht auf  der Aussen- oder     Innenseite    der Entladungs  röhre selbst angebracht sein.

   Auch ist es be  kannt, diese Stoffe auf einem Reflektor oder  auf einem die Entladungsröhre umschliessen  den Glaskolben     anzuordnen.       Die     Erfindung    bezieht sich auf eine gas  gefüllte Entladungsröhre, die von einer ge  schlossenen Hülle umgeben ist, in der sich  eine von der Röhre bestrahlte lumineszie  rende     Sulfidschicht        befindet.    Unter einer  gasgefüllten Entladungsröhre wird hier nicht  nur eine Röhre     verstanden,    die mit einem  oder mehreren Gasen gefüllt ist, sondern  auch eine Röhre, deren Füllung aus minde  stens einem Dampf oder aus einer     Gas-          Dampf-Mischung    besteht.  



  Die     Erfindung    bezweckt, die nützliche  Lebensdauer     dieser        Vorrichtung    zu vergrö  ssern. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass  die     Lumineszenzfähigkeit    der     Sulfidschicht     sich beim Betriebe verringert, so dass sich  die Farbe des ausgesandten Lichtes ändert  und auch der Wirkungsgrad     abnimmt.     



       Erfindungsgemäss        wird    eine lumineszie  rende     Sulfidschicht    benutzt, die     halogenid-          frei    ist,     und    wird dafür Sorge getragen, dass  die die     lumineszierende        Sulfidschicht    ent-      haltende Hülle kein Wasser enthält. Das  Sulfid wird hier als     halogenidfrei    ange  sehen, wenn bei Extraktion mit Wasser im  Extraktionswasser kein     Halogenid    nachge  wiesen werden kann.

   Durch eingehende     Un-          tersuchung    ist festgestellt worden, dass die  zur Herstellung der erwähnten lumineszie  renden     Sulfidschicht        benutzten,    auf     denn     Markte erhältlichen     lnmineszierenden    Sul  fide mit kleinen Mengen     Halogenid,    meistens  Natrium- oder     Kaliumchlorid,    vermischt  sind, und dass diese     Halogenide    bei An  wesenheit von geringen Mengen Wasser  bald zu einer Verringerung der Lumineszenz  Anlass gehen.

   Es hat sich herausgestellt, dass  durch Entfernung der     Halogenidbeimischung     unter Vermeidung von Wasser in der Hülle  die nützliche Lebensdauer der     Sulfidschicht     und damit diejenige der Vorrichtung, in der  diese     Sulfidschicht    benutzt wird, erheblich  gesteigert wird.  



  Die Erfindung ist     besonders    von     Vorteil,     wenn die Dichte     des    Strahlenbündels, mit  dem die lumineszierende Schicht     bestrahlt     wird, gross ist, wie     dies    der Fall sein  kann, wenn die Entladungsröhre aus     einer          Hochdruck-Quecksilberdampfentladungsröhre          besteht.    insbesondere wenn der Quecksilber  dampfdruck sehr hoch ist und zum     Beispiel     5     Atmosphären    übersteigt.

   Der     nachteilige     Einfluss einer geringen     Halogenidbeimischung     ist nämlich um so stärker, je grösser die     Be-          strahlungsdichte    an der Oberfläche der lumi  neszierenden Schicht ist.  



  Die Zeichnung     stellt    ein Ausführungsbei  spiel des     Gegenstandes    der Erfindung sche  matisch dar.  



  1 bezeichnet eine Entladungsröhre von an  sich bekannter Bauart.     Diese    Entladungs  röhre besteht aus einem engen Quarzröhr  chen. in dessen Enden sich die Elektroden  befinden. Neben einer     Edelgasfüllung    enthält  die Röhre     Quecksilber,    dessen Dampf beim  Betrieb einen sehr hohen Druck, z. B. etwa  20 Atmosphären, erhält.

   Die Entladungs  röhre 1 ist innerhalb     eines    aus gewöhnlichem    Glas     bestehenden        Kolbens    2 angeordnet, der  mit einem Füsschen $     versehen    ist, das mit  tels der gleichzeitig     zur,Stromzu-    und Strom  abfuhr dienenden     Stützdrähte    4 und 5 die  Entladungsröhre trägt.     Diese    Röhre bildet  mit dem Kolben somit eine     mechanische    Ein  heit, die als Lampe für Beleuchtungszwecke  benutzt werden kann.  



  Der Kolben 2 ist an der     Innenseite    mit  einer dünnen Schicht 6     überzogen,    die aus       halogenidfreiem        Zinksulfid    besteht. Um das  auf dem Markte erhältliche     Zinksulfid    genü  gend     halogenidfrei    zu machen, kann es wie  derholt mit     destilliertem    Wasser gewaschen  werden, bis im     Extraktionswasser    kein Halo  genid mehr     nachgewiesen    werden kann.

       Das          halogenidfreie    Zinksulfid wird in     bekannter          Weise    mit Hilfe     eines        Bindemittels    auf der  Innenseite des Kolbens 2     aufgetragen.     



  Der     Kolben    2     wird        nach    der Bildung der  lumineszierenden Schicht und nachdem die  Entladungsröhre 1 im Kolben angebracht ist,  evakuiert und von     Wasser    befreit. Gegebe  nenfalls kann der Kolben mit einer indiffe  renten Gasfüllung, z. B. Stickstoff,     versehen     sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Gasgefüllte elektrische Entladungsröhre, die von einer geschlossenen Hülle umgeben ist, in der sich eine von der Röhre bestrahlte, lumineszierende Sulfidschicht befindet, da durch gekennzeichnet, dass diese Schicht so weit von Halogeniden frei ist, dass diese im Extraktionswasser nicht mehr nachweisbar sind, und dass die Hülle kein Wasser mehr enthält.
    UNTERANSPRUCH: Gasgefüllte elektrische Entladungsröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass die Entladungsröhre eine Hoch- druckquecksilberdampfentladungsröhre mit einem Betriebsdampfdruck von mehr als 5 Atmosphären ist.
CH198832D 1936-09-03 1937-09-01 Gasgefüllte elektrische Entladungsröhre, die von einer geschlossenen Hülle umgeben ist, in der sich eine von der Röhre bestrahlte lumineszierende Sulfidschicht befindet. CH198832A (de)

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