CH198851A - Kathodenstrahlröhre zum Abtasten von Fernsehbildern. - Google Patents
Kathodenstrahlröhre zum Abtasten von Fernsehbildern.Info
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Description
Kathodenstrahlröhre zum Abtasten von Fernsehbildern. <B>DA</B> s ist bekannt, bei Fernsendern Bild fängerröhren zu verwenden, in denen das Abtasten durch einen Elektronenstrahl ge schieht.
Die Röhren enthalten einen Bild schirm, bestehend aus einer Glimmerplatte, auf deren Vorderseite sich eine Photoschicht befindet, die aus einem Mosaik von kleinen Photozellchen besteht. Jedes dieser Photo- zellchen bildet ausserdem einen, kleinen Belag eines Kondensators,
dessen zweiter Belag durch eine an der Rückseite der Glimmer- platte befindliche Metallplatte gebildet wird. Bei -der Belichtung emittieren die einzelnen Photozellchen Elektronen, die von einer Anode abgesaugt werden.
Je nach der Grösse der von den einzelnen Photozellchen aus- gehenden: Ströme-, speichern die einzelnen Kondensatoren die, frei werdende positive Ladung auf. Hierdurch wird erreicht, d@ass die Ladungen -der .Speicherelemente in ihrer Stärke abhängig sind von der Belichtung der bezüglichen Stelle.
Durch den -über die Photoschicht geführten Elektronenstrahl wer- den die Kondensatoren nacheinander ent laden, wobei jedesmal ein entsprechender Spannungsabfall an einem Widerstand ent steht, -der weiter verstärkt zum Steuern des Hochfrequenzsen@ders dient.
Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass eine solche Ausbildung der Photo- zellchen, dass sie zugleich die Speicher elemente 'bilden, dadurch Schwierigkeiten verursachen kann,
dass die einzelnen Vor gänge einender beeinflussen. können. Bei der erfindungsgemässen Kathodenstrahlröhre zum Abtasten von Fernsehbildern wird die Funktion einer Photozelle und die eines Kondensators nicht von ein und demselben Element ausgeübt. Der Bildschirm besteht aus einer zusammenhängenden,
homogenen Photoschicht, auf welch letztere das optische Bild geworfen wird, und einer an dieselbe angelagerten Speicherschicht. Die Speicher schicht, die im folgenden als Kondensator schicht bezeichnet wird, ist aus. Molekül haufen elektrisch leitender Materie und einer Isoliermasse gebildet, in welcher diese Mole külhaufen fein verteilt sind.
Die Konden- satorschicht kann zum Beispiel Eisenpulver enthalten, wie es in der Hochfrequenztechnik zum Herstellen von Spulenkernen dient. Die Körner dieses Eisenpulvers haben einen Durchmesser von der Grössenordnung von etwa 0,004 mm. Es handelt sich also um Körner, deren Durchmesser nur einen Bruch teil der Bildpunktgrösse beträgt.
Unter Bild punktgrösse ist der Durchmesser des Licht flecks zu verstehen, den der abtastende Elek tronenstrahl erzeugt. Hierdurch wird er reicht, dass weder Grössenunterschiede der Körner noch Ungleichheiten der Verteilung der Körner innerhalb der Isoliermasse den Bildeindruck stören.
Wesentliche Schwierig- keiten des bekannten Verfahrens bestehen nämlich darin, dass die Schicht, welche photo aktive Elemente enthält, die zugleich als Speicherelemente dienen, äusserst gleich mässig in ihrem Gefüge sein muss, damit beim Abtasten durch den Elektronenstrahl Schichtungleichheiten sich nicht in gleicher Grössenordnung äussern wie Ladungsunter schiede, welche durch die Helligkeitsunter- schiede des Bildes entstehen.
Im folgenden soll mit Bezug auf die Zeichnung ein Ausführungsbeispiel des Er- findungsgegenstandes erläutert werden.
Fig. 1 ist eine schematische Ansicht der Kathodenstrahlröhre; Fig. 2 zeigt in starker Vergrösserung einen Teil der Kondensatorschicht, die in der Röhre nach Fig. 1 verwendet ist. , 1 bezeichnet eine durchsichtige, zusam menhängende, homogene, photoaktive Schicht bekannter Art. Der wiederzugebende Gegen stand, z.
B. ein Bild, befindet sich irgendwo bei B und wird mit Hilfe eines Objektives 0 auf die Schicht 1 abgebildet. Anschliessend an die .Schicht 1 ist eine zweite Schicht an gelagert, nämlich die Kondensatorschicht 2, welche die Aufgabe hat., die ausgelösten Photoelektronen zu sammeln.
Die Schicht 2 besteht der Erfindung gemäss aus elektrisch leitenden Teilchen P und einer Isoliermasse Q, in welcher diese Teilchen in der Grössen ordnung von Molekülhaufen fein verteilt sind.
Die Teilchen P bilden so die Belegun gen von Kondensatoren. Hinter der Schicht 2 befindet sich ein Gitter 3, das zum Beispiel aus Stäben oder Drähten bestehen kann, die parallel zueinander verlaufen.
Die Ka thode K erzeugt einen Elektronenstrahl, der in bekannter Weise durch Konzentrierungs- mittel gebündelt wind. Durch Ablenkelek- troden oder Ablenkspulen, die nicht darge stellt sind, wird der Elektronenstrahl auf be kannte Art über das Gitter 3 hin- und her bewegt.
Die bei dem Belichten der photo aktiven Schicht ausgelösten Elektronen laden die Kondensatorschicht auf, und zwar mehr oder weniger stark, je nachdem, ob mehr oder weniger Elektronen ausgelöst werden. Die der Photoschicht 1 anliegende :
Seite der Schicht 2 wird negativ aufgeladen, die ab gewendete Seite positiv. Die Stärke der Ladung hängt natürlich von der Anzahl der zugeführten Elektronen ab, die von der Schicht 1 kommen. An dem Gitter 3 liegt eine positive Spannung, welche durch die Schicht 2 zur Schicht. 1 hindurchgreift und so bewirkt, da.E die in der Schicht 1 ausge lösten Elektronen sicher zur Schicht 2 ge langen.
Es ist natürlich möglich, diesen Vor gang auch durch andere Anordnungen zu er reichen als @durch eine Gitterelektrode, wie sie das Gitter 3 da"tellt. Das Gitter 3 wirkt zugleich als Anode gegenüber der den Ab- taststrahl liefernden Kathode. Durch das Ab- tasten mittels des Elektronenstrahls, der durch das Gitter 3 beschleunigt wird und durch dieses hindurch auf die Schicht 2 trifft,
werden die verschiedenen Ladungen der hinter dem Gitter 3 befindlichen Konden- satorelemente nacheinander abgeführt. Die hierdurch bewirkten Stromänderungen kön nen an einem Widerstand W als Spannungs änderungen abgenommen werden, welcher zwischen Kathode und der an das Gitter 3 angeschlossenen Zuführung liegt.
Die Span nungsänderungen werden dann nach geeigne ter Verstärkung zum Steuern des eigentlichen hochfrequenten Senders benutzt. Zur Strombelieferung der Photoschicht 1 ist ein, Gitter 4 vorgesehen, welches in Be rührung mit derjenigen Seite der Schicht 1 steht, :die :dem Objektiv 0 zugewendet ist. Die Gitter 3, 4 werden zweckmässig so ange ordnet, @dass sie einander decken, um eine mehrfache Rasterung ,des Bildes zu vermei den.
Eine Rasterung entsteht nämlich beim Hin- und Hergehen des abtastenden Elek tronenstrahls, weil dieser beim 'Überstreichen der Gitterstäbe abgeblendet wird, :d. h. die hinter den Stäben liegenden Kondens.ator- elemente nicht erreichen kann.
Eine soloh-e Rasterung braucht aber nur in einer Rich- tung zu erfolgen, da ein Maschenraster nicht notvvendig ist, so dass also der Bildeindruck in nur geringer Weise gestört wird. Wird das Gitter @4 .so angebracht, dass es sich mit dem Gitter 3 deckt, so findet keine Ver schlechterung der Übertragung statt, .obwohl auch dann ein Teil der photoaktiven Schicht abgedeckt ist.
Da es nicht ganz einfach ist, beide Gitter in Deckung zu bringen, ist es vielleicht zweckmässig, Korrekturen anderer Art vorzusehen, um geringe Ungenauigkeiten auszugleichen. Es kann. zum Beispiel dafür gesorgt werden, dass die photoaktive Schicht nicht genau von vorn belichtet wird, sondern dass die Belichtung etwas seitwärts ver schoben wird.
Der Schatten der Gitterstäbe wird hierdurch gleichfalls auf eine andere Stelle verschoben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Kathodenstrahlröhre zum Abtasten von Fernsehbildern, bei welcher :das optische Bild auf eine Photoschicht geworfen wird, da durch gekennzeichnet, :dass die Photoschicht als zusammenhängende, homogene Fläche ausgebildet und dieser Fläche eine Konden- satorschieht angelagert ist, die aus Molekül haufen .elektrischleitender Materie und einer Isoliermasse besteht, in welcher die Molekül haufen fein verteilt sind, wobei der Kathoden strahl das in der Kondensatorschicht gespei cherte, :dem optischen Bild äquivalente La dungsbild abtastet. UNTERANSPRüCHE 1. Kathodenstrahlröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, :dass vor der Kon- densatorschicht ein Gitter angebracht ist, welches gegenüber der den Abtaststrahl liefernden Kathode die Anode bildet.2. Kath:odenstrahlröhre nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich auf der Belichtungsseite der Photoschicht in Be- rührung mit :dieser ein Gitter befindet, welches Ader Strombelieferung der Photo schicht dient. 3. Kathodenstrahlröhre nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich beide Gitter in Deckung befinden.4. Kathodenstrahlröhre nach Unteranspruch 1, .dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer ströme für den Sender zwischen dem Git ter, welches zwischen der Kondensator- sehicht und der 'Kathode liegt, und der Kathode abgenommen werden.
Applications Claiming Priority (1)
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