Quecksilberschalter, im besonderen für Überwegsignale im Eisenbahnsicherungswesen. Die Erfindung bezieht sich auf Quecksilber schalter, im besonderen für Überwegsignale im Eisenbahnsicherungswesen, die zum Beispiel bei Überwegsignalen das Blinken von Lam pen hervorrufen. Bei solchen Schaltern wird die Anordnung so getroffen, dass das Schlie ssen und Öffnen der Lampenstromkreise und des Heizstromkreises nicht in dem Augenblick erfolgt, wo sich die Quecksilbersäule in der aus der die Nullage bildenden Mittellage aus gelenkten Stellung befindet, sondern beim Durchgang durch die Mittellage.
Eine weitere Verbesserung solcher Schalter besteht darin, dass zwei Quecksilbersäulen über eine in einem Zwischenraum befindliche Gasmenge hinweg gekuppelt sind. Die Quecksilbersäulen schwin gen mit gleicher Schwingungszahl, jedoch ist die Schwingung der einen Quecksilbersäule dabei gegenüber der der andern phasenver schoben. Dadurch wird es möglich, zwei ver schiedene Blinkzahlen für die an den Queck- silberschalter angeschlossenen Lampen zu er zielen, obwohl die Frequenz beider Schwin gungen die gleiche ist. Bei dieser Anordnung besteht noch der Mangel, dass der Stromimpuls für die Heizwicklung schon einsetzt und damit eine Bewegung der Quecksilbersäule in einer Richtung zu erzeugen sucht, noch während die Quecksilbersäule sich in entgegengesetzter Richtung bewegt.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, die sen Mangel zu beseitigen und erreicht dies dadurch, dass die Phasenverschiebung der Schwingungen der beiden Quecksilbersäulen einen zwischen den Grenzwerten 30 und 60 liegenden Betrag aufweist. Hierdurch kann erreicht werden, dass die Heizwicklung erst dann Strom erhält, wenn die an den Heiz raum angrenzende Quecksilberoberfläche be reits die Endlage erreicht hat oder sogar wieder zurückschwingt.
Der Gegenstand der Erfindung ist in den Abbildungen an einem Ausführungsbeispiel erläutert.
Abb. 1 zeigt einen als Blinkvorrichtung ausgebauten Quecksilberschalter, welcher zwei U-förmige Röhren 1 und 2 aufweist, in wel- eben sich die Quecksilbersäulen 6 bezw. 9 befinden, welche über eine im Raume 3 be findliche Luftmenge gekuppelt sind. Hierbei ist aus Zweckmässigkeitsgründen nur eine Heizwicklung 4 vorgesehen, die unmittelbar die im Gasraum 5 befindliche Luftmenge be heizt, welche auf die Quecksilbersäule 6 ein wirkt. Das Anlaufen der Vorrichtung wird bewirkt über einen Anlaufkontakt 7, der durch einen Schalter 8 in einen Anlaufstromkreis gelegt wird.
Der Anlaufstromkreis der Heiz- wicklung führt dann von dem Pluspol der Stromquelle über die Heizwicklung 4, Leitung 19, Leitung 10, Tastenkontakt 8, Quecksilber säule 9 zum Minuspol der Stromquelle. Das in dem Rauni 5 befindliche Gas erwärmt sich und verdrängt, die Quecksilbersäule 6 und diese wirkt über die im Gasraum 3 befind liche Luft auf die Quecksilbersäule 9 ein. Die beiden Quecksilbersäulen 6 und 9 schwin gen im Betriebszustande des Schalters mit verschiedener Phase, wobei nun nach Unter brechen des Kontaktes 8 die Beheizung perio disch über den Kontakt 17 erfolgt.
Hierbei kann man nun den Lichtstrom für zwei Lam pen 12 und 13 steuern, die verschiedenes Blinktempo dadurch erhalten, dass der Strom kreis der einen Lampe 12 über beide Queck silbersäulen, derjenige der andern Lampe 13 nur über eine Quecksilbersäule geführt wird, indem die eine Lampe 12 über die Queck silbersäule 6, die Leitung 14, Kontakt 16, Leitung 15 und Quecksilbersäule 9 Strom erhält, während die andere Lampe 13 nach Umlegen des Kontaktes 16 nur über die Queck silbersäule 6 und Leitung 14 gespeist wird. Eine Untersuchung der Stromschlusszeiten in diesen beiden Stromkreisen ergibt, dass die Lampe 13 doppelt so oft blinkt als die Lampe 12.
Bezweckt wird ferner zu erreichen, dass die Beheizung der Wicklung 4 erst einsetzt, wenn sich die Quecksilbersäule 6 in der rech ten Endlage befindet. Deshalb wird der Heiz- strom nicht durch die unmittelbar gesteuerte Quecksilbersäule 6, sondern durch die mittel bar gesteuerte Säule 9 geschaltet, und zwar ergeben sich hier die aus Abb. 2 ersichtlichen Verhältnisse. 60 veranschaulicht in bekannter Darstellungsweise die Schwingungskurve für die Quecksilbersäule 6, 90 die entsprechende Kurve für die Quecksilbersäule 9.
Die Heiz periode erstreckt sich über den Zeitraum G Hier ist nun ersichtlich, dass im vorliegenden Fall bei einer Phasenverschiebung von 45 der beiden Kurven gegeneinander der ge wünschte Erfolg erzielt wird, d. b. die Be- heizung beginnt erst bei der Amplitude der Kurve 60 und endet etwa im Nulldurchgang dieser Kurve. Eine längere Beheizung wäre ungünstig, da die Beheizung ohnehin nicht unmittelbar mit der Unterbrechung des Heiz stromkreises aufhört, sondern erst nachdem sich die Heizwicklung abgekühlt hat.
Diese Phasenverschiebung kann man nun auf ver schiedene Weise erreichen, zum Beispiel da durch, dass man die die beiden Quecksilber säulen kuppelnde Gasmenge entsprechend di mensioniert oder dadurch, dass man im In nern der Quecksilbersäule 2 eine Drossel 11 vorsieht. Zweckmässig wird es sein, beide Mittel gleichzeitig vorzusehen und unter Um ständen die Drossel<B>11</B> verstellbar zu machen, so dass eine Regulierung des Fliesswiderstan des in der Röhre 2 ermöglicht wird.
Mercury switches, especially for crossing signals in railway security. The invention relates to mercury switches, in particular for overhead signals in railway safety, which cause the blinking of lamps, for example, in overhead signals. With such switches, the arrangement is made so that the closing and opening of the lamp circuits and the heating circuit does not take place at the moment when the mercury column is in the position that is steered from the central position forming the zero position, but when passing through the central position.
A further improvement in such switches is that two columns of mercury are coupled across an amount of gas in a space. The mercury columns vibrate with the same number of vibrations, but the vibration of one mercury column is out of phase with that of the other. This makes it possible to achieve two different flashing numbers for the lamps connected to the mercury switch, although the frequency of both oscillations is the same. In this arrangement there is still the deficiency that the current pulse for the heating coil already begins and thus tries to generate a movement of the mercury column in one direction, while the mercury column is still moving in the opposite direction.
The present invention aims to eliminate this deficiency and achieves this in that the phase shift of the oscillations of the two mercury columns has an amount between the limit values 30 and 60. This can ensure that the heating winding only receives electricity when the mercury surface adjacent to the heating space has already reached the end position or even swings back again.
The object of the invention is explained in the figures using an exemplary embodiment.
Fig. 1 shows a mercury switch developed as a flasher device, which has two U-shaped tubes 1 and 2, in which the mercury columns 6 respectively. 9 are located, which are coupled via a be sensitive amount of air in space 3. Here, for reasons of expediency, only one heating coil 4 is provided, which directly heats the amount of air in the gas space 5, which acts on the mercury column 6. The device is started up via a start-up contact 7, which is placed in a start-up circuit by a switch 8.
The starting circuit of the heating winding then leads from the positive pole of the power source via the heating winding 4, line 19, line 10, key contact 8, mercury column 9 to the negative pole of the power source. The gas in the room 5 heats up and displaces the mercury column 6 and this acts on the mercury column 9 via the air located in the gas space 3. The two mercury columns 6 and 9 vibrate in the operating state of the switch with different phases, and now after the contact 8 is interrupted, the heating takes place periodically via the contact 17.
Here you can now control the luminous flux for two lamps 12 and 13, which get different flashing speed by the fact that the circuit of one lamp 12 is passed over both mercury columns, that of the other lamp 13 is only passed over a mercury column by the one lamp 12 over the mercury column 6, the line 14, contact 16, line 15 and mercury column 9 receives electricity, while the other lamp 13 is fed after switching the contact 16 only over the mercury column 6 and line 14. An examination of the short-circuit times in these two circuits shows that the lamp 13 flashes twice as often as the lamp 12.
The aim is also to achieve that the heating of the winding 4 does not begin until the mercury column 6 is in the right end position. Therefore, the heating current is not switched by the directly controlled mercury column 6, but by the column 9 controlled by medium bar, namely the relationships shown in Fig. 2 result here. 60 illustrates in a known manner the oscillation curve for the mercury column 6, 90 the corresponding curve for the mercury column 9.
The heating period extends over the period G. It can now be seen that in the present case the desired success is achieved with a phase shift of 45 of the two curves relative to one another, ie. b. the heating only begins at the amplitude of curve 60 and ends approximately at the zero crossing of this curve. Longer heating would be unfavorable because the heating does not stop immediately when the heating circuit is interrupted, but only after the heating coil has cooled down.
This phase shift can now be achieved in different ways, for example by appropriately dimensioning the amount of gas coupling the two mercury columns or by providing a throttle 11 in the interior of the mercury column 2. It will be expedient to provide both means at the same time and, under certain circumstances, to make the throttle 11 adjustable so that the flow resistance in the tube 2 can be regulated.