Anlasseinrichtung an Verbrennun;skraftmasehinen. Die Erfindung bezieht sieh auf eine An lasseinrichtung nach .dem Patentanspruch .des Hauptpatentes Nr. 19-1542, bei der das Ritzel gegen frühzeitiges Ausspuren durch ein Halteglied gesichert wird und die Siche rung vom Fahrer willkürlich aufgehoben werden kann. Der Zweck -der neuen Erfin dung ist, die Anlassvorrichtung zu verbessern und dabei noch wesentlich zu vereinfachen und zu verbilligen.
Bei der im Hauptpatent als Ausführungsbeispiel beschriebenen An lasseinrichtung spurt das Ritzel von der Ruhelage aus durch Drehung ein. Diese Art des Einspurens setzt mindestens bei schwe ren Anlassern voraus, dass das R.itzel nur mit geringer Drehzahl und unter kleinem Dreh moment einspurt. Für diese Einspurweise ist ein zweistufiger Schalter notwendig, .der in der ersten Schaltstufe einen Widerstand vor den Anlasser :
schaltet, der dann durch die zweite Schaltstufe kurzgeschlossen wird. Ge mäss der Erfindung kann der zweistufige Schalter und der Vorschaltwiderstand da- durch vermieden, werden, dass. ,das Steuerglied, welches das in der Einspurstellung befind liche Ritzel in dieser Einspurstellung sichern kann, beim Einspurvorgang das Ritzel längs verschiebt,
bis es mindestens teilweise in Eingriff mit dem iSchwungradzahnkranz des Motors gekommen ist.
Inder Zeichnung ist ein Ausführungsbei spiel des Erfindungsgegenstandesdargestellt. Es zeigt: Fig. 1 einen elektrischen Anlasser im Längsschnitt, Fig. 2 eine Zwischenstellung des An lassers, Fig. 3 die Einspurstellung des Anlassers. In den Fig. 1 bis 3 ist mit 10 ein elek trischer Anlassmotor bezeichnet, .dessen hohle Ankerwelle 11 in den Lagern 112 und 13 ge lagert ist.
In der Hohlwelle ist eine zweite Hohlwelle 14 mit dem einen Ende drehbar gelagert; das andere Ende ist in einen Trag arm 15, der am Anlassergehäuse befestigt ist, gelagert. Diese Hohlwelle 14 hat aussen zwei Gewinde 16 und 17. Auf dem Gewinde 16 sitzt ein Ritzel 18, während auf dem Ge winde 17 die Pressmutter 19 einer Reibschei benkupplung 20 sich verschrauben kann. Die Pressmutter bildet den getriebenen Teil der Kupplung. Der treibende Teil ist eine auf der Ankerwelle aufgekeilte Trommel 21.
Zwischen der Trommel und .der Pressmutter sind eine Anzahl Reibscheiben 22 angeord net, die während des Betriebes des Anlassers zwischen der Pressmutter und einem aus Fe derscheiben 23 bestehenden Widerlager ein gepresst werden. Auf der Schraubenhohlwelle sind nahe an beiden Enden zwei Bunde 24 und 25 angebracht. Der Bund 24 ist ein "\egbegrenzer für das Ritzel und der Bund 25 bildet einen Anschlag für die Federschei ben 23.
Der Bund 25 ist in der Ruhelage des Anlasser etwa 5 bis 6 mm von den Feder scheiben entfernt. Der Anlassmotor ist in be- zug auf den Schwungradzahnkranz so anzu ordnen. dass das Ritzel 18 in seiner Ruhelage etwa 3 bis 4 mm von dem Schwungradzahn- kranz 26 entfernt ist. Die nähere Begrün dung für diese Abstände wird aus der später beschriebenen Wirkungsweise der Anlassvor- richtung klar.
In der Hohlwelle 14 liegt eine Steuer stange 27, die durch den äanzen Anker des Anlassmotors hindurchgeht. Auf der dem Ritzel abgekehrten Seite ist auf dem Anlass- motor ein Elektromagnet 40 mit einem Kern .11 angeordnet, der einen Druckhebel 28 und einen Schalter mit Schaltkontakten 29 und einer Seha.ltbrücke 30 betätigt, durch den der Anlassmotor an eine Batterie angeschlossen werden kann.
Die Kontakte und die Schalt brücke sind so zu einander angeordnet, dass der Sehalter erst am Ende des Schubweges der Steuerstange beim Einspurvorgang einge schaltet wird. Der Druckhebel wirkt über eine Muffe 31 und eine Feder 32 auf die Steuerstange. Der Schubweg der Steuer stange ist kürzer als der gesamte Einspur weg des Ritzels. Die Steuerstange hat an dem unter dem Ritzel liegenden Ende einen Kopf 33 mit einer Rille 42 mit konischen Seiten- wänden 34.
An dieser Stelle hat die Hohl welle 14 eine Bohrung 3,5, in der eine Kugel 3@6 angeordnet ist, die in der Rille der Steuer- stange sitzt. Die Bohrung ist so angebracht, dass der Gewindegrund des vom Ritzel weg geschnittenen Gewindeendes über ihr liegt, wenn das Ritzel an dem Bund 24 anliegt.
Zwischen der Ankerwelle 11 und einem Bund 43 der Steuerstange ist eine Rückzugfeder 44 angeordnet.
Die Anlassvorrichtung arbeitet in folgen der Weise: Um die Anlassvorrichtung in Tä tigkeit zu setzen, drückt der Fahrer auf den Druckknopf 45, wodurch der Elektromagnet 40, 41 erregt und der Kern 41 eingezogen wird. Der Kern schwenkt den Hebel 2$ und dieser verschiebt über die Muffe 31 und die Feder 32 die Steuerstange 27.
Die @Steuer- stange ihrerseits drückt auf die Kugel 3,6, die in dieser Stellung des Anlassers nicht nach aussen wandern kann, und schiebt über sie die Hohlwelle 14 mit dem darauf sitzen den Ritzel so weit vor,
bis das Ritzel ein Stück weit in Eingriff mit dem Schwungrad- zahnkranz 26 gekommen ist. Gleichzeitig damit ist der Bund 25 an den Federscheiben 23 angelangt.
Da der Bund 25 von den Fe derscheiben weiter (5 bis 6 mm) entfernt ist als das Ritzel (3 bis 4 mm) von dem Zahn kranz 26, ist ein sicheres Einspuren des Ritzels gewährleistet; denn auf alle Fälle kann die Kupplung erst kraftschlüssig wer den. wenn das Ritzel schon in Eingriff ist.
Ferner hat die Kontaktbrücke 30 des Elek tromagnetes die Kontakte 29 verbunden, wo durch .der Anlassmotor an die Batterie ange- schlossen wird. Die eben beschriebene Stel lung des Anlassers ist in Fig. 2 dargestellt.
Durch das Schliessen des Schalters 29, 30 beginnt sich der Anker zu drehen. Seine Drehung wird durch die Reibscheibenfrei- laufkupplung 20 auf die Schraubenhohlwelle 14 übertragen. Das auf .ihr sitzende Ritzel, das im Zahnkranz 26 festgehalten wird, schraubt sich bis zu dem Bund 24 auf der Welle fort (Fig. 3).
In dieser Stellung kann nun die Kugel 36 in der Bohrung 35 nach auswärts wandern, in welcher Richtung sie durch die Schrägfläche 34 der ,Steuerstange geschoben wird. Die Steuerstange selbst wird von der Feder 32 vorbewegt, die über den Hebel 28 von dem Elektromagnet gespannt wurde. In dieser Lage ist das Ritzel durch die Kugel am Ausspuren so lange verhindert, bis der Fahrer den Elektromagnet ausschal tet.
Wenn der Fahrer auch erst nach dem Anlaufen des Motors den Schalter öffnet, kann der Anlasser nicht beschädigt werden, weil die Freilaufkupplung sofort anspricht und somit die Drehung des Ritzels nicht auf den Anker des Anlassmotors übertragen wird. Nach dem Öffnen des Druckknopfes 42 schiebt die Feder 44 die Steuerstange 27 zu rück.
Dabei kommt die Rille 42 der Steuer stange wieder unter die Kugel zu liegen, so dass diese nach innen wandern kann und dem Ritzel das Zurückschrauben auf,der Sehrau benwelle gestattet. Ferner wird von der Steuerstange der Hebel 28 mit dem Kern 41 wieder in die Anfangslage zurückgebracht.