CH199159A - Schussspulenauswechselvorrichtung für Schlauchkopse. - Google Patents
Schussspulenauswechselvorrichtung für Schlauchkopse.Info
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Description
Schussspulenauswechselvorrichtung für Schlauchkopse. Die Erfindung bezieht sich auf eine Vor richtung zum selbsttätigen Einführen von Schlauchkopsen in den Webschützen, ohne dass der Webstuhl abgestellt wird.
Es sind an sich Webstühle bekannt, bei denen bei Ablauf des Schussgarnes dem Webschützen von oben eine neue Spule zu gebracht wird. Diese arbeiten entweder mit in den Schützen einzuführenden Schlauch- kopsbehältern, oder das zur Verwendung kommende Schussgarn muss vorher auf feste Körper gespult werden. Bei andern Vor richtungen wurden besondere mechanische Haltemittel im Schützen vorgesehen, welche unter Federwirkung stehen und von der Ein schlagvorrichtung betätigt werden mussten.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht es, zur Verwendung kommende Schlauchkopse ohne Umspulung und ohne in den Schützen einzuführende Schlauchkopsbehälter, ferner ohne durch besondere Einrichtungen zu be- tätigende mechanische Haltemittel im Web- schützen automatisch verarbeiten zu können. Dabei erreicht die Erfindung, dass beim Reissen, also erstmaligen Fehlen des Schuss fadens, zunächst der Warentransport ab gestellt wird, während erst beim zweimaligen Fehlen des Schussfadens der Webstuhl selbst abgestellt wird.
Es soll aber erreicht wer den, dass nach Ablauf des Kopses bereits beim erstmaligen Fehlen des Schussfadens eine Wechselvorrichtung zur Wirkung kommt, die eine selbsttätige Einführung des neuen Kopses ohne Abstellung des Stuhle bewirkt.
Die erfindungsgemässe Auswechselvor richtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Schussspule im Wechselmoment in einen Webschützen eingeführt wird, welcher an den obern Kanten Vorsprünge besitzt, welche beim Eintreten des Kopses in dessen Bewe gungsrichtung ausweichen, wobei die Spulen einschlagvorrichtung durch eine mecha- nisehe Einrichtung betätigt wird, welche bei einmalig fehlendem Schussfaden nur den Warentransport unterbricht, bei zweimaligem Fehlen des Sehussfadens den Webstuhl abstellt,
den Spulenauswechselmechanismus aber beim. erstmaligen Fehlen des Schuss- fadens in Tätigkeit setzt, wenn der Kops- fühler infolge Ablaufes der Schussspule eine Blockierung der Einschlagvorrichtung frei gibt.
Bei einer besonderen Ausführungsform der Vorrichtung ist der an sich bekannte, oben und unten offene Schlauchkopsschüt- zen 3 (Fig. 14 und 15) in dem Schützen kasten auf der Auswechselseite nur zwischen der ortsfesten Schützenkastenvorderwand 62 und der federbelasteten Schützenkastenzunge 60 geführt und die hintere innere Schützen wand derart geformt,
dass bei einer vor Kops- ablauf infolge Sehussfadenbruches notwendig werdenden Einführung eines neuen vollen Kopses der von diesem herauszudrückende alte Kops den Schützen entgegen der Wir kung der Schützenkastenzunge so weit gegen die Schützenkastenrückwand 63 verschiebt, dass die normalerweise durch den Schützen grösstenteils abgedeckte Austrittsöffnung 58 in der Schützenkastpnbodenplatte für den Durchgang des auszustossenden Kopses frei gegeben wird.
Die Erfindung lässt sich in verschiedener Weise ausführen. Verschiedene Ausfüh rungsarten sind in der Zeichnung beispiels weise veranschaulicht, und zwar zeigt: Fig.l im Grundriss die linke und die rechte Seite des Webstuhles, Fig. 2 einen Querschnitt im Aufriss nach Linie I-I der Fig. 1, bei gefüllten Schützen, Fig. 3 die Einstellung des Kopsfühlers nach Ablauf des Kopses, Fig.4 einen Schnitt nach Linie II-II der Fig. 1, wenn sich die Wechselvorrich tung in Ruhestellung befindet, Fig. 5 den gleichen Schnitt, wenn die Wechselwelle betätigt ist, Fig. 6 einen Schnitt nach Linie III-III der Fig. 1 der Kopseinführungsvorrichtung im Ruhezustande, Fig.7 die Einstellung der Kopseinfüh- rung im Moment des Vorschubes, F ig.
8 den Abstellschieber mit dem Schlitten im Grundriss im Moment der Be tätigung des Abstellschiebers, in grösserem Massstabe, Fig.9 eine Einführungsvorrichtung für Kopse in den Schützen von oben, Fig.10 eine Absehneidevorrichtung für den Faden, Fig. 11, 12 und 13 verschiedene Aus führungen der Einführungsöffnungen am Schützen, Fig. 14 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, der Spulenwechselvorrichtung nach stattgefundenem Einschlagen der Schuss spule, Fig. 15 die gleiche Ansicht der Vorrich tung, wenn anlässlich eines vorzeitigen Schussfadenbruches der neu zugeführte Kops beim Eindringen in den Schützen einen Widerstand durch den alten Kops gefunden hat, Fig.
16 eine Ansicht auf die Schützen kastenzunge, Fig. 17 eine Einführungsvorrichtung für die zur Verwendung kommenden Kopse in Verbindung mit einer Abschneidevorrichtung für den Schussfaden des heraustretenden Kopsrestes.
Fig. 18 die Einstellung der Kopsein- führungs- und Abschneidevorrichtung in Arbeitsstellung.
Ausführung und Wirkungsweise der in Fig. 1 bis 7 dargestellten Vorrichtung sind folgende: Auf der entgegengesetzten Seite von der Spulenzuführungsvorriohtung 1 ist, wie in Fig.2 und 3 dargestellt, eine Kopsfühler- vorrichtung angeordnet.
Diese besteht aus einem Fühlerbügel 2, der an dem im Schüt zen 3 liegenden Kops 4 so lange Anlage fin det, als sich noch Schussgarn im iSchützen befindet. Beim jeweiligen Vorschwenken der Lade 5 wird der Fühlerbiigel 2 in Richtung des Pfeils a geschwenkt.
Der Fühlerbügel 2 sitzt auf der Welle 6, die einen Hakenbebel 7 trägt, der beim Drehen der Welle jeweils in einen Schlitz 8 einer Stange 9 fasst, die vermittels des Bol zens 10 gelenkig mit dem Hebel 11 verbun den ist. Der Hebel 11 ist mit der Wechsel- welle 12 fest verbunden. Solange sich noch Garn im Schützen 3 befindet,
verhütet also der Hakenhebel 7 durch Eingreifen in den Schlitz 8 des Hebels 9 eine Drehung der Wechselwelle 12. Kurz vor Ablauf des Schussgarnes dagegen gelangt der Fühler bügel 2 in die in Fig.3 gezeichnete Stel lung, so dass die Stange 9 freigegeben ist. Der Fühlerbügel 2 nebst Zubehör dient hier also als Sicherheitsfühler, damit beim Ab reissen des Schussfadens kein zweiter Kops auf den im Schützen befindlichen Kaps ge schlagen wird.
Indem man die Fühlerwelle direkt mit der Schussgabel kuppelt, kann die Steuerung für den Kopseinschlagmechanismus auch durch diesen Kopsfühler erfolgen.
Um bei Reissen des Schussfadens zu nächst den Warentransport bei erstmaligem Fehlen des Schussfadens auszuschalten, da gegen bei zweitmaligem Fehlen des Schuss fadens einen Abstellschieber für den Web stuhl zu betätigen, ist die in Fig. 1, 4, 5 und 8 dargestellte Vorrichtung vorgesehen.
Zu diesem Zwecke liegt am Schussfaden 13 ein Schussfühler 14 an, der am Fühlende als Gabel ausgebildet ist. Dieser Schussfühler ist als drehbarer Winkelhebel 14, 14a aus geführt, der um den Bolzen 15 eines Schlit tens 16 drehbar ist. Dieser Schlitten wird durch einen rechteckigen Rahmen gebildet, der in einer Führung 17 des Brustbaumes 18 geführt ist. Der Schlitten besitzt hinten einen nach unten freistehenden Arm 16a, dessen Ende durch eine kräftige Schraubenfeder 19 mit einem auf der Wechselwelle 12 ortsfest angebrachten Hebel 20 verbunden ist. Durch einen Schlitz des Schlittens 16 fasst ein um die Achse 21 drehbarer Winkelhebel 22, 22a, der als Vorschubhebel für den Schlitten wirkt und durch eine ständig umlaufende Nockenscheibe 23 betätigt wird.
Am obern Ende des Hebelarmes 22 ist innerhalb des Schlittens 16 um den Bolzen 24 ein Zug haken 25 aasgelenkt, der auf einer Fläche des Schlittens 16 seine Führung findet. Seitlich am Schlitten ist eine Nase 26 vorgesehen, die gegen einen unter Federwirkung stehenden drehbaren Ausschalthebel 27 für den Waren transport anliegt, gegen dessen oberes Ende ein an der Schlittenführung 17 drehbar ge lagerter Sperrhaken 28 Anlage findet.
Auf dem Brustbaum ist ferner ein unter Wirkung der Feder 29 stehender Abstell schieber 30 drehbar um den Bolzen 31 ge lagert und durch die Anordnung des Schlitzes 32, in den der Drehzapfen 31 einfasst, ausser dem verschiebbar. Dieser Abstellschieber liegt seitlich gegen den Ausschalthebel 27 an.
Die Wechselwelle 12 ist nach der andern Seite des Webstuhles bis zur Schussspulen- einführungsvorrichtung durchgeführt (siehe Fig. 6 und 7). Sie trägt dort einen Hebel 33, der beim Schwenken auf einen drehbaren, an dem Doppelhebel 34 aasgelenkten Stösser 35 einwirkt. Der Doppelhebel 34 ist mittels der Zugfeder 36 mit einem Schieber 37 ver bunden, der die aus einer Führungshülse 38 zugeführten neuen Schlauchkopse 39 beim Vorschieben durch eine seitliche Öffnung 40 des Schützers 3 in diese einführt.
Um das selbsttätige Wegrollen des Schlauchkopses zu verhüten, ist unterhalb der Kopszuführungshülse 38 eine drehbare Klappe 41 vorgesehen. Die Weblade 5 be sitzt einen vorstehenden Ansatz 42, der beim Vorschub der Lade gegen den Stösser 35 ein wirkt und dadurch eine Umlegung des Hebels 34 bewirkt. Eine Nase 34a verhütet. dass der Stösser 35 zu hoch geschlagen wird.
Nach dem Eintritt in den,Schützen 3 (Fig. 6 und 7) wird der Kops 4 durch eine Klappe 46 resp. durch Vorsprünge 47 oder 48 (Fig. 11 und 12) festgehalten.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Der Schussfühler 14 wird mit seinem ösenförmigen Arm 14a, solange sich noch Schussgarn im Schützen befindet, beim Vor gehen der Weblade 5 aus dem Bereiche des Zughakens 25 gebracht. Dieser wird durch die Nockenscheibe 23 vermittels des Winkel hebels 22, 22a in eine hin- und hergehende Bewegung versetzt (siehe Fig. 4 und 5).
Sobald ,der gops abgelaufen ist, also der Schussfaden fehlt, fällt der ösenförniige Arm 14a der Schussgabel 14 über den Haken 25 und wird von diesem bei der nächsten Bewe- gung mitgenommen. Dadurch wird zugleich der Schlitten l6 in Richtung des Pfeils b (siehe Fig. 4) verschoben. Der Arm 16a ver dreht in diesem Moment die Wechselwelle 12 durch die Federverbindung 19. Hierdurch wird vermittels des Hebels 33 der Stösser 35 hochgeschwenkt und in den Bereich des Webeladenansatzes 42 gebracht.
Beim nächsten Vorgehen der Lade, also wenn sich der Schützen auf der Magazinseite befindet, wird durch den Ansatz 42, so wie in Fig. 7 gezeigt, der Stösser 35 zurück geschoben und dadurch der Hebel 34 ge schwenkt. Hierdurch bewegt sich der Schie ber 3 7 nach links, und es wird dem seitlich offenen Schützen 3 (siehe Fig. 6 und 7) durch die Aussparung 40 ein neuer Kops zugeführt. Die Klappe 41, die am Kops- behälter 38 angebracht ist, bildet beim Ein führen des Kopses die obere, der Vorsprung 43 der Weblade die untere Führung. Die Klappe 41 könnte auch unten gelagert sein. Sie wird beim Eintritt der Spule zurück gedrückt und legt sich nach dem Rückgehen des Schiebers 37 wieder vor die nunmehr aus der Führungshülse nach unten rutschende Spule.
Das Festhalten der Spule kann auch durch andere elastische Mittel, wie weiter unten beschrieben. geschehen. Nach Einfüh rung der neuen Spule nehmen wieder sämt liche Teile die in Fig. 6 gezeichnete Stellung ein.
Die Wirkungsweise beim Reissen eines Schussfadens ist folgende: Bei Schussfadenbrueh fasst der freie Arm 14a des Schussfühlers über den Zughaken 25; wird nun durch die Drehung der Nacken scheibe 23 vermittels des Hebels 22, 22a der Zughaken in Pfeilrichtung b bewegt, so wird genau wie bei einer abgelaufenen Spule der Schlitten 16 nach rechts bewegt. Da aber die Wechselwelle 12 durch den Kopsfühler 2 blockiert und ihre Drehung verhindert ist, kann der Hebel 20 nicht mitgenommen wer den. Es findet nur eine Spannung der Zug feder 19 statt. Durch die Verschiebung des Schlittens 16 nimmt die Nase 26 jedoch den Ausschalthebel 27 mit, der unter die Sperr- klinke 28 gelangt und hier gesperrt wird.
Durch die Bewegung des Hebels 27 wird in geeigneter, in der Zeichnung nicht dar gestellter Weise, beispielsweise durch eine Kupplung, der Warentransport ausgeschaltet.
Hat sich jedoch der gerissene Schussfaden sofort oder bei der nächsten Tour wieder ge fangen oder ist beispielsweise die Vorrich tung durch einen lasen Schussfaden in Tätig keit gesetzt worden und der Schussfaden hat sich dann erst wieder gespannt, so wird der Schussfühler 14, 14a wieder geschwenkt, und der Zughaken 25 bewegt sich nunmehr, ohne den Schlitten 16 mitzunehmen.
Hierbei stösst das obere Ende 22b des Hebels 22 gegen die Sperrklinke 28, wodurch der Hebel 27 wieder freigegeben wird und wieder in seine Normalstellung infolge Feder zugwirkung gelangt (siehe Fig.4).
Hierbei wird zugleich infolge der Ab rundung 30a des Abstellschiebers 30 dieser aus seiner Stellung laut Fig.8 in die un wirksame Stellung laut Fig. 1 gebracht. Durch diese Einrichtung wird also vermie den, dass bei einmaligem Lösen oder bei ab gerissenem Schussfaden, der sich sofort wie der fängt, der Webstuhl sofort abgestellt wird. Es findet in diesem Falle nur ein Aus schalten des Warentransportes statt.
Falls der Schussfaden jedoch reisst und sich nicht wieder fängt, so arbeitet die Vor richtung folgendermassen: Wenn der Hebel 27 durch den Sperr haken 28 festgehalten wird, so kann nach dem Wiedernachvorngehen des Schlittens 16 die Zugfeder 29 des Abstellschiebers 30 die sen so schwenken, dass dessen Nase 30b in dem Bereiche der Nase 26 des Schlittens ge langt (siehe Fig. 1 und 8).
Fehlt nun der Schussfaden ein zweites Mal, so drückt beim zweiten Zurückgehen des Schlittens 16 die Nase 26 gegen die Nase 30b des Abstell- schiebers 30, nimmt diesen mit, und dieser wirkt auf die Abstellstange 44 für den Web stuhl.
Gegebenenfalls kann die Übertragung zwecks Abstellung des Webstuhles auch durch andere Mittel, insbesondere auch durch Bowdenzüge, durch Hebel- oder Ge stängeübertragungen oder gegebenenfalls auch auf elektrischem Weg erfolgen. Wie oben bemerkt, wird, wenn der Schussfaden reisst und sich wieder fängt, der Warentransport vermittels des Ausschalthebels 27 aus geschaltet. Beim selbsttätigen Abstellen, also wenn der Schussfaden zweimal fehlt, wird der Warentransport während zweier Touren ausgesetzt. Da beim Schützen mit vorderer Öffnung kein Picker benötigt wird, welcher die obere Schützenöffnung freigeben muss, ist es auch möglich, zwei breite Schützenfüh rungen vorzusehen.
In Fig. 9 ist eine Ausführung einer Kops- zuführung gezeigt, bei der ebenfalls mittels eines unier Federwirkung stehenden Doppel hebels 34, an dem der Stösser 35 angelenkt ist, eine Einführung des Kopses von oben stattfindet. Zu diesem Zweck ist der Doppel hebel 34 als Bügel 45 ausgeführt. Beim Um legen wirkt dieser auf den von oben bei spielsweise durch eine beliebige Zuführung vor die obere Öffnung 40a des Schützens 3 vorgeschobenen Kops ein und schiebt diesen in den Schützen ein. Bei dieser Vorrichtung muss natürlich eine Führungsvorrichtung für den Kops vorgesehen sein, damit dieser nicht von selbst wegrollt.
Das Nachobenrutschen des Kopses aus dem Schützen kann auch durch andere als die in Fig. 6, 7 und 9 ge zeigte Klappe 46, beispielsweise wie in Fig. 11 dargestellt, durch die Öffnung ver- engernde Nocken 47 oder, wie in Fig. 12 dar- gestellt, durch elastische Nocken 48, oder wie in Fig. 13 veranschaulicht, durch schräg nasch dem Schützeninnern gerichtete Borsten 49 oder dergl. verhindert werden. Die Spit zen der Borsten setzen sich nach dem Ein schlagen des Kopses auf diesen und halten ihn fest.
In Fig.13 ist gleichzeitig gezeigt, dass die der Schwenkachse des Bügels 45 zu gekehrte Innenkante 56 der Schützenöffnung 40 abgerundet bezw. abgeschrägt ist, damit der eintretende neue Kops bereits vor Er reichen der vordern Ladentotpunktstellung ungehindert eintreten kann. Bei der in Fig. 10 dargestellten Ausfüh rungsform ist gezeigt, dass am Ladendeckel 50 ein sichelförmiges Messer 51 angebracht sein kann, durch das ein Abschneiden des Fadenanfanges 52 beim Zurückgehen der Lade bewirkt wird.
Dieses Messer kann aber auch als beweg liches Messer 78 eingeschaltet sein. In die sem Falle wird es an einer Welle 72 be festigt, die im Pickerspindelkopf gelagert ist. Die Betätigung erfolgt dann durch eine Rolle oder einen Stift, welche am Kopsein- drücker 45 angebracht ist und auf die Er höhung 74 aufläuft.
Ferner kann (siehe Fig.14 und 15) der Schützenkasten auf der Auswechselseite wesentlich breiter, als es der Schützen erfor dert, sein, so dass der in diesem Fall oben und unten offene Schlauchkopsschützen in dem Schützenkasten auf der Auswechselseite nur zwischen der ortsfesten Schützenkasten vorderwand 62 und der federbelasteten Schützenkastenzunge 60 geführt und die hin tere innere Schützenwand 57 derart .geformt ist, dass bei einer vor Kopsablauf infolge Schussfadenbruches, bei zum Beispiel einem Versagen des gopsfühlens erfolgenden Ein führung eines neuen,
vollen gopses der von diesem herauszudrückende alte Kops den Schützen entgegen der Wirkung der Schützen kastenzunge soweit gegen die Schützen kastenrückwand 63 verschiebt, dass .die nor malerweise durch den Schützen grösstenteils abgedeckte Austrittsöffnung 58 in der Schützenkastenbodenplatte 61 für den Durch gang des auszustossenden gopses 4 frei gegeben wird.
Die Verschiebung des Schüt- zens gegen die Schützenkastenrückwand kann dadurch begünstigt werden, dass der Kopseindrücker 45 derart gelagert ist, dass er den einzuschlagenden vollen Kops 39 in einer gegen die Schützenkastenrückwand leicht geneigten Richtung in den Schützen einschlägt.
Die Klappe 46 resp. die Polster 48, 49 und Polster 59 verhindern hierbei ge meinsam das Heraustreten des Kopses. Statt der Klappe 46 kann auch ein Polster Ver wendung finden. Wird die Kopsauswechslung durch einen Kopsfühler eingeleitet, welcher kurz vor Ab lauf des Schussgarnes oder zum Beispiel bei Schussfadenbruch in Tätigkeit tritt, so muss der neue Kops den Kopsrest aus dem Schüt zen ausstossen.
Beim Einpressen des neuen Kopses kann in diesem Falle gleichzeitig der Schussfaden des, Kopsrestes durch eine Ab schneidevorrichtung 72, 73 und 74 vom Ge webe getrennt werden (siehe Fig. 17 und 18). Diese kann auch stanzenartig arbeiten.
Ein Steckenbleiben des ausgestossenen Kopsrestes im Ladenklotz 5 (Fig. 14 und 15) wird dadurch verhindert, dass der Ladenklotz unterhalb der mit einem Austrittsschlitz 58 versehenen Schützenkastenbodenplatte 61 mit einem nach der Ladenklotzvorderseite um lenkenden Ausstosskanal 64 versehen ist und unterhalb der Schützenkastenbodenplatte ein zwangläufig gesteuerter Ausstösser 65 vor gesehen ist, der den durch den Schlitz in der Schützenkastenbodenplatte hindurchtre tenden, auszuwerfenden Kopsrest nach vorn ausstösst.
Um die Querschiebung der Webschützen zu erleichtern. ist die Schützenkastenzunge 60 (Fig. 16) mittels eines Langlochschlitzes 68 um ihren Drehzapfen 67 drehbar gelagert und ausser durch den federbelasteten Stecher hebel 75 noch durch eine in Richtung des Langlochschlitzes wirkende Feder 69 belastet. So ist die Möglichkeit gegeben, dass die ge samte Schützenkastenzunge 60 nachgeben und der Schützen sich gegen die Schützen kastenhinterwand 68 legen kann. Dadurch wird erreicht. dass der Austrittsschlitz 58 in der Schützenkastenbodenplatte 61 für den Durchgang des ausgestossenen Kopsrestes freigegeben ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schussspulenauswechselvorrichtung für Schlauchkopse, dadurch gekennzeichnet, dass die Schussspule im Wechselmoment in einen Webschützen eingeführt wird, welcher an den obern Kanten Vorsprünge besitzt, welche beim Eintreten des Kopses in dessen Bewe gungsrichtung ausweichen, wobei die Spulen- einschlagvorrichtung durch eine mechanische Einrichtung betätigt wird, welche bei ein malig fehlendem Schussfaden nur den Waren transport unterbricht, bei zweimaligem Feh len des Schussfadens den Webstuhl abstellt, den Spulenauswechselmechanismus aber beim erstmaligen Fehlen des Schussfadens in Tätigkeit setzt,wenn der Kopsfühler infolge Ablaufes der Schussspule eine Blockierung der Einschlagvorrichtung freigibt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Schuss fühler (14) bei erstmaligem Fehlen des Schussfadens (13) einen Schlitten (16) mit seinem Vorschubhebel (22, 22a) kup pelt, worauf durch den sich verschieben den Schlitten (16) ein Ausschalthebel (27) für den Warentransport betätigt wird, während bei zweimaligem Fehlen des Schussfadens der gekuppelte Schlit ten (16) einen Abstellsehieber (30) für den Webstuhl betätigt,dass jedoch nach völligem Ablauf des Kopses die Wechsel vorrichtung für selbsttätige Einführung eines neuen Kopses dadurch eingeschaltet wird, dass der Kopsfühler (2) die bei normalem Betriebe blockierte Wechsel welle (12) freigibt. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranepruch 1, dadurch gekennzeich net, dass der Kopsfühler (2) mittels eines Hakens (7) die an der Wechselwelle (12) angebrachten Sperrhebel (9, 11) blockiert, solange sich noch Schussgarn im Schüt zen befindet.3. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass unterhalb des Kops- behälters eine Verschlussklappe (41) vor gesehen ist. die zugleich zur Führung des Kopses während des Einführens in den Schützen dient. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die vorderwand unten einen Vorsprung (43) besitzt, welche den eintretenden Kops von unten führt. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der Schussfühler (14) mit seinem Arm (14a) hinter einen Zug haken (25) des Vorschubhebels (22, 22a) für den Schlitten (16) fasst, dessen Nase (26) auf einen Ausschalthebel (27) für den Warentransport einwirkt. 6.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, dass der Ausschalthebel (27) für den Warentransport durch eine Sperrklinke (28) so lange festgehalten wird, bis der Vorschubhebel (22, 22a) mit seinem Ende (22b) die Sperrklinke (28) auslöst, wodurch der Hebel (27) freigegeben wird. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch ge kennzeichnet, dass der Schlitten mit einer Nase (26) auf einen drehbar und ver schiebbar gelagerten, unter Federwir kung stehenden Abstellschieber (30) ein wirkt, nachdem der Ausschalthebel (27) unter die Sperrklinke (28) geschwenkt wurde. B.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch ge kennzeichnet, dass der Abstellschieber (30) mit einem Schlitz (32) auf dem Drehbolzen (31) verschiebbar geführt ist, so dass der Hebel sowohl durch die Federwirkung (29) geschwenkt, als auch federnd verschoben werden kann. 9. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 8, dadurch ge kennzeichnet, dass der Abstellschieber (30) mit einer Abrundung (30a) versehen ist, wodurch er beim Rückgang des Aus schalthebels (27) in die Normalstellung, also nach erfolgter Betätigung durch letzteren wieder in seine Ruhestellung verschwenkt wird. 10.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 9, dadurch ge- kennzeichnet, dass an der Lade eine Ab schneidevorrichtung angebracht ist, die den Anfangsfaden abschneidet. 11. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 10, dadurch ge kennzeichnet, dass die obern Schützen führungsleisten der Lade federnd aus geführt sind, um den Schützen zu brem sen. 12. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 11, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schützen an ihrer Eingangsöffnung mit nachgiebigen Vor sprüngen versehen sind, um das Heraus rutschen der Kopse zu erschweren. 13.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 12, dadurch ge kennzeichnet, dass die die Vorsprünge bildenden Borsten schräg nach dem Schützeninnern zu gerichtet angeordnet sind. 14. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 13, dadurch ge kennzeichnet, dass der die Kopse in den Schützen einführende Schieber (37) durch einen unter Federwirkung stehen den Doppelhebel (34) betätigt wird, der einen schwenkbaren 8tösser (3,5) trägt, welcher durch einen Hebel (33) der Wechselwelle (12)vor einem Webla.den- an-satz (42) in Stellung gebracht wird. 15. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Kops- zubringer (45) bügelförmig ausgeführt ist und zur.Einführung des Kopses in den :Schützen von oben durch eine obere Schützenöffnung dient. 16.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 15, dadurch gekennzeich net, dass das Einschlagen des Kopses durch Schwenkhebel, also bogenförmig, erfolgt, wobei die nach der Schwenk achse zu liegende, innere Schützen . öffnungskante abgeschrägt ist. 17. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, @dass der Schlittenarm (16a) mittels einer Zugfeder (19) mit dem Arm (20) der Wechselwelle (12) verbunden ist. 18.Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der oben und unten offene Schlauehkopsschützen (3) in dem Schützenkasten auf der Aus- wechselseite nur zwischen der ortsfesten Schützenkaetenvorderwand und der feder belasteten Schützenkastenzunge (60) ge führt ist und die hintere innere Schützenwand derart geformt ist,dass bei einer vor Kopsablauf infolge Schuss fadenbruches notwendig werdenden Ein führung eines neuen vollen Kopses der von diesem herauszudrückende alte Kops den Schützen entgegen der Wirkung der Schützenkastenzunge so weit gegen die Schützenkastenrückwand (63) verschiebt, dass die normalerweise durch den Schüt zen grösstenteils abgedeckte Austritts- öffnung (58) in der Shützenkasten- bodenplatte (61) für den Durchgang des auszustossenden Kopses freigegeben wird. 10.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 18, dadurch gekennzeich net, dass der Kopseindrücker (45) derart gelagert ist, dass erden einzuschlagenden vollen Kops in einer gegen die Schützen kastenrückwand leicht geneigten Rich tung in den Schützen einschlägt. 20.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 18 und 19, dadurch ge kennzeichnet, dass der Ladenklotz (5) unterhalb der mit dem Austrittsschlitz (58) versehenen Schützenkastenboden platte (61) mit einem nach der Laden- klotzvorderseite umlenkenden Ausstoss- kanal (64) versehen ist und unterhalb der Schützenkastenbodenplatte ein zwang läufig gesteuerter Ausstosser (65) vor gesehen ist, der den durch den Schlitz (58) in der sSchützenkastenbodenplatte (61) hindurchtretenden, auszuwerfenden Kops nach vorn ausstösst. 21.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 18 bis 20, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Schützenkasten zunge (60) zur Aufnahme ihres Dreh zapfens (67) mit einem senkrecht zur Zungenlängsrichtung liegenden Lang- lochschlitz (68) versehen ist und ausser durch den federbelasteten Steckerhebel (75) noch durch eine in Richtung des Langlochochlitzes wirkende Feder (69) belastet ist. 22.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 15 und 16, dadurch ge kennzeichnet, dass beide Innenseiten des Webschützens mit in der Bewegungs richtung des einzuschlagenden Schlauch- kopses elastisch nachgiebigen Vorsprün gen (48 resp. 49) versehen sind. 23. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 15 und 16, dadurch ge kennzeichnet, dass der Sehussfaden des Kopsrestes im Kopseinschlagmoment durch eine Vorrichtung abgeschnitten wird, welche durch den Einsehlagmecha nismus betätigt wird. 24.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 15, 16 und 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschneidevor- richtung aus einem Messer besteht, wel ches an einer Welle befestigt ist, die im Pickerspindelkopf gelagert ist. 25.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass der normalerweise als Sicherungsvorrichtung ausgebildete Füh ler (2) zur Einleitung der Spulenaus- wechslung dient.26. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 15, 16, 23 und 24, da durch gekennzeichnet, dass vermittels Auflaufens einer Rolle auf eine Er höhung (74) der Abschneidevorrichtung eine Bewegung zur Betätigung derselben erzielt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH199159T | 1937-06-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH199159A true CH199159A (de) | 1938-08-15 |
Family
ID=4441680
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH199159D CH199159A (de) | 1937-06-26 | 1937-06-26 | Schussspulenauswechselvorrichtung für Schlauchkopse. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH199159A (de) |
-
1937
- 1937-06-26 CH CH199159D patent/CH199159A/de unknown
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