Radioempfangsgerät. Die Erfindung bezieht sich auf Radio empfangsgeräte und hat den Zweck, eine Vor richtung zu schaffen, die gestattet, ein solches Gerät auf einfache Weise genau auf eine be stimmte Station abzustimmen.
Es war bisher üblich, Radioempfangs geräte mit Hilfe eines Knopfes abzustimmen, der mittels einer verzögerten Übertragung mit den Abstimmkondensatoren gekuppelt war. Diese Übertragung war erforderlich wegen der hohen Selektivität des Empfän gers, insbesondere eines Empfängers der Überlagerungstype. Auch in diesem Fall war jedoch eine genaue Abstimmung noch sehr schwer zu erreichen, z.
B. bei Anwendung von selbsttätiger Lautstärkeregelung, bei der sich infolge des Umstandes, dass die Lautstärke konstant gehalten wird, der Punkt, wo die genaue Abstimmung erreicht ist, sehr schwer bestimmen lässt. Zur Beseiti gung dieses Übelstandes waren häufig be sondere Vorrichtungen zur Erleichterung der Abstimmung erforderlich. Es sind bereits Vorrichtungen bekannt, mittels deren bei einer ungefähren Abstim mung auf eine Trägerwelle die die Ab- stimmung bestimmenden Grössen selbsttätig derart nachgeregelt werden, dass genaue Ab stimmung erreicht wird.
Die Erfindung be steht aus einer Vereinigung einer derartigen Korrekturvorrichtung mit einer Abstimm- vorrichtung (Knopf. Scheibe oder dergl.) zur ungefähren Abstimmung auf die Trägerwelle, wobei diese Abstimmvorrichtung @in mehrere, durch mechanische Hilfsmittel, z. B. durch Nocken, Anschläge, oder dergl. bestimmte feste Stellungen gebracht werden kann. Es wird auf diese Weise ein Apparat erhalten, der sich äusserst einfach und übersichtlich bedienen lässt.
Der erwähnten selbsttätigen Abstim- mungs,#korrdktur haftet noch der Übelstand an, daU, wann. sie zum Beispiel bei einem Gerät .der überlagerungs,type angewendet wird, die Frequenz des örtlichen Oszillators über einen ziemlich grossen Änderungsbereich des Ab- stimmkondensators konstant gehalten wird.
Es ist infolgedessen schwierig, auf eine Sta tion abzustimmen, deren Frequenz nur wenig von derjenigen der Station abweicht, auf die bereits abgestimmt war und eine solche Sta tion wird bei der Abstimmung gleichsam überschlagen. Es sind daher zweckmässig ferner Mittel vorgesehen, die bewirken, dass, bevor eine feste Stellung der Abstimmvor- richtung erreicht wird, die die Abstimmung selbsttätig nachregelnde Vorrichtung vor übergehend unwirksam gemacht wird. Dies erfolgt zweckmässig unmittelbar bevor der Abstimmkondensator die Stellung erreicht.
bei der auf die dieser Stellung entsprechende Station abgestimmt ist. Ist jedoch der Ab- stimmkondensator in die genannte Stellung gebracht, so wird die selbsttätige Abstimm- vorrichtung wieder wirksam gemacht, worauf selbsttätig eine genaue Abstimmung erreicht wird. Es wird dadurch bei Apparaten mit selbsttätiger Lautstärkeregelung der weitere Vorteil erhalten, dass die Abstimmung voll kommen geräuschlos vorsichgeht.
Die Zeichnung veranschaulicht Ausfüh rungsbeispiele des Gegenstandes der Er- findung.
In Fig. 1 ist die Schaltung eines Gerätes der Überlagerungstype dargestellt. A be zeichnet die Antenne, die mit dem Ein- gangskreis des Verstärkers gekoppelt ist.
Dieser Kreis enthält einen veränjderlichen Kondensator 1 und kann wie üblich mit einem Hochfrequenzverstärker, der der Ein fachheit halber in der Figur nicht dar gestellt ist, gekoppelt werden.
Die Hoch- frequenzschwingnngen werden in der Vor- richtung 2 mit von einem örtlichen Oszillator 19 erzeugten Schwingungen kombiniert und detektiert. Der Filter 3, 5 ist auf die Zwi schenfrequenz abgestimmt.
Es ist ferner ein Verstärker 4 für Zwischenfrequenzschwin- gungen vorgesehen, in dessen Ausgangskreis ein Netzwerk M geschaltet ist.
Letzteres ist mit einem zweiten Detektor verbunden, der aus einer Zweiweggleichrichterröhre besteht. Die beiden Anoden 8 und 9 dieser Röhre sind mit den Enden des auf die Zwischen- frequenz abgestimmten Kreises 7 verbunden. der mit dem Kreis 6 induktiv gekoppelt ist.
Es ist ferner der die höchste Wechselspan nung gegen Erde besitzende Punkte des Kreises 6 über einen Kondensator 10 mit dem Mittelpunkt 11 derr Selbstinduktions- spule 7' des Kreises 7 verbunden.
Dieser Mit- telpunkt 11 ist ausserdem mit dem gemein samen Punkt von zwei gleichen Widerstän den 12. und 13 verbunden, deren andere Enden mit der Kathode 8' bezw. der Kathode 9' verbunden sind.
Zwischen den beiden Katho den liegt der Kondensator 14 und die Ka thode 9' ist geerdet. Die detektierte Nieder- frequenzspannung wird über den Leiter 15 und den Kondensator 1:
6 einem nicht darge- stellten Niederfrequenzverstärker zugeführt. t\ber den Leiter 17 findet die selbsttätige Lantstärkeregelung statt.
Die die Frequenz des örtlichen Oszillators bestimmende Vorrichtung weist einen ab gestimmten Kreis 1,8 auf, dessen veränder licher Kondensator 20 mit dem Abstimm- organ mechanisch. gekuppelt ist.
Die mechanische Kupplung zwischen den verschiedenen Kondensatoren ist in der Zeichnung durch eine gestrichelte Linie an- gegeben. Die örtlich erzeugten Schwingungen können auf bekannte Weise dem ersten De tektor zugeführt werden. Es ist selbstver ständlich nicht nötig,
getrennte Röhren 2 und 19 zu verwenden. Der Kreis 18 wird mit einer Röhre 22 kombiniert, die zur selbst- tätigen Nachregelung der Frequenz dient.
Diese Rühre ist derart geschaltet, dass sie eine parallel zum Kreis 18 liegende Induk- tivität darstellt.
Es sind zu diesem Zwecke parallel zum Kreis 18 ein Widerstand 23 und ein Kon- densator 24 in Reihe geschaltet. Ist. der Wi derstand 23 gross in bezug auf die Impedanz des Kondensators 24, so sind die diese Reihenschaltung durchfliessenden Ströme etwa in Phase mit der Spannung über den Kreis 18.
Es entsteht an den Klemmen des Kondensators 24 eine Spannung, die in Be zug auf die Spannung über den Kreis 18 um<B>90'</B> in der Phase nacheilt. Die Konden- satorspannung ist an dem Gitter der Röhre 22. wirksam. Der Strom im Anodenkreis eilt in diesem Fall um etwa<B>90'</B> in der Phase nach in bezug auf die Spannung über den Kreis 18.
Der Strom im Leiter 25 führt mithin eine scheinbare Herabsetzung des Stromes im Abstimmkondensator 20 herbei, oder mit andern Worten, die Röhre 2:2 wirkt als eine parallel zum Kreis 18 liegende Selbstinduktion. Die Grösse dieser effektiven Selbstinduktion ist von dem innern Wider stand der Röhre 22 abhängig.
Das Gitter dieser Röhre ist über .den Leiter 2,6 mit der Kathodenseite des Widerstandes 12 verbun den, so dass der innere Widerstand der Röhre 22 in Abhängigkeit von der an den Wider ständen 12 und 18- liegenden; Gleichspan nungskomponente .geändert wird.
Bei einer genauen Abstimmung .sind so wohl die Gleichspannungen als auch die Wechselspannungen über die Widerstände 12 und 1.8 gleich und entgegengesetzt. Aus diesem Grunde werden; ,die zu verstärkenden Niederfrequenzsignale dem Punkt 1;2' ent nommen. Die zwischen dem Punkt 12.' und der Erde herrschende Gleichspannung kann unmittelbar zur selbsttätigen Lautstärke- regelung dienstbar gemacht werden.
Die .Spannung, die bei ungenauer Ab stimmung zwischen der Kathode 8' und Erde herrscht, kann zur selbsttätigen Regelung der Frequenz dienen. Dies lässt sich wie folgt darlegen.
Die Spannungen an den Endender Selbst induktion 7', bezogen auf den Mittelpunkt 1.1, sind um 1,8,0 in .der Phase gegeneinan der verschoben. Wird der Punkt 11 auf die beschriebene Weise mit einem Punkt des Kreises 6 verbunden, so werden den Gleich richtern Spannungen zugeführt, die folgende Grössen; haben.: In dem Schaubild a stellt .der Vektor E,. .die über den Kreis ss auftre- tende .Spannung .dar.
Bei richtiger Abstim mung ist die Spannung EZ über den Kreis: 7 um<B>90,</B> gegen E<B>:,</B> verschoben. Zwischen den beiden Enden der Selbstinduktion 7' und ,dem Mittelpunkt 1.1 tritt je die Hälfte der Spannung EZ auf, und zwar sind die Span- nungen an den beiden Enden bezogen auf den Punkt 11 um 180 gegeneinander ver schoben.
Die über die beiden Hälften, der Spule 7' auftretenden Spannungen werden durch die entgegengesetzt gerichteten Vek toren
EMI0003.0060
dargestellt. Dadurch, dass, das obere Ende des Kreises 6 über den Kondensator 10 mit dem Punkt 11 verbunden wird, wird erzielt, dass der Diode 8-8' die geometrische Summe der über den Kreis 6 und über die obere Hälfte der Spule T auftretenden Span nungen zugeführt wird,
während der Diode 9-9' die geometrische Summe der über den Kreis 6 und über .die untere Hälfte der .Spule 7' auftretenden Spannungen zugeführt wird. Die der Diode 8-8' zugeführte Spannung wird im,Schaubild zum Beispiel durch .den Vektor E2', .die der Diode, 9-9' zugeführte Spannung durch den Vektor E2" dargestellt.
Im Schaubild a, das heisst bei richtiger Ab stimmung, sind die Vektoren E2' und E#!" gleich gross; so dass die Ausgangsspannungen der beiden Dioden einander völlig aufheben. Wenn aber die in der Mischröhre erzeugte Zwischenfrequenz von der Abstimmfrequenz der Kreise 6 und 7 abweicht, wird die Phasenverschiebung zwischen den Spannun gen E,. und EZ grösser oder kleiner als 90, , je nachdem eine Abweichung in der einen oder der andern Richtung auftritt.
Diese beiden Fälle sind in den .Schaubildern b und c dargestellt. Wie ersichtlich, wird im Schau bild b die Spannung E2" grösser als<B>EI"</B> so dass am Widerstand 13 eine grössere Span nung als am Widerstand 12 auftritt und das Steuergitter der Röhre 22 mehr negativ wird.
In dem im Schaubild c dargestellten Fall ist EZ grösser als E2", so dass- am Widerstand 12 eine grössere Spannung auftritt und das Steuergitter der Röhre 2:2 mehr positiv wird. Diese Spannungen werden den Gleichrichtern zugeführt, und die gleichgerichteten Span nungen wirkeng einander entgegen.
Die ent stehende Spannung ist gleich null, wenn die Zwischenfrequenz mit der Mitte des Durch- lassibereiches,des Filters 6-7 zusammenfällt. Weicht diese Frequenz,davon ab, so entsteht eine gewisse Differentialspannung, deren Polarität, wie sich leicht erkennen lässt, von dem Sinne der Abweichung abhängt.
Es ist klar, dass auf diese Weise eine selbsttätige Nachregelung der Abstimmung erhalten wer den kann, da, wenn die Zwischenfrequenz dem richtigen Wert nicht entspricht, der innere Widerstand der Röhre ?2 selbsttätig derart geändert wird, dass der Unterschied durch die durch diese Röhre verkörperte Selbstinduktion ausgeglichen wird.
Die Fre quenz des örtlichen Oszillators wird, wenn auf richtige Weise geschaltet wird, stets derart eingestellt, dass der Unterschied zwi schen der Frequenz dieses Oszillators und der Signalfrequenz der richtigen Zwischen frequenz gleich ist.
Bei derartigen Nachregelungsvorrichtun- gen ist es schwer, auf eine Station abzustim men, deren Frequenz derjenigen der Station, auf die bereits abgestimmt war, nahezu ent spricht. Zwecks Verbesserung kann ein Schalter 30 vorgesehen werden, mittels dessen der Punkt 400 an Erde gelegt wer den kann, so dass die genannte Vorrichtung unwirksam wird. Dem gleichen Zweck dient der Schalter 31.
Er besteht aus zwei Kontakt- federn 32 und 33, von denen erstere feststeht und letztere durch die Abstimmvorrichtung bedient wird.
Die Abstimmvorrichtung weist eine dreh bare Scheibe 40 auf, die mit den Abstimm- kondensatoren gekuppelt und mit mehreren, für die Wahl der Stationen dienenden Or ganen versehen ist. Jedes dieser Organe ist mit einem Druckknopf 4\1 versehen und kann mittels einer Schraube 43 in einem beliebi gen Punkt am Umfang der Scheibe befestigt werden. Wird auf den Knopf 42 gedrückt, so wird ein Stift 45 nach hinten bewegt.
Dieser Stift beschreibt bei Drehung der Scheibe eine solche Bahn, dass er in einer be stimmten Stellung der Scheibe, bei der un gefähr auf die dem Knopf entsprechende Station abgestimmt ist, mit dem Ende des Schalthebels 46 in Berührung kommt. Der untere Teil dieses Schalthebels ist zwischen zwei Anschlägen 47 bewegbar.
Das obere Ende des Organes 46 ist derart ausgebildet, dass es bei Bewegung dieses Organes den Kontaktstreifen 33 in Berührung mit dem Streifen 32 bringt, wodurch die Vorrichtung zur selbsttätigen Frequenzregelung ausser Be trieb gesetzt wird.
Wird die Scheibe 40 in beliebigem Sinne gedreht, so bewegt der zum gedrückten Knopf gehörige Stift das Organ 46 in dem Dreh- sinn. Unabhängig von dem Drehsinn wird die Leitung 26 mit der Erde verbunden. Von der Scheibe 40 werden über einen Übprtra- gungsmeehanismus die Abstimmkondensa- toren angetrieben. Es wird zweckmässig ein Übertragungsverhältnis von 2 : 1 gewählt.
Ist es erwünscht, auf eine bestimmte Station abzustimmen, so wird der zugehörige Knopf 42 gedrückt und die .Scheibe 40 ge dreht, bis der Stift 45 gegen das Organ 46 stösst. Letzteres kommt dadurch mit einem der Anschläge 47 in Berührung, wodurch eine weitere Drehung verhindert wird. Es wird dabei ausserdem die Vorrichtung zur selbsttätigen Regelung der Frequenz unwirk sam gemacht. Der Knopf wird dann los gelassen, wodurch sich der Schalter 31 wie der öffnet.
In den Fig. 2 bis 5 sind einige Einzel heiten des Abstimmechanismus dargestellt. Fig. 2 zeigt eine Stirnansicht. Die Scheibe 40 weist eine Skalenteilung 51 auf. Eignet sich das Gerät für den Empfang von meh reren Wellenlängenbereichen, so können meh rere konzentrische Einteilungen vorgesehen werden. Wie in Fig. 3 dargestellt ist, greifen die Organe 41 um den Aussenumfang der Scheibe 40. Die Enden der Schrauben 43 greifen in eine kreisförmige Nut 44 der Platte.
Die Druckknöpfe 42 sind in kreis förmigen Ausnehmungen der Organe 41 an geordnet. Jeder Druckknopf ist mit einer Feder 61 versehen, die den Druckknopf, wenn er losgelassen wird, wieder in die Ruhe stellung zurückkehren lässt. Es können auf den Druckknöpfen Stationsnamen oder son stige Merkzeichen angegeben werden.
Der Schalter 31 ist in den Figg. 4 und 5 im einzelnen dargestellt. Die Federn 332a 33 und 73 sind in Bezug aufeinander isoliert ein geklemmt. Der Streifen 73 dient ausschliess lich zur Bewegung des Streifens 33 und wird von letzterem mittels eines isolierenden Teils 79 stets getrennt gehalten. Im Ruhezustand berührt die obere Seite des Organes 46 den Streifen 73; es ist um eine Spindel 81 dreh bar und weist einen vorspringenden Teil 46' auf, der in den äussern Stellungen gegen die Anschläge 47 und 47 stösst.
In Fig. 5 sind die zwei äussern Stellungen des Organes 46 angegeben, bei denen der Schalter geschlossen ist. Die Spindel 81 ist an der ortsfesten Platte 82 befestigt (Fig. 3). Der ortsfeste Arm 92 dient als Anzeiger für die Skaleneinteilung. Es ist ferner noch ein besonderer Abstimm- knopf 94 vorgesehen, der auf einer Spindel 95 angeordnet ist, die mit der Kondensator welle gekuppelt ist und mittels welcher auf die gewöhnliche Weise abgestimmt werden kann. Dieser Knopf kann gewünschtenfalls in Fortfall kommen.
Zwischen der Stellung der höchsten und derjenigen der geringsten Kapazität ist eine Drehung der Rotorwelle und mithin der Scheibe 40 in beiden Rich tungen möglich. Der Drehungswinkel der Kondensatorwelle beschränkt sich im all gemeinen auf 180 . und es wird daher zweck mässig ein Übersetzungsverhältnis von 2 : 1 angewendet. Der Winkel, über den sich die Scheibe drehen kann, beträgt in diesem Fall<B>360'.</B>
Bei der beschriebenen Vorrichtung ist es einfach, den Stationswähler zu eichen. Die Scheibe wird zu diesem Zwecke derart ein gestellt, dass eine bestimmte Station ohne Verzerrung empfangen wird, worauf die obere Seite der Scheibe an der Stelle des Schalters derart mit einem Organ 41 ver sehen wird, dass der vorspringende Stift bei Bewegung der Scheibe in beiden Richtungen den Schalter bedient. Gewünschtenfalls kann bei der Eichung der Abstimmknopf 94 be nutzt werden.
Dieser Knopf kann ferner nützlich sein, wenn das Gerät für den Emp fang von mehreren Wellenlängenbereichen eingerichtet ist; in diesem Falle kann der Knopf, z. B. bei dem Empfang von kurzen Wellen, angewendet werden.
Die Vorrichtung zur selbsttätigen Fre- quenzregelung wird, wie sich aus dem vor stehenden ergibt, lediglich unmittelbar bevor die richtige Stellung der Abstimmscheibe er reicht wird, unwirksam gemacht. Die Eichung der Wählerscheibe braucht nicht sehr genau zu sein, da die genaue Abstimmung mittels der selbsttätig arbeitenden Nachregelungs- vorrichtung erfolgt.
Der Richtungssinn, in dem die Scheibe zu bewegen ist, um eine bestimmte Station empfangen zu können, ist von der Lage ab hängig, welche der gondensatorrotor ein nimmt. Die bedienende Person kann diesen Sinn leicht ermitteln.
Zur genauen Abstimmung auf eine Sta tion hat der Benutzer lediglich auf den dieser Station entsprechenden Knopf zu drücken, die Scheibe 40 zu drehen, bis weitere Drehung unmöglich ist, und dann den Knopf loszu lassen. Der Schalter 30 kann benutzt werden, wenn die selbsttätige Frequenzregelvorrich- tung für längere Zeit unwirksam gemacht werden soll.
Infolge des Umstandes, dass die Streifen 73, 33 und 32 federnd ausgebildet sind, wird das Organ 46 nach dem Loslassen des Knopfes stets wieder in seine Mittellage zurück geführt. Auch der Teil 46' kann derart aus gebildet werden, dass er den Schalter in der Mittellage hält. Anstatt auf der Vorderwand, kann die Scheibe 40 auch auf einer der Seitenwände des Gerätes angeordnet werden.
Ist der Empfänger auf einen bestimmten Frequenzkanal abgestimmt, so bewirkt die Vorrichtung zur selbsttätigen Frequenz regelung, dass die Zwischenfrequenz den richtigen Wert erhält. Es wird infolgedessen ein besonderer Vorteil erhalten, wenn der Empfänger mit selbsttätiger Lautstärke regelung ausgestattet ist.
Die Empfindlich keit wird dann verringert, solange Signal energie dem Gleichrichter zugeführt wird, der zur selbsttätigen Lautstärkeregelung dient. Ist die Vorrichtung zur selbsttätigen Frequenzregelung eingeschaltet, so wird diesem Gleichrichter praktisch stets Signal energie zugeführt.
Wird also von der einen Station auf die andere abgestimmt, so ist die selbsttätige Lautstärkeregelung stets im Betrieb. Während bei einem gewöhn lichen Empfänger mit selbsttätiger Laut stärkeregelung zwischen zwei Stationen viel Geräusch auftritt, wird beim beschriebe nen Empfänger eine vollkommen geräusch lose Abstimmung erreicht. Dies wird ohne Anwendung einer besonderen Vorrichtung zur Geräuschunterdrückung erreicht.
Eine abgeänderte Ausführungsform der Abstimmscheibe ist in Fig. 6 dargestellt. Die Scheibe 100 ist am Umfang mit mehreren rohrförmigen Organen<B>101</B> versehen. Ferner weist sie eine Skaleneinteilung 105 auf, die mit dem ortsfesten Zeiger 103 zusammen wirkt. In Fig. 7 ist eines der rohrförmigen Organe im einzelnen dargestellt. Es besteht aus einem zylinderförmigen Gehäuse 106 mit einem Boden<B>107,</B> der mittels einer Schraube 108 an der Scheibe befestigt wird. Der Boden ist zu diesem Zwecke mit einem Teil 109 versehen, der um die Scheibe greift. Jedes der Organe weist. einen einwärts gebogenen Rand<B>110</B> und, etwa in der Mitte des Zylin ders, ein plattenförmiges Organ<B>111</B> auf.
Auf dieser Platte sind Merkzeichen für die Sta tion angebracht. Die Scheibe 100 ist mit der Kondensatorwelle unmittelbar gekuppelt. In Fig. 8 ist eine Seitenansicht dieser Vorrich tung dargestellt. Da eine unmittelbare Kupp lung angewendet wird, sind die rohrförmigen Organe 101 nur über die Hälfte des Um fanges der Scheibe vorgesehen. Der Schalter, der die Vorrichtung zur selbsttätigen Fre- quenzregelung unwirksam macht, entspricht im wesentlichen dem bereits beschriebenen.
Dieser Schalter wird jedoch bei der Einrich tung nach den Fig. 6, 7 und 8 unmittelbar mit einem Finger bedient. Der Schalter weist einen Arm 11.1 auf, der um eine mit dem Gestell verbundene Welle 116 drehbar ist. Das untere Ende des Armes 114 ist mittels einer Feder 119 mit dem ortsfesten Arm<B>118</B> verbunden.
Dieses Ende weist ausserdem Kontakte 120 und 121 auf, die mit orts- festen Kontakten 12(Y und 121' zusammeii- a.rbeiten. Letztere sind miteinander sowie mit einem zu der Vorrichtung zur selbsttätigen Frequenzregelung führenden Leiter verbun den. Der Arm 11,4 ist geerdet.
Die Bewegung dieses Armes wird durch zwei Anschläge 122 und<B>123</B> begrenzt. Das obere Ende des Armes 114 weist zwei seitliche Aussparungen auf, die der Form des Fingers der bedienenden Person angepasst sind.
Bei der Abstimmung auf eine bestimmte Station wird der entspre- chende Zylinder gegen den genannten Schal ter bewegt, worauf die Vorrichtung zur selbsttätigen Frequenzregelung vorübergehend ausser Betrieb .gesetzt wird. (gestrichelte Stel lung). Der Anschlag 123 verhindert eine weitere Bewegung der Scheibe.
Wird der Finger zurückgezogen, so gelangt der Arm 114 unter der Wirkung der Feder<B>119</B> wie der in die Mittellage, wodurch die Vorrich tung zur selbsttätigen, Frequenzregelung eine genaue Abstimmung bewirkt. Die Scheibe wird stets in denselben ,Stellung in Ruhe ge bracht, unabhängig von dem Sinne, in dem sie gedreht wird.
Eine noch einfachere Ausführungsform ist in den Fig. 9 und 10 dargestellt. Die Wählerscheibe 13,0 weist in dieser Ausfüh rungsform eine Bohrung 13,1 auf, in der die Kondensatorwelle 182 befestigt ist. Es ist ferner in einer senkrecht zur Welle stehenden Scheibe 130 eine halbkreisförmige Aus- nehmung 133 vorhanden,
so dass sie in zwei Teile 134 und 135 unterteilt ist. Im vordern Teil 1.35 sind mehrere Öffnungen 136 vor gesehen, während die Vorderseite des hin- tern Teils eine Scheibe 137 trägt,
auf der die Stationsnamen oder Merkzeichen für die Stationen derart angebracht sind, dass sie durch die Öffnungen 136 sichtbar sind.
Die Abstimmung erfolgt wieder mit Hilfe des Fingers. Der Schaltmechanismus kann auf die gleiche Weise, wie beschrieben wurde, ausgebildet sein. Die Bewegung ist dabei auch auf<B>180'</B> beschränkt.
Ist es erwünscht, den ganzen Umfang der Scheibe zu benutzen, so kann ein zweiter Schalter diametral in bezug auf den ersten angeordnet werden. Eine derartige "Vorrich tung ist in den Fig. 11 und 12 dargestellt.
Diese Vorrichtung entspricht im wesentli chen, der in. den Fig. 9 und 10 dargestellten. Der grösste Drehungswinkel des Kondensa- torrotors beträgt<B>180'.</B> Die Stationen sind über den ganzen Umfang der Scheibe ver teilt.
Der Vorteil besteht darin, dass der Ab stand zwischen den verschiedenen .Stationen auf der Wählerscheibe grösser gewählt wer den kann, und dass trotzdem keine indirekte Übertragung zwischen der Welle der Scheibe und der gondensatorwelle nötig ist.
Um die Stationen auf der einen, Scheibenhälfte von denjenigen: auf der andern Scheibenhälfte un- tesseheiden zu können:, können Merkzeichen in vensohiedenen Farben alpgebracht werden.
In Fig. 13 ist eine Vorrichtung darge stellt, die derjenigen in den F'ig. 3 bis -5 dar gestellten im wesentlichen entspricht und bei der die Endstellung der Abstimmscheibe ein gestellt werden kann. Es sind zu diesem Zwecke rings um jeden Abstimmknopf meh rere Bohrungen 91 auf einem konzentrisch zum Knopf verlaufenden Kreis vorgesehen. Auf jedem Kreis befinden sich elf solche Bohrungen.
In den Fig.14a,14b und 14e ist der dazugehörende Druckknopf dargestellt in ge drückter bezw. normaler bezw. ausgezogener Stellung. Der Stift 8,7, der die Bewegung .der Scheibe bestimmt und den Umschalter bedient, wird durch eine der genannten Boh rungen hindurchgeführt. Es sind also für jeden iStift elf Stellungen möglich.
Die Mit- telpunkte der verschiedenen Bohrungen: lie gen auf Halbmessern der Abstimmscheibe, die den Winkel, der von jeder Station auf der Scheibe eingenommen, wird, halbieren. Der Abstimmechanismus kann auf diese Weise leicht ,geeicht werden.