CH199448A - Verfahren zur Darstellung B, y-ungesättigter Ketone der Cyclopentanopolyhydrophenanthren-Reihe. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung B, y-ungesättigter Ketone der Cyclopentanopolyhydrophenanthren-Reihe.

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CH199448A
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cyclopentanopolyhydrophenanthrene series
dihalogenated
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Schering-Kahlbaum A G
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Schering Kahlbaum Ag
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  Verfahren zur Darstellung     ss,        r-ungesättigter        ILetone    der       Cyclopentanopolyhydrophenanthren-Reihe.       Es ist bekannt aus     ss,y-dihalogenierten          Netonen    der     Cyclopentanopolyhydrophen-          anthrenreihe    durch Abspaltung des Halogens  ungesättigte     $etone        herzustellen.    Die     bisher     vorgeschlagenen Verfahren, die in saurem  oder alkalischem Medium arbeiten, weisen  jedoch den Nachteil auf, dass sie zu energisch  verlaufen,

   so dass beim grössten Teil des End  produktes die Doppelbindung von der zu er  wartenden     ss,y-Stellung    in die     a,ss-Stellung     umgelagert wurde.  



  Es wurde     nun    gefunden, dass sich     ss,y-un-          gesättigte        Ketone    (der     Cyclopentanopolyhydro-          phenanthrenreihe    aus den     ss,y-halogenierten          Ketonenin        ausgezeichneter        Ausbeute    er  halten lassen, wenn man die     Enthalogenie-          rung    so durchführt, dass eine     Umlagerung     der Doppelbindung nach     a,ss    nicht stattfindet,  das heisst in neutralem Medium arbeitet.

         Zweclzmässigerweise    verwendet man als     Ent-          halogenierungsmittel    Zink in alkoholischem  Medium.    Als     Ausgangsstoffe    für das erfindungs  gemässe Verfahren sind z.

   B. insbesondere       vg@.'1L,@.@i        /!,y-dihaloigenierte        Betone    der       Cyalopentano#polyhydrophenanthrenreihe    von  der allgemeinen Formel     C19H=ss(Hlg)20(X)     und der Konstitutionsformel  
EMI0001.0037     
    in denen     Hlg    für Halogen und X für = 0,       xylgruppe    oder durch Hydrolyse in die     Hy-              steht, wobei Y eine     Ilydro-          drogylgruppe        verwandelbare    Gruppe,     wie     z.

   B. eine Ester- oder     Athergruppe    oder der  gleichen, und R einen beliebigen substituier-           ten    oder nicht substituierten Kohlenwasser  stoffrest bedeuten. Man kann so insbesondere  das     d,-A.ndrostendion-(3,17)    der Formel       C"H2802    oder     die        d-6Androstenol-(17)-on-          (3)    der Formel     C1"H"02        bezw.        ss,y-ungesät-          tigte        Ketone    der     Pregnanreihe,    sowie der  Sterin- und     Gallensäurereihe    darstellen.

    



  Als neutrales Medium für die üblicher  weise mit Zinkstaub oder dergleichen durch  geführte     Enthalogenierung    der     ss,y-dihalo-          genierten    Betone eignen sich insbesondere  alkoholische Lösungsmittel, wie Methanol,       Äthanol    usw.; es können natürlich aber auch  andere, neutral reagierende Lösungsmittel,  wie z. B. Aceton oder dergleichen, verwen  det werden.  



  Die für das vorliegende Verfahren als  Ausgangsmaterialien in Betracht kommenden       ss,y-dihalogenierten        ketogruppenhaltigen    Ver  bindungen der     Cyclopentanopolyhydrophen-          anthrenreihe    können in beliebiger Weise er  halten sein.

   Sie können zum Beispiel dadurch  gewonnen sein, dass man an     Cyclopentano-          polyhydrophenanthren-Verbindungen    der ein  gangs erwähnten Art, die am Kohlenstoff  atom 3 eine sekundäre Alkoholgruppe und in       ss,y-Stellung    dazu, das heisst also zwischen  den     Kohlenstoffatomen    5 und 6, eine Doppel  bindung besitzen, Halogen zur Anlagerung  bringt und darauf die gebildeten     dihalo-          genierten    sekundären Alkohole durch Be  handlung mit geeigneten Oxydationsmitteln  in die     entsprechenden        ss,y-dihalogenierten        Ke-          tone    überführt.

   Verschiedene zur Durchfüh  rung des erfindungsgemässen Verfahrens die  nende     ss,y-dihalogenierten    Betone können  zum Beispiel auch durch einen geeigneten  Abbau solcher     ss,y-dihalogenierten    Betone ge  bildet werden, die am     gohlenstoffatom    17  eine abbaufähige Seitenkette besitzen.  



  Es empfiehlt sich, als Lösungsmittel für  die     Umkristallisation    der     erfindungsgemäss     erhaltenen     ss,y-ungesättigten    Betone ebenfalls  neutral reagierende Medien zu verwenden.  



  Die gemäss dem vorliegenden Verfahren  erhältlichen     ss,y-ungesättigten    Betone der       Cyclopentanopolyhydro    -     phenanthren    - Reihe  stellen wertvolle     Verbindungen    dar; sie    lassen sich auf     physiologisch    sehr     wirksame     Stoffe weiterverarbeiten und     besitzen    auch  zum Teil selbst bereits eine physiologische  Wirksamkeit.  



  Die nachstehenden Beispiele mögen     zur     .Anleitung für die praktische Durchführung  der vorliegenden Erfindung dienen.  



       Bespiel   <I>1:</I>  100 mg     46-Cholestenoldibromid-(5,6),    wel  ches zum Beispiel durch Oxydation von       Cholesterindibromid    mit     Chromsäure    in Eis  essig erhältlich ist, werden in 3 cm' Äthanol  mit 100 mg     analysenreinem    Zinkstaub wäh  rend 15 Minuten auf dem Wasserbad er  wärmt. Darauf wird das Zink     abfiltriert    und  die     Lösung        vorsichtig    mit Wasser ange  spritzt.

   Das so abgeschiedene     d5-Cholestenon-          (3)    zeigt nach     mehrmaligem        Umkristalli-          sieren    einen     Schmelzpunkt    von 127   unter  vorhergehendem Sintern. Die Ausbeute be  trägt     etwa    70 mg.  



  Nimmt man die     Enthalogenierung    statt  in Äthanol in Methanol oder Aceton vor, so  empfiehlt es sich, die Reaktionslösung für  eine längere Zeit, etwa während 30 bis 60  Minuten, zu erwärmen.  



       Beispiel   <I>2:</I>  200 mg     de-Pregnenol-(3)-on-(20)    vom  Schmelzpunkt<B>190'</B> werden in 15 cm' Eis  essig gelöst und tropfenweise mit einer zwei       Atomen    Halogen pro     Mol    entsprechenden  Lösung von 101 mg Brom     in    5 cm' Eisessig       versetzt.    Zu der alsbald entfärbten Lösung  wird die     drei        Atomen        Sauerstoff    pro     Mol     entsprechende Menge     Chromtrioxyd    in 7 cm'  Eisessig hinzugefügt. Das Reaktionsgemisch  wird 24 Stunden bei Zimmertemperatur  stehen gelassen und dann mit etwa 250 cm'  Wasser versetzt.

   Das     ausgefällte    Produkt  wird in 10 cm' Methanol gelöst und nach  Zugabe von 500 mg     analysenreinem    Zink  staub während 30 Minuten zum schwachen  Sieden erhitzt. Nachdem die Lösung vom  Zinkstaub befreit und     etwas    eingeengt ist,  wird durch Zugabe von wenig Wasser ein  gut kristallisierendes Produkt vom Schmelz-           punkt    145 bis 149       in        einer        Ausbeute    von  80 mg erhalten.

   Durch     Umkristallisieren    aus  verdünntem und reinem Methanol, aus  Äthanol und zuletzt aus Aceton gewinnt  man das     d"-Pregnendion-(3,20)    in gut aus  gebildeten, farblosen Blättchen vom Schmelz  punkt 158 bis 160  , die in Methanol,  Äthanol     und    Aceton     verhältnismässig    schwer,  in Chloroform dagegen leicht löslich     sind.     <I>Beispiel 3:

  </I>  500 mg     4,-Androstenol-(3)-on-(17)    wer  den in 20 cm'     Eisessig    mit der     einem        Mol     entsprechenden Menge Brom und mit der  zwei Äquivalenten Sauerstoff entsprechenden  Menge     Chromsäureanhydrid    in Eisessig ver  setzt und vierzehn Stunden in der     gälte    auf  bewahrt. Das durch Zusatz von Wasser aus  gefällte Reaktionsprodukt wird in 10 cm'  Methanol mit 1 g Zinkstaub während einer  halben Stunde zum schwachen Sieden er  wärmt.

   Darauf wird die Lösung mit Wasser  versetzt und     ausgeäthert,    wobei vom Äther         aufgenommenes        Zinkhydrogyd,    das     durch     Hydrolyse entstanden ist, durch Ausschütteln  mit verdünnter Salzsäure entfernt wird.

   Die  ätherische Lösung wird eingedampft und  der Rückstand in Aceton in der Wärme ge  löst; beim Abkühlen der     Acetonlösung    kri  stallisiert das     d,-Androstendion-(3,17)        aus;     es     wird    durch     Umkristallisieren    aus Alkohol  in     Blättchen    vom     Schmelzpunkt   <B>158</B>   er  halten, die von 140   an sintern. Die Aus  beute beträgt 120 mg.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung ss,y-ungesät- tigter Ketone der Cyclopentanopolyhydro- phenanthrenreihe durch Halogenabspaltung aus ss,y-dihalogenierten Betonen der Cyclo- pentanopolyhydrophenanthrenreihe, dadurch gekennzeichnet, dass man die Halogenabspal tung in neutralem Medium durchführt.
CH199448D 1936-03-31 1937-03-30 Verfahren zur Darstellung B, y-ungesättigter Ketone der Cyclopentanopolyhydrophenanthren-Reihe. CH199448A (de)

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