Belehrungsspiel. Es sind Spiele bekannt, welche vor allem der Unterhaltung dienen und daneben die Bildung fördern sollen.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Belehrungsspiel, bestehend aus einer eine geographische Karte,darstellenden Tafel mit darauf aufsteekbaxen Stiften mit gruppen weise verschiedenen Abzeichen und ferner einer Anzahl Karten, deren Bildseiten in zwei Felder eingeteilt sind, deren erstes die Bezeichnung eines auf der geographischen Karte Punktes enthält und Je- ren zweites eine belehrende Angabe aufweist.
<B>In</B> einem ersten Ausführungsbeispiel, der Erfindung stellt die Tafel die Europakarte dar, auf welcher die wichtigern Ortschaften angegeben sind. Jeder dieser O#rtschaften entspricht eine Karte mitdem Ortsnamen, den Landesfarben und der Einwohnerzahl der betreffenden Ortschaft und wirtschaftsta- tistisahen Angaben im ersten Feld. Im zwei ten ist ein Gegenstand aus der Natur, bei spielsweise ein Tier, eine Pflanze oder ein Mineral mit einer kurzen, belehrenden Be- schreibung dargestellt.
Nach diesen letzt genannten Feldern geordnet, werden Quin tette gebildet, so Jass zum Beispiel<B>fünf</B> Karten mit Fischen, andere fünf mit Katzen, dann mit Pflanzen derselben Gattung oder Klasse, beispielsweise Gentianen oder Zwie belblumen vorhanden sind. Es können auch Quintette mit bekannten Personen gebildet werden, zum Beispiel gekrönte Häupter oder berühmto StaatsmIanner derselben Nation, Päpste usw. Um Idas Spiel interessant zu gestalten, ist es zweckmässig, mindestens <B>100</B> Karten zu verwenden.
Das Spiel wird folgendermassen gespielt: Jeder Spieler erhält eine gleiche Anzahl Karten, wobei ein grösser-er Teil Ader vorhande nen Karten als Stock mit nassli abwärts gerich teter Bildfläche verbleibt. Fernererhält jeder Spieler eine Anzahl Stifte, welche für jeden Spieler gesondert gekennzeichnet sind. Zweckmässigerwei,se können diese Stifte aus 31et#a,llnacleln mit farbigen Köpfen bestehen, so dass jeder Spieler sich eine Farbe wählen kann. Der erste Spieler gibt eine beliebige Karte aus.
Der nächste Spieler kann dieselbe mit einer beliebigen Karte stechen, auf wel cher eine grössere Einwohnerzahl angegeben ist, als auf der erstge#spielten. Es kann auch so gespielt werden, dass der Spieler jeweilen die oberste Karte seines Paketes ausgibt. Hat jeder Spieler eine Karte ausgegeben, so gehört das so entstandene Pack demjenigen, dessen Karte die höchste Einwahnerzahl aufweist. Dann markiert er für sich als Gewinn alle die Ortschaften, auf welche die Karten lauten durch Austecken:seiner für ihn gekennzeichneten Stiften. Nach jeder Karten ausgabe nimmt jeder Spieler vom Stock eine neue Karte bis letzterer erschöpft ist.
Sobald er ein Quintett von zu-gewiesenen Karten er halten hat, so bekommt er damit das Recht, fünf Stifte seines von rechts nächsten Gegen spielers zu entfernen: und durch seine eigenen zu ersetzen. Gewinner istderjenige, welcher nach dem Ausspielen aller Karten mit Ein- sehluss derjenigen des Stockes am meisten Ortschaften auf der Tafel mit seinen Stiften ly?"stec,kt hat.
Ein zweites Beispiel besteht darin, dass wiederum als Tafel eine geographische Äarte, beispielsweise diejenige eines Landes, etwa der Schweiz, gewählt wird, auf welcher wiederum markante Punkte zum Aufstecken von Stiften gekennzeichnet sind. Statt Ort schaften mit den entsprechenden Einwohner zahlen können auch Niveaufixpunkte, Höhen über Meer von Bergspitzen, Seen, Ortschaf ten mit Angabe der Meereshöhe und dergl. gewählt werden. Die Karten tragen in die sem Falle im ersten Feld die Bezeichnung der betreffenden Lagepunkte und deren Meereshöhen. Sie können noch von den betreffenden Kantons-, Distrikt- oder Ge meindewappen begleitet sein.
Das zweite Feld weist eine Frage und die bezügliche Antwort aus einem wissenschaftlichen oder kulturellen Gebiete auf, zum Beispiel aus der Naturkunde, Religion oder Geschichte. Es können auch Verkehrsregeln, dais Verhalten auf der Strasse, ferner wichtige, oft ge brauchte Fremdwörter, oder fremdsprachige Aus-drücke für daa Frage- und Antwortspiel verwendet werden wobei der Ausdruck in der Grundsprache des Spiels die Frage und die fremdsprachige Mersetzung derselben die Antwort darstellt.
Beispiel: Frage <B>=</B> Wie geht es Ihnen<B>?</B> Antwort (englisch): How do you do <B>?</B> Daneben kann noch eine das betreffende Gebiet kennzeichnende<B>Ab-</B> bildung vorhanden 6ein, derart, dass diese bildlichen Darstellungen ebenfalls wieder Quintette ergeben.
Abweichend von der Spielregel im ersten Beispiel kann mit diesem Spiel ein Frag- und Antworts#piel verbunden werden, wobei durch richtige oder falsche Antworten Gewinne oder Verluste gebucht werden können. So kann der Spieler, bevor er eine Karte ausgibt, die auf dieser gestellte Frage an seinen nächsten Mitspieler richten. Wird die Frage unrichtig beantwortet, so kann der Fragesteller dem Gefragten einen Stift entfernen und ihn durch den seinigen ersetzen. Die Frage geht dann weiter an den nächsten Spieler bis die Reihe der Spieler erschöpft oder die Frage richtig beantwortet ist.
Dann wird die Karte mit der gestellten Frage ausgegeben und von den andern Spielern versucht das, Pack zu stechen, das dadurch entsteht, dass Wer Spieler eine Karte, wie<B>f</B> rüber beschrieben, ausgibt, wobei derjenige Spieler dasselbe einehmen kann, welcher die höchste Zahl (Einwohnerzahl einer Orts-chaft oder Meereshöhe eines Lage punktes) aufweist. Das Spiel kann auch hier zu einem Quintettspiel erweitert werden. Dadurch können analog wie beim ersten Bei spiel Gewinnpunkte gemacht werden.
Statt Quintette können auch Quartette oder solche Zusammenstellungen von Karten der gleichen Art jeder beliebigen Anzahl ge bildet werden. Die Anzahl Karten muss jeweilen durch die Zahl der Karten in einer Zusammenstellung teilbar sein, z. B. bei Quintetten durch fünf respektive bei Quar tetten durch vier.