CH199569A - Verfahren zum Betriebe von Gasturbinenanlagen und Gasturbinenanlage zum Durchführen desselben. - Google Patents

Verfahren zum Betriebe von Gasturbinenanlagen und Gasturbinenanlage zum Durchführen desselben.

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CH199569A
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Georg Jendrassik
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description


  Verfahren zum Betriebe von Gasturbinenanlagen und Gasturbinenanlage  zum Durchführen desselben.    Den Gegenstand der Erfindung bildet ein  Verfahren zum Betriebe von Gasturbinen  anlagen, durch welches die dem gasförmigen  Arbeitsmittel zugeführte Wärme neben einem       verhältnismässig        niedrigen        Herstellungspreis,     unter Verwendung der zur Zeit zur Ver  fügung stehenden Baustoffe, mit gutem wirt  schaftlichem Wirkungsgrad in Arbeit um  gewandelt werden kann.

   Die für Gasturbinen  anlagen bis     heute        vorgeschlagenen    Einrich  tungen und     Betriebsverfahren    waren ohne  Ausnahme mit dem Nachteil behaftet, dass  ein annehmbarer Wirkungsgrad nur mit  einer sehr hohen Temperatur, und bei den  mit konstantem Druck arbeitenden Vor  schlägen nur mit einem sehr grossen Höchst  druck und einer sehr hohen Temperatur er  zielt werden kann. Die hohe Temperatur  stellt strenge Anforderungen an die zu ver  wendenden Baustoffe, und der hohe Druck  verlangt teure und schwere Konstruktionen  mit gesteigerter Widerstandsfähigkeit.

      Bei den mit konstantem Druck arbeiten  den Vorschlägen ist die hohe Temperatur  deshalb notwendig, weil der Wirkungsgrad  des für die Turbine das Gas verdichtenden  Kompressors, sowie der Wirkungsgrad der  mit dem heissen Gas betriebenen Turbine  nicht befriedigend war.     Aus        diesem    Grunde  war es vorteilhaft, den     Arbeitsbedarf    des  Kompressors in bezug auf den     Arbeitsbedarf     der Turbine     niedrig    zu halten, ,

  damit -der  Unterschied     zwischen    der     Arbeitsleistung    der       Turbine    und dem     Arbeitsbedarf    des     Kom-          pressors    - welcher der     Nutzarbeit    propor  tional     ist    - grösser werden kann.  



       Der    hohe Druck war     aus    dem Grunde  erforderlich, weil bei den     bisherigen    Vor  schlägen die Zurückgewinnung der Wärme  der die Turbine     verlassenden    Gase (Regene  ration,     Rekuperation)    zur     Vorwärmung    der  in die Turbine eintretenden     frischen    Gase  nicht in hinreichendem Masse     verwendet     wurde.

   Die Wärme der     die    Turbine durch-      strömenden hocherhitzten Gase     konnte    schliess  lich nur auf die Weise befriedigend aus  genutzt werden, dass     diese        Gasse    in der Tur  bine in grossem Masse     expandieren    und sich  demzufolge abkühlen konnten, damit diesel  ben die Turbine mit einer verhältnismässig  niedrigen Temperatur     verlassen    konnten.  Dieser Umstand musste aber auch auf die an  gewendete     Höchsttemperatur    zurückwirken,  da in der Turbine eine hohe durchschnitt  liche Temperatur, nebst einer niedrigen Aus  trittstemperatur, nur bei einer sehr hohen  Höchsttemperatur erreicht werden konnte.  



  Das Verfahren zeichnet sieh     dadurch    aus,  dass     das    in die Turbine     zwecks    Arbeitsver  richtung einzuführende Gas zuerst mit Hilfe  eines mehrstufigen umlaufenden     Kompres-          sors    höchstens auf das Achtfache seines An  fangsdruckes     verdichtet,    darnach in einem  durch die aus der Turbine austretenden Ab  gase beheizten Wärmeaustanscher, in dem  diese Abgase und das im Kompressor ver  dichtete     Gas        abwechselnd    den gleichen  Arbeitsraum durchströmen,

   auf mindestens  70 ö der höchsten Absoluttemperatur des       Arbeitsprozesses    erhitzt und schliesslich dem  Arbeitsraum der Turbine zugeführt wird,  und dass     dieses    Gas in der Turbine     bei    gleich  zeitiger Wärmezufuhr der arbeitsleistenden  Expansion unterworfen wird.  



  Das den     Gegenstand    der Erfindung bil  dende Verfahren beseitigt die eingangs er  wähnten Nachteile und ermöglicht die An  wendung einer solchen Gasturbine, in wel  cher der herrschende     Höchstdruck    und die  Höchsttemperatur niedrig, dabei der Wir  kungsgrad befriedigend und die Herstellungs  kosten ermässigt sind.  



  Dies wird mit dem     erfindungsgemässen     Verfahren dadurch erreicht, dass:  1. zur Abkühlung der die Turbine ver  lassenden Abgase und zur Vorwärmung der  verdichteten Frischgase der genannte     Wärme-          austauscher    verwendet wird. Bei einem der  artigen Wärmeaustauscher findet die Wärme  aufnahme und -abgabe abwechselnd an der  selben Arbeitsfläche, unmittelbar mit sehr  guter     Wirksamkeit    statt, so dass     es    nicht    nötig ist, eine grosse Druckstufe zu verwen  den.  



  2. das Frischgas im Wärmeaustauscher  auf mindestens 70% der grössten Absolut  temperatur des Arbeitsprozesses erhitzt wird.  Hierdurch wird erreicht, dass die durch  schnittliche Temperatur in der Turbine der  zulässigen     Höchsttemperatur    am nächsten  kommt, was mit     Rücksicht    auf den Wir  kungsgrad günstig ist.  



  3. das Gas mit Hilfe eines mehrstufigen  umlaufenden     Kompressors        höchstens    auf das  Achtfache seines Anfangsdruckes verdichtet       wird.     



  Der Wärmeaustauscher besitzt hinsicht  lich des     Gesamtwirkungsgrades    der Anlage  eine sehr .grosse Wichtigkeit. Die     Hitze-          beständigkeit    der     Konstruktionsteile    der Tur  bine     stellt    mit Rücksicht auf die     zulässige          Höchsttemperatur    eine     gewisse    obere Grenze  fest, und der     Wirkungsgrad    ist natürlich um  so besser,

   je     weniger    die Temperatur     des     Austrittes aus dem     Wärmeaustauscher    und  die durchschnittliche Temperatur     des        Arbeits-          prozesses    voneinander abweichen.     Es        ist    des  halb, wie unter 2.

   erwähnt wurde, erfin  dungsgemäss     besonders    wichtig,     das    Gas im       Wärmeanstauscher        wenigstens    auf<B>70%</B> der  Höchsttemperatur     des        Arbeitsprozesses,    vor  teilhafter jedoch auf einen von der Höchst  temperatur noch weniger     abweichenden        Tem-          peraturwert    zu erhitzen.  



       Anderseits    ist es im     Zusammenhang    mit       dem          hinsichtlich    des       Kompressors    auch     wichtig,        dessen    Arbeit  klein zu     halten.    Aus     diesem    Grunde. da. die  Kompression :im     Kompressor    immer mit ge  wisser     Temperatursteigerung    verbunden     ist,     ist es in Übereinstimmung mit dem unter 1.  und     B.        Gesagten    vorteilhaft, das Kompres  sionsverhältnis höchstens 8     zu    wählen.

   In  dem Falle, dass     während.    der     Kompression     keine Kühlung angewendet     wird,    .ist es       zweckmässig,    bei noch kleinerem Druckver  hältnis zu     bleiben;    so wird     zum        Beispiel    der  Wert 4 oder kleiner     als    4 gut entsprechen.  Falls Zwischenkühlung oder nach oder wäh  rend der     Kompression        Wasserverdampfung         gewendet wird,  angewendet wird, kann das Druekver@ältnis  grösser als 4 sein.  



  Wie oben unter 3, bereits hervorgehoben  wurde, ist es für den Kompressor auch wich  tig, eine hohe Durchströmungsgeschwindig  keit für die Frischgase zuzulassen. Bei einer  vorteilhaften Ausführungsform wird dies bei  dem mehrstufigen umlaufenden Verdichter  ohne Verschlechterung des     Wirkungsgrades     und ohne besondere Mehrkosten am zweck  mässigsten dadurch gesichert, dass der Kom  pressor - ähnlich der Anordnung der  Schaufelkränze der Dampfturbinen - so  konstruiert wird, dass in ihm der mittlere  Durchmesser irgend eines Schaufelkranzes  mindestens angenähert das arithmetische  Mittel der mittleren Durchmesser der un  mittelbar benachbarten Schaufelkränze be  trägt.

   Dies hat zur Folge, dass im Kom  pressor zufolge der Energieübermittlung im  wesentlichen nur die in die Umlaufsrich  tung fallende Komponente der Strömungs  geschwindigkeit einer Änderung unterliegt,  hingegen in einer durch die Kompressorwelle  gelegten Ebene (Meridianschnitt) betrachtet,  die Strömung ohne wesentliche Richtungs  änderung vor sich geht, wodurch grosse  Durchströmungsgeschwindigkeiten, praktisch  verlustlos, ohne weiteres möglich sind.

   Ein  solcher Kompressor ist der rein     achsial    oder  der rein radial durchströmte Kompressor  (beim ersteren ist der für diese Kompressor  type kennzeichnende mittlere Durchmesser  irgend eines Schaufelkranzes praktisch dem  Durchmesser der benachbarten Schaufel  kränze gleich) ; es ist jedoch auch die Kom  bination dieser Grenzfälle möglich, bei wel  cher die Durchströmung zum Beispiel an einer  Kegelfläche stattfindet. Im allgemeinen sind  diese Kompressoren dadurch ausgezeichnet,  dass die aufeinanderfolgenden Kränze wenig  stens für einzelne Kranzgruppen, an Zonen  des Kompressorläufers bezw. des Kompressor  gehäuses befestigt sind, welche Rotations  flächen mit vorteilhaft nur geringer Krüm  mung darstellen.  



  In der Zeichnung sind zwei beispiels  weise Ausführungsformen des Erfindungs-    gegenstandes und das Verfahren erläuternde  Figuren dargestellt.  



  Fig.la und 1b zeigen zusammen einen  schematischen Schnitt eines Ausführungsbei  spiels der Erfindung;  Fig. 2 zeigt das Druckvolumdiagramm des  Arbeitsprozesses dieses Beispiels;  Fig. 3 zeigt das     Wärmesteueruugs-          diagramm    des Wärmeaustauschers;  Fig. 4 und 5 sind eine Ansicht und ein  Schnitt des Wärmeaustauschers, und zwar  eine Ansieht parallel zur Durchströmungs  richtung und ein Schnitt senkrecht hierzu;  schliesslich zeigt  Fig. 6 ein weiteres Ausführungsbeispiel  des Erfindungsgegenstandes.  



  Gemäss Fig. la, 1b ist der in den Lagern  3-3' gelagerte und mit Hilfe der Stopf  büchsen 4--4' abgedichtete Läufer 5 der Tur  bine, welcher die in mehreren     Stufen    an  geordneten     Turbinenschaufeln    6 trägt, im  Turbinengehäuse 1     untergebracht.    Im Ge  häuse 1 sind feststehende :Schaufelkränze 7  zur Führung :der Gase     vorgesehen.    Die Gase  treten in das Gehäuse 1 durch den Kanal 8  ein und     verlassen    es durch .den Kanal 9.

    Brenner 10 dienen zur Einführung :des       Brennstoffes        bezw.    der in Arbeit umzuwan  delnden Wärme, und führen den     Brennstoff          bezw.    die Wärme an mehreren     Stellen    un  mittelbar zu :den     strömenden    Gasen zwischen  den einzelnen     Turbinenschaufeln    ,in .die Tur  bine ein. Eine     Leitung    11 dient zur Füh  rung des Brennstoffes, eine Leitung 12 :da  gegen zur Führung der zur     Verbrennung    be  nötigten komprimierten Luft.

   Mit ,der Welle  1.3 des Turbinenläufers 5 ist die Welle 15  des     Kompressorläufers    14 gekuppelt, welche  Welle in den Lagern 16, 16'     gelagert    und in  dem     Kompressorgehäuse    17     mittels    .der     :Stopf-          bÜchsen    18, 18' abgedichtet ist. Der Kom  pressor     ist    ein     achsial    durchströmter Kom  pressor.

   Sein Läufer 14     besitzt    die in meh  reren Stufen     angeordneten    umlaufenden  Schaufeln 19, und im     Gehäuse    17     befinden     sich die     Leitsehaufeln    20, welche .in     achsialer     Richtung derart aufeinanderfolgen, dass der  mittlere     Durchmesser    eines     Schaufelkranzes         wie bei einer Dampfturbine das arith  metische Mittel der mittleren Durchmesser  der zwei unmittelbar benachbarten (stehen  den oder umlaufenden) Schaufelkränze be  trägt, so dass die Durchströmung in achsialer  Richtung ohne wesentliche Richtungsände  rung vor sich geht.

   Jede Hälfte des in Fig. 1a  durch die Linie M-M angedeuteten Achsial  schnittes einer zwischen den die Strömung  des Arbeitsmittels in radialer Richtung be  grenzenden Wänden     gedachten        mittleren     Fläche verläuft wenigstens annähernd gerad  linig. Das zu komprimierende Gas (Luft)  tritt durch den Kanal 21 in den Kompressor  hinein und verlässt     denselben    in komprimier  tem Zustand durch den Kanal 22. Das kom  primierte Gas gelangt nach Durchströmen  der Leitung 23 und     irgend    einer der drei  wärmeaustauschenden Einheiten 24', 24" und  24''' des Wärmeaustauschers durch Vermitt  lung der Leitung 25 in die Turbine.

   Der  Leitung 23     schliessen    sich die Ventilräume  26'. 26" und 26"' an, welche von den wärme  austauschenden Einheiten des     Wärmeaus-          tauschers    mit Hilfe der Ventile 27', 27"  bezw. 27"' abgeschlossen sind, und falls  irgend eines     dieser    Ventile geöffnet ist, kann  das Gas in die entsprechende Austauscher  einheit einströmen. An dieser Seite des  Wärmeaustauschers sind auch die Ventile  28', 28" und 28"' vorgesehen, welche die  Ventilräume 29', 29" und 29"' von den  einzelnen Austauschereinheiten abschliessen;  diese Räume stehen mit dem Kanal 30 in  Verbindung. durch welchen sich die Abgase  entfernen.

   Die auf der andern Seite des  Wärmeaustauschers vorgesehenen Ventile 31',  31" und 31"' schliessen die mit der Leitung  25 verbundenen Ventilräume 32', 32" bezw.  32"', von den Austauschereinheiten ab, wäh  rend die Ventile 33', 33" und 33"' die mit  der Leitung 34 verbundenen Ventilräume 35',  35" bezw. 35"' von den einzelnen Aus  tauschereinheiten abschliessen. Die Arbeits  räume der wärmeaustauschenden Einheiten  24', 24" und 24"' sind voneinander vollkom  men abgesondert, so dass das Arbeitsmittel in  jeden derselben nur durch die mit der glei-    chen Strichzahl bezeichneten Ventile ge  langen kann.  



  In diesem Ausführungsbeispiel sind sämt  liche Ventile gesteuert, und zur Steuerung  derselben dienen die an     den    Wellen 36  und 36' (Fig. 18) angeordneten Daumen.  Diese Wellen sind mit Hilfe des Elektro  motors 37 angetrieben; ihr Antrieb ist von  einander nicht unabhängig, und die Kette 38  sichert die entsprechende     gegenseitige    Ein  stellung der steuernden Daumen bezw. die  entsprechende richtige Steuerung der Ven  tile mit Hilfe der     Kettenräder.     



  Die wärmeaustauschenden Einheiten 24',  24" und 24"' sind so beschaffen, dass die  selben die Gase in beiden Richtungen (in  den Richtungen der     eingezeichneten    Pfeile)       durchlassen.     



  Die Wirkungeweise dieser Turbinen  anlage ist mit Bezugnahme auf das     Druck-          volumdiagramm    Fig. 2 die folgende:  Das Arbeitsmittel, z. B. Luft, tritt bei  absoluter Temperatur To und Druck po  (Fig. 2) durch den Kanal 21 hindurch in das  Kompressorgehäuse 17 hinein, wird an die  ser Stelle durch den Läufer 14 verdichtet,  wobei sein Druck bis p1 und seine Tempera  tur bis T1 ansteigt. Diese Temperaturen sind  absolute Temperaturen.

   Es sei zum Beispiel  po = 1, To = 293   abs., dann beträgt zum       Beispiel        bei        p,    = 4     atm.        T1    = 440'     abs.     Hier ist also die     untere        Druckgrenze    des       Arbeitsprozesses    gleich dem     Atmosphären-          druck,        wobei    die Luft aus der Atmosphäre  in den Kanal 21     gesaugt    wird.

   Das kompri  mierte Gas     ,gelangt        nachher    durch die  Kanäle 22,     28    in die Ventilräume 26', 26"  und     2,6"'    und strömt durch diejenigen der  Ventile 27', 27" und 27"', welche     gerade     geöffnet sind, in die     entsprechenden        Aus-          tauschereinheiten        des     Die Ventile     des        Wärmeaustauschers    werden  so     gesteuert,

          da.ss    an     beiden        Seiten    desselben       gleichzeitig    in der Weise     gewisse    Ventile  geöffnet sind, dass die Gase entweder nach       Durchströmung    der     Wärmeaustauscherein-          heit    aus der     Leitung    23 in den Einströmungs-      kanal 25 der Turbine strömen, oder nach  Durchströmung der Wärmeaustauschereinheit  in der der vorigen Strömungsrichtung ent  gegengesetzten Richtung aus dem Austritts  kanal 34 der Turbine in den Kanal 30 ge  langen.

   In Fig. 1b sind die Ventile 27' und  31' geöffnet, die Ventile 28' und 33' dagegen  geschlossen, gleichzeitig sind auch die Ven  tile 33" und 33"' und 28" und 28"' ge  öffnet, die Ventile 31" und 31"', sowie 27"  und 27"' dagegen geschlossen. In diesem  Falle durchströmt das komprimierte Gas die  Austauschereinheit 24' in der Richtung des  Pfeils I und tritt durch die Kanäle 25 und 8  in das Turbinengehäuse 1 ein. Während des  Durchströmens der Wärmeaustauschereinheit  ändert sich der Gasdruck, von dem infolge  der Reibung im Wärmeaustauscher ent  stehenden kleinen Spannungsabfall abgesehen,  nicht, hingegen steigt die Temperatur des  Gases von T 1 abs. bis T 2 abs., z. B. von  440' abs. bis 660' abs., da das Gas von  der Wärmeaustauschereinheit Wärme über  nimmt. Während dieses Vorganges kühlt sich  die Wärmeaustauschereinheit in gewissem  Masse ab.  



  Durch die Zufuhr von Wärme mit Hilfe  des ersten Brenners 10 wird die Temperatur  des Gases, welche vordem Eintritt in die Tur  bine mit der Temperatur T2 des aus dem  Wärmeaustauscher austretenden Gases gleich  ist, in der Turbine über diesen Wert, auf T3  (z. B. auf 750' abs.) erhöht (Fix. 2). Es ist  jedoch möglich, und sogar mit     Rücksicht    auf  den guten Wirkungsgrad auch zweckmässig,  die vor dem ersten Schaufelkranz statt  findende Wärmezufuhr vollkommen wegzu  lassen, für welchen Fall T2 = T3 ist.  



  Mit Hilfe des Turbinenläufers wird dem  Gas Arbeit entzogen, wodurch das Gas wäh  rend des Durchströmens der Turbine von dem  Druek p1 wieder auf den Druck p0 expan  diert und die Temperatur     T4    annimmt. Wäh  rend dieser arbeitsleistenden Expansion des  Gases wird demselben durch die zwischen den       einzelnen    Stufen angeordneten drei Brenner  Wärme zugeführt. Im Interesse des guten    Wirkungsgrades ist es zweckmässig, die Zu  fuhr der frischen Wärme durch die regel  baren Brenner allmählich in der Weise zu       bewerkstelligen,    d ass die Expansion der Gase  in der Turbine nahezu isothermisch verläuft,  in welchem Falle T3 = T4 ist. Dies kann  durch die entsprechende Anordnung der  Brenner 10 und durch die entsprechende.

    Regulierung der durch die Brenner ein  geführten Wärme erreicht werden. Falls  also vordem ersten Schaufelkranz der Tur  bine keine     Wärmeeinführung        stattfindet,     kann auf diese Weise erreicht werden, dass  die Temperatur T2 des Austrittes aus dem  Wärmeaustauscher angenähert der Tempe  ratur T4 des Austrittes aus der Turbine  gleich ist.  



  Nach     Austreten    aus der Turbine durch  die Kanäle 9 und 34 durchströmen die     Ab-          gasse    bei der Stellung der Ventile gemäss  Fig. 1b die Wärmeaustauschereinheiten 24",  24"' durch die geöffneten Ventile 33", 33"'  in der Pfeilrichtung II, währenddessen ihr  Druck, von dem zufolge der     Reibung    in  den Wärmeaustauschereinheiten verursachten  kleinen Druckabfall     abgesehen,    sich nicht  ändert, ihre     Temperatur    jedoch von     T4    auf  T5 (z. B. im Falle von T4 = T3 von 750  abs.

    auf 370  abs.) fällt, da sie den     Wärmeaus-          tauschereinheiten    24", 24"' Wärme über  geben, wodurch diese     Wärmeaustausoherein-          heitenallmählich    erwärmt werden. Durch die  Ventile<B>28",</B>     r8"'    gelangen die Gase .in den  Kanal 30 und treten schliesslich mit der  Temperatur     T,        aus    der Anlage aus.  



  Falls der Wirkungsgraddes     Kompressors     und der :der Turbine nicht     berücksichtigt     wird, wird der     Arbeitsbedarf    des Kompres  sors durch die Fläche     po,   <I>To, T</I>     il        p,,        die     Arbeitsleistung der Turbine dagegen durch  ,die Fläche     p1,        T3,        T4,        podargestellt.    Die  nützliche Arbeit der ganzen Anlage wird  durch die Differenz der beiden     Flächen    be  stimme.

   Damit diese Differenz :gross genug  sein kann, ist es sehr     wichtig,        dass    sowohl  die Turbine, als auch .der Kompressor einen       möglichst    .guten Wirkungsgrad besitzen. Aus  der letzteren Hinsicht, aber auch mit Rück-      sieht auf die Beschaffungskosten der Anlage  ist der Erkenntnis eine entscheidende Wich  tigkeit     beizumessen,        dass    diesem Zwecke am       besten    der beschriebene, umlaufende, mehr  stufige Kompressor entspricht, in welchem  die Strömungsrichtung der     Gase,    von den zur  Energieübermittlung erforderlichen tangen  tialen Richtungsänderungen abgesehen, ge  radlinig oder wenigstens angenähert gerad  linig ist,

   da bei solchen     Richtungsänderungen     überflüssige Ablenkungsverluste in den durch  die Kompressorwelle gelegten Schnitten nicht  auftreten und selbst bei hohen Durchströ  mungsgeschwindigkeiten ein günstiger Wir  kungsgrad erreicht werden kann.  



  Die wärmeaustauschenden Einheiten küh  len sich ab, falls das Gas sie in der Rich  tung     des    Pfeils I durchströmt, da sie das  Gas erwärmen, dagegen werden sie erhitzt,  falls die Gasströmung in der Richtung II  stattfindet, indem sie die abzuführenden  Gase abkühlen. Aus diesem Grunde sind die  wärmeaustauschenden Einheiten des     Wärme-          austauschers    bis zu einer gewissen Zeit zur  Erwärmung des     komprimierten        Gases    vor  den Eintritt in die Turbine, dann eine ge  wisse Zeit zur Abkühlung der Abgase hinter  den Austritt der Turbine geschaltet.

   In die  sen zwei Phasen findet die Durchströmung  der wärmeaustauschenden Einheiten in ein  ander entgegengesetzten Richtungen     (Gegen-          stromaustauscher)    statt. Der     Wärmeaus-          tauscher        besteht    aus drei     wärmeaustauschen-          den    Einheiten 24', 24", 24 "'; die Steuerung  der Ventile derselben ist einzeln im Dia  gramm der Fig. 3 gezeigt, wo die Abszisse  die Zeit und die Ordinaten (die von der  Abszissenachse aufgetragenen Masse h) in  einem gewissen Massstab die Öffnungen der  einzelnen Ventile darstellen.

   Wegen der  Stetigkeit der Durchströmung wenden     min-          destens    zwei     wärmeaustauschende    Einheiten  benötigt. Wenn zwei Einheiten da sind, wird  jede abwechselnd eine Zeitlang vor dem Ein  tritt und dann hinter dem Austritt aus der  Turbine geschaltet. Beim Beispiel gemäss  Fig. 1a, 1b sind zwei von den dargestellten  drei Einheiten 24', 24", 24"' (z. B. die Ein-    heiten 24", 24"') ständig hinter die Tur  bine und die jeweilige dritte Einheit 24'  vor die Turbine geschaltet.

   Es ist im all  gemeinen, wenn mehr     als    zwei Einheiten da  sind, wichtig, immer eine grössere Anzahl  von Einheiten hinter, als vor die Turbine  zu     schalten,    da in     diesem    Falle der aus dem  Reibungswiderstand des Wärmeaustauschers  entstehende Spannungsabfall kleiner ist. Der  Wärmeaustauscher könnte im allgemeinen  auch statt aus drei aus     einer    beliebigen An  zahl von Einheiten bestehen,     deren        Steue-          rung    nicht nur mit Hilfe von Ventilen, son  dern auch auf andere     Weise,    z.

   B. mittels  Schiebern, oder teils mit Hilfe von     auto-          matischen    Ventilen bewerkstelligt werden  könnte.  



  Wenn eine wärmeaustauschende Einheit  bereits längere Zeit     ununterbrochen    in der  selben Richtung durchströmt worden     ist,    so  tritt infolge der merklichen Abkühlung     bezw.     Erwärmung der Einheit eine     Verschlechte-          rung        des        Gesamtwirkungsgrades    ein, so dass  es zweckmässig     ist,    die Strömungsrichtung  der Einheit nach einer nicht zu grossen Zeit  spanne zu wechseln. Es bedeutet in     Fig.3     T die     Zeitdauer    einer vollen Betriebsperiode.

    nach deren Ablauf die     Einheiten    des     Aus-          tauschers    wieder in     derselben    Phase sind. In  der     Fig.    3 sind - übereinander gezeich  net - drei Diagramme (für jede wärmeaus  tauschende Einheit je ein     Diagramm)    ersicht  lich und sind die Hübe der     Ventile,    welche  das frische     Arbeitsmittel    durch den     Wärme-          austauscher        durchlassen,    mit voller Linie, die  Hübe der Ventile     dagegen,    welche die Ab  gase der Turbine durch den Wärmeaus  tauscher durchlassen,

   mit     gestrichelter    Linie  dargestellt. Jederzeit sind ein Ventil der  ersteren Art und die zugehörige wärmeaus  tauschende Einheit, und die Ventile der letz  teren     Art        und        die    übrigen zwei zugehörigen       wärmeaustauschenden        Einheiten    geöffnet.       Das    Mass der Temperaturänderung ist bei  dem     Austauscher    des     Beispiels    von der Zeit  dauer T abhängig und     ist    bei einem     grösseren     Wert derselben grösser.

   Wenn eine     wärme-          austauschende    Einheit von der Durchströ-      mung in einer Richtung auf die Durch  strömung in der entgegengesetzten Richtung  umgeschaltet wird, tritt in derselben auch  eine Druckänderung ein, da die Einheit bei  der Durchströmung in der einen Richtung  vor die Turbine, bei der Durchströmung in  der andern Richtung dagegen hinter die Tur  bine geschaltet ist. Die mit dieser Druck  änderung verbundene Auffüllung bezw. Ent  leerung der Einheiten verursacht einen  Arbeitsverlust, welcher bei einem gegebenen  Austauscher um so grösser ist, je öfter die  Umschaltung der Einheiten stattfindet.

   Der  wegen der Temperaturänderung der Ele  mente entstehende Verlust ändert sich hin  g o egen mit der Zeitdauer der Umschaltung  in entgegengesetztem Sinne, ist also bei  öfters stattfindenden Umschaltungen kleiner.  Um einen guten Wirkungsgrad zu erreichen,  ist es zweckmässig, die Zeitdauer einer Um  schaltung so zu wählen, dass die erwähnten  zwei Verluste angenähert die gleiche Grösse  haben.  



  Damit der wegen der Temperaturände  rung     entstehende    Verlust des Wärmespei  chers nicht zu gross wird, ist es zweckmässig,  die dargestellten Einheiten mit kleiner Tem  peraturschwankung, das heisst mit genügen  der Wärmekapazität auszuführen und die  Zeitdauer der Umschaltungen dementspre  chend zu wählen. So kann zum Beispiel die  Wärmekapazität der Einheiten so gewählt  werden, dass die Temperaturänderung zwi  schen zwei Umschaltungen kleiner als 50'C  ist, was zwecks Sicherung eines guten     Wir-          kungsgrades    gleichfalls wesentlich ist.  



  Zur Erniedrigung der mit der Auffüllung  verbundenen     Verluste    und auch im Interesse  der Billigkeit sind die     Wärmeaustauscher-          einheiten    gemäss Fig. 4 und 5 so hergestellt,  dass sie nur einen kleinen Luftrauminhalt be  sitzen. Gemäss Fig. 4 und 5 besteht jede  Wärmeaustauschereinheit aus den parallel  zur Strömungsrichtung     gerichteten    Metall  bändern 40, z. B. aus Stahl oder Eisen, wel  che voneinander mit den stellenweise an  gebrachten Einlagen 41 in bestimmten Ab  ständen gehalten sind.

   Die Bänder sind,    damit sie ihre Abstände zwischen den Ein  lagen nicht vergrössern bezw. verringern kön  nen, mit (in Fig. 1b nicht ersichtlichen) wellen  förmigen Einpressungen 42 versehen, welche  sich an die an beiden Seiten des gewellten  Bandes angeordneten flachen Bänder 43     an-          'legen.    Zwischen den Bändern strömen die  Gase in der in Fig. 4 eingezeichneten Pfeil  richtung durch. Die von den Bändern 40  und 43 gebildeten Kanäle weisen eine in  Fig.5 durch Pfeile angedeutete Höhe auf,  die nicht grösser als 2 mm ist.  



  In der Strömungsrichtung haben die Bän  der geringe     Abmessungen    (Abmessungen  kleiner als 20 mm), wodurch zwischen den  in dieser Weise angeordneten Bandschichten  (Stufen) dünne,     senkrecht    zur Strömungs  richtung stehende Luftspalten 40' entstehen.  Diese Luftspalten wirken in der Strömungs  richtung wärmeisolierend, wobei zwischen je  zwei Stufen eine solche Spalte angeordnet  ist. Da jede Wärmeaustauschereinheit in der  Strömungsrichtung wegen der     Luftspalte    die  Wärme nicht fortleiten kann, kann zwischen  den beiden Enden des Wärmeaustauschers  eine bedeutende Temperaturdifferenz ent  stehen.

   Die in der Strömungsrichtung     ge-          messene    Entfernung der Stufen voneinander  ist nicht grösser als 20 mm. An der einen  Seite     des        Wärmeaustauschers    treten immer  die     frisch        komprimierten    Gase ein, welche  dem     Wärmespeicher        Wärme    entziehen, aus  welchem Grunde diese Seite des Wärmeaus  tauschers kälter sein wird als die andere  Seite, wo die     aus    der Turbine austretenden  und     ,

  dem        Wärmeaustauscher    Wärme über  gebenden Abgase     eintreten.    Zwischen den  beiden Enden des     Wärmeaustausehers    ändert  sich die Temperatur stufenweise. Mit Hilfe       des    dargestellten     Wärmeaustausohers,    der ein       sogenannter        Gegenstrom-Wärmeaustauscher     ist, kann das     frisch    komprimierte Gas mit       geringen    Verlusten     erwärmt    werden,

   was     mit     Rücksicht auf den     Gesamtwirkungsgrad    der  Turbine     wichtig        ist.    Es ist     vorteilhaft,    in  dem     Wärmeaustauscher        viele    (z. B. mehr     als     30) der genannten Stufen zu verwenden.  



  Die Forderung, die Temperatur     T=    des      den Wärmeaustauscher verlassenden frischen  Arbeitsmittels angenähert der grössten Ab  soluttemperatur T, des Arbeitsprozesses gleich  zu machen, bringt auch mit sich, dass die  Temperatur T5 (Fix. 2) nahezu mit der Tem  peratur T1 übereinstimmt. Aus diesem  Grunde ist die in den den Wärmeaustauscher       verlassenden    Gasen enthaltene     Wärmemenge     gering und von den     Druckverhältnissen     nahezu unabhängig.

   Hinsichtlich des Wir  kungsgrades ist es also auch aus diesem  Grunde nicht notwendig, das Druckverhältnis  p1 : po hoch zu wählen; es ist sogar zweck  mässig, dasselbe auf dem bereits erwähnten  niedrigen Wert zu halten, wodurch auch  sonst grosse Fabrikations-, Konstruktions- und  Betriebsvorteile erzielt werden und die Her  stellung verbilligt wird. Nach dem Beispiel  ist T, = 660' C und T3 = 750' C, wobei  also T2 grösser als 70 % von T3 ist.  



  Die Temperatur T2 des Frischgases ist  am Austritt aus dem Wärmeaustauscher  kleiner als die Temperatur     T4    des     Abgases     am Eintritt in denselben. Damit die vor  erwähnte     Bedingung    verwirklicht     werden     kann, ist es notwendig, die Temperaturdiffe  renz T4-T2, welche dem Verlust des     Wärme-          austauschers    proportional ist, klein zu halten,  ferner die in der Turbine herrschende Höchst  temperatur Tmax (gemäss Fig. 2 Tmax = T@  oder falls vor dem Eintritt in die Turbine  keine Verbrennung stattfindet, Tmax=T3=T2)  so zu wählen, dass dieselbe von der Tempe  ratur T4 nicht sehr abweicht.

   Um die Tem  peraturdifferenz T4-T2 klein zu halten, ist  der Wärmeaustauscher mit einer entspre  chend grossen wärmeübertragenden Ober  fläche zu versehen und ist dafür zu sorgen,  dass derselbe viele Stufen besitzt.  



  Die in der Turbine     auftretende    Höchst  temperatur T3 kann durch die Regelung der  Einführung der frischen Wärme beherrscht  werden. So ist zum Beispiel bei der vorteil  haften isothermischen Expansion Tmax = T4.  



  Während der Durcbströmung des     Wärme-          austauschers        nimmt    der Gasdruck der Grösse  der Reibung entsprechend ab. Bei sehr grossen  Strömungsgeschwindigkeiten können aus der         Reibung        bedeutende        Verluste        entstehen,    aus  welchem Grunde es nicht ratsam ist, die Ge  schwindigkeit     übermässig    zu     steigern,    sondern  zweckmässig ist, dieselbe in beiden Strö  mungsrichtungen unter dem Wert 20 m/sec.  zu halten.  



  Ein sehr grosser Vorteil der     beschriebenen     Gasturbinenanlage ist, dass dieselbe besonders  infolge des guten     Wirkungsgrades    des Kom  pressors     bereits        bei    verhältnismässig niedriger       Höchsttemperatur    einen     sehr    guten Wir  kungsgrad gibt. Dies     ist        besonders    hinsicht  lich der     Betriebssicherheit,        das        Preises    und  der     Dauerhaftigkeit    der Turbine wichtig.

    So kann zum     Beispiel        bereits    ein sehr     .guter     thermischer     Wirkungsgrad    erreicht werden,  wenn die durchschnittliche     Temperatur    des       Arbeitsmittels    im     Arbeitsprozess    den Wert  von 450C C nicht überschreitet.

       Bei    höherer       Temperatur        verbessert    sich der Wirkungs  grad noch mehr, es     ist        jedoch    nicht zweck  mässig, mit der Temperatur höher zu gehen       als    es für die     Baustoffe    der Turbine     noch          verträglich        ist.    Aus     diesem        Grunde        ist    es       ratsam,

      die mittlere     Temperatur    des Arbeits  mittels im     Arbeitsprozess    unter<B>600'</B> C zu       halten.     



       Sehr    einfach wird     diese    Anlage dadurch,  dass die     untere        Druckgrenze        p"    der Atmo  sphärendruck ist. In diesem Falle kann     das          Ausströmen    der     Abgase    durch den Kanal 30  in die     Umgebung    stattfinden, so dass die Ver  lustwärme mit den Gasen entweicht und kein  Kühlwasser benötigt     wird;

      ferner     ist    wegen  der niedrigen     Druckstufe    such der grösste  Überdruck sehr     niedrig,    wodurch eine     sehr     billige     Konstruktion        erhalten    wird. Die obere       Druckgrenze    des     Arbeitsprozesses        p,    ist  ,gleich dem Enddruck des Gases im Kom  pressor.  



       Bei    der Ausführungsform     nach        Fig.    6 ist  der     Anfangsdruck        p"    des in den     Kompressor     44     einströmenden        Gases    höher als der Atmo  sphärendruck.

   Der     Kompressor    ist hier gleich       beschaffen    wie der des     ersten        Beispiels.    Das  Gas gelangt -durch den Kanal 45 in den       Kompressor    und     verlässt    denselben durch den  Kanal 46 mit     erhöhtem    Druck, durchströmt      den schematisch dargestellten     Wärmeaus-          tauscher    47 und gelangt durch den Kanal 48  in die Turbine 49, wo es bei gleichzeitiger  Einführung frischer Wärme Arbeit ver  richtet, auf den     Enddruck    expandiert und  aus der Turbine durch den Kanal 50 aus  tritt.

   Darnach durchströmt das expandierte  Gas den Wärmeaustauscher 47 in entgegen  gesetzter Richtung als im vorigen Falle und  gelangt durch den Kanal 51 in den Kühler  52, wo es unter der Wirkung des in den  Röhren 53 strömenden     Kühlmittels    von der  Temperatur T5 auf T0 abgekühlt wird, und  schliesslich tritt es in den Kompressor wie  der ein. Wegen der in der Turbine statt  findenden Verbrennung russ der Sauerstoff  gehalt des Arbeitsmittels erneuert werden,  aus welchem Grunde ein Teil der Abgase  vor dem Wärmeaustauscher 47 durch den  punktiert gezeichneten Kanal 54 in eine       Hilfsturbine    56     abgeleitet    wird, wo diese  Gasmenge auf den Atmosphärendruck expan  diert und durch die Röhre 57 ins Freie ent  weicht.

   Die Turbine 56 treibt einen Kom  pressor 58 an, in welchen eine Luftmenge,  die der aus dem Arbeitsprozess entweichen  den Gasmenge bleich ist, eingeführt und hier  auf den Druck p0 vorkomprimiert wird, und  darnach durch die Röhre 59, den Kühler 60  und durch die Röhre 62 der Niederdruck  leitung der Hauptanlage zugeführt wird. Die  Luft könnte auch durch die Leitung 61 der  Niederdruckleitung zugeführt werden. Die  Wirkungsweise dieser gemäss dem sogenann  ten Überdruckverfahren arbeitenden Anlage  stimmt im übrigen ungefähr mit jener der  in Fig. ja, 1b dargestellten Anlage überein.  



  Die Zufuhr des zur     innern    Verbrennung       nötigen    frischen Sauerstoffes kann anstatt in  dem Niederdruckteil auch unmittelbar in die  Turbine selbst stattfinden. Gemäss der hier  für gleichfalls in der Fig.6 angegebenen  Alternativlösung führt in diesem Falle der  die Frischluft liefernde Kompressor 65 die  zusätzliche Luftmenge durch die Leitung 66  und den Wärmeaustauscher 67 hindurch den  Brennern 64 zu.

   Die den Kompressor 65       antreibende        Hilfsturbine    68 wird mit Hilfe    der von der     Leitung    48 abgezweigten Lei  tung 69 gespeist; vor dieser Hilfsturbine  geben die antreibenden Gase, welche in der  Hilfsturbine bis zum Atmosphärendruck ent  spannt werden, ihre überschüssige Wärme  zur Vorwärmung der vorkomprimierten  Frischluft im Wärmeaustauscher 67 ab.  



       Es    kann auch möglich sein, dass die Lei  stung der Hilfsturbine zum Antrieb des     Kom-          pressors    nicht ausreicht. In einem solchen  Falle kann .der     Leistungsmangel    durch einen  sonstigen äussern     Antrieb    ersetzt werden oder  die Leistung dieser Turbine dadurch erhöht  werden, dass in derselben eine innere Ver  brennung angewendet     wird.    Die     hierzu          nötige    Frischluft     kann    durch die Leitung 70  zugeführt werden.  



  Hinsichtlich des Gesamtwirkungsgrades  der Turbinenanlage ist .es     vorteilhaft,    die  Luft im Kompressor während der Kompres  sion zu kühlen. Dies kann am     einfachsten.     mittels Wassereinspritzung oder mit Hilfe  einer Zwischenkühlung .stattfinden und kann  sowohl bei Turbinen des atmosphärischen.  <B>e</B> als auch bei Turbinen .des Überdruck  systems verwendet werden. Zur Einführung  des nötigen     Kühlwassers    dient das Rohr  system 63.  



       Es    ist möglich,     bei    der in der     Fig.    1  oder 6 dargestellten Anlage die Druckleitung  22     bezw.    46 des Kompressors mit     einer    An  zapfung zu versehen und hierdurch kompri  miertes Gas     abzuleiten,    welches sowohl für  den Antrieb     einer    Turbine, als auch für  andere Zwecke     verwendet    werden kann. Es  ist zweckmässig, die den hohen Temperaturen  ausgesetzten Teile der Anlage ,gegen Wärme  verluste mit Wärmeisolation zu versehen. Bei  denjenigen Teilen, bei     denen    (z.

   B. bei den       Wä@rmeaustauschern)    der     Druck    nicht kon  stant ist, ist     es    vorteilhaft, ein einen kleinen  Luftrauminhalt     besitzendes,    nicht poröses  Isoliermittel zu verwenden.  



  Bei den dargestellten     Anlagen    kann die       Turbine    gemäss jedem beliebigen System aus  geführt werden.  



  Es     sind    ausserdem in jedem     :dem    drei       Hauptteile    (Turbine,     Austauseher,    Kompres-      sor) zahlreiche Abweichungen möglich. An  Stelle     des    dargestellten     Kompressors    könnte  zum Beispiel ein Kompressor     verwendet    wer  den, der zwei in entgegengesetzten Richtun  gen umlaufende Läufer besitzt, in welchem  Falle die gemäss Fig. 1a im Kompressor  gehäuse befestigten Leitschaufeln sich ent  gegengesetzt zum Läuferdrehen.

       DerWärme-          austauscher    kann auch aus porösem, die  Wärme nicht oder nur wenig     leitendem     Stoff hergestellt sein, in welchem Falle er  nicht lamelliert werden muss. Sehr einfache  und billige Wärmeaustauscher können erhal  ten werden, wenn Drahtgewebe, Netze usw.  aufeinandergelegt und senkrecht zur Schicht  ebene durchströmt werden. Der in Fig.1b  dargestellte, vor dem Eintritt in die erste  Turbinenstufe angeordnete Brenner kann ge  gebenenfalls weggelassen werden.  



  Es könnten auch nur vor den Druck  stufen Brenner vorgesehen sein, die eine sol  ehe Brennstoffmenge zuführen, dass auch in  der Turbine zwischen den Stufen noch nach  träglich Brennstoff verbrennt, derart, dass  eine isothermische Expansion stattfindet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Betriebe von Gasturbinen anlagen, dadurch gekennzeichnet, dass das in die Turbine zwecks Arbeitsverrichtung ein- zufubrende Gas zuerst mit Hilfe eines mehr stufigen umlaufenden Kompressors höchstens auf das Achtfache seines Anfangsdruckes verdichtet, darnach in einem durch die aus der Turbine austretenden Abgase beheizten Wärmeaustauscher, in dem diese Abgase und das im Kompressor verdichtete Gas abwech selnd den gleichen Arbeitsraum durch strömen, auf mindestens 70% der höchsten Absoluttemperatur des Arbeitsprozesses er hitzt und schliesslich dem Arbeitsraum der Turbine zugeführt wird,
    und dassdieses Gas in der Turbine bei gleichzeitiger Wärme zufuhr der arbeitsleistenden Expansion unterworfen wird. UNTERANSPR@CHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die durch- schnittliche Temperatur des Arbeits mittels im Arbeitsprozess unter 600' C gehalten wird. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass für die untere Druckgrenze des Arbeitsprozesses der Atmosphärendruck gewählt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da- ,durch gekennzeichnet, dass die Durch- strömungsgesehwindigkeit des Arbeits mittels im Wärmeaustauscher in kei ner der zwei Durehströmungsrichtungen 20 m/sec. überschreitet.
    PATENTANSPRUCH II: Gasturbinenanlage zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch einen mehrstufigen umlaufen den Kompressor, der das in die Turbine zwecks Arbeitsverrichtung einzuführende Gas höchstens auf das Achtfache seines Anfangs druckes verdichtet, wobei der Anfangsdruck die untere Druckgrenze und der Enddruck die obere Druckgrenze des Arbeitsprozesses bildet,
    einen durch die aus der Turbine aus- tretenden Abgase beheizten Wärmeaus- tauscher, bei dem diese Abgase und das im Kompressor verdichtete Gas abwechselnd den gleichen Arbeitsraum durchströmen und in dem das verdichtete Gas mindestens auf <B>70%</B> der grössten Absoluttemperatur des Arbeitsprozesses erhitzt wird, und ferner durch eine Turbine.
    in welcher das ver dichtete und erhitzte Gas unter Arbeits leistung expandiert, währenddessen ihm Wärme zugeführt wird. UNTERAN SPRtSCHE 4. Gasturbinenanlage nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die in den einzelnen Druckstufen hintereinander folgenden @Sehaufelkränze des Kompres- sors @so ausgebildet sind,
    dass der mitt lere Durchmesser eines Schaufelkranzes wenigstens angenähert gleich dem arith metischen Mittel der mittleren Durch messer der diesem Schaufelkranz un mittelbar benachbarten Schaufelkränze ist. 5. Gasturbinenanlage nach Patentansprucb II, dadurch gekennzeichnet, dass beim Kompressor jede Achsialschnitthälfte einer zwischen den die Strömung des Arbeitsmittels begrenzenden Wänden ge dachten mittleren Fläche wenigstens an nähernd geradlinig ist. 6.
    Gasturbinenanlage nach Patentanspruch II und Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der Kompressor achsial durchströmt ist. 7. Gasturbinenanlage nach Patentanspruch II und Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der Kompressor radial durchströmt ist. B. Gasturbinenanlage nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeaustauscher aus mindestens zwei wärmeaustauschenden Einheiten besteht, deren jede abwechselnd eine gewisse Zeitlang zur Erwärmung des kompri mierten Gases vor dem Eintritt in die Turbine und darauffolgend zur Abküh lung des Abgases hinter den Austritt aus der Turbine geschaltet werden kann. 9.
    Gasturbinenanlage nach Patentanspruch II und Unteranspruch 8, dadurch ge kennzeichnet, dass beim Wärmeaus- tauscher im Arbeitsraum die Höhe der zur Durchströmung der Gase vor gesehenen Kanäle 2 mm nicht über schreitet. 10. Gasturbinenanlage nach Patentanspruch II und Unterarnspruch 8, dadurch ge kennzeichnet, dass jede wärmeaustau schende Einheit mit Hilfe von zur Strö- mungsriehtung senkrecht stehenden, je eine wärmeisolierende Schicht bildenden Luftspalten in mehrere, voneinander durch je eine solche Luftspalte, getrennte Stufen geteilt ist. 11.
    Gasturbinenanlage nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 8 und 10, da durch gekennzeichnet, dass die in der Strömungsrichtung gemessene Entfer nung der voneinander isolierten Stufen 20 mm nicht überschreitet. 12. Gasturbinenanlage nach Patentanspruch II und Unteranspruch 8, daduroh ge kennzeichnet, dass der Wärmeaustauscher aus mindestens drei Einheiten besteht, ferner durch eine diese Einheiten ab wechselnd so vor den Eintritt in die Tur bine bezw. hinter den Austritt aus der Turbine schaltende Steuervorrichtung, dass von den Einheiten immer weniger vor die Turbine als hinter die Turbine geschaltet werden. 13.
    Gasturbinenanlage nach Patentanspruch II und Unteranspruch 8, gekennzeichnet durch eine die wärmeaustauschenden Einheiten abwechselnd vor und hinter die Turbine schaltende Steuervorrich tung, die eine solche Umschaltzeitdauer bewirkt, dass die aus dem Abkühlen sowie aus dem Auffüllen des Wärme- austauschers entstehenden Wirkungs gradverluste annähernd gleich gross sind. 14. Gasturbinenanlage nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 4 und 8, da .durch gekennzeichnet, dass die Wärme kapazität der wärmeaustauschenden Ein heiten so gewählt wird, dass die Tempe- peraturänderung derselben innerhalb der Umschaltzeitdauer unter <B>50'C</B> bleibt.
    1.5. Gasturbinenanlage nach Patentanspruch 1I, gekennzeichnet durch an der mehr stufigen Gasturbine zwischen den Druck stufen .derselben vorgesehene regelbare. Brennstoff zuführend-e Brenner, die eine solche Brennstoffmenge zuführen, dass in der Turbine eine angenähert isother- mische Expansion stattfindet.
    16. Gasturbinenanlage nach Patentanspruch 1I, .gekennzeichnet durch an der mehr stufigen Gasturbine vor den Drucks.inxfen derselben vorgesehene, regelbare, Brenn stoff zuführende Organe, die eine solche Brennstoffmenge zuführen, dass in der Turbine bei fortgesetzter Verbrennung in derselben eine angenähert isothermische Expansion .stattfindet.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1068062B (de) * 1959-10-29 N V Philips Gloeilampenfabrie ken Eindhoven (Niederlande) Anlage mit einem Korn pressor und e'ner Expansionsmaschine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1068062B (de) * 1959-10-29 N V Philips Gloeilampenfabrie ken Eindhoven (Niederlande) Anlage mit einem Korn pressor und e'ner Expansionsmaschine

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