CH199609A - Ablenkvorrichtung für Kathodenstrahlröhren. - Google Patents

Ablenkvorrichtung für Kathodenstrahlröhren.

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CH199609A
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      Ablenkvorrichtung    für Kathodenstrahlröhren.    Die Erfindung     bezieht    sich auf eine     Ab-          lenkvorricUtung    für     Kathodenstrahlröhren.     



  Die Entwicklung des Fernsehens stellt.  immer grössere Anforderungen an die zur  Ablenkung eines Kathodenstrahlenbündels in  einem Fernsehsender und     -empfänger    ver  wendeten     Ablenkmittel.    Die hauptsächlich  sten Anforderungen, welche die     Ablenkmittel     zu erfüllen haben,     betreffen    die     Linearität     der Ablenkung, die Fokussierung des Katho  denstrahlenbündels und das Verhältnis der  Amplitude der Abweichung und der den       Ablenkmittel    zugeführten Spannung. Bei  Verwendung in einem Fernsehempfänger ist  es weiter sehr wichtig, dass die Herstellungs  kosten niedrig sind und die     Ablenkmittel    nur  wenig Raum beanspruchen.  



  Nach der Erfindung wird eine     Ablenk-          vorrichtung    verwendet, die wenigstens eine  aus zwei einander diametral gegenüberliegen  den Spulen bestehende Wicklung enthält,  von welchen Spulen Teile der     Windungs-          gruppen,    die in der     Achseuriehtung        einer    zur    Aufnahme der Röhre     bestimmten    kreiszylin  drischen Öffnung liegen, über Teile des Um  fanges der     genannten    Öffnung gleichmässig  verteilt sind, während jede     Windungsgruppe     vollständig in einer     kreiszylindrischen    Ober  fläche     liegt,

      welche Oberfläche sämtlichen       Windungsgruppen    der genannten     Wicklung     gemeinsam ist. Mit einer     derartigen        Ablenk-          vorriehtung    werden befriedigende Resultate  erhalten in bezug auf die     Linearität    der Ab  lenkung,     und    die Fokussierung des Katho  denstrahlenbündels, während sie bekannten  Vorrichtungen gegenüber den besonderen  Vorteil hat, dass sie so hergestellt werden  kann. dass sie billig ist und nur wenig Raum  beansprucht.  



  Zweckmässig enthält die     Ablenkvorrich-          tung    zwei Wicklungen, die im folgenden die       waagrechten    und senkrechten Wicklungen  genannt werden. Bei Verwendung     in    einem  Fernsehempfänger kann die erstgenannte  Wicklung zur Steuerung der     Abtastbewe-          gung    in einer Richtung parallel zu den Bild-      teilen, die senkrechte Wicklung zur Steue  rung der     Abtastbewegung    in einer Richtung  senkrecht zu den Bildzeilen benutzt werden.  Die beiden Wicklungen sind ferner zweck  mässigerweise innerhalb eines Mantels aus  magnetischem Material angeordnet und mit  tels eines elektrostatischen Schirmes ge  trennt.  



  Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus  führungsbeispiel des Erfindungsgegenstan  des.  



       Fig.    1 ist ein Querschnitt einer     Ablenk-          vorrichtung    längs der Linie     I-1    in     Fig.        f    .       Fig.    2 ist ein Schnitt längs der Linie  2-2 in     Fig.    1 ;       Fig.    3 veranschaulicht die Herstellung  einer     Ablenkspule;          Fig.    4 zeigt. schaubildlich die senkrech  ten     Ablenkspulen,    die bei dem in der     Fig.    1  und 2     dargestellten        Ablenkvorrichtuag    zur  Verwendung kommen.  



  In     Fig.    5 ist die gesamte     Ablenkvorrich-          tung    schaubildlich dargestellt;       Fig.    6 ist ein Schaltbild, auf welches bei  der Erläuterung der     Erfindung    näher     Bezug     genommen wird.  



  Die in den     Fig.    1 und 2 dargestellte Ab  lenkvorriehtung enthält eine     senkrechte    Ab  lenkwicklung, welche aus zwei diametral lie  genden, nach     Fig.    4 aufgebauten     Ablenk-          spulen    1 und 2 besteht. Jede Spule besitzt  eine Anzahl, z. B. 8, konzentrisch gewunde  ner     Windungsgruppen,    von denen jede  Gruppe eine oder mehrere Windungen ent  hält. Sämtliche     Windungsgruppen    sind im  gleichen Sinne gewickelt und in Reihe ge  schaltet. Die     Ablenkspulen    1 und 2 können  in Reihe oder parallel geschaltet werden.

   Die  Schaltung muss aber derart getroffen sein,  dass sich die von den Spulen 1 und 2 erzeug  ten Felder unterstützen.  



  Die Art und Weise, in der eine     Ablenk-          wicklung    der vorerwähnten Gattung herge  stellt wird, ist in     Fig.    3 veranschaulicht, in  der die dargestellte Spule nur sechs     Win-          dungsgruppen    besitzt. Bei der Herstellung  der Spule     wird    die innerste     Windungsgruppe       auf eine aus vier mit 3 bezeichneten und in  Löchern eines Brettes angeordneten Stiften  bestehende Form gewickelt. Die folgenden       Windungsgruppen    werden auf eine entspre  chende Form gewickelt, wobei die Abmessun  gen der Formen entsprechend zunehmen.

   Wie  bereits bemerkt, werden sämtliche     Windungs-          gruppen    im gleichen Sinne gewickelt. In die  sem Stadium des Herstellungsverfahren ist  die Spule flach und     befindet    sich in der  Ebene a der     Zeichnung,    während die Seiten  ansicht der Spule mit b angedeutet ist. Beim  folgenden Schritt der     Herstellung    wird die  Spule     imprägniert    und von den     Formen    ab  genommen, nach dem der Imprägnierstoff ab  gekühlt und erstarrt ist.

   Die imprägnierte,       flache,Spule        wird    dann     zwischen    zwei     nicht     dargestellten Blöcken angeordnet. und durch  Biegen derart     ausgestaltet,    dass das Spulen  ende die mit c     angedeutete    Form aufweist.       Gewünschtenfalls    können die     Windungs-          gruppen    statt der     Verwendung    von Imprä  gnierstoff mit Isolierband     umsszckelt    wer  den.

   Die in Achsrichtung der zur Aufnahme  der Röhre     bestimmten    kreiszylindrischen       Üffnung    liegenden Teile sämtlicher     Win-          dungsgruppen    jeder     Wicklung    liegen voll  ständig in einer kreiszylindrischen Fläche  und sind über gewisse aus den Figuren zu  entnehmende     Teile    de Umfanges gleich  mässig verteilt     angeordnet.     



  Die in     Fig.    1 und 2 dargestellte     Ablenk-          vorrichtung    enthält drei     koachsial    angeord  nete zylindrische Rohre 4, 6 und 7, von  denen die zwei innern 4 und 6 aus Isolier  stoff, z. B. Fiber, und das Aussenrohr oder  der     Mantel    7 aus magnetischem     Material     hergestellt sind.     Zweckmässig    ist der Mantel  7 ein nahtloses Stahlrohr.

   Das     Aussenfiber-          rohr    6 ist mit zwei im     Querschnitt    recht  eckigen diametral     einander    gegenüberliegen  den     Stäben    8 und 9     ans        Isolierstoff        ausge-          stattet.    Das eine Ende des     Stabes    8 ragt  etwas über das Rohr 6     hinaus.        Der    Zweck  dieser Massnahme wird im folgenden erläu  tert.  



  In     Fig.    2 ist der     Stab    9 weggelassen, um  die Spule 2     sichtbar    zu     machen.         Die senkrechten     Ablenkspulen    1 und 2  werden durch das     Fiberrohr    6 unterstützt  und sind     zwischen    diesem Rohr und dem  magnetischen Mantel 7 angeordnet. Die Stäbe  8 und 9 bezwecken die     Ablenkspulen    1 und  2 im richtigen Abstand voneinander zu hal  ten. Um Kurzschluss der Windungen der  Spulen zu vermeiden, ist zweckmässig die  innere Oberfläche des Mantels 7 mit einer       Isolierstoffschicht    11 überzogen.

   Durch das  Innenrohr 4 werden zwei     koachsial        gewik-          kelte,    einander diametral gegenüberliegende  und zweckmässig in der vorerwähnten     Art     und Weise hergestellte Spulen 12 und 13  unterstützt. An dem     Fiberrohi    4 sind zwei  diametral liegende Stäbe 14 und 16 aus Iso  lierstoff befestigt, die den Abstand zwischen  den Spulen 12 und 13     bedingen.    Die Enden  dieser Stäbe ragen     ebenfalls    etwas über das  Rohr 4 hinaus.

   Die von den Spulen 12 und  13     gebildete,    im folgenden     "waagrechte"     genannte Wicklung steht senkrecht zu den  senkrechten     Ablenkspulen    1 und 2, wodurch  die beschriebene Vorrichtung zum Abtasten  eines Schirmes mittels eines Kathodenstrah  lenbündels in zwei zueinander senkrechten       Richtungen    verwendet werden kann. Einer  der Vorzüge der beschriebenen     Ablenkvor-          richtung    besteht darin, dass ein Zylinder aus  leitendem Stoff, z.     B.    Kupfer, zwischen der  senkrechten Wicklung und der waagrechten  Wicklung angeordnet werden kann.

   Auf  diese Weise kann jede ungewünschte elektro  statische Kopplung zwischen den beiden       Wicklungen    vermieden werden. Es hat sich  aber gezeigt, dass die bestehende elektrosta  tische Kopplung so gering ist, dass der elek  trostatische Schirm in manchen Fällen nicht  verwendet zu werden braucht.  



  An den beiden Enden der     Ablenkvor-          riehtung    sind die die     Ablenkwicklungen          schützenden        Fiberplatten    18 und 19 vorge  sehen. An der     Abschlussplatte    18 sind die       Anschlussklemmen    21 für die von den Spu  len 12 und 13     gebildete    waagrechte     Ablenk-          wicklung        befestigt,    und es sind. auf ihr au  sserdem die     Anschlussklemmen    22 für die  senkrechten     Ablenkwicklungen    angeordnet.

      Diese     Abschlussplatte    besitzt ausserdem eine  Öffnung 23 und zwei zum Zentrieren der       Ablenkwicklungen    dienende     Vertiefungen     24. Das vorstehende Ende des Stabes 8 passt  in die Öffnung 23, wodurch die Lage der  senkrechten     Ablenkwicklung    in bezug auf  die     Abschlussplatte    18 bedingt wird, wäh  rend die vorstehenden Enden der     Stäbe    14  und 16 in die Vertiefungen 24 passen,

   wo  durch die Lage der waagrechten     Ablenk-          wicklung    in bezug auf die     Abschlussplatte     18 und in bezug auf die senkrechte     Ablenk-          wicklung    festgelegt wird. Die Abschluss  platten 18 und 19 werden mittels der vor  stehenden Teile 26 des magnetischen Mantels  7 geklemmt.  



  Neben dem Vorteil, dass sich die beschrie  bene     Ablenkvorrichtung    billig herstellen  lässt und wenig Raum beansprucht, wird  auch der Vorteil erzielt, dass die     Defokus-          sierung    des Kathodenstrahlenbündels auf  ein Minimum beschränkt ist. Zur Verringe  rung der     Defokussierung    des Kathodenstrah  lenbündels muss das von der     Ablenkwicklung     erzeugte magnetische Feld in einer Ebene  senkrecht zur     Age    des nicht abgelenkten       Kathodenstrahlenbündele    nahezu gleich  mässig sein.

   In dem in     Fig.    6 dargestellten       Schaltbild    ist mit den verschiedenen Ziffern  die     relative    Intensität des magnetischen Fel  des bei den Ziffern angedeutet. Die dort       veranschaulichte        Feldverteilung        wurde    mit  einer waagrechten     Ablenkwicklung    erhalten,  die der in     Fig.    1     dargestellten    nahezu ent  sprach, bei der aber die     innerste        Windungs-          gruppe    nicht vorhanden war.

   Die zwei     in-          nern        Windungnsgruppen    besassen je     vierzehn          Windungen        und        die    drei     Aussenwindungs-          gruppen    je zwanzig Windungen.  



  Die Anzahl der     verwendeten        Wicklungen          ist    durch verschiedene Faktoren     bestimmt.     Es     ist    im allgemeinen     erwünscht,    den erfor  derlichen     sägezahnförmigen        :

  Strom    über einen       herabtransformierenden        Transformator    den       Ablenkwicklungen    zuzuführen, wodurch     eine     kleinere     Windungszahl    verwendet     werden     kann, als     erforderlich    wäre,

   wenn die Ab  lenkwicklungen     unmittelbar    in den Aus-           gangskreis    einer     Entladungsröhre    aufgenom  men     würden.        Durch        Verwendung    eines  Transformators und damit einer     kleineren          Anzahl    von Windungen nimmt die     Eigen-          kapazität    der     Wicklung    ab, und ist es leich  ter, ein geeignetes     Verhältnis    zwischen der       Abtaatperiode    und der     Rückkehrzeit    zu er  zielen.

   Ein     weiterer        bei    Verwendung eines       herabtransformierenden        Transformators    er  zielter     Vorteil        besteht    in der     Tatsache,    dass  die     elektrostatische    Kopplung zwischen der  waagrechten und     senkrechten        Ablenkwick-          lung    infolge der     zwischen    den     Wicklungen     auftretenden     niedrigen    Spannung abnimmt.  



       Damit    die     senkrechte        Ablenkwicklnng     eine hinreichend hohe     Selbstinduktion    be  sitzt, wird im allgemeinen die     Anzahl    von  Windungen der     senkrechten        Ablenkwicklun-          gen    grösser     als    die der     waagrechten        Ablenk-          wicklung    sein.

   Der     magnetische    Mantel     i    er  höht die     Selbstinduktion    der     senkrechten          Ablenkwicklung    aber mehr, als durch eine  grössere Anzahl von Windungen erzielt wer  den kann.

   Da der     magnetische        Mantel        viel     dichter     bei    der     senkrechten        Ablenkwicklung     als bei der     waagrechten        Ablenkwicklung     liegt, ist der     Einfluss        dieses        Mantels    auf die  waagrechte     Ablenkwicklung        verhältnismässig     gering.

   Es wird trotzdem die Selbstinduk  tion der waagrechten     Ablenkwicklung    um  einen bestimmten Betrag erhöht, und gleich  zeitig tritt ein     gewisser        Betrag    an Eisen  verlusten in den beiden     Ablenkschaltungen     auf.     was    zur Vermeidung von Ein- und Aus  schalterscheinungen     erwünscht    ist.  



  Die in     Fig.    5     dargestellte        Ablenkvorrich-          tung    kann über den Hals einer     Kathoden-          strahleniröhre        geschoben    werden     und    zur Ab  lenkung     das    in der     Röhre        erzeugten        Ka-          thodenstrahlenbündels    dienen.

       Zweckmässig     kommt die     beschriebene        Ablenkvorrichtung     bei einer     Kathodenstrahlenröhre    zur Verwen  dung, bei der elektrostatische     Fokussierung            des        Kathodenstrahlenbündels        angewendet     wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ablenkvorrichbung für Kathodenstrahl- röhren, die wenigstens eine aus zwei einander diametral gegenüberliegenden Spulen beste- hende Wicklung enthält, von welchen Spu len Teile der Windungssgruppen, die in der Achsenrichtung einer zur Aufnahme der Röhre bestimmten kreiszylindrischen Öff nung liegen,
    über Teile des Umfanges der Öffnung gleichmässig verteilt sind, dadurch gekennzeichnet. dass jede Windungsgruppe vollständig in einer kreiszylindrischen Ober- fläche liegt, welche Oberfläche sämtlichen Windungsgruppen der genannten Wicklung gemeinsam ist. UNTERANSPRüCHE:
    1. Ablenkvorrichtung nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass die Wick- lung von einem Mantel aus magnetischem Material umgeben ist.
    2. Ablenkvorrichtung nach Patentansprueb mit zwei Wicklungen, dadurch gekenn zeichnet, dass zwischen den beiden 'Wick lungen ein elektrostatischer Schirm ange ordnet ist. ä. Ablenkvorrichtuag nach Patentanspruch mit zwei Wicklungen, dadurch gekenn zeichnet,
    dass jede Wicklung aus zwei ein ander diametral gegenüberliegenden Spu len besteht und jede Wicklung auf einem Zylinder aus lsolierstoff angebracht ist, wobei die beiden Zylinder koachsial sind, und die Aussenwicklung von einem aus magnetischem Stoff bestehenden Mantel umgeben ist,
    der zu den genannten Zylin dern koachsial ist.
CH199609D 1936-02-28 1937-02-24 Ablenkvorrichtung für Kathodenstrahlröhren. CH199609A (de)

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