CH199781A - Verfahren zur Herstellung einer wasserlöslichen stickstoffhaltigen Verbindung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer wasserlöslichen stickstoffhaltigen Verbindung.

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CH199781A
CH199781A CH199781DA CH199781A CH 199781 A CH199781 A CH 199781A CH 199781D A CH199781D A CH 199781DA CH 199781 A CH199781 A CH 199781A
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A-G J R Geigy
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Geigy Ag J R
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  Verfahren zur Herstellung einer wasserlöslichen     stickstoffhaltigen    Verbindung.         Es    wurde gefunden,     dass    durch     Alkylie-          rung    und     Aralkylierung    von     Amidinen    der  allgemeinen Formel  
EMI0001.0008     
    neue und beständige,     wasserlösliche    Verbin  dungen entstehen.  



  In dieser Formel bedeuten: R     substi-          tuierte    oder     unsubstituierte,        aliphatische,          araliphatische,        aromatische    oder     Uydroaroma-          tische        Reste,        R,.    die gleichen     Reste    wie R  und     heterocyclische        Reste,

          wobei    die     alipha-          tischen    und     araliphatischen        Reste    von R und       R,    auch ,durch     Heteroatome        odem    -Atomgrup  pen wie     -1S-,    -0-,     -NH-    usw.

   unterbrochen  sein können, und     R,    und     R3        Wasserstoff    oder       aliphatische,        araliphatische,        aromatische    oder  hydroaromatische, -substituierte oder     unsub-          stituierte    Reste.     R2    und     R=    können auch     dein     gleichen     hydroaromatischen        Ring    angehören.

      Durch die     Alkylierung    oder     Aralkylie-          rung    werden vornehmlich     substituierte    oder       unsubstituierte        Alkyl-,        Aralkyl-    oder     Alky-          lenreste        eingeführt.     



       Die    Beständigkeit der neuen Verbin  dungen ist     ausserordentlich        überraschend,    da  zum Beispiel die     Alkylierungsprodukte    von       Schiffschen    Basen und von     getimiden    leicht       zersetzlich    sind und zum     Teil    schon     durch     feuchte Luft zerlegt werden (B. 34, 825;  B. 54, 1722; B. 55, 1912).  



  Als     Ausgangsmaterial    für die Darstel  lung der neuen     Verbindungen    eignen sich  besonders die     Imidhalogenide.        Aliphatische,          araliphatische,        aromatische    oder     hydroaro-          matische,    beliebig     substituierte    oder     nassub-          stituierte        Carbonsäuren    werden in die     Amide     verwandelt,

   wozu je nach Verwendungs  zweck der     Enderzeugnisse    beliebig     substi-.          tuierte    oder     unsubstituierte,        aliphatisehe,          araliphatisehe,        aromatische,        hydroaromatische     oder     heterocyclische    primäre     Amine    verwen  det werden.

       Unter        Feuehtigkeitsauss.chluss     lassen sich nach bekannten     Verfahren        -die              Imidhalogenide    gewinnen, wobei     erwähnt     sein mag,     daB    auch im     Alkyl-,        Aralkyl-    und       Arylrest        halogenierte        Imidchloride    zur An  wendung gelangen können (Ani. 453, 113).

   In       indifferenten        Lösungsmitteln    wird dann mit  Ammoniak oder mit einfach oder gemischt  (am Kohlenstoff auch durch     Ilydroxyl-.          Alkoxygruppen        und/oder    Halogen) substi  tuierten oder     unsubstituierten,    primären     oder     sekundären,     aliphatischen,        araliphatischen,          aliphatisch-araliphatischen,    aromatischen,     ali-          phatisch-aromatischen,        araliphatisch-aroma-          trischen,    hydroaromatischen,

       aliphatisch-hy-          droaromatischen,        ara.liphatisch-hvAroaroma-          tischen    oder     heterocyclischen    Basen zu den  verschiedenartig substituierten     Amidinen    um  gesetzt. Jedoch lassen     sich    die     Amidine     auch nach andern, schon     bekannten    Verfah  ren gewinnen, so z.

   B. durch Umsetzung der       entsprechenden        Thioamide    oder     Cyanide    mit  Ammoniak, primären oder     sekundären    Ami  nen-,     es    lassen sich auch die     Carbonsäure-          amide        sekundärer    Amine durch     Überführung     in die     Ketochloride    und Umsetzung derselben  mit primären Basen in     Amidine    verwandeln.  



  Als     Carbonsäuren    eignen sich besonders       tertiäre        Carbonsäuren,        wie    z. B.     Benzoesäure,          halogenierte        Benzoesäuren,        Fencholsäure,          Campholsäure,        a-Chlorisobuttersäure,        a,a-Di-          chlorstearinsäure    usw., aber auch andere     Car-          bonsäuren,    wie     Ilexahydrobenzoesäure,

          ali-          phatische        Ca.rbonsäuren,    wie     '#'erseifungspro-          dukte    der Fette und Öle, Mono- und     Dichlor-          essig6äure    usw.  



  Als     Amine    zur     Amidbildung    sind zum  Beispiel primäre,     aliphatische    und aroma  tische Amine von besonderer     Bedeutung:          Methylamin,        Athylamin,    aber auch     Amine,     wie sie nach dem Hofmanischen Abbau aus  den     Amiden    hochmolekularer     Carbonsäuren,     wie der     Palmkernfettsäure,    der     Palmitin-          säure,    der     Stearinsäure,

          der        Dorschtranfett-          säure        usw.,    oder aber aus den durch Reduk  tion der natürlich vorkommenden     Fette,    Öle,  Harze,     Naphthensäuren    oder der     Benzyl-          phenole    erhältlichen, höheren Alkoholen oder  deren Estern mit Ammoniak     erhalten    wer  den.

   Anilin,     as-Diäthyl-phenylendiamin        oder            halogensubstituierte        Aniline,    wie     4-Chlor-          anilin    oder     3,4-Dichloranilin    usw., verschaf  fen den wie oben angegeben behandelten Ver  bindungen besondere Eigenschaften.     Aber     auch     hydroaromatische    oder     heterocyclische     Amine, wie z. B.     Cyclohexylanilin    oder  9-     Aminobenzthiazole,    sind von Bedeutung.  



  Zur     Imidchlonidbildung    eignet sich     Thio-          nylchlorid    ebensogut wie die     Phosphorpenta-          halogenide    oder     Phosgen,    wobei bekanntlich  auch mit     überschüssigem        Halogenierungs-          mittel    'in gleicher     Reaktion    eine weitere       Halogenierung    der     aliphatischen    wie     der    aro  matischen Reste     erzielt    werden kann (Ani.  453, 113).  



  Zur     Amidinbildung    eignen     sich    Ammo  niak, besonders aber     Methyl-,        Athyl-    und     Di-          methylamin,    jedoch auch höhere Amine, wie       as-Diäthyl-äthylendiamin,        Piperidin        etc.,    sind  wertvoll.  



  Zur     Alkylierung    oder     Aralkylierung    die  nen     gesättigte    und     ungesättigte,        beliebig    sub  stituierte oder     unsubstituierte        Alkylierungs-          und        Aralkylierungsmittel,    wie     Methylchlo-          nid,        Lau@rylchlorid,        Cetylbromid,        Benzylchlo-          rid,        kernhalogenierte        Benzylchloride,

          Glyze-          rinchlorhydrin,        Dimethylsulfat.        DiäthyIsul-          fat,        Chloressigester    und andere mehr.  



  Die als     Ausgangsstoffe    für die     Alkylie-          rung    und     Aralkylierung        verwendeten    Amine  vom     Amidintypus    sind     sehr    oft, leicht       vakuum,destillierbare    Öle, die in     Wasser     schwer oder unlöslich sind.

   Sie lassen     .sich          jedoch    nach den für     Ammoniakderivate    all  gemein üblichen     Methoden    in     wasserlösliche     Form     überführen;

          mit        anorganischen    oder       organischen    Säuren bilden sie     ,Salze,    wie       Chlorhydrate,        Sulfate,        Phosphate,        Kiesel-          fluorate,        Formiate,        Oxalate        etc.     



       Die    neuen Verbindungen können für die       verschiedensten        Zwecke    verwendet werden.  Durch     geeignete    Wahl der     zum    Aufbau       nötigen        Komponenten    hat man es in der  Hand,     bestimmte        Eigenschaften    in einem  Molekül zu vereinigen     oder    eine     bestimmte     Wirkung     besonders        hervortreten    zu     lassen.     Die Möglichkeiten,

   die Eigenschaften der       Endstoffe        zu    beeinflussen, sind ausserordent-      ]ich zahlreich, da. schon in den     Säureamiden     sowohl     Amid-    wie Säurerest den verschieden  artigsten Substitutionen zugänglich sind.

    Eine einfache oder mehrfache     Halogensubsti-          tution    im Säure- oder     Amidrest,    aber auch  im     Aralkylierungsmittel,    verändert zum Bei  spiel     Substantivität    oder     Giftigkeit        usw.,     während     Hydroxylgruppen    oder     weitere     Stickstoffsubstitution wiederum     andere    Wir  kungen auslösen.

   Es entstehen auf diese  Weise     beispielsweise        Textilhilfsmittel,    wie  Netzmittel oder Mittel zur Verbesserung der  Wasserechtheit von Direktfärbungen oder       Abziehmittel    für     Naphthol-AS-Färbungen     oder     Mattierungsmittel    für     Regeneratzellu-          lose    oder     Weichmachungsmittel    für Textilien.

         Auch    als     Mittel    gegen     tierische    Schädlinge,  wie     Pflanzenschutzmittel,    oder als     Mittel     gegen Mottenfrass sind     einige    der neuen Ver  binJungen sehr wertvoll. Ebenfalls von Be  deutung sind die stark     bakteriziden    und       fun.giziden    Eigenschaften     bestimmter,    neuer  Verbindungen.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur     Darstellung    einer wasser  löslichen stickstoffhaltigen     Verbindung,    da  durch gekennzeichnet, dass man     Dimethyl-          phenylbenzamidin    mit technischem     Dodecyl-          bromid,    wie es durch Behandlung von tech  nischem     Dodeeyl.alkohol    mit Bromwasserstoff  erhältlich ist, behandelt.  



       Die    neue     Verbindung,    eine helle,     halb-          feste    bis     ölige    Substanz, die sich in     Wasser       gut löst, eignet sich als     Desinfektionsmittel,     sowie als Mittel für die     Textilindustrie.     



       Beispiel:     10 Teile     Dimethyl-phenyl-benzamidin          (hergestellt    in bekannter Weise aus Benz  anilid durch     Überführung        ins        Imidchlorid     und Umsetzung mit     Dimethylamin)    werden  mit 12 Teilen     Dodecylbromid,        hergestellt     durch Behandeln von     technischem        Dodecyl-          alkohol,    dem     Hydrierprodukt    der     PaJmkern-          fettsäure,    mit Bromwasserstoff,

   versetzt und  15 Stunden lang auf     130-140'    erwärmt;  beim Abkühlen erstarrt die neue,     wasser-          lösliche    Verbindung.  



  Die neue Verbindung, eine helle, halb  feste bis ölige Substanz, die sieh in     Wasser     gut löst, eignet sieh als Desinfektionsmittel,  sowie als Mittel für die     Textilindustrie.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung einer wasser löslichen stickstoffhaltigen Verbindung der Benzamidinreihe,, dadurch- gekennzeichnet, dass man Dimethyl-phenyl-benzamidin mit technischem Dodecylbrom@id, wie es durch Behandlung von technischem Dodecylalkohol mit Bromwasserstoff erhältlich ist, behandelt.
    Die neue Verbindung, eine helle, halb feste bis ölige Substanz, die sich in Wasser gut löst, eignet sich als Desinfektionsmittel, sowie als Mittel für die Textilindustrie.
CH199781D 1937-07-08 1937-07-08 Verfahren zur Herstellung einer wasserlöslichen stickstoffhaltigen Verbindung. CH199781A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3093666A (en) * 1957-04-01 1963-06-11 Armour & Co Isothiouronium compounds

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3093666A (en) * 1957-04-01 1963-06-11 Armour & Co Isothiouronium compounds

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