CH199941A - Schienenkontaktvorrichtung. - Google Patents

Schienenkontaktvorrichtung.

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CH199941A
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CH
Switzerland
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contact device
rail
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pressure
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Inventor
Vereinigte Eisenbahn-S Haftung
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Ver Eisenbahn Signalwerke Gmbh
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Description


      Schienenkontaktvorrichtung.       Es sind     Schienenkontaktvorrichtungen     (kurz     "Schienenkontakte")    bekannt, die aus  einem Druckkörper und einem Kontaktver  mittelnden Teil bestehen. Der Aufbau dieser  Kontakte ist im allgemeinen wie folgt:  _Unter dem Schienenfuss ist ein mit Queck  silber, Öl oder Luft oder     andern    Flüssigkei  ten oder Gasen gefüllter Hohlkörper derart  am Schienenfuss angeordnet, dass der Hohl  körper beim Befahren der Schiene und der  damit     verbundenen        Durchbiegung    derselben  eine Volumenverminderung erfährt.

   Der  durch die Volumenverminderung verdrängte  Inhalt des Hohlkörpers     wirkt    direkt oder in  direkt auf     einen    Schenkel eines     Systemes    von  mindestens zwei kommunizierenden Röhren,  das bis zu einer     bestimmten    Höhe mit Queck  silber oder einer andern elektrisch leitenden  Flüssigkeit gefüllt ist, wodurch eine Verlage  rang der     Niveauflächen    in dem System kom  munizierender Röhren     hervorgerufen    wird.

    Der Anstieg oder Abfall der Niveauflächen    in den     einzelnen        Röhren    des     Systemes    kann  nun direkt zur     gewünschten    Kontaktgabe  oder     Kontaktunterbrechung    ausgenutzt wer  den. Diese Kontakte haben den Nachteil, dass  zur gewünschten Kontaktgabe nur die Zeit  zur     Verfügung    steht, in der eine Achse über  den     Schwellenabschnitt    rollt, in dem der  Kontakt eingebaut ist.

   Da diese Zeit, zumal  bei schnell fahrenden Zügen, sehr kurz ist,  ist es infolge der Massenträgheit der zu be  tätigenden     Flüssigkeiten        schwierig    eine ein  wandfreie Kontaktgabe herbeizuführen, vor  allem wenn die Flüssigkeit im     Kontaktkörper     Quecksilber ist.  



  Dieser Übelstand     kann    gemäss der Erfin  dung bei     Schienenkontakten    mit mit Flüssig  keit gefüllten kommunizierenden Röhren da  durch behoben werden, dass durch die Ände  rung des     Fassungsraumes    des Behälters eine       Beeinflussung    von zwei oder mehreren,     in     ihrem     Wirkungsbereich    befindlichen, vonein  ander unabhängigen, mit Flüssigkeit gefüll-           ten    Systemen kommunizierender Röhren her  beigeführt wird.  



  Die Erfindung ist im folgenden anhand  des in der Abbildung der Zeichnung veran  schaulichten Ausführungsbeispiels des Erfin  dungsgegenstandes in Form eines Schienen  kontaktes mit Druckkammer erläutert und  kann entsprechend bei einem solchen mit  Saugkammer zur     Ausführung    kommen.  



  In der Abbildung stellt 1 die Druckkam  mer dar. 2 ist ein Schnitt durch den Kontakt  körper. 3 ist ein Verbindungsrohr     zwischen     den Teilen 1 und 2. Der Kontaktkörper be  steht im wesentlichen aus zwei Paar kommu  nizierenden Röhren, deren einzelne Schenkel  4, 5 und 6, 7 bis zu einer bestimmten Höhe  mit Quecksilber gefüllt sind. Je ein Schenkel  jedes     Systemes,    in diesem Falle die Schenkel  5 und 7, die zweckmässig verschiedenen Quer  schnitt besitzen, ist über das Verbindungs  rohr 3 an die Druckkammer 1 angeschlossen.  Die beiden Rohrsysteme sind verschieden  ausgebildet.

   Der Schenkel 4 des     Systemes    be  sitzt einen     Querschnitt,    der ein Vielfaches  des     Querschnittes    des zugehörigen     Schenkels     5     ist.        Ausserdem    ist die     Quecksilberfüllung     so bemessen, dass der Abstand der Niveau  fläche 8 vom Scheitelpunkt 9 nur gering ist.  Das andere System kommunizierender Röh  ren mit den Schenkeln 6 und 7, ist dadurch  gekennzeichnet, dass der     Queeksilberfluss     durch eine Stauscheibe 10 stark gedrosselt  ist. Die Stauscheibe 10 kann auch durch ein       Rückschlagventil    in Verbindung mit einem  engen Umgehungskanal oder dergleichen er  setzt sein.

   In diesem System ist die Queck  silberfüllung so bemessen, dass der     Abstand     der Niveaufläche 11 vom     Scheitelpunkt    12  grösser ist als     im    andern System. In Verbin  dung mit dem     Druckraum    17, in diesem Falle  im     Kontaktkörper,    befindet sich ein Dia  phragma 16, das in     bekannter    Weise einen  langsamen     Druckausgleich    zwischen dem  Druck im     Druckraum    17 und dem jeweiligen  äussern     Luftdruck    zulässt. Das     Diaphragma     16 kann auch an jeder andern     Stelle    des  Druckraumes angebracht sein.

      Im Ruhezustand ist der Druck im Druck  raum 17 und der jeweilige äussere Luftdruck  über das     Diaphragma    16 ausgeglichen; das  Quecksilber in jedem Röhrensystem befindet  sich nach dem Gesetz kommunizierender  Röhren im Gleichgewicht. Ein über den       Kontakt    13 als Zuleitung geführter elektri  scher Stromkreis ist über den Kontakt 14 ge  schlossen, während Kontakt 15     einen    Strom  kreis     unterbrochen    hält.  



  Tritt jetzt durch     Befahren    der Schiene 18  ein     Zusammendrücken    des Druckkörpers 1       ein,    so entsteht ein     Überdruck    im Druckraum  17, der in den Schenkeln 5 und 7 ein Absin  ken der Kontaktflüssigkeit bewirkt, wobei im  Schenkel 7 infolge der im Flüssigkeitskanal       angeordneten        Stauscheibe    10 die Strömungs  geschwindigkeit nur gering ist, während sich  im Schenkel 5 der Überdruck ungehindert       auswirken    kann.

   Schon ein geringes Absin  ken des Quecksilberstandes im Schenkel 5  führt dazu, dass die Niveaufläche bis zum  Scheitelpunkt 9 sinkt, wodurch sich dann der  noch verbleibende     Überdruck    über den Schen  kel 4 nach aussen durch     Entweichen    der Luft  ausgleicht.

   Da nach dem kurzzeitigen Zu  sammendrücken des     Druckkörpers    dieser wie  der in seine     ursprüngliche        lege    zurückgeht  und bis zur     erneuten        Beeinflussung    durch die  nächstfolgende Zugachse     in    der Ursprungs  lage verbleibt und da der durch das Zusam  mendrücken der Druckkammer 1     entstandene     Überdruck ausgeglichen wurde, so entsteht  jetzt im     Druckraum    17 ein     Unterdruck,

      der  verhältnismässig länger     andauert    als der kurz  zeitige     Überdruck.    Der     Unterdruck    bringt  das     Quecksilber    im Schenkel 5 sofort wieder  zum     Anstieg,    bis der     Unterschiet)

      der Niveau  flächen in den     Schenkeln    4 und 5 der Grösse  des     Unterdruckes        entspricht.    Ausserdem be  wirkt der     Unterdruck    einen durch die Stau  scheibe 10     verzögerten        Anstieg    der     Kontakt-          flüssigkeit    im     Schenkel    7     und    einen ent  sprechenden Abfall im     Schenkel    6, und zwar  ebenfalls wieder so weit,

   bis die Höhendiffe  renz der     Niveauflächen    der Kontaktflüssig  keit in den Schenkeln 6 und 7 mit dem Un  terdruck im     Druckraum    17 im Gleichgewicht      ist. lies hat zur Folge, dass schliesslich der  Stromkreis über die Kontakte 13 und 15 ge  schlossen, während gleichzeitig der Strom  kreis über die Kontakte 13 und 14 unterbro  chen wird.

   Bei einer nun wieder folgenden  Beeinflussung des Druckkörpers 1 und dem  damit verbundenen Druckanstieg im Druck  raum 17 wird die im Schenkel 5 befindliche  Kontaktflüssigkeit sofort     wieder    ungehindert  nach unten gedrückt; der etwa noch vorhan  dene Überdruck kann in beschriebener Weise  über Schenkel 4 entweichen, jedoch nach Be  endigung des kurzzeitigen Überdruckes wird  die Kontaktflüssigkeit im Schenkel 5 sofort  wieder ansteigen. Im Schenkel 7     wirkt    sich  der Überdruck nicht in der Form aus wie im  Schenkel 5, da im Schenkel 7 die Strömungs  geschwindigkeit durch die Stauscheibe 10  stark vermindert ist. Es wird also im Schen  kel 7 durch einen kurzzeitigen Überdruck nur  ein geringes Absinken der darin hochgezoge  nen Kontaktflüssigkeit stattfinden.  



  Nach dem Befahren durch die letzte Zug  achse wird der Gleichgewichtszustand durch  den Druckausgleich über das     Diaphragma    16  wieder hergestellt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPR LTCH Schienenkontaktvorrichtung, die einen Kontaktkörper und einen Behälter aufweist, dessen Fassungsraum durch die Durchbie- gung der Schiene beim Befahren derselben verändert wird, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Änderung des Fassungsraumes des Behälters eine Beeinflussung von zwei oder mehreren, in ihrem Wirkungsbereich befind lichen, voneinander unabhängigen, mit Flüs sigkeit gefüllten Systemen kommunizierender Röhren herbeigeführt wird. UNTERANSPRüCHE 1.
    Schienenkontaktvorrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden der Druckkammer (1) am näch sten liegenden Schenkel der kommunizie renden Röhren (5 und 7) verschiedenen Querschnitt haben. 2. Schienenkontaktvorrichtung nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem einen System von kommunizierenden Röhren eine Dros sel (10) eingebaut ist.
    3. Schienenkontaktvorrichtung nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das eine System von kommunizierenden Röhren (4, 5) zwei Schenkel besitzt, von denen der eine (4) einen um ein vielfaches grösse ren Querschnitt besitzt als der andere (5).
CH199941D 1936-11-17 1937-10-25 Schienenkontaktvorrichtung. CH199941A (de)

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DE199941X 1936-11-17

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CH199941A true CH199941A (de) 1938-09-15

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