CH199997A - Verfahren zur ausblühfreien Oberflächenfärbung von Zementgegenständen. - Google Patents

Verfahren zur ausblühfreien Oberflächenfärbung von Zementgegenständen.

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CH199997A
CH199997A CH199997DA CH199997A CH 199997 A CH199997 A CH 199997A CH 199997D A CH199997D A CH 199997DA CH 199997 A CH199997 A CH 199997A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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Description


  Verfahren zur     ansblühfreien        Oberflächenfärbung    von Zementgegenständen.         Zementkunststeinen,    z.     B.        Asbestzement-          platten    für     Dachbedeckungen,        verleiht    man für       den:        praktischen    Gebrauch     meist    einen von  der     eigenen        :grauen    Färbung abweichenden  Farbton.

   Es kann dies durch Zumischen von  färbenden Stoffen zur     Zementmasse    ,ge  schehen.     Erfahrungsgemäss        ist    dabei eine er  hebliche     Menge,des    Zusatzes notwendig, wo  durch eine     wirtschaftliche    Herstellung der  Erzeugnisse, in Frage     gestellt,        fernerhin    aber  auch die     Festigkeit        .der        Zementplatten    un  günstig     beeinfluss,t        wird.     



       Erfolgt    die Färbung :der     grauem    Kunst  steinplatten     durch    einen     Oberflächenanstrich,     so     kann.    letzterer     niemals    die     Härte    und  Festigkeit     der        hochgepressten        As#bestzem:

  ent-          platte        erhalten.,    und ein solcher     Anstrich        ist     deshalb     kein        vollwertiger    Ersatz für das zu  erst     genannte    Färbeverfahren.  



  Ein     besonders    zu     erwähnender        Nachteil     bei der     Verwendung    von     Asbestzementplat-          ten    im Freien     ist,der,        dassl    im Laufe er Zeit    an der Oberfläche     Ausblühungen        entstehen,     die das Aussehen der gefärbten Platten     un-          ansehnlich        machen:.    Die     Ausblühungen    ent  stehen;

       bekanntlich.        ,dadurch,        dass,        Wasser        bei     ,dem     Eindringen        in.        die    Platten lösliche Salze       aufnimmt    und sie     bem_.Verdunsben        anderen          Oberfläche    wieder     ausscheidet.        Solche    Salze  können auch aus     Platten,    die an     sich    keine  löslichen     Salze    enthalten,

   durch Einwirkung  von     in    der     Luft        vorhandenem    Schwefel  dioxyd -     beispielsweise    in der Nähe von  grösseren     Industriebauten    - in Gegenwart  von     Wasser        herausgelöst        und    dann     auf    der       Plattenoberfläche        wieder    ausgeschieden wer  den.  



  Es wurde nun     .gefunden,    dass, man solche       Ausblühuugen    auf gefärbten Zementgegen  ständen     verhindern    kann, wenn man für     die          Anwesenheit        geeigneter        gefärbter        Metallver-          bindungen        2n        und    auf der     Oberfläche    !der       Zementgegenstände        sorgt.     



       Gegenstand    der     vorliegenden        Erfindung         ist ein Verfahren zur     ausblühfreien        Ober-          Flächenfärbung    von     Zementgegenständen,        ins-          besondere        Asbestzementplatten,    welches da  durch gekennzeichnet     ist,

          da3    man in     der          Oberflächenschicht    der     Zementgegenstände          gefärbte        Metallverbindungen        niederschlägt;

       indem man die     Gegenstände    zunächst mit       Metallsalzlösungen    von einem     p11-Wert    zwi  schen 3 und 7 behandelt und dann alkalische       Mittel,    die     gegebenenfalls        gleichzeitig    oxy  dierend wirken können, auf die     Metallealze          einwirken        1ä    t.  



       Vorteilhaft        verwendet    man     entweder    an  sich     bekannte        hygroskopische        Metallsalze,     z. B.

       Eisenchlorid,    oder solche Salze, aus  denen durch     Umsetzung        hygroskopische    Ver  bindungen     entstehen.        Beispielsweise    bildet  sich     bei    der     Unisetzung    von nicht hygro  skopischem     Manganehlorid    mit dem Kalk des       Zementes    oder mit einer zusätzlich     ange-          wandten        Chlorkalklesung        .das        hygroskopische          Calciumchlorid.        Vorzugsweise    

      werden    Chlo  ride oder     Nitrate    verwendet, die sich nach  Aufbringung auf die     Oberfläche    der Zement  gegenstände in     gefärbte        Verbindungen    (z. B.

    Oxyde,     Superoxyde    oder     Hydroxydd)        über-          führen        lassen        und    so     gleichzeitig    den     Gegen-          ständen        oberflächlich        einen    Farbton     ver-          leihen.    In     diesem    Fall können     zunächst    die  sauren     Lösungen        der    Metallsalze in     Wasser     oder     

  organischen        Flüssigkeiten,    wie     Alkohol,          Aoeton,    auf die     Oberfläche    der     Zement-          schicht        aufgebracht        und        anschliessend        durch          Einwirkung        askaliseher,    zweckmässig     gleich-          zeitig        oxydierend        wirkender    Stoffe; z. B.

         Chlorkalk-,        Permanganat-,        Chromatlösungen     oder     Lösungen    von Soda oder Natronlauge  mit     Wasserstoffsuperoxyd,    in die     betreffen-          den    unlöslichen     Oxyde        übergeführt    werden:

         Zuweilen    kann auch     schon    der Zement     selbst     infolge seiner     alkalischen        Reaktion    zum Teil  die Ausfällung     der        Metalloxyde        bewirken.     Die     Anwendung    von     organischen        Flüssig-          keiten    als     Lösungsmittel    für     die        Metallsalze          bietet        gegenüber        wä.Brigen     <RTI  

   ID="0002.0114">   Lösungen        den          Vorteil,        da &     sich die     Hydrolyse        wesentlich     langsamer vollzieht,     wodurch    ein     schnelleres          und        leichteres        Eindringen    der Metallsalz-         lösungen    in die Oberflächenschicht der       Zementgegenstände        .gewährleistet    ist.  



  Die     Waaserstoffionen@Konzentration    der       angewandten        Metallsalzlösungen    ist bei  einem     pH-Wert    zwischen 3 und 7 zu halten,  da     saurere    Lösungen den     Zement    stark an  greifen     und    die     Aufärbefähigkeit    vermin  dern.     Deswegen        ist    es     vorteilhaft,    z.

   B. im  Falle der Färbung mit Hilfe von Eisen  salzen, die     stark        sauer        reagierende        wässrige          Ferrichloridlösung    in das      Ferrochlorid        über-          zuführen;    was     man    am     einfachsten    durch       Zusatz        von        Eisenabfällen    zu dem     Ferri-          chloridbade        erreicht.     



       Beisoete;     1. In     ein        Bad,        bestehend        ans    100 Teilen       Wasser,    lt) Teilen     Manganchlorid,    1 Teil       Eisenchlorid        und    0,1     Teil        Eisenabfällen,        das          mindestens        24    Stunden     unter        Rühren    sich       selbst        überlamen        wunde;

      werden auf     Tauch-          horden        Asbestzementplatten,    die soeben aus  der     Presse    kamen,     vorteilhafterweise        jedoch     nicht     älter        als    ein     bis        zwei        Tage        sein    sollen,       eingehängt    und,

       unter    Bewegung     des        Bades     etwa     20-30    Minuten     darin        belassen.        Nach     der     Entfernung        aus        denn        Bade    und     nachfol-          gendem        Abspülen        werden        die        Platten    wäh  rend fünf     Minuten    in     eine        Lösung    

      einge-          taucht;    die     auf        100        Teile        Wasser    etwa  2     'Teile    Chlorkalk     eWääät.        Danach        werden     die     Platten        von        oberflächlich        anhaftenden     Oxyden     befreit        und        sind    dann dauerhaft       und        ausblühfrei        ;

  schwarzbraun    gefärbt.  



  2.     Asbestzementplatten        wenden:    mit Hilfe       von        bekannten        Farbverteilerwalzen        einseitig     mit einer     etwa        3-5%igen    alkoholischen       Lösung    von     Ferrichlorid        bestrichen    und so  dann     unter        mässiger        Erwärmung        getrocknet.          Anschliessend        werden    die     Platten    während   

      fünf        Minuten    in     eine        M        ixe        wässrige   RTI ID="0002.0251" WI="9" HE="4" LX="1853" LY="1894">  Soda-          lvsung        getaucht.    Es wird eine     rostbraune          Oberflächenfärbung        erhalten,    auf der bei       Verwendung    der     Platten    im     Freien    keine       A-usblühungen        auftreten.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur ausblühfreien Oberflächen färbung von Zementgegenständen, insbeson- dere Asbestzementpletten, dadurch .gekenn zeichnet, dass man in der Oberflächenschicht der Zementgegenstände gefärbte Metallver bindungen niederschlägt, indem man -die Gegenstäude zunächst mit bletallsaIzlösun- gen von einem pH-Wert zwischen 3 und 7 behandelt und.
    dann alkalische Mittel auf die Metallsalze einwirken lässt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass- man hygroskopische Metallsalze verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, @dass man Metallsalze ver wendet, die bei Einwirkung von alkalisch reagierenden Mitteln hygroskopische Ver- bindungen; bilden. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass, die Metallsalze in ,eineue onganis.chen Lösungsmittel zur An wendung kommen. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und U n- teransrpruch 3-, dadurch gekennzeichnet, ,dass man als organisches Lösungsmittel Alkohol verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Un- teranspruch 3, dadurch ;gekennzeichnet, ,dass man als organisches Lösungsmittel Aceton verwendet. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man solche alkalische Mittel verwendet, die :gleichzeitig auf die Metallsalze oxydierend wirken.
CH199997D 1936-10-21 1937-08-14 Verfahren zur ausblühfreien Oberflächenfärbung von Zementgegenständen. CH199997A (de)

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