CH200166A - Vakuumdichte Verbindung mit Glas als Dichtungsmittel. - Google Patents

Vakuumdichte Verbindung mit Glas als Dichtungsmittel.

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CH200166A
CH200166A CH200166DA CH200166A CH 200166 A CH200166 A CH 200166A CH 200166D A CH200166D A CH 200166DA CH 200166 A CH200166 A CH 200166A
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Aktiengesellschaft C Lorenz
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Lorenz C Ag
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  • Joining Of Glass To Other Materials (AREA)

Description


  Vakuumdichte Verbindung mit Glas als Dichtungsmittel.    Die überaus     günstigen        Eigenschaften        des          Glasces,    zur Herstellung     vakuumdichter        Ver-          bindungen    sind     bekannt.    Es.     müssen    dabei       bekannte    Vorbedingungen hinsichtlich der       Bindefähigkeit    und der     Wärmeausdehnung     der zu     verbindenden,Stoffe        erfüllt    sein.

   So  weit hierbei     Metalle        in,    Betracht kommen,  sind     besondere,        meist        kostspielige        Ein-          schmelzlegierungen        entwickelt        worden.,deren          Ausdehnungskoeffizienten    im     Bereiche    des       Ausdehnungskoeffizienten    der üblichen Glas  sorten     liegen.     



  Die den     Gegenstand    vorliegender     Erfin-          dung    bildende     vakuumdichte    Verbindung  mit Glas als     Dichtungsmittel    ist dadurch     ge-          kennzeichnet,    dass ein     Körper,    der nicht mit       Glas        verschmelzbar    ist, Hilfskörper trägt,  die ihrerseits     mit        Glas        versühmelzbar    sind,  wobei     die        Glasmasse,    unter     Überdeckung    der  ganzen:

   Trennfugen     zwischen    Körper und       Hilfskörper,        eine        Brücke        zwischen    den     Hilfs-          körpern    bildet und mit diesen verschmolzen       ist.    Die Erfindung bezieht sich auch auf ein    Verfahren zur     Herstellung        einer    solchen       -vakuumdichten    Verbindung.  



  Die Erfindung     ist    im folgenden an Bei  spielen     erläutert.     



       Fig.    1 bis 8     sind        Schnittansichten    je  eines     Ausführungsbeispiels.    der vakuumdich  ten     Verbindung    nach     der        Erfindung.     



       Die    Anordnung     nach        Fig.    1 enthält ein       Eisenrohr    1, einen     keramischen        Ring        2"    der  in einer     ringförmigen        Ausspamung        des    Roh  res 1 liegt und eine Art Flansch bildet,       einen        zylindrischen        Hilfskörper    3, der in       dem    Rohr 1, auf einer     ,Schulter        desselben     sitzt,

   und     einen        Glasüberzug    4,     welcher        die          Trennfugen    der Teile     1-,    2, 3 verdeckt. Das  Rohr 1 ist nicht mit Glas     verschmelzbar.     Die Hilfskörper 2, 3 jedoch     sind    mit     dem          Glas        vers,ehmelzbar,    so     dass    der     LTberzug    4,  auf die Teile     1"    2, 3;

   aufgegossen oder in an  derer     Weise    aufgebracht,     einen;    vakuumdich  ten     Abschluss        bildet.        Diese    Anordnung     ist     mit     Eisen    von dem hohen Ausdehnungs  koeffizienten 1'l7     .10-7    und mit verschiede-           nen        Glasarten        hergestellt    worden,

       deren          niedrigster        Ausdeharungskoeffizi.ent        55.10-T     und deren     höchster        Ausdehnungskoeffizient     95 .     10r-7    war.     Da        das    Rohr 1 an der Stirn  wandung mit Glas.

       überschmolzen    ist, so ist       diese        Übergangsstelle,    trotzdem der     Teil    1  mit dem Teil 4 an sich nicht     verschmelzbar          ist,        vakuumdicht.    Der     Luftweg    um     den     Teil 1     wird    daher an     dieser        Überschmel-          zungsstelle        unterbrochen.     



  In der     Anordnung        nach        Fig.    2     sind    ein  Eisenrohr 1,     welches    mit Glas nicht     ver-          schmelzbar        ist,    um     ein    Glasrohr 4a durch  Ringe 2, 8     miteinander    verbunden, die mit       Glas        versehmelzbar        sind.    Auch hier bildet  der     Glaskörper,    d. h.

       das    Rohr     4a,        einen          vakuumdiehten        Abschluss,    weil er     jede          Trennfuge    abdeckt.

       Die    mit     Glas        überzoge-          nen        Oberflächen    der     Hilfskörper    2, 3 kön  nen in derselben     Ebene    liegen, und der     nicht     mit     Glas        versnchmelzbare    Körper 1     braucht          nicht        bis    zu     diesem        Oberflächenniveau    der       Hilfskörper    zu     reichen.     



  Die     Anordnung    nach     Fig.    3     gleicht    im       wesentlichen        :der    in     Fig.    2     dargestellten.        Der     Glaskörper     ist    hier     ein        rohrförmiger    An  satz 4b, an den eine Pumpe     angesehltissen     wird, um     zum        Beispiel    ein elektrisches Ent  ladungsgefäss zu evakuieren, zu     weloh>,

  m    das  Rohr 1 als     Bestandteil        gehört.        Der        Ansatz    4b       wird    nach dem     Evakuieren.    in     bekannter          Weise        abgeschmolzen.        Das    Rohr 1     kann    zum       Beispiel    aus Stahl     bestehen.     



  In der     Anordnung        nach        Fig.    4     ist        das          Essenrohr    1 mit     einem    Bund 5     versehen4        der          zwischen        die        Ringe    2, 3 ragt, die hier     beide     auf der     Aussenseite    des     Rohres    1     angeordnet     sind.

       Der        Glaskörper        ist    ein Rohr 4,e, wel  ches auf die     Teile    2, 5, 3     aufgeschmolzen        ist     und so deren     Trennfugen        abdichtet.     



  In der     Anordnung    nach     Fig.    5 sind     ein     nicht     versohmelzbares    Eisenrohr 1     und        ein          versohmelzbares        Kupferrohr    6 durch die     ver-          schmelzbaren        Hilfskörper    2,

   3 und den Glas  überzug 4     miteinander        verbunden.        Das    Rohr  6     ist    an     seinem        einen    Ende     verbreitert    und       stützt    sich mit     diesem        gegen    den     Hilfskörr-          per    3.

   Der     Hilfskärger    3, der     von    einer     dem            Hilfskörper    3 der     Fig.1        ähnlichen        Ausbil-          dung        ist,        ist        an        seinem        Rande    8     abgerundet     und hat     eine        ringförmige        Ausnehmung    7,  die     dazu        dient,

          mechanische        Spannungen          auszugleichen    und so zu     verhüten,    dass in  dem     Überzug    4     Sprünge    oder     Risse        entstehen.     



  In     Fig.    6     bezeichnet    1     ein    Stahlrohr als       niehtverschmelzbaren        Teil,    2     einen          Metallring,    3     eine        verschxnelz-          bare    keramische<B>Scheibe,</B>     die    eine     Bohrung     für eine     Stromzuführung    9 hat. Diese ist     mit-          tels    der     Glasschicht    4     befestigt.     



  In     Fig.    7     bezeichnet    1 ein     eisernes          Vakuumgefäss,        welches    mit     Glas    nicht     ver-          schmelzbarr    und     an        seinem    die     Hilfskörper     2,

   3     tragenden        Ende        querschnittverjüngt        ist.          Der        versehmelzbare        Ring    2     besteht    aus einem       Metall,    die     verschmelzbam        Scheibe    3 aus       keramischem        Material.        Die    Scheibe 3 hat       Bohrungen,    in,     welche        Metallglieder    10 ein  gefügt     sind,

      um als     Stromzuführung    zu die  nen.     Die        Netallglieder,    10     werden    von     Glas-          versohmelzungen;

      4'     abgedichtet,        die    auf der       Glasschicht    4 angeordnet     sind.    Die Schmelz  stellen 4' der     durch        dos        keramische,        veT-          schmelzbane        Stück    8     reichenden        Stromzufüh-          rungen   <B>10</B>     liegen,    ausserhalb der     spannungs-          tragenden        Glasdeokschicht    4.  



  Die     Anordnung        nach        Fig.8    gleicht im       wesentlichen    der     in        Fig.    7     gezeigten,

      nur     da$     die     Glasschicht    4 auch     dis        Metallglieder    10       abdichtet    und so     die        in        Fig.    7     dargestellten          Verschmelzungen    4'     vermeidet.    Ferner hat  der     Hilfskörper    3,     zum.        Unterschiede  I> von  dem in     Fig.    7     gezeigten,        eine        Aussparung     11,

   die dazu     dient,        mechanische        Spannungen          auszugleichen.     



       Das    Rohr 1     kann        statt        aus        Eisen    oder  Stahl zu     bestehen,    aus     Messing    oder     einem          andern.        Material   <B>sein,</B>     nämlich    einem     Material,          welches        mit        den          Glasarten,

            denen        Ausdehnungskoeffizienten    von     55.10-7          bis        95.        1a0-7        eigen        sind,        nicht        vemchmelzbar     ist.

   Es     ist        auch:        möglich,        einen        der        Hilfskörper     2, 3, die mit     Glas        verechmelzbar    sein     sollen,     aus     keramischem        Material,        den        andern    aus       einer        Metallegierung        herzustellen,    z.

   B. aus      einer     Kupfer-    oder     Nickellegierung,    aus der  auch beide Hilfskörper     2.,    3 bestehen können.  



  Versuche haben gezeigt,     dass.        Form    und       Dimensionen    der     miteinander    zu verschmel  zenden Teile so zu wählen sind, dass einer  seits alle Spannungskräfte überwiegend in  derselben Ebene liegen, und     dass@    anderseits  die     Produkte    aus Volumen und Ausdeh  nungskoeffizienten     dieser    Teile einander  möglichst gleich     sind.    Diese Produkte     dürfen.     sich jedenfalls     nicht    so voneinander     unter-          scheiden,

          dass    .innerhalb     eines    bestimmten       Temperaturbereiches        Änderungen    der     Tempe-          raturspannungskräfte    in :der     Glasschicht    4       entstehen    lassen, welche die Festigkeit des       Glasquerschnittes        überwinden.    Die mit Glas.

    zu überziehenden Teile brauchen jedoch     dort,     wo das Glas aufgebracht wird, nicht genau  bündig miteinander zu sein.     Ferner    ist kein       besonderes    Glas erforderlich,     d.    h.     kein    Glas       eines        bestimmten    Ausdehnungskoeffizienten.  



       Statt,die        Hilfskörper        3.,    wie sie zum Bei  spiel in     Fig.    5 und 8     gezeigt    sind, mit Aus  nehmungen 7 oder 11 zu versehen,     können;     sie durch     Ändern    ihrer     Dicke    oder Gestalt  auf den geeigneten Masseinhalt gebracht  werden.  



  Das     keramische    Material, aus dem die in       F.ig.    6 bis 8 gezeigten     Hilfskörper    3     herge-          stellt    sind, ist     vorzugsweise    porösen Gefüges  und kann mit     Körpern        ausgerüstet    sein, die  aus einem     -dichten    keramischen     Material,        vor-          zuUsweise    geringer elektrischer Verluste     be-          stehen.     



       Der        Glasüberzug    4 kann in der Weise  hergestellt werden, dass Glasschichten auf  einander angeordnet und dann miteinander  verschmolzen werden. Dies erlaubt, den Über  zug 4 aus verschiedenen Glasarten zusam  menzusetzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: I. Vakuumdichte Verbindung mit Glas als Dichtungsmittel, @dadurch,gekennzeichnet, .dass ein Körper, der nicht mit Glas, ver- schmelzbar ist, Hilfskörper trägt, die ihrerseits mit Glas verschmelzbar sind, wobei die Glasmasse, unter Überdeckung ,der ganzen Trennfugen, zwischen Körper und Hilfskörper,
    eine Brücke zwischen den Hilfskörpern bildet und mit diesen verschmolzen ist. II. Verfahren zur Herstellung einer vakuum- .d.ichten Verbindung nach. Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das dichtende Glas :schichtweise aufge- bracht wird und die Glasschichten dann miteinander verschmolzen wenden.
    <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verbindung nach Patentanspruch I, da- durch gekennzeichnet, dass die Dimensio nen der miteinander verschmolzenen Teile so gewählt sind, dass die Produkte aus Aden Ausdehnungskoeffizienten und den Volumina dieser Teile sich nicht wesentlich voneinander unterscheiden. 2.
    Verbindung nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass der nicht mit Glas verschmelz- bare Körper an seiner mit dem Dich- tungsglas versehenen;
    Stirnseite mit Material versehen ist, das. mit Glas ver- schmelzbar ist. 3. Verbindung nach Patentanspruch I und ,den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das mit Glas ver- schmelzbare Material aus metallenen Ringkörpern besteht. 4.
    Verbindung nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeieh- net, dass, das, mit Glas verschmelzbare Material aus einer keramischen Masse besteht.
    5. Verbindung nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, @dadurch gekennzeich- net, dass das mit Glas verschmelzbare Material zum Teil aus Metall, zum Teil aus einem keramischen Material besteht. 6.
    Verbindung nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch ein aussen auf dem nicht mit Glas ver- sohmelzbaren Körper liegendes, mit Glas verechmelzbares MetaIlstüek und ein innerhalb dieses Köpers, liegendes,
    gleich falls versohmel@zbaresStück aus kera- misaher Masse. 7. Verbindung nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, da8 die keramische Masse des innern, versohmelzbaren Stückes porös ist.
    B. Verbindung nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass das innen liegende, verschmelzbare ,Stück aus einer porösen keramischen Masse besteht, die mit Kör pern aus dichtem, elektrisch verlust armem Material ausgerüstet ist. 9.
    Verbindung nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1, 6 und 7 dadurch gekennzeichnet, dass das innere. kera mische verschmelzbare Stück zur vakuum- dichten Befestigung von Halte- und Stromzuführungsdrähten für Elektroden dient. 10.
    Verbindung nach Patentanspruch I und dien Unteransprüchen 1, 6, 7 und 9, da durch gekennzeichnet, dass die Schmelz- stellen der durch das,
    keramische. ver- schmelzbare Stück reichenden Stromzu- führungen ausserhalb der spannungs tragenden Glaadeckschieht liegen. 11.
    Verbindung nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der nicht mit Glas verschmelzbare Körper dort, wo er die mit Glas versohmelzbaren Ililfskbr- per trägt, querschnittsverjüngt ist. 12.
    Verbindung nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, das der nicht mit Glas verschmelzbane Körper einen Bund hat, der zwischen die mit Glas vor schmelzbaren Hilfskörper ragt.
    1'3. Verbindung nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das mit Glas verschmelzbare Material eine Kupfer legierung ist.
    14. Verbindung nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das mit Glas verechmelzbare Material eine Nickel- legierung ist. 15.
    Verbindung nach Patentanspruch I, da- ,durch gekennzeichnet, dass die mit Glas überzogenen Oberflächen der verschmelz- baren Hilfskörper in derselben Ebene liegen und der nicht mit Glas ver- sahmelzbare Körper
    nicht bis zu diesem Oberflächenniveau der Hilfskörper reicht. 16. Verfahren nach Patentanspruch 1I, da- du-roh gekennzeichnet, dass die Glas- ,schichten sich durch die Glasart vonein ander unterscheiden.
CH200166D 1936-05-15 1937-05-12 Vakuumdichte Verbindung mit Glas als Dichtungsmittel. CH200166A (de)

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