CH200188A - Staub- und Schwebstoff-Filter für Atemschutzgeräte. - Google Patents
Staub- und Schwebstoff-Filter für Atemschutzgeräte.Info
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Description
Staub- und Schwebstoff-Filter für Atemschutzgeräte. Vorliegende Erfindung betrifft ein Staub- und Schwebstoff-Filter für Atem schutzgeräte, gebildet aus einem Hohlkörper aus feinporigem oder feinfaserigem Filter stoff.
Es ist bekannt, Atemfilter gegen feinste Staube und Schwebstoffe aus Sonderfilter- p.# Pier oder andern, z. B. filzigen, Stoffen her zustellen. Um eine genügende Fläche dieser Stoffe in einem Atemfilter unterbringen zu können, also eine grosse Filteroberfläche zu erhalten, wurde das Filter aus einzelnen Kreisringscheiben solchen Filterstoffes her gestellt, die abwechselnd an ihrem Aussen rand und ihrem Innenrand zusammengehef tet,
das heisst in senkrechter Richtung im Zickzack zusammengefügt wurden. Auch wurde zu gleichem Zwecke das Filter aus einzelnen kegelstumpf- oder pyramiden- stumpfartigen Körpern aus Filterstoff gebil det, die konzentrisch ineinandergefügt wur den, welche Zusammenfügung ebenfalls durch Zusammenheften erfolgte; auf diese Weise wurde ein Zickzackfilter quer zur Strömungsrichtung der Atmungsluft gebil det.
Die Nahtstellen dieser Filter wurden durch Randringe verklebt, um das Filter dicht zu machen. Diese Filter haben jedoch den Nachteil, dass durch die Randringe die Filteroberfläche verkleinert wird, ausserdem wird das Filter unnötig schwerer im Ge- w icht. Schliesslich treten durch die Herstel lung der einzelnen Kreisringscheiben erheb liche Verluste (Abfall) an Filterwerkstoff ein.
Diese Nachteile sollen erfindungsgemäss dadurch behoben werden, dass der Hohlkörper aus einem rechteckigen oder nahezu recht eckigen Stück Filterstoff (Filterpappe) zu einem ausziehbaren, an einem Ende mit Boden versehenen. Balg geformt ist, der ausser einem Klebstreifen in der Filter- längsrichtung und am Filterboden, wo die Kanten des Filterstoffmantels zusammen- stossen, keinerlei die Filteroberfläche ver- kleinernde Verbindungen,
wie Nähte, Kleb streifen und dergl. besitzt.
Bei Benutzung von Atemschutzgeräten gegen Feinstaube, Rauch, Reiz- und Schweb stoffe sowie Metalldämpfe wurden bis jetzt vorzugsweise Filtereinlagen aus Schwamm oder Watte verwendet.
Die Anwendung sol- cher Filtereinlagen, die entweder unmittelbar in dem Maskenkörper oder einer an den Maskenkörper angeschlossenen Filterbüchse vorgesehen werden, hat den Nachteil,
dass die Einatmungsluft teilweise zwischen der Maskenwand bezw. der Filterbüchsenwand und dem Aussenrand der Filtereinlage ihren Weg nimmt und ungefiltert in Atmungs organe gelangt;
die Filterwirkung ist also ungenügend und es können sogar Unglücks- fälle eintreten. Diese Filtereinlagen besitzen ausserdem eine zu geringe Oberfläche und mässen zur Vermeidung eines zu grossen Atemwiderstandes grobporig sein, was wie- derum den Nachteil hat,
dass sie gegen Fein staub und Metalldämpfe ungeeignet sind.
Diese Nachteile können beim Erfindungs- gegenstand dadurch beseitigt werden, dass beispielsweise das einerends mit einem Boden versehene als Balg ausgebildete Filter an seinem offenen Ende mit einem Anschluss- flansch aus gleichem Filterstoff vergehen ist,
und dieser Anschlussflansch zwischen dem flanschartig abgebogenen Rand der Filter büchse und einem Gegenflansch des Filter büchsendeckels eingepresst und somit das Filter gegen die Aussenluft abgedichtet ist, und die Einatmungsluft zwangsläufig durch die Filtereinlage geleitet wird.
L m bei Verwendung hochwertiger, fein- poriger oder feinfaseriger Filterstoffe für das Balgfilter nach der vorliegenden Erfin dung eine zu schnelle Vemstopfung der Po ren des Filterstoffes zu verhüten, kann mit Anschluss an den Deckel der Filterbüchse ein der Grobfilterung dienendes Vorfilter vorgesehen werden.
Zweckmässig wird dieses Vorfilter leicht auswechselbar mit der Filter- büchse in Verbindung gebracht, dessen Aus wechslung erfolgen kann, ohne die das Balg- filter einschliessende Filterbüchse öffnen' zu müssen.
Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung in verschiedenen Ausfüh- rungsbeispielen dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel des Balg- filtere in ziehharmonikaartiger Ausbildung, in perspektivischer Ansicht und teilweisem Schnitt,
Fig. 2 eine weitere Ausführungsform des in der Filterbüchse angeordneten Balgfilters, wobei die Teile der Filterbüchse auseinander- genommen dargestellt sind, im Querschnitt, Fig. 3 eine obere Ansicht des Verschluss- deckels für das Grobfilter der Filterbüchse nach Fig. 2,
Fig. 4 und 5 perspektivische Ansichten, teilweise im Schnitt, weiterer Ausführungs formen des Balgfiltars.
Wie bereits erwähnt, wind das Filter nach der vorliegenden Erfindung aus fein porigem oder feinfaserigem Filterstoff (Filterpappe) hergestellt, und zwar aus einem Stück solchen Stoffes in rechteckiger oder nahezu rechteckiger Flächenform,
das in einem besonderen Arbeitsverfahren mit Prägungen versehen wird, um nach erfolgter Prägung zu einem mit Boden ausgestatteten Balg geformt werden zu können.
Der ge formte Balg ist lediglich an der Stelle, an der die zusammenführenden Ränder des Filter- pappestüokes zusammenstossen, mit einem Klebstreifen zu versehen,
um den Balg dicht zu machen. Der Balg weist also lediglich an seiner Mantelfläche in der Filterlängsrich- tung und dem Filterboden je eine Verbin dungssWle auf und besitzt sonst keinerlei Verbindungen wie Nähte, Klebstreifen und dergleichen.
Der Balg ist an seinem offenen Ende mit einem Anschlussflansch 4 bezw. 12 aus glei chem Filterstoff bezw. Filterpappe versehen. Die Anzahl der Falten bezw. ganten und Eckendes Balgfilters kann beliebig sein.
Der Balg kann nach Art einer Ziehharmonika ausgebildet sein, das heisst die Balgfalten können < ",""" parallel zueinander verlaufen, sie können aber auch in Schraubenlinien verlau fen.
Bei dem Beispiel nach Fig. 2 und 3 bezeichnet 2 eine kreisrunde Filtarbüchse, deren oberer Rand rechtwinkling zur Bal.g- längsaxe nach innen zu einem Flansch 3 ab gebogen ist, auf welchem der Aussenrand des Anschlussflansches 4 des Balgfilters 5 auf liegt.
Durch Aufschrauben des Filter- büchsendeckels 6 wird der Anschlussflansch l des Balgfilters 5 zwischen dem Flansch 3 und dem Filterbüchsendeckel 6 eingepresst, so dass das Filter gegen die Aussenluft ab gedichtet ist und die Atmungsluft zwangs läufig durch das Filter 5 hindurchtreten muss.
An Stelle nur eines Filterbalges können auch mehrere solcher Bälge in einer Filter büchse vorgesehen werden, die zu einer gemeinsamen, mit Luftdurchtrittöffnungen versehenen Scheibe vereinigt sind, wie dies in der Fig. 5 dargestellt ist, worin die Balg filter mit 11 und die gemeinsame Scheibe mit 12 bezeichnet ist.
Zweckmässig ist in Verbindung mit dem Deckel 6 der Filterbüchse 2 der Fig. 2 ein der Grobfilterung dienendes Vorfilter 8 vor zusehen. Zu diesem Zwecke ist mit Anscbluss an den Filterbüchsendeckel 6, der eine oder mehrere Luftdurchtrittsöffnungen besitzt, eine Kammer 7 für die Aufnahme des Grob filters 8 vorgesehen, die durch einen mit Luftdurchtrittöffnungen 9 versehenen leicht lösbaren Deckel 10 (vergl. Fig. 2 und 3) abgeschlossen ist.
Der Deckel 10 kann auf die Kammer 7 aufgeschraubt werden, wobei der Aussenrand des Grobfilters 8 fest .gegen den Deckel 6 angepresst wird, so dass alle Atmungsluft durch das Grobfilter hindurch treten muss. Durch Abschraubendes Deckels 10 kann die Grobfiltereinlage 8 ohne Öff nung der Filterbüchse 2 und ohne Heraus nahme des Feinfilters 5 herausgenommen und ausgewechselt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Staub- und Schwebstoff-Filter für Atem- schutzgeräte, gebildet aus einem Hohlkörper aus feinporigem oder feinfaserigem Filter- stoff, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohl körper aus einem mindestens nahezu recht- ückigen Stück Filterstoff zu einem auszieh baren,an einem Ende mit Boden versehenen Balg geformt ist, der ausser einem Kleb streifen in der Filterlängsrichtung und am Filterboden, wo die Kanten des Filterstoff- mantels zusammenstossen, keinerlei die Fil teroberfläche verkleinernde Verbindungen be sitzt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Filter nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Balgfalten parallel zueinander verlaufen.2. Filter nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Balgfalten in Schraubenlinien verlaufen. 3. Filter nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Balg an seinem offenen Ende mit einem Anechlussflanseh aus gleichem Filterstoff versehen ist. 4.Filter nach Patentanspruch und Unter anspruch 3 mit mehreren Bälgen, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Bälge an einer gemeinsamen, mit Luftdurchtrittöff- nungen und Anschlussflansch versehenen Deckplatte angeordnet sind. 5.Filter nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Anschlussflansch des Balges mit seinem Aussenrand zwi schen dem flanschartig abgebogenen Rand (3) einer Filterbüchse (2) und einem Ge genflansch des Filterbüchsendeckels (6) eingepresst und somit gegen die Aussenluft abgedichtet ist. 6.Filter nach Patentanspruch und Unteran- spruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Filterbüchsendeckel (6) eine Kammer (7) für ein der Grobfilterung dienendes Vorfilter (8) vorgesehen ist, die durch einen mit Luftdurchtrittöffnungen ver- sehenen, leicht lösbaren Deckel (10) ab geschlossen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200188X | 1936-01-06 |
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| CH200188A true CH200188A (de) | 1938-09-30 |
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Family Applications (1)
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| CH200188D CH200188A (de) | 1936-01-06 | 1937-01-05 | Staub- und Schwebstoff-Filter für Atemschutzgeräte. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH200188A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3161491A (en) * | 1961-03-15 | 1964-12-15 | Electric Storage Battery Co | Respirator filter unit |
-
1937
- 1937-01-05 CH CH200188D patent/CH200188A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US3161491A (en) * | 1961-03-15 | 1964-12-15 | Electric Storage Battery Co | Respirator filter unit |
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