CH200207A - Einrichtung zur Fernbedienung einer Einstellvorrichtung. - Google Patents

Einrichtung zur Fernbedienung einer Einstellvorrichtung.

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CH200207A
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Gesellschaft Fuer D Telefunken
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Telefunken Gmbh
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  Einrichtung zur Fernbedienung einer Einstellvorrichtung.    Es ist bereits bekannt, zur Fernbedienung  von Einstellvorrichtungen, z. B. eines Dreh  kondensators oder     Variometers    von Sendern  oder     Empfängern,    einen Motor zu     verwenden,     der mit der Einstellvorrichtung gekuppelt ist  und von der Steuerstelle aus ein- und in seiner  Drehrichtung umgeschaltet werden kann.

   Die  richtige     Einstellung,    bei der der Motor aus  geschaltet werden muss, kann dabei     etwa     durch den     Höchstwert    einer empfangenen  oder     ausgesandten    Leistung an     einem    Instru  ment oder einem     Tonwiedergabegerät    fest  stellbar sein.  



  In     Anbetracht    der zum Beispiel bei Sen  dern und Empfängern heute notwendigen  scharfen Abstimmung braucht man zur  genauen Einstellung ein hohes     Untersetzungs-          verhältnis,    d. h. eine sehr langsame Bewe  gung der     Einstellvorrichtung,    da andernfalls  eine grosse Geschicklichkeit zur genauen Ein  stellung     nötig    wäre. Durch eine grosse Un  tersetzung     würde    aber für die     Bestreichung       des ganzen Bereiches     eine    zu lange Zeit in  Anspruch genommen werden.

   An sich     be-          stände    die Möglichkeit, den Motor auf ver  schiedene     Geschwindigkeiten    umschaltbar zu  machen und ihn etwa zur     Grobabstimmung     mit hoher     Geschwindigkeit    und, nachdem die       ungefähre    Stellung ermittelt ist, zur     Feinab-          stimmung    mit     geringer        Geschwindigkeit    zu be  treiben.

   Diese     Geschwindigkeitsstufen    könn  ten bei einem     Gleichstrom-Kollektormotor     mit     Dauerfeldmagnet    etwa durch Einschalten  verschiedener Widerstände in die Speiselei  tung des Motors bewirkt werden.  



  Eine derartige     Anordnung        lässt    sich aber  nur dann     durchführen,    wenn der Motor ver  hältnismässig kräftig und     dementsprechend     schwer     ist.    In sehr vielen Fällen wird aber  die Forderung aufgestellt, die gesamte Ein  richtung so leicht und so     klein    wie irgend  möglich zu machen.     Kleinmotoren,    die gerade  das zum Antrieb der Einstellvorrichtung not  wendige     Drehmoment    besitzen, können aber      nicht durch Erniedrigung der Klemmenspan  nung auf geringe Geschwindigkeiten umge  schaltet werden.

   Es zeigt sich vielmehr, dass  sie bei Abnahme der Klemmenspannung ein  fach stehen bleiben und ihre Wicklungen ver  brennen, da. das Drehmoment nicht mehr aus  reicht. Ein sicherer Antrieb ist nur bei der  einmal gewählten günstigsten Motorgeschwin  digkeit gewährleistet. Daher war es bisher  nicht möglich, bei Fernsteuergeräten unter  Verwendung kleinstmöglicher Motoren meh  rere Geschwindigkeitsstufen der einzustellen  den Vorrichtung und damit eine gleichzeitig  schnelle und genaue Einstellung zu erzielen.  



  Erfindungsgemäss wird die Welle des fern  gesteuerten     Motors    mit der Welle der einzu  stellenden Vorrichtung über eine Kupplungs  vorrichtung verbunden, die über einen kleinen  Drehbereich eine grössere Untersetzung als  ausserhalb dieses Drehbereiches     bewirkt.    Die  geringere Untersetzung kann dabei auch eine  unmittelbare Kupplung sein.  



  Kupplungsvorrichtungen der geschilder  ten Art sind an sich für eine direkte Bedie  nung von Hand bereits bekannt. Die Verwen  dung einer Kupplungsvorrichtung der ge  schilderten Art zwischen der Welle des Mo  tors oder einer unmittelbar mit ihr     gekuppel-          ten    Welle und der Welle der einzustellenden  Vorrichtung hat den besonderen Vorteil, dass  damit eine Grob- und Feineinstellung auf ein  fachste Weise ermöglicht ist, ohne das der  antreibende Motor seine Geschwindigkeit zu  ändern braucht. Auf diese Weise werden also  die geschilderten Nachteile beseitigt.  



  Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs  gegenstandes zeigen die Figuren anhand einer       Fernsteuereinrichtung    für ein     Variometer     oder einen Kondensator eines ferngesteuerten  Empfangs- oder Sendegerätes. An der Steuer  stelle befindet sich in     Fig.    1 nur ein zwei  poliger Umschalter     17,    durch den die Span  nung der     Gleichspannungsquelle    Q aus- und  umgeschaltet werden kann, und ein Schau  zeichen N, das die drei möglichen Schaltstel  lungen anzeigt. Natürlich kann die Span  nungsquelle selbst auch an einem entfernten  Orte aufgestellt werden, wodurch allerdings    eine zusätzliche Doppelleitung notwendig  wird. Zwischen Steuergerät und der einzu  stellenden Vorrichtung, z.

   B. dem     Variometer,     sind nur drei Leitungen     L1,   <I>L2,</I>     L;j    vorge  sehen. In der gezeichneten Schaltstellung  liegt an     L1    positive, an     L2,    negative Span  nung, während L., keine Spannung erhält. In  der mittleren Schaltstellung sind alle drei       Leitungen    stromlos.

   Die Leitung     LZ    ist an  einem Orte, wo sich der Sender oder Empfän  ger befindet, unmittelbar mit der einen  Klemme des kleinen Gleichstrommotors     T1     verbunden, während die Leitungen     L1    und     L.;     über je einen     Sicherheits-Klinkenschalter        ('x     und     C=    mit der andern Klemme des     Motors     verbunden sind. Durch Betätigung des Um  schalters     LT    kann also der Motor M ein- und  umgeschaltet werden.  



  Die Welle 0 des Motors treibt über ein       Vorgelege    das Schneckenrad     S    an. Dieses  sitzt auf     einer    Welle, die mit der     Variometer-          welle    T' über die nicht gezeichnete Kupp  lungsvorrichtung gekuppelt ist, die innerhalb  eines kleinen Drehbereiches eine mehrfache  Untersetzung und ausserhalb dieses Dreh  bereiches eine unmittelbare Kupplung be  wirkt und die in     Fig.    2 und 3 dargestellt ist.

    Auf der     Variometerachse    ist ein     Sebaltarm        .g          befestigt,    der an den beiden um 180   gegen  einander verschobenen     Endstellungen    des       Variometers    einen der     Sicherheitskontakte        Cl     oder     C2    und damit den jeweils eingeschalteten  Motorstromkreis öffnet. Es wird dadurch ver  hindert,     da.ss    bei ungeschickter Bedienung der  Motor sich in der Anfangs- oder Endstellung  festläuft.

   Wird in einem derartigen Falle der       Schalter        t'    umgeschaltet, so treibt der Motor  das     Variometer    von der Endstellung in um  gekehrter Drehrichtung fort, wobei sich auch  der gerade geöffnete     Sicherheitskontakt    wie  der schliesst und die ursprüngliche Drehrich  tung wieder     eingeschaltet    werden kann.  



  Verzichtet man auf die Anwendung der       Sicherheitskontakte    in der vorliegenden  Form, so kann man mit zwei Leitungen aus  kommen.  



  Parallel zum Motor liegt ein Relais R, das  im Augenblicke des     Ausschaltens    des Motor-           stromes    eine elektromagnetische Bremse be  tätigt. Die Feder F drückt die am Anker des       Relais    befestigte Bremsscheibe B fest auf  eine entsprechende, auf der Motorwelle 0 be  findliche Scheibe X. Dann und nur dann,       -##enn    der Motor Strom erhält, zieht der Re  laismotor die Bremsscheibe B gegen die Kraft  der Feder an und gibt den Antrieb frei.  



       Fig.    2 zeigt im Schnitt die Einrichtung  zur mechanischen Kraftübertragung von der  Motorwelle 0 auf die     Variometerwelle        V.          Fig.    3 zeigt die eigentliche Kupplungseinrich  tung in einem Querschnitt längs der in     Fig.    2  durch die gestrichelte Linie 3<B>...</B> 3 angedeu  teten Ebene.  



  Die Kupplungseinrichtung, welche die  auf dem Schneckenrad     S    sitzende Welle W  mit der     Variometerwelle        V    innerhalb eines  kleinen Drehbereiches mit mehrfacher Unter  setzung und ausserhalb dieses Drehbereiches  unmittelbar kuppelt, ist in dem feststehenden  Gehäuse G eingebaut.

   Die Welle W ist durch  eine Bohrung des Gehäuses geführt und trägt  eine runde Kopfscheibe     S,    mit einem Stift     J1     Die Welle     V    ist koaxial zu W von der andern  Seite     in    das Gehäuse geführt und trägt am  Kopf einen     Arm    L mit einem zweiten Stift       J.,    Auf der Welle     p    ist eine Scheibe     SZ    und  mit dieser fest verbunden eine weitere, mit  einer Ausbuchtung versehene Scheibe Z dreh  bar gelagert.

   Die     Kraftübertragung    von dem       Antriebsstift        J1    auf den Antriebsstift     J"    und  damit von der Welle W auf die Welle     V    ge  schieht mittels des Hebels H, der um den  Stift     i2    drehbar gelagert ist und mit der  Nase P in die Ausbuchtung der Scheibe Z ein  greift. An seinem andern Ende enthält der  Hebel einen Schlitz T, in dem der Stift     J,          verschiebbar    gelagert ist. Zwei auf der  Scheibe     S,    angebrachte Anschläge     A1    und     AZ     begrenzen die Bewegung des Hebels relativ  zur Scheibe 82.

   Liegt etwa der Hebel am An  schlag A, an und wird er durch den An  triebsstift     J,    weiter gegen den Anschlag nach  links bewegt, so wird die     Scheibe        S2    mit der  Scheibe Z und dadurch auch der Hebel H und  der Stift     J2    als starres Ganzes mitgenommen.  Die     Wirkung        ist    dabei dieselbe, als ob W und         T'    unmittelbar miteinander gekuppelt wären.  Das Entsprechende gilt für den Fall, dass die  Drehung nach rechts stattfindet     und    der He  bel bereits am Anschlag     AZ    anliegt.  



  Eine andere Art der Bewegungsübertra  gung ist jedoch dann vorhanden, wenn der  Hebel in dem Drehbereich zwischen den bei  den Anschlägen     bewegt    wird. In diesem Falle  wird die Scheibe     SZ    mit der Scheibe Z durch  Reibung am Gehäuse festgehalten. Der He  bel H wird dadurch     gezwungen,    sich um die  Nase P zu drehen. Der Stift     J2    mit dem Arm  und der Welle     p        wird    durch den Stift     J1    mit  einer mehrfachen Untersetzung, z. B. im Ver  hältnis 4 : 1 oder grösser, mitgenommen.

   Die  ser Bereich, in dem die Untersetzung möglich  ist, kann zum Beispiel 40   der Antriebswelle  W und dementsprechend etwa<B>10'</B> der Welle       V    umfassen.  



  Die Ausführung der Ferneinstellung hat       zweckmässigerweise    so zu erfolgen, dass man  durch     Betätigung    des Umschalters U den Mo  tor so lange in der einen Richtung laufen lässt,  bis der Zeiger am Instrument den     Höchstwert     des     Ausschlages    durchlaufen hat. Schaltet  man jetzt rückwärts ein, so bewegt sich die       Variometerachse    mit dem     Untersetzungsver-          häItnis    von 4 : 1 langsam zurück, und man  kann innerhalb von 10 Winkelgraden der       Variometerskala    sorgfältig vor- oder rück  wärts einstellen, bis die genaue     Abstimmung     erfolgt ist.  



  Das     Schauzeichen    N kann zum Beispiel  von den verschiedenen Stromkreisen betrie  bene, verschiedenfarbige Glühlampen tragen,  die anzeigen, in welcher Richtung der Motor       läuft.    Das     Auflaufen    auf eine der Anschlag  stellen der     Einstellvorichtung    macht sich  dann durch das Erlöschen der betreffenden  Lampe bemerkbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Fernbedienung einer Ein stellvorrichtung mittels eines vom Steuer gerät aus ein- und umschaltbaren Motors, da durch gekennzeichnet, dass zwecks Erzielung einer schnellen und genauen Einstellung un ter Verwendung eines kleinstmöglichen Mo- tors die Welle des Motors mit der Welle der einzustellenden Vorrichtung über eine Kupp- lungsvorrichtung gekuppelt ist,
    die innerhalb eines kleinen Drehbereiches eine grössere Un tersetzung als ausserhalb dieses Drehbereiches bewirkt. UNTERANSPRüCH;s 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung der Motorachse mit der Achse der Einstellvor richtung über eine Kupplungsvorrichtung, die innerhalb eines kleinen Drehbereiches eine mehrfache Untersetzung und ausser halb des Drehbereiches eine unmittelbare Kupplung bewirkt, und ausserdem über ein Vorgelege erfolgt. ?.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Kupplungs vorrichtung einen Hebel enthält, der zwi schen zwei Anschlägen eine ]Flebelunter- setzung auf die Achse der Einstellvorrich tung bewirkt, während er an den An schlägen als starres Kraftübertragungs- glied dient. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss für die Einstellvor richtung eine Bremse vorgesehen ist, wel che elektromagnetisch durch eine dem Mo tor zugeführte elektrische Grösse ausser Wirksamkeit gesetzt wird. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung einer Gleichspannungsquelle einem Gleichstrom motor über einen doppelpoligen Umschal ter und drei Leitungen zugeführt wird, von denen die eine mit der einen Klemme des Motors fest verbunden ist und durch den Umschalter wahlweise mit dem posi tiven und dem negativen Pol der Span nungsquelle verbunden werden kann, wäh rend die beiden andern Leitungen über je einen an je einer Endstellung der Achse der Einstellvorrichtung geöffneten Sicher heitskontakt an die andere Klemme des Motors gelegt sind.
CH200207D 1936-12-15 1937-12-09 Einrichtung zur Fernbedienung einer Einstellvorrichtung. CH200207A (de)

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