Anordnung zum Übertragen von Nachrichten. Es , ist_ bekannt, auf ein und derselben Leitung (Kabelleitung) gleichzeitig eine Nachrichtenübermittlung mit nieder- und hochfrequenten Wechselströmen durchzu führen.
Es ist weiterhin bekannt, dieses Verfah ren auch bei Anschluss von Teilnehmerstellen an die genannte Leitung zu verwenden und den Wechselsprechverkehr einer Fernsprech- stelle so durchzuführen,
dass der von einer Vermittlungsstelle zur Teilnehmerstelle gehende Verkehr niederfrequent und der von der Teilnehmerstelle zur Vermittlungsstelle .durchgeführte Verkehr hochfrequent erfolgt.
Vorliegende Erfindung schlägt dem gegenüber vor, Mittel vorzusehen, durch die eine Durchführung des von einer Teil- nehmerstelle abgehenden, Verkehrs auf nie derfrequentem und des in ihr ankommenden Verkehrs auf hochfrequentem Wege mög lich ist.
Die durch einen derartigen Betrieb er reichbaren Vorteile seien anhand der Fig. ja und 1b erläutert. Fig. ja zeigt eine bekannte Anordnung. während die Fig.lb eine bei- spielsweise Ausführungsform -der erfindungs gemässen Anordnung darstellt. In beiden Anordnungen ist ein Teilnehmerkabel T vor gesehen,
das zur Speisung einer Fernsprech- station mit einem Mikrophon 1l und einem Telephon F dient. Sowohl amtsseitig, als auch teilnehmerseitig ist jeweils ein Tiefpass- filter TP und ein Hoehpassfilter <I>HP</I> vorge sehen, um die auf der Teilnehmerleitung fliessenden Ströme verschiedener Frequenz voneinander zu trennen.
Nach Fig. Ja ist in der Vermittlungs- stelle ein Trägerfrequenzgenerator G ange ordnet, der das in der Teilnehmerstelle vor gesehene Mikrophon 3I speist. Die Träger frequenz sei mit 10 kHz angenommen und die Trägerfrequenzdämpfung 2.5fach so hoch tvie für die von der Sprechstelle ab gehende Niederfrequenz von einem mittleren Wert von 800 Hz.
Um am Mikrophon eine 50% Modulation zu erzielen, ist unter Annahme eines Nieder frequenzpegels von 0 Veper und eines Pegels beider Seitenbänder von ebenfalls 0 Neper am Mikrophon ein Trägerpegel von + 0,7 Neper erforderlich, nach dem Zusammen hang:
EMI0002.0006
EMI0002.0007
Ilm <SEP> einen <SEP> Trägerpegel <SEP> von <SEP> -t- <SEP> <B>0,7</B> <SEP> Neper
<tb> an <SEP> der <SEP> Sprechstelle <SEP> zu <SEP> gewährleisten. <SEP> muB
<tb> bei <SEP> einer <SEP> Leitungsdämpfung <SEP> von <SEP> ? <SEP> Neper <SEP> für
<tb> die <SEP> Trägerfrequenz <SEP> vom <SEP> Generator <SEP> G <SEP> ein
<tb> Trägerpegel <SEP> -i- <SEP> <B>2,7</B> <SEP> in <SEP> die <SEP> Leitung <SEP> gesendet
<tb> werden. <SEP> Die <SEP> an <SEP> der <SEP> Sprechstelle <SEP> modulierte
<tb> Trägerfrequenz <SEP> gelangt <SEP> dann <SEP> mit <SEP> einem
<tb> Seitenbandpegel <SEP> p. <SEP> = <SEP> - <SEP> ? <SEP> in <SEP> den <SEP> Demodu lator <SEP> D.
<SEP> Der <SEP> Trägerpegel <SEP> -i- <SEP> 2,7 <SEP> und <SEP> der
<tb> Seitenbandpegel <SEP> - <SEP> 2 <SEP> entsprechen <SEP> demnach
<tb> im <SEP> Demodulator <SEP> einem <SEP> Modulationsgrad <SEP> von
<tb> <B>0.9/('Ö.</B> <SEP> Um <SEP> den <SEP> Seitenbandpegel <SEP> nach <SEP> der
<tb> Demodulation <SEP> auf <SEP> den <SEP> vorgeschriebenen <SEP> Wert
<tb> <B>-0,8</B> <SEP> zu <SEP> bringen, <SEP> ist <SEP> eine <SEP> Verstärkung <SEP> von
<tb> 1.2 <SEP> Neper <SEP> erforderlich
<tb> In <SEP> der <SEP> Gegenrichtung <SEP> herrscht <SEP> im <SEP> Aus gang <SEP> des <SEP> Amtes <SEP> ein <SEP> Niederfrequenzpegel
<tb> -- <SEP> 2,5, <SEP> dem <SEP> durch <SEP> die <SEP> niederfrequente <SEP> TLei tungsdämpfung <SEP> von <SEP> 0,8 <SEP> \eper <SEP> an <SEP> der <SEP> Emp - <SEP> fangsstelle <SEP> ein <SEP> Empfangspegel <SEP> - <SEP> 3,
3 <SEP> Neper
<tb> entspricht.
<tb>
hei <SEP> der <SEP> Bemessung <SEP> der <SEP> Hoch- <SEP> und <SEP> Tief <B>7</B> <SEP> ist <SEP> erschwerend <SEP> in <SEP> Rechnung <SEP> zu
<tb> setzen, <SEP> dass <SEP> auf <SEP> der <SEP> Amtsseite <SEP> mtisclien <SEP> dem
<tb> Trägerpegel <SEP> (+ <SEP> ?,7 <SEP> Neper) <SEP> und <SEP> dem <SEP> \ <SEP> ieder frequenzpegel <SEP> <B>(-?.5</B> <SEP> Neper) <SEP> eine <SEP> Pegel clifferenz <SEP> von <SEP> 5,2 <SEP> Neper <SEP> vorhanden <SEP> ist. <SEP> Auf
<tb> der <SEP> Teilnehmerseite <SEP> beträgt <SEP> die <SEP> Pegeldiffe renz <SEP> zwischen <SEP> dem <SEP> Trägerpegel <SEP> (--f- <SEP> <B>0.7</B>
<tb> Neper) <SEP> und <SEP> dem <SEP> Niederfrequenzpegel <SEP> (- <SEP> 3,3
<tb> \eper) <SEP> 4 <SEP> Neper.
<tb>
Um <SEP> die <SEP> geschilderten <SEP> "frägerfreclutnz@ir hältnisse <SEP> zu <SEP> schaffen, <SEP> ist <SEP> eine <SEP> Triigei'fl'#, quenzsendespannung. <SEP> entpmcliend <SEP> deni <SEP> Pe gel <SEP> + <SEP> ?, <SEP> 7, <SEP> von <SEP> 11.6 <SEP> Volt <SEP> oder <SEP> an <SEP> einem Widerstand von 600 Ohm eine Leistung von ?20 mW aufzuwenden.
Bei der in Fig. 1b dargestellten Anord nung wird demgegenüber das der Teil nehmerstelle zuzuführende Gespräch einem Modulator 31o zugeführt und empfangsseitig in einem Demodulator D demoduliert. Hier- bei ergeben sich folgende Pegel- und Lei- stungsverhältnisse:
Der aus einer Fernleitung zu erwartende Niederfrequenzpegel - 2,5 wird durch eine Verstärkung von 1,2 Neper auf -1,3 ge bracht. Um eine 50%ige Modulation im Modulator 31o durchzuführen, wird die Nie derfrequenz mit einer Trägerfrequenz von solchem Pegel zusammengeführt, dass ein Trägerpegel - 0,6 N'eper über den Hochpass in die Leitung gelangt.
Auf dieser wird der Träger um 2 Neper gedämpft und erscheint im Eingang .des Demodulators in der Emp fangsstelle mit dem Pegel - 2,6, so < lass nach der Demodulation, -wie notwendig, ein Niederfrequenzpegel -3,3 vorhanden ist.
Die Gegenrichtung, vom Mikrophon der Sprechstelle bis zum Amt, wird niederfre quent durchgeführt, so dass an der Sprech- stelle ein NTiederfrequenzpegel = 0 Nepür, im Amt ein Niederfrequenzpegel =-0.8 Neper vorhanden ist.
Bei .der Bemessung der Filter ist zu beachten, kdass der Pegelunterschied zwischen der Trägerfrequenz und der Niederfrequenz auf der Amtsseite nur 0,\d Neper beträgt. auf der Teilnehmerseite 2.6 Neper. Dem Trägerfrequenzpegel entspricht demnach eine aufzuwendende Träg=>rspa.nnung von 0J3 Volt oder einer Leistung von 0,3 mZUr an 600011m.
Obige Überlegungen zeigen, dass die An ordnung gemäss Fig. 1b gegenüber der be kannten Anordnung gemäss Fig. la folgende Vorteile. besitzt: Die für dieselben Niederfrequenzverlifilt- 112s2e Hoellfrequen7leistun- äe'il 'stellen 1111 Verhältnis 661? : 1.
Der FilteranI11'and alle <B>der</B> Amtsseite ist bei der ersten Anordnung erheblich grösser als bei der zweiten Anordnung - unabhän- gig von der Wähl der Trägerfrequenz -.
weil bei der ersten Anordnung die Trenn- wiTkung der Filter wesentlich grösser sein muss. (In dem Beispiel: um 5 Neper grösser als bei der zweiten Anordnung.) Auch auf der Seite der Sprechstelle ist bei .der ersten Anordnung ein 1Tehraufwand an Filtern erforderlich.
(In dem gewählten Beispiel: eine zusätzliche Sperrdämpfung von 1,.1 \Teper.) Unabhängig von den angenommenen Uh- lenwerten ist bei einem Vergleich beider Anordnungen folgendes festzustellen: Bei den gebräuchlichen Fernsprech systemen ist die Speisung des Mikrophons aus der Amtsbatterie üblich:
der Gleich strom wird ausserdem zur Steuerung der Amtseinrichtungen (z. B. Impulsgabe) ver wendet. Für diese Zwecke muss das dem Mikrophon vorgeschaltete Filter gleichstrom- durchlässig sein. Beidem Tiefpassfilter, wie es bei der Anordnung nach Fig. 1b verwen det wird. ist bei einer .gebräuchlichen Filter ausführung (Spulenleitung) Gleichstrom durchlässigkeit ohne weiteres gegeben.
Bei der Anordnung nach Fig. 1a muss jedoch das Hochpassfilter in der Teilnehmerstelle gleich stromdurchlässig sein, was einen zusätz lichen :Mehraufwand bei der Bemessung des Filters bedeutet.
Bei der Ausführung gemäss Fig. 1b ist es möglich, die Hochfrequenzerzeuger nach wie vor in den Ämtern zu belassen, so dass Bedienung und Wartung von geschultem Personal durchgeführt werden kann.
Im folgenden werden anhand der Fig. 2 biss 6 einige beispielsweise Ausführungsfor- men des Erfindungsgegenstandes näher be schrieben.
Mikrophon und Telephon, die gewöhn lich zu einem Handapparat vereinigt sind, sind in Fig. ? bis 4, die Schaltungen von Teilnehmerstellen .darstellen. der Klarheit halber voneinander getrennt gezeichnet. Die beiden Sprechadern sind mit<I>a. b</I> bezeichnet.
In der Anordnung nach Fig. ? liegt das Mikrophon <B>31</B> zwischen den Adern a, b, je doch sind die Hochfrequenzdros--eln H vor- geschaltet, die aber nicht unbedingt nötig sind.
Das Telephon T ist einerseits unmittel bar, oder gegebenenfalls unter Zwischen- schaltung von Hochfrequenzdrosseln H, an die Adern a, b, anderseits an die Ausgangs klemmen eines Gleichrichters G angeschlos sen. Dieser Gleichrichter, der ein Trocken- ;gleichricIter .sein kann, ist über Konden satoren C an die Adern a, b gelegt.
Wenn dieser Teilnehmerstelle über a, b Nieder frequenz zugeführt wird, wirkt der Gleich- richter wegen der ihm vorgeschalteten gon- densatoren C nicht, wird ihr dagegen Hoch frequenz zugeleitet, so. wird diese in G gleichgerichtet, so dass das Telephon Nieder frequenz empfängt. Es ist also ohne Einfluss auf .die Teilnehmerstelle, ob das, über die Adern a, b ankommende Gespräch niederfre quent oder hochfrequent ist.
Um zu vermeiden, :dass der Teilnehmer die eigenen. Worte in dem Telephon ver nimmt, kann die in Fig.3 gezeigte Anord nung verwendet werden. Hier erregt eine Gabelschaltung I mit Mikrophon N, welche über die hochfrequenten Blookierungsmittel <I>H</I> an die Adern a, b angeschlossen ist, die Wicklung 1 des Telephons T. Der Sprech verkehr erfolgt also bei Niederfrequenz betrieb in der üblichen Weise.
Bei Übergang zu Hochfrequenzverkehr in der ankommen den Richtung wird die Hochfrequenz, da ihr der Zutritt zur Gabelschaltung I durch die Bloekierungsmitted H unmöglich gemacht ist, über niederfrequente Sperrmittel N und den Gleichrichter G zu der Wicklung 2 des Telephons geführt. Die Wicklungen 1, 2 sind einander so angepasst, dass keine Über- trabgu.ng zwischen ihnen stattfindet.
Diese Anpassung kann zum Beispiel dadurch er folgen, dass die Wicklungen auf getrennten Eisenkernen angebracht werden und diese so angeordnet werden, dass sich ihre Magnet- flüsse nicht .gegenseitig beeinflussen. Dies ermöglicht, die Sprachwechselströme voll ständig in Schallenergie zu verwandeln und so zu vermeiden,
dass solche '\@Techselströme über die Wicklung \? in die Leitung a, b zurückgelangen. In der Anordnung nach Fig. .I erfolgt der Niederfrequenzverkehr gleichfalls über eine Gabelschaltung mit Mikrophon 1I und Telephon T und über die hochfrequenten Blockierungsmittel <I>H,
</I> die an die Adern<I>a, b</I> gelegt sind. Beim Übergang zu Hochfre- quenzverkehr in der ankommenden Rich- tung wird in bekannter Weise ein Relais <I>AA</I> über einen Kondensator Q durch Wech- selstrom erregt, der von der Vermittlungs- stelle ausgeht.
Relais AA schliesst seinen Kontakt a3 und bleibt so erregt, solange die G leicbspannung zur Mikrophonspeisung vor handen ist. Relais <I>AA</I> hat ferner einen Trennkontakt a1 und einen Wechselkontakt a2. Beim Ansprechen des Relais AA wird also Kontakt a1 geöffnet,
Kontakt a2 um- gelegt. Durch das Öffnen des Kontaktes al wird erreicht, da- das ohne un- erwünschte, durch die Gabelschaltung Dämpfung an den Sprechadern a., b liegt,
während durch den umbelegten Kon takt a2 das Telephon <I>T</I> über einen Hoch- frequenzgleiGhrichter G und niederfrequente Sperrmittel <I>N</I> an die Adern ca, <I>b</I> angeschlos sen ist.
Durch diese Anordnung wird also eine Umschaltung von Hochfrequenz auf Nieder frequenz ohne Mitwirkung des Teilnehmers erreicht und zugleich eine unerwünschte Dämpfung der Mikrophonströme bei Hoch frequenzverkehr in .der ankommenden R.icli- tung vermieden.
Fig. 5 und 6 zeigen je ein Beispiel einer Amtsschaltung, durch welche vorzugslveise im Fernverkehr die Nachtrichter auch dann hochfrequent zur Teilnehmerstelle gelangen, wenn sie an der Vermittlungsstelle nieder frequent ankommen, z. B. auf Zweidrakt- oder Vierdrahtverstä.rkerleitungen.
In der ankommenden Richtung einer Vierdrahtfernleitung F (Fig. 5) für die nie derfrequente Nachrichtenübermittlung liegt hinter einem Verstärker F ein llodulator 1I, der seine Trägerfrequenz zum Beispiel aus einem Amtsgenerator bezieht, welcher meh- reren Verbindungswegen gemeinsam ist.
Kin Seitenband mit Träger gelangt über die niederfrequenten Sperrmittel N zur Amts klinke h und so über die Ortsleitung zur Teilnehmerstelle. Die von der Teilnehmer stelle kommenden Sprechströme gelangen über die hüchfrequenten Blockierungsmittel H und einen Verstärker P in die abgehende Fernleitungsrichtung. Bei Wählerverkehr ist statt der
Klinke K eine Relaisübertragiing vorzusehen. Die Trägerfrequenz wird so ge wählt, dass der Dämpfungsunterschied zwi schen Hochfrequenz und Niederfrequenz im Ortskabel möglichst klein ist, und da-ss fer ner die Symmetrie und die Übersprechfrei- heit genügend gross sind.
Der Anschluss einer Zweidrahtfernleitung D erfolgt gemäss Fig. 6 mittels einer Gabel schaltung P. Die Anordnung gleicht hier im übrigen der in Fig. 5 gezeigten.