CH200776A - Einrichtung zur Regelung von Kraftmaschinenanlagen mit Brennkraft-Flugkolbenmaschine und Treibgas-Kraftmaschine. - Google Patents

Einrichtung zur Regelung von Kraftmaschinenanlagen mit Brennkraft-Flugkolbenmaschine und Treibgas-Kraftmaschine.

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CH200776A
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Aktiengesellschaft Gebr Sulzer
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Sulzer Ag
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    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B71/00Free-piston engines; Engines without rotary main shaft

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Description


  Einriehtung zur Regelung von Kraftmasehinenanlagen mit     Brennkraft-          Flngkolbenmasehine    und Treibgas-Kraftmaschine.    Die Erfindung betrifft eine Einrichtung  zur Regelung von Kraftmaschinenanlagen  mit Brennkraft - Flugkolbenmaschine und  Treibgaskraftmaschine.  



  Bei Brennkraft-Flugkolbenmaschinen ist  die Hubzahl der Flugkolben abhängig von  der Hubarbeit. Die Hubarbeit ist die in einem  Hubspiel (Ein- und     Auswärtshub)    der Flug  kolben gewonnene Arbeit im     Brennkraft-          zylinder,d.    h. im motorischen Teil der     Brenn-          kraft-Flugkolbenmaschine.    Es ist daher bei  Brennkraft-Flugkolbenmasohinen im Gegen  satz zu der Drehzahlregelung von Kompres  soren mit Kurbeltrieb oder von umlaufenden  Kolben-Kompressoren eine Änderung der  Hubzahl unabhängig von der Hubarbeit nicht  möglich.  



  Die Erfindung besteht nun darin, dass  neben der Brennstoffmenge noch eine Be  triebsgrösse der Kraftmaschinenanlage in Ab  hängigkeit von der Belastung der     Treibgas-          hraftmaschine    derart geregelt wird, dass wäh  rend des     Regelvorganges    die Menge und der    Druckdes von der Flugkolbenmaschine gelie  ferten Treibgases     mindestens    annähernd mit  der Menge und dem Druck des von der Treib  gaskraftmasohine bei ihrer jeweiligen Lei  stung benötigten Treibgases übereinstimmen.  



  Während bei den bekannten zur Treib  gaserzeugung verwendeten     Brennkraftmaschi-          nen    mit Kurbelwelle das zum einwandfreien  Lauf erforderliche Schwungrad einen Kraft  speicher darstellt, der dem Einfluss grosser  Druckschwankungen im     Treibgas    auf den  Lauf der Brennkraftmaschine wirksam be  gegnet, fehlt bei einer     Brennkraft-Flugkol-          benmaschine    diese Möglichkeit. Dadurch, dass  während des     Regelvorganges    .die Brennstoff  menge und eine weitere     Betriebsgrösse,    z. B.

    die Luftmenge, beide in     Abhängigkeit    von  der Belastung der     Treibgaskraftmaschine    ge  regelt werden, kann der Druck im Treibgas,  der bei     Leistungsänderungen    wohl kaum kon  stant bleiben wird, sich     stetig    ohne Überlage  rung grosser     Druckschwankungen    ändern,     und     es kann vermieden werden, dass der Lauf der      Flugkolbenmaschine beeinträchtigt wird, oder  dass sie sogar durch solche Druckschwankun  gen zum Stillstand kommt.  



  Auf der Zeichnung sind Ausführungsbei  spiele der Erfindung schematisch dargestellt.  Fig. 1 zeigt die Fördercharakteristiken  einer Brennkraft - Flugkolbenmaschine und  einer ihr nachgeschalteten Gasturbine;  Fig. 2 stellt ein Diagramm der Hubarbeit  im motorischen Teil der Flugkolbenmaschine  dar, und  Fig. 3 veranschaulicht ein Diagramm der  Luftverdichtung im Kompresorteil der  Flugkolbenmaschine ;  Fig. 4 bis 11 zeigen verschiedene Schal  tungen der Regelung und     Einzelheiten    die  ser Schaltungen.  



  Das Diagramm in Fg. 1 stellt die     Förder-          charakteristik    F einer bekennten     Brennkraft-          Flugkolbenmaschine,    bei welcher zur Rege  lung des erzeugten Treibgases nur die Brenn  stoffzufuhr geändert wird, und die Ver  brauchscharakteristik T der der Flugkolben  maschine nachgeschalteten Gasturbine dar,  wenn ihr     das    Treibgas     unter    sich     stetig    än  derndem Druck zugeführt und sonst nichts  geändert wird. Die Ordinaten     bedeuten    die  Treibgasmenge V über der Leistung N als  Basis.

   Im Punkt A bei der Leistung N1  haben die beiden Kurven einen     Schnittpunkt     und sowohl die Lieferung von Treibgas  durch die Flugkolbenmasehine, als auch der  Verbrauch durch die Gasturbine beläuft sich  auf eine Menge V3 bei einem Druck ps. Bei  Verkleinerung der Leistung von N1 auf N2  stellt sich bei der Flugkolbenmaschine ein  neuer     Zustand        entsprechend    dem Punkt B  der Kurve F und für die Gasturbine     entspre-          chend    dem Punkt C auf der Kurve T ein.  Die gelieferte Treibgasmenge bei B beträgt  V2 bei einem Druck p1, während die Ver  brauchsmenge der Gasturbine V1, d. h. weni  ger als V2 ist, die allerdings bei dem über  dem Druck p1 liegenden Druck p2 geliefert  werden müsste.

   Beide Drücke sind niedriger  als der Druck p3 bei A. Bei jeder Verstellung  des Eintrittsquerschnittes der Turbine gibt es  jeweils eine andere T-Kurve, so wie man    auch eine Schar F-Kurven erhält, wenn man  die Luftzufuhr zur Flugkolbenmaschine an  ders einstellt.  



  Der Leistung N1 entspricht eine Arbeit  H1 pro Hubspiel (Fig. 2) und der Leistung  N2 eine Hubarbeit H2. Da bei     Brennkraft-          Flugkolbenmaschinen    die Hubzahl durch den  mittleren Druck in den Druckdiagrammen  nach Fig. 2 bezw. durch die Hubarbeit be  stimmt ist, ist auch das Produkt aus Hub  arbeit mal Hubarbeit bestimmt und es ist also  einer     gegebenen    Hubarbeit eine einzige Lei  stung zugeordnet.

   Um nun rasch zu einem  neuen Betriebszustand der     Kraftmaischinen-          anlage    zu gelangen, ist es vorteilhaft, dass  neben der     Brennstoffmenge    noch eine Be  triebsgrösse der Kraftmaschinenanlage in Ab  hängigkeit von der     Belastung    der Treibgas  kraftmaschine geregelt wird, derart, dass       während    des     Regelvorganges    Menge und  Druck des vom Verbrennungsmotorkompres  sor gelieferten Treibgases annähernd oder  ganz mit dem Druck und der Menge des von  der Kraftmaschine bei ihrer jeweiligen Lei  stung benötigten Treibgases übereinstimmen,  so dass der Punkt B mit dem Punkt C auf  der Ordinate N2 zusammengebracht wird,

   in  dem     entweder    der Punkt B     nach    dem Punkt  C verschoben wird bezw. der Punkt C nach  dem Punkt B, oder     beide    in einer     andern     Lage eich treffen, je nach Art und Weise  wie und an welchem Ort der Regeleingriff  erfolgt.  



  In Fig. 3 ist die Förderung des Kompres  sorteils dargestellt. Es entspricht das Dia  gramm a einer Förderung des Kompressor  teils entsprechend dem Punkt A in Fg. 1.  das     strichpunktierte        Diagramm    b eine För  derung     entsprechend    dem     Punkt    B in     Fig.    1  und die     Diagramme        cl    und     c"    eine Förderung       entsprechend    dem     Punkt    C in     Fig.    1.

   Wird  durch Änderung der     Brennstoffzufuhr    in  der     Flugkolbenmaachine    die Hubarbeit von  H, auf     H,    verringert, so     stellt    sich     zunächst     die     Förderung    im     gompressorteil    auf den  Druck p,     und    das     Diagramm    b ein.

   Der  schädliche Raum     V.        ist        derselbe    wie für     das          Diagramm        a.    Dem     Diagramm    b     entspricht         ein volumetrischer Wirkungsgrad des Luft  verdichters, der durch die Strecke f b darge  stellt wird. Es wird eine zu grosse Luftmenge  und also auch eine zu grosse Treibgasmenge  unter zu geringem Druck geliefert.

   Durch  Vergrösserung des schädlichen     Raumes    von  Vs auf Va' verkleinert sich der volumetrische  Wirkungsgrad auf fc1 und es ergibt sich das  Förderdiagramm ei1, bei welchem die Luft  auf den dem Punkt C entsprechenden Druck  p2 verdichtet wird, und das diesem Punkt  entsprechende Volumen V1 zur Verfügung  steht. Wird die Förderung im Kompressor  teil durch Drosselung der vom Kompressor  angesaugten     Luftmenge    bewirkt, so ergibt  sich das gestrichelte Förderdiagramm e2 in  Fig. 3 mit dem ursprünglichen schädlichen  Raum V5. Die Verdichtung beginnt unterhalb  der atmosphärischen Linie und geht bis auf  den Druck p2.

   Der diesem Förderdiagramm  entsprechende volumetrieche Wirkungsgrad  gemessen auf der atmosphärischen Linie,  ist gleich dem volumetrischen Wirkungsgrad  fc1 Für beide Diagramme c1 und c2 sind die  Verhältnisse an der Flugkolbenmaschine so  geändert worden, dass die Treibgaslieferung  nicht mehr dem Punkt ss, sondern dem Punkt  C entspricht.  



  Die Brennkraft-Flugkolbenmaschinenan  lage in Fig. 4 umfasst die Flugkolbenmaschine  1 und die Gasturbine 2. Die Flugkolben  maschine 1 besteht aus dem motorischen Teil,  d. h. dem Brennkraftzylinder 3, und dem  Kompressorteil 4, in denen der Flugkolben 5  arbeitet. Der Kompressorteil 4, der als ein  fachwirkender Luftverdichter ausgebildet ist.       saugt    die Luft durch den Saugstutzen 6 an  und     fördert    säe in die Leitung 7, die zu den  Einlassschlitzen 8 des Brennkraftzylinders 3  führt.  



  Die Saug- und Druckventile sind der Ein  fachheit halber nicht gezeichnet. An die Aus  lasssehlitze 9 schliesst sich die Treibgasleitung  10 an. Dem Brennkraftzylinder 3 wird der  Brennstoff durch die Brennstoffpumpe 11  über das Brennstoffventil 12 zugeführt.  



  Die Leitung 10 führt das Treibgas der  Turbine 2 zu, aus der es nach Entspannung    und Arbeitsleistung durch den     Abgasstutzen     14 austritt. Die Turbine 2 gibt ihre Leistung  nach aussen über die Welle 15 ab, die mittels  eines Zahnradgetriebes 16 den Fliehkraft  regler 17 antreibt.  



  Beider Brennkraft-Flugkolbenmaschinen  anlage nach Fig. 4 erfolgt die Regelung der  Hubarbeit des motorischen Teils in Abhän  gigkeit von der Belastung der Gasturbine 2,  indem die Brennstoffzufuhr zur Flugkolben  maschine 1 in Abhängigkeit von der Dreh  zahl der Gasturbine 2 geregelt wird. Der  Drehzahlregler 17 beeinflusst über die Regel  leitung 19, die als mechanisches Gestänge  ausgebildet oder hydraulisch, pneumatisch  mit oder ohne     Servomotoren    oder     elektrisch     betrieben werden kann, die Förderung der  Brennstoffpumpe 11. Bei Verringerung der  Leistung der Gasturbine 2 verringert sich die  Förderung der Pumpe 11 und die Hubarbeit  der Flugkolbenmaschine 1. Die Hubzahl des  Flugkolbens 5 nimmt ab.

   Wie aus     Fig.    1, er  sichtlich, würde sich die Fördermenge     VZ    un  ter dem Druck     p,    einstellen. Da die Förder  menge     VZ    und der     Druck        p,    jedoch nicht der       Charakteristik    T der Gasturbine 2 entspre  chen,     wird    die Förderung des     Kompressors    4  ebenfalls vom Drehzahlregler 17 geregelt, der  über die     Regelleitung    20 bei steigender Dreh  zahl die Drosselklappe 21 im     Saugstutzen    6  des     Kompressors    4 mehr und mehr schliesst.

    Die vom     Regler    17 bewirkte Verstellung des       Regelorganes    der     Brennstoffpumpe    11 und  der Drosselklappe 21 sind derart aufeinander       abgestimmt,    dass während     -des    Regelvorgan  ges die     Luftmenge    und die     Brennstoffmenge     derart geregelt werden,     ,dass@    während ,des gan  zen     Regelvorganges    ,die Menge und der     Druck     des von     :

  der        Flugkolbenmas-chine        gelieferten     Treibgases     mindestens    annähernd mit der  Menge und dem Druck     .des        'Treibgases    über  einstimmen, das von der     Kraftmaschine    bei  ihrer jeweiligen     Leistung,    d. h. der     Momen-          tanleistung,    bis     ziu.m.        Erreichen    des Gleich  gewichtes bei der der     neuen    Belastung ent  sprechenden     Leistung        benötigt    wird.  



  Dadurch     ergibt    sich für den Kompressor  4 ein     Förderdiagramm.        c,    nach     Fig.    3, so      dass die     Treibgaslieferung    dem Verbrauch  der Gasturbine 2 entspricht. Bei dieser Rege  lung kann der Hub des Flugkolbens für alle  Belastungen konstant sein.  



  Die Regelung der Hubarbeit des motori  schen Teils des     Ausführungsbeispiels    nach  Fig. 5 erfolgt wie nach Fig. 1 unter dem  Einfluss des Drehzahlreglers 17 der Gastur  bine 2. Die Förderung des Kompressorteils  in Fig. 5 wird in Abhängigkeit von der     Hub-          endlage    des Flugkolbens 5 der Flugkolben  maschine 1 geregelt. Der Flugkolben 5 wirkt  in der Expansionshubendlage mittels des Ge  stänges 90 auf die Regelvorrichtung 23, die  fernerhin als Hubendregler bezeichnet wird.  Der Hubendregler 23 betätigt über die Re  gelleitung 24 die     Drosselklappe    25 in der  Leitung 7.

   Bei Verkleinerung der Hubarbeit  liegt die Expansionshubendlage des Flug  kolbens 5 näher am Brennraum des     Brenn-          kraftzylinders    3 und der schädliche Raum im  Kompressor 4 wird grösser. Ist durch diese  Vergrösserung der     schädliche    Raum bereits  grösser als Vs' in Fig. 3, so betätigt der Hub  endregler 23 die Drosselklappe 25 im öffnen  den Sinne. Im entgegengesetzten Fall bei  kleinerem schädlichen Raum als Vs wird die  Drosselklappe 25 mehr zugemacht.

   Infolge  dieser Regelung werden während des Regel  vorganges die Menge und der Druck     des    von  der Flugkolbenmaschine gelieferten Treib  gases     mindestens    annähernd mit der Menge  und dem Druck des von der Kraftmaschine  bei ihrer jeweiligen Leistung benötigten  Treibgases übereinstimmen.  



  Die Kraftmaschinenanlage nach Fig. 6  besitzt eine Regelvorrichtung an der Gastur  bine 2, die mit der der Flugkolbenmaschine  1 zusammenarbeitet.  



  Bei     Gasturbinen,    die von     Brennkraft-          Flugkolbenmaschinen    mit Treibgas gespeist  werden, steht die Fördermenge in einer durch  die Regelung der Flugkolbenmaschine be  stimmten Abhängigkeit vom Förderdruck.  Dabei kann mit steigender Last das geför  derte Gasvolumen abnehmen. In solchen Fäl  len ist es     deshalb    im Gegensatz zur     Regelung     bei Dampfturbinen notwendig, den Eintritts-    querschnitt zur Gasturbine mit zunehmender  Leistung zu verkleinern und mit abnehmen  der     Leistung    zu     vergrössern.     



  In Fig. 6 wird die Luftmenge bei einer  Änderung des Treibgaszuflusses zur Gastur  bine 2 in Abhängigkeit von ihrer Drehzahl  verändert. Der Drehzahlregler 17 betätigt  über die Regelleitung 35 die Regelung des  Düsenquerschnittes der Gasturbine 2, die in  der Figur schematisch durch die Klappe 36  veranschaulicht ist. Bei steigender Drehzahl  der Gasturbine 2 vergrössert der Drehzahl  regler 17 zur Verminderung der Leistung der  Gasturbine 2 den Düsenquerschnitt, so dass bei  kleiner Belastung eine grössere Treibgasmenge  unter     kleinerem        Druck        durch    die     Gasturbine     2 hindurchströmen kann. Diese Regelung  entspricht in Fig. 1 einer Verschiebung der  Charakteristik T vom Punkt C nach dem  Punkt B.  



  Bei Vergrösserung der Leistung der Gas  turbine bewirkt die fallende Drehzahl der  selben, dass der Drehzahlregler den Düsen  querschnitt der Gasturbine 2 verkleinert, so  dass bei den grösseren Lasten zwar ein kleine  res Treibgasvolumen, aber unter höherem  Druck in die Gasturbine 2 gelangt.

   Wenn die  Leitung 10, wie gezeichnet, ein kleines Vo  lumen hat, so dass sie nicht als     Speicher     wirkt, und wenn die Regelleitungen 19 und  35 ohne oder mit gleicher Verzögerung arbei  ten, stimmt die von der Flugkolbenmaschine  gelieferte Treibgasmenge mit der von der  Gasturbine benötigten während des Regulie  reis in bezug auf Druck     und    Menge überein,  weil die Regulierung der Gasturbine mittels  der Klappe 36, und die     Regulierung    der  Flugkolbenmaschine mittels des Regelorganes  der Brennstoffpumpe 11 aufeinander abge  stimmt sind.  



  In     Fug.    7     wird    die Hubarbeit     im        Brenm-          kraftzylinder    3 in Abhängigkeit von der       Hubendlage        des        Flugkolbens    5 der     Flugkol-          benmaschine    1 geregelt.     Der        Hubendregler     23     verringert    über die     Regelleitung    38 die       Brennstofförderung    der     Brennstoffpumpe    11.  



  In     Fig.    9 ist     ein        Hubendregler    23 für  eine     Kmftmaschinenanlage    gemäss     Fig.    7 dar-      bestellt, beli welcher die Flugkolbenmaschine,  umgekehrt wie in Fig. 7 gezeichnet, mit dem  Kompressorteil unten und der Saugstutzen  statt in der Achse der Flugkolbenmaschine  an der Seite des Kompressorteils angeordnet  isst. Der Hubendregler 23 ist im Gegensatz  zu Fig. 7 bei der Brennstoffpumpe 11 unter  halb der Flugkolbenmaschine angeordnet.  Am Flugkolben 5 ist der Hebel 41 ange  lenkt, der den Kolben 42 der Brennstoff  pumpe 11 betätigt.

   In der     Expanionshub-          Endlage    trifft die Rolle 43 des Hebels 41  auf den Keil 44 am Hebel 45, der das Druck  regelventil 47 des Hubendreglers 23 betätigt.  Das Druekregelventil 47 arbeitet im Gehäuse  48, das mit einem Zufluss 49 und einem Ab  fluss 50 für eine Druckflüssigkeit versehen  ist. An dem Gehäuse 48 ist der Zylinder 51  mit dem Kolben 52 angeschlossen, der durch  den Druck der Flüssigkeit und durch den  Gegendruck der Feder 53 belastet ist. Der  Kolben 52 beeinflusst über den Hebel 54 und  die Stange 55 das nicht gezeichnete Organ  zur Regelung der Förderung der Brennstoff  pumpe 11. Dieses Organ kann das Saugventil  oder ein Überströmventil sein, und die Stange  5 5 kann zum Beispiel eine Drehpunktsver  lagerung eines Hebels bewirken, durch wel  chen das Organ betätigt wird.  



  Bei geringer Leistung der     Brennkraft-          Flugkolbenmaschine    liegt die     Expansions-          hub-Endlage    des Flugkolbens 5 bei V und  das Druckregelventil 47 wird bei jedem Aus  wärtshub des     Flugkolbens    5 aus der ge  schlossenen     Stellung    in die Stellung I hin  untergedrückt, d. h. es wird weit und ver  hältnismässig lange geöffnet. Wenn beim  Einwärtshub die Rolle 48 von der Keilbahn  44 abgehoben wird, ist das Druckregelventil  47 wieder     geschlossen.    Seine     Öffnungszeit    ist  in     bezug    auf die Hubzeit des     Flugkolbens     klein.

   Die Druckflüssigkeitszufuhr durch die  Zuflussleitung 49 ist konstant, und bei der  Expansionshub-Endlage V muss die     zuge-          führte        Druckflüssigkeit,    wenn von der Bewe  gung des Kolbens 52 abgesehen wird, aus dem  Gehäuse 48 durch den Abfluss 50 entweichen.  Der mittlere Druck im Gehäuse 48 ändert    sich infolgedessen mit dem     Zeiteröffnungs-          querachnitt    des Druckventils 47. Bei grossem  Hub des Druckregelventils 47 zum Beispiel  bis zur Stellung I ist der Druck im Gehäuse  48 niedrig, bei kleinem Hub bis zur Stellung  II ist er hoch.

   Dementsprechend ändert sich  die Stellung ,des Kolbens 52, in der der Ven  tilstellung I entsprechenden Stellung III  wird eine kleine Füllung und in der der Ven  tilstellung II entsprechenden Stellung IV  eine grosse Füllung     eingestellt.    Infolge der  Beruhigungsdrossel 56 machen sich die  Druckschwankungen im Gehäuse 48 beim  Öffnen und Schliessen des Druckregelventils  47 im Zylinder 51 so wenig bemerkbar, dass  der Kolben 52 eine Lage beibehält, die dem  Mittel des Druckes entspricht.  



  Der     Hubendregler    23 regelt die Brenn  stoffzufuhr in Abhängigkeit von der     Hubend-          lage    des Flugkolbens 5. Bei kleiner Leistung  der Flugkolbenmaschine liegt die Endlage  bei V und bei grosser Leistung bei VI, so dass  ein Regelbereich ähnlich dem Ungleichför  migkeitsgrad eines Drehzahlreglers entsteht.  



  Zur     Regelung    der     Fördermenge    des     Kom-          pressors    4 wird nach Fig. 7 die Hubendlage  des Flugkolbens 5 in Abhängigkeit von der  Drehzahl der Gasturbine 2 geändert und da  mit eine Änderung der Grösse     des    schädlichen  Raumes des Kompressorteils 4 bewirkt. Bei  steigender Drehzahl der Gasturbine 2 wird  vom Drehzahlregler 17 über die Regelleitung  60 und den Hebel 61 (Fig. 9) der Keil 44       auf    dem Hebel 45 nach rechts verschoben.

    Infolgedessen stösst die     Rolle    43     schon    bei       einer    mehr dem     Brennraum    zu     gelegenen        Eg-          pansionshub-Endlage    des     Flugkolbens    5 auf  .den Keil 44 und öffnet     .das        Druckregelventil     47 mehr.

   Für     dieselbe        Einstellung,der        Brenn-          stoffzufuhT        bezw.        dieselbe    Stellung des Kol  bens 52, also bei demselben     Druck    im     Ge-          häuse        48,

          liegt        daher        die     des     Kol'benss    5 für     kleine        Leistung          anstatt    bei V nunmehr bei     VII.    Bei dieser       Egpansionahub-Endlage        .ist    der     schädliche     Raum des Kompressors 4 grösser als beider  Endlage V.

       DuTCh    diese Änderung     wird    der      volumetrische Wirkungsgrad des     Kompres-          sors    4 kleiner und die Förderung des     Kom-          pressors    4 dem     verminderten    Verbrauch der  Gasturbine 2 angepasst. Während des Regel  vorganges stimmen Druck und Menge des  von der Flugkolbenmaschine gelieferten       Treibgases        mindestens    annähernd     der    Menge  und dem Druck des von der Gasturbine bei  ihrer momentanen Leistung benötigten Treib  gases überein.  



  Nach Fig. 8 vermindert der Drehzahl  regler 17 bei steigender Drehzahl der Gas  turbine 2 den Spülluftüberschuss des     Brenn-          kraftzylinder    3 durch Öffnen der Klappe 66  über die Regelleitung 65. Es     sinkt    der Druck  in der Leitung 7 und der Spülluftüberschuss  wird verkleinert. Dadurch nehmen Treibgas  menge und -Druck ebenfalls ab. Wegen der  Verminderung der Kompressorarbeit fliegt  der     Flugkolben    5 weiter nach aussen und der  Hubendregler 23 verringert die Brennstoff  zufuhr der Brennstoffpumpe 11.

   Während  des Regelvorganges wird die Übereinstim  mung des von der Flugkolbenmaschine er  zeugten und     des    von der     Gasturbine    benötig  ten     Treibgases    in Bezug auf     Druck    und  Menge mindestens annähernd eingehalten.  



  Nach Fig. 10 öffnet bei steigender Dreh  zahl der Drehzahlregler 17 über die Regel  leitung 35 den     Düsenquerschnitt        der        Gastur-          bine    2, der in der Zeichnung wieder durch  eine Drosselklappe 36 dargestellt ist. Da  durch sinkt der Druck in der     Treibgasleitung     10 möglichst kleinen Volumens und ebenso  in der Leitung 7 und im Kompressor 4, der  entlastet wird. Durch diese Entlastung geht  der Flugkolben 5 bis zu einer weiter vom  Brennraum entfernten     Expansionshub-End-          lage,    so dass der Hubendregler 23 die Brenn  stoffzufuhr entsprechend der Änderung der  Kompressorarbeit verringert.

   Infolge des sin  kenden Druckes in der Leitung 10 nimmt die  Leistung der Gasturbine 2 ab. Die Verstel  lung des Regelorganes der Brennstoffpumpe  11 folgt der Verstellung der Klappe 36 so  rasch, dass während des  die  Übereinstimmung des von der Flugkolben  maschine erzeugten und des von der     Gastur-          ei       benötigten Treibgas in bezug auf  Druck und Menge mindestens annähernd ein  gehalten wird.  



  Die Erfindung ergibt eine weitgehende  Regulierfähigkeit, wie sie bei Kompressoren  mit Schwungrad durch Variation der Dreh  zahl ermöglicht wird, auch bei     Brennkraft-          Flugkolbenmaschinen,    trotzdem deren Hub  zahl sich nur mit der Leistung ändert.  



  Die Regeleinrichtungen nach den Fig. 4  und 5 haben den Vorteil, dass die Gasturbine  2 einen     sehr    einfachen     Aufbau    hat, weil der  Düsenquersehnitt nicht reguliert wird. Die  Regulierung nach der Fig. 6 ergibt den Vor  teil, dass auch bei Teillasten ein hoher Wir  kungsgrad der Anlage erzielt wird und dem  entsprechend     der        Brennstoffverbrauch        bei     Teillasten klein ist. Regelungen nach den  Fig. 7 und 8 ergeben bei Verwendung meh  rerer Brennkraft-Flugkolbenmaschinen eine  einfache, anpassungsfähige Einzelregelung,  indem jede Flugkolbenmaschine eine geson  derte Füllungsregelung und Hubstabilisie  rung aufweist.

   Ausserdem ergibt sich beim  Beispiel nach Fig. 8 der Vorteil, dass die  Gasturbine nicht mehr auf jede Flugkolben  maschine einzeln einzuwirken braucht, son  dern auf ein einziges, allen Flugkolbenma  schinen gemeinsames Luftregelorgan einwir  ken kann, das an Stelle des Abblaserganes  66 auch ein Drosselorgan in der Luftzufüh  rung ähnlich der Drosselklappe 21 im     An-          eaugstutzen    6, wie in Fig. 4 dargestellt, sein  kann.

   Die     Regelung        nach        Fig.    10 hat     bei     mehreren     Brennkraft    -     Flugkolbenma.schinen     und     mehreren        Gasturbinen,    die an     eine        ge-          meinsame        Treibgasleitung        angeschlossen        sind,     den Vorteil, dass jede     Maschine    in sich     ge-          regelt    ist,

   und bei     grösserem        Abstand    der Ma  schinen     voneinander    nur     kurze    Regelleitun  gen erforderlich     sind,        und        dass        ausserdem    die  ganze     Regelanlage        sehr        einfach        gestaltet    wer  den     kann.     



  Zur Regelung der     Hubarbeit    der     Flugkol-          benmaschine    kann neben dem     Brennstoff    die       Aufladung        des        Brennkraftzylindem    in Bezug  auf Druck     oder    Menge, bei     Flugkolbenma-          schinen,    die mit     Brennstoffeinspritzung    arbei-      tenl, auch der Einsprtzzeitpunkt, der     Kom-          pressions    - Enddruck im Brennkraftzylinder  oder der Auspuff durch Drosselung geregelt  werden.  



  Auch können im Gesamtregelbereich der  Anlage verschiedene Regelungen nacheinan  der zur Anwendung kommen. Wird zum Bei  spiel in Fig. 1 zwischen den Punkten C und  A die Charakteristik der Flugkolbenmaschine  F derjenigen der Turbine T angepasst, zum  Beispiel durch Veränderung des schädlichen  Raumes des     Kompressors,    so können grössere  Leistungen der Gasturbine rechts von A  durch Drosselung des Düsenquerschnittes der       Gasturbine    und Erhöhung des Treibgas  druckes erzielt werden. Wenn dagegen links  von C eine Vergrösserung des schädlichen  Raumes des Kompressors nicht mehr wirk  sam genug ist, kann der Düsenquerschnitt  vergrössert werden.

   Der     Regelvorgang    ver  läuft dann in den Gebieten rechts von A und  links von C gemäss der Charakteristik der  Flugkolbenmaschine. Die Regelung kann  auch in der Weise erfolgen, dass die Verdich  tung im Gebiet rechts von A     zur    Erzielung  einer höheren Leistung als N1 zweistufig, da  gegen für Leistungen zwischen N1 und N2  nur einstufig erfolgt. Bei mehrstufigen Kom  pressoren kann zur Regelung der Förderung  ,des     Kompressors    mittels eines Umlaufventils  eine der Stufen     abgeschaltet    werden. Bei  einer Mehrzahl von Flugkolbenmaschinen  kann bei kleinen Leistungen die Anpassung  der Treibgaslieferung an den Treibgasver  brauch durch Abschalten einzelner Flugkol  benmaschinen erzielt werden.

   An Stelle der  Gasturbine können andere Treibgaskraftma  schinen, z. B. Heissluft-Kolbenmotoren, an ,die  Treibgasleitung 10 angeschaltet werden.  Statt des Drehzahlreglers 17 kann insbeson  dere bei Schiffsmotoren eine Handregelung  vorgesehen sein und auf das Organ zur Rege  lung der     Brennstoffmenge,    sowie auf     das     Organ zur     Regelung    der     andern    Betriebs  grösse, z. B. der Förderung des Kompressor  teils, oder des Durchtrittes des Treibgases  durch die Kraftmaschine einwirken.  



  Es können die Brennstoffmenge, die För-    derung des Kompressorteis und der Treib  gaszufluss zur Kraftmaschine in Abhängig  keit von einer Betriebsgrösse der Kraftma  schine geregelt werden. Ferner kann die Re  gelung der Brennstoffmenge unter dem Ein  fluss einer Betriebsgrösse der Kraftmaschine  erfolgen, die Förderung des Kompressorteils  kann in Abhängigkeit von einer Betriebs  grösse des Treibgases geregelt werden und der  Treibgasdurchtritt durch die Kraftmaschine  kann unter dem Einfluss einer Betriebsgrösse  der Kraftmaschine stehen. Auch kann die  Regelung der     Brennstoffmenge    in Abhängig  keit von einer Betriebsgrösse des Treibgases  erfolgen und die Förderung des Kompressor  teils und der Treibgasdurchtritt durch die  Kraftmaschine können in Abhängigkeit von  einer Betriebsgrösse der Kraftmaschine ge  regelt werden.

   Schliesslich kann die Regelung  des Querschnittes für den Treibgasdurchtritt  durch die Kraftmaschine kontinuierlich sein.  Ist .die Treibgaskraftmaschine eine mehr  stufige Gasturbine, so kann auf der Hoch  druckseite der Gasturbine eine Umgehungs  leitung angeordnet sein, damit bei     steigender     bezw. fallender Belastung der Gasturbine  Stufen hohen Druckes zu- bezw. abgeschaltet  werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Regelung von Kraft maschinenanlagen mit Brennkraft-Flugkol- benmaschine und Treibgaskraftmaschine da- durch gekennzeichnet, dass neben,der Brenn stoffmenge noch eine Betriebsgrösse der Kraftmaschinenanlage in. Abhängigkeit von der Belastung der Treibgaskraftmaschine .derart geregelt wird, :
    dass während des Regel- vorganges :die Menge und oder Druck des von der Flugkolbenmaschine gelieferten Treib gases mindestens annähernd mit der Menge und dem Druck des von der Treibgaskraft- maschine bei ihrer jeweiligen Leistung benö tigten Treibgases übereinstimmen. UNTERANSPRüCHE 1.
    Einrichtung zur Regelung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet"dass neben der Brennstoffmenge die Luftmenge gere gelt wird. 2. Einrichtung zur Regelung nach Patentan spruch. dadurch gekennzeichnet, dass die Luftmenge durch Drosselung des Treib gasdurchtrittes geregelt wird. 3. Einrichtung zur Regelung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftmenge und die Brennstoffmenge durch Regelung der Hubendlage in Ab hängigkeit von der Belastung der Treib- gaskraftmaschine geregelt werden. 4.
    Einrichtung zur Regelung nach Patentan spruch, gekennzeichnet durch eine konti nuierliche Regelung des Querschnittes für den Treibgasdurchtritt durch die Treib gaskraftmaschine. 5. Einrichtung zur Regelung nach Patentan spruch mit mehrstufigem Vendichter, da durch gekennzeichnet, dass zur Regelung der Luftmenge eine mindestens eine Ver dichterstufe umgehende Leitung angeord net ist. 6. Einrichtung zur Regelung nach Patentan spruch und Unteranspruch 5, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Umgehungsleitung des Verdichters mit einem Regelventil ver sehen ist. 7. Einrichtung zur Regelung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Regelung der Treibgaszufuhr zur Treib gaskraftmaschine während des Regelvor ganges vor der Treibgaskraftmaschine ein Ablassorgan angeordnet ist. B.
    Einrichtung zur Regelung nach Patentan spruch mit einer Treibgasturbine, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt für den Treibgasdurchtritt zur Gasturbine bei steigender Leistung verkleinert wird. 9.
    Einrichtung zur Regelung nach Patentan- epruch mit einer Treibgasturbine, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer Umge hungsleitung auf der Hochdruckseite der Gasturbine bei steigender Leistung Stufen höheren Druckes zugeschaltet werden.
CH200776D 1934-04-17 1934-04-17 Einrichtung zur Regelung von Kraftmaschinenanlagen mit Brennkraft-Flugkolbenmaschine und Treibgas-Kraftmaschine. CH200776A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE959238C (de) * 1953-04-30 1957-02-28 Participations Eau Gaz Electri Vorrichtung zur Regelung der Brennstoffzufuhr bei Freiflugkolbenmaschinen

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DE959238C (de) * 1953-04-30 1957-02-28 Participations Eau Gaz Electri Vorrichtung zur Regelung der Brennstoffzufuhr bei Freiflugkolbenmaschinen

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