CH201012A - Verfahren zur Herstellung von Kunstmassen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunstmassen.

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CH201012A
CH201012A CH201012DA CH201012A CH 201012 A CH201012 A CH 201012A CH 201012D A CH201012D A CH 201012DA CH 201012 A CH201012 A CH 201012A
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CH
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cellulose
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Celluloid-Fabrik Deutsche
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Deutsche Celluloid Fabrik
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D161/00Coating compositions based on condensation polymers of aldehydes or ketones; Coating compositions based on derivatives of such polymers
    • C09D161/20Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C09D161/22Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds

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Description


      Verfahreii    zur Herstellung, -von     Nunstmassen.       Es wurde gefunden,     dass    die<B>öl-</B> bis harz  artigen Kondensationsprodukte' aus     Carb-          amidsäureestern    mit Formaldehyd, wie sie  zum Beispiel gemäss den Schweizer Patent  schriften     Nr.   <B>189879, 198894, 198895, 198896,</B>  <B>198897</B> und<B>198898</B> erhältlich sind, 'ein aus  gezeichnetes Lösevermögen für die verschie  densten Filmbildner besitzen, besonders für  solche, die Sauerstoff enthalten, z.

   B. für       Kollodiumwollen,        Zelluloseester    organischer  Säuren,     Zelluloseäther,    Naturharze<B>-</B>und syn  thetische Harze. Da sie ferner sehr licht  beständig, nahezu geruchlos und schwer     ver-          seifbar    sind, eignen sie sich vorzüglich zur  Herstellung von Lacken, Kunstleder und       zelluloidartigen    plastischen Massen.  



  Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren zur Herstellung von     Kunstmassen,     welches dadurch gekennzeichnet ist,     dass     man Kondensationsprodukte der     Carbamid-          säureester    mit Formaldehyd zusammen mit  filmbildenden Stoff en verarbeitet.

   Bei der  Herstellung von     Lackeii    kann man beispiels-    weise so vorgehen,     dass    man an sich be  kannte filmbildende Stoffe in Lösungsmitteln       äuflöst    und die     Kondensationsprod.ukte    der       Carbamidsäureester    hinzufügt, oder man löst  die.     filmbiläenden    Stoffe in einem der nied  riger viskosen,     ölartigen        Kondensationspro#          dukte    auf.

   Man erhält auf diese Weise     ent;-          weder-Lacke    vom<B>Typ</B> der     Nitro-    und Kom  binationslacke, oder im andern Falle, wenn  man beispielsweise ein trocknendes     bezw.     härtendes Harz vom     Alkyd-    oder     Phtalattyp     in.

   einem der     blartigen    Kondensationsprodukte  auflöst, einen     Öllack,    der sich ebenso     ver-          .    arbeiten     lässt,    wie ein Öllack     auf        Standöl-          basis.    Man kann auch     Hartbarze    von der  Art der natürlichen oder     künstlieben        Kopale     mit einem der ölartigen Kondensationspro  dukte verkochen und die zum Streichen     er'-          forderliche'    Konsistenz in     bekannter.Weise     durch Zusatz von Verdünnungsmitteln ein  

  stellen.  



  Die vorliegenden Produkte sind somit  befähigt, die in. -der     Lackindust##ie.    verwpn-           deten    pflanzlichen Öle weitgehend zu er  setzen.  



  Bei der Herstellung von Kunstleder ver  wendete man bisher in der Regel     Auftrags-          ma88en,    deren nichtflüchtige Bestandteile aus       Kollodiumwolle    oder Film- oder     Zelluloid-          abfällen    als     filmbildender    Substanz, Rizinusöl  als     Weichhaltungsmittel    neben geringen  Mengen synthetischer     Gelatinierungsmittel     und Pigmenten in Verbindung mit     Füllstoffen     bestanden.

   Das Rizinusöl bildete einen we  sentlichen Teil dieser     Auftrag8massen,    und  es war bisher nicht möglich, es durch syn  thetische Produkte ohne wesentliche Ver  minderung der Güte, zu ersetzen.  



  Es hat sich nun herausgestellt,     dass    einige  der vorliegenden     Kondengationsprodukte,    be  sonders die vom     n-Butylurethan    aufwärts,  befähigt sind, das Rizinusöl im     Kunstleder     ganz oder zum grössten Teil zu ersetzen,  ohne     dass    eine wesentliche Änderung der  bisherigen Herstellungsvorschriften notwendig  ist. Die so hergestellten Schichten haben  von den bisher gebräuchlichen den Vorteil  erheblich grösserer Lichtbeständigkeit. Ausser  dem kann bei solchem Kunstleder der bis  her nicht selten vorkommende ranzige     Ge#          ruch    nicht auftreten.  



  Für die Herstellung von     zelluloidartigen     Massen aus     Zellulosederivaten    haben die vor  liegenden Kondensationsprodukte vor den  bisher gebräuchlichen     Weichhaltungsmitteln     den Vorteil, praktisch nicht flüchtig und<B>-</B>  wie bereits erwähnt<B>-</B> äusserst     lichtbestan-          dig    zu sein.  



  In Verbindung mit     Nitrozellulose    zeigt       die        sich        Brennbarkeit        noch        die        besondere        der        Massen        Eigentümlichkeit        wesentlich        ]her-   <B>'</B>  abzusetzen und die Stabilität zu erhöhen.  



  Als Lösungsmittel kommen für die neuen  Produkte in Frage die in den Schweizer  Patentschriften     Nr.   <B>189879, 198894, 198895,</B>  <B>198896, 198897</B> und<B>198898</B> genannten.<B>Als</B>  Filmbildner können verwandt werden:     Zel-          luloseester    anorganischer und organischer  Säuren, beispielsweise Nitrozellulose, wie       Kollodiumwolle,        Trinitrozellulose,    ferner Zel-         Juloseaoetate,        -propionate,        -butyrate,    endlich       Zelluloseather,    wie     Atbylzellulose,

          Benzyl-          zellulose.    Als Filmbildner sind ferner ge  eignet: Kolophonium und     Kolophoniumderi-          vate,        Kopal,    Dammar, Schellack, Malein       @aure-Kolophonium-Glynerin-Kondenr3ations-          produkte,        Cyclohezinonbarze,        Phtaleäure-          Glyzerin-Fettiaaurebarse,        Alkylphenol-Alde-          hydharze,        Novolacke,

          Reaele.    Den neuen  Verbindungen können     inerte        Füllstoffe    und  Pigmente beigemischt worden.         Betypiel   <B><I>1:</I></B>  <B>100</B> Teile des gemäss Schweizer Patent  schrift     Nr.    198894 hergestellten     Kondenea-          tionsproduktes    aus     n-Butylurethan    und Form  aldehyd werden mit 200 Teilen einer Lösung  vermischt, die aus gleichen Teilen     Solvent-          naphta    und einem     Oktylpbenolaldehydharz     besteht. Die erhaltene Lösung kann als hoch  glänzender Lack auf Holz verstrichen werden.

           Reisj*I    2:  <B>100</B> Teile des gemäss Schweizer Patent  schrift     Nr.   <B>189879</B> erhaltenen Kondensations  produktes aus     Isobutylurethan    und     Form-          aiaehya    werden mit     Einern    Lösung von<B>100</B>  Teilen mittelviskoser     Kollodiumwolle    in<B>100</B>  Teilen     Butylacetat,   <B>160</B> Teilen     Toluol,   <B>150</B>  Teilen     Xyloi,    200 Teilen Alkohol, 250 Teilen  Essigester gemischt. Mit dieser Lösung wird  ein Gemisch von 40 Teilen Zinkweiss und  40 Teilen     Titanweiss    angerieben.

   Der erhal  tene Lack gibt nicht vergilbende, weisse       überzüge.            BeMpiel   <B><I>3,</I></B>  <B>100</B> Teile eines Kondensationsproduktes  aus einem Gemisch von     Hexyl-    und     Heptyl-          urethan    und     Formaldebyd    werden mit<B>80</B>  Teilen Filmabfällen und 20 Teilen     Trioreayl-          phosphat    gemeinsam in einem Gemisch von  <B>300</B> Teilen Alkohol und<B>100</B> Teilen Essig  ester gelöst und die erhaltene     zähflüssige     Paste mit<B>80</B> Teilen Rebschwarz innig ge  mengt.

   Die Paste dient zum Bestreichen von  Geweben und gibt ein     Nunstleder    von wei  chem, geschmeidigem Griff.      <I>Beispiel 4:</I>  <B>65</B> Teile     acetonlösliche        Aoetylzellulose     werden mit<B>35</B> Teilen des     Formaldehydhon-          clensationsproduktes    aus dem     Carbamidsäure-          ester    des     Glykolmonometbyläthers,

      also dem  Kondensationsprodukt des folgenden Urethans-  
EMI0003.0008     
    unter Zusatz von     Benzylalkohol    in der Wärme       plastifiziert.    Die Verarbeitung zu einem     zel-          luloidartigen    Material erfolgt in bekannter  Weise.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII: Verfahren zur Herstellung von Kunst massen, dadurch gekennzeichnet, dass man Kondensationsprodukte der Carbamidsäure- ester mit Formaldehyd zusammen mit film bildenden Stoffen verarbeitet. UNTERANSPR-UCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verarbeitung in Gegenwart von Lösungsmitteln vornimmt.
CH201012D 1935-03-13 1936-03-10 Verfahren zur Herstellung von Kunstmassen. CH201012A (de)

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