Stereophotogrammetrisches Auswertegerät. Die Erfindung bezieht sich auf das opti- sche System eines stereophotogrammetrischen Auswertegerätes mit zwei je eine Bildplatte und ein Objektiv enthaltenden Projektions kammern, zwei Spiegeln, die auf einem ge genüber den Kammern im Raum beliebig verschiebbaren Träger kardanisch so .gelagert sind, dass der Drehunb .mittelpunkt und die innere Drehachse jedes,
Spiegels in .der Spie gelfläche liegen, und auf deren jedem eine Marke so aufgetragen ist, dass sie mit dem Drehungsmittelpunkt zusammenfällt, und mit zwei den Kammerobjektiven benachbart liardanisch gelagerten, mehrgliedrigen Lin- sensystemen.,
von deren jedem die Glieder zwecks Regelung oder Scharfabbildung eines Punktes der zugehörenden Bildplatte auf die zugehörende Marke entsprechend dem je weils eingestellten Abstand der Marke von dem zugehörenden Kammerobjektiv gegen einander einstellbar angeordnet sind. Aus- wertegeräte dieser Art lind zum Beispiel durch die schweizerische Patentschrift -102566 bekannt .geworden..
Nach der Erfindung wird das optische System eines solchen Auswertegerätes fol gendermassen ausgebildet: Es werden jeder Kammer zwei weitere -Spiegel zugeordnet, von denen der eine an dem Träger der beiden Kammern und aderandere an dem obenge- nannten,Spiegelträger kardunisch so ;
gelagert ist, dass von jedem dieser beiden Spiegel der Drehungsmittelpunkt und die innere Dreh- aehse in der Spiegelfläche liegen, und @dass die Drehungsmittelpunkte der beiden Spiegel zudem Drehungsmittelpunkt des zugehören- den Linsensystemes und dem Drehungsmit- telpunkt des zugehöre7,
#den mit Marke ver- sehenen Spiegelseine solche Lage haben, dass die vier Drehungsmittelpunkte bei jeder Lage des obengenannten Spiegelträb rs .gegenüber den Kammern ein Parallelogramm bestim- men. Die drei jeder Kammer zugeordneten ,Spiegel werden so miteinander gekuppelt, dass ein auf den mit Marke versehenen Spie gel auftreffender Strahl,
der mit .derjenigen Seite jenes Parallelogramms zusammenfällt, die durch die Drehungsmittelpunkte des mit Marke versehenen Spiegels .und des zugehö renden Linsensystemen bestimmt ist, durch die 'Spiegel stets so reflektiert wird,
dass er zuerst die zwei nächsten Reiten des Parallelo- gramms und dann eine Gerade durchläuft, die mit der letzten Seite des Parallelogramms zusammenfällt.
Ferner wird hinter jedem mit Marke versehenen Spiegel ein Linsensystem angeordnet, dessen Brennpunkt mit derMarke des Spiegels zusammenfällt und dessen hin- terstes Glied vor demjenigen Spiegel ange- ordnet ist, der an dem Träger der beiden Kammern :gelagert ist.
Damit kein Glied dieses letztgenannten Linsensystemen an den Drehbewegungen eines Spiegels teilzunehmen braucht, empfiehlt es sich, sämtliche Glieder dieses Linsensystemen zwischen dem mit Marke versehenen Spiegel und dem in der Lichtrichtung auf diesen Spiegel folgenden Spiegel anzuordnen.
Ein gemäss der Erfindung ausgebildetes Auswertegerät hat gegenüber den bekannten Geräten der beschriebenen Art den Vorteil, dass ein gedrängterer Aufbau des Gerätes er möglicht wird, dass es sich ferner ermöglichen lässt, dass diejenigen Teile, an denen zwecks Basiseinstellung und Orientierung der Bild platten Einstellungen vorzunehmen sind,
dem Beobachter bequemer zugänglich gemacht werden können, und,dass bei geeigneter Strah- lenfiihrung weniger optische Glieder benö tigt werden.
In der Zeichnung veranschaulicht Abb. 1 schematisch ,das gesamte optische System eines der Erfindung gemäss ausgebildeten Auswertegerätes, während Abb. 2 bis 5 in grösserem Massstab denjenigen (in Abb. 1 durch strichpunktierte Linien begrenzten) Teil dieses optischen Systemei veranschau lichen,
der in der vom Beobachter aus gese hen rechten Hälfte des Strahlenganges liegt und die beim Gebrauch des Auswertegerätes gegeneinander beweglichen Glieder umfasst.
Abb. 2 ist eine Grandrissensicht dieses Ge räteteils, Abb. 3 bis 5 sind lotrechte Schnitte durch diesen Geräteteil gemäss den in Abb. 2 eingezeichnetenSchnittlinien. Das optische System. des Auswertegerätes nach Abb. 1 enthält in jeder <RTI
ID="0002.0110"> :Hälfte des Strahlengenges eine aus einer Lichtquelle a und einem Kondensor b bestehende Beleuch- tungseinrichtung, eine Projektionskammer, die eine Bildplatte c und ein Objektiv d ent hält und die an der (nicht gezeichneten)
Grundplatte des Gerätes um einen Punkt I kardanisch gelagert ist, so dass ihre Neigung beliebig eingestellt werden kann, ein aus einer Sammellinse e und einer Zerstreuungs- linse f bestehendes Linsensystem zur Rege lung der Scharfabbildung,
das um den Punkt I kardanisch gelagert und dessen Zer- etreuungsiinse f gegenüber der Sammellinse e einstellbar ist, einen mit einer Marke M versehenen 6piegel g, der mittels eines (nicht gezeichneten)
,gegenüber der Grundplatte des Gerätes einstellbaren räumlichen Kreuzschlit- tensystemes verstellbar ist und an diesem Kreuzschlittensystem um einen die Marke M enthaltenden Punkt II kardaniseh .gelagert ist, einen Spiegel h,
der an dem Kreuzschlit- tensystem um einen Punkt III kardaniseh gelagert ist, einen 'Spiegel i, der an der Grundplatte des Gerätes <B>um</B> einen Punkt IV kardanisch gelagert ist, der zu den Punkten I,
1I und III eine solche Lage hat, dass die vier Punkte I bis IV ein Parallelogramm be stimmen, ein zwischen den Spiegeln g und h auf dem Kreuzschlittensystem angeordnetes, aus zwei Gliedern <I>j</I> und k enden Lin- sensystem,
dessen Brennpunkt mit dem Punkt 1I zusammenfällt, drei hinter dem :Spiegel i an der Grundplatte des Gerätes fest ange- ordnete Spiegelpriemen b;
m und n, ein zwi schen den Prismen l und aia angeordnetes Objektiv o, ein Okular" ,d ein zwischen dem Prisma d und dem 'Objektiv o drehbar angeordnetes Amicxsches Prisma q zur Auf hebung des Bildsturzes.
In Abb. 2 bis r5 bezeichnet 1 eine Grund platte, auf der mittels RTI ID="0002.0249" WI="8" HE="4" LX="1572" LY="2081"> eines Armes 2 eine Welle 3 befestigt ist, deren Achse mit X-X bezeichnet ist.
Auf der Welle 3 ist ein Arm 4 um die Achse X-X drehbsar gelagert, der mittels einer Klemmschraiube 5 ,gegenüber der Welle 3 festgestellt wenden kann. Ein Zeiger 6 des Armes 4 zeigt an einer Gradteilung 7 ,des Armes 2 .die jeweilige Stellung des Armes 4 ,gegenüber dem Arm 2 an.
An dem Arm 4 ist ein Lagerkörper 8 um eine Achse Y-Y drehbar .gelagert, die die Achse X-X im Punkte I senkrecht schneidet. Durch eine Klemmschraube<B>9</B> kann der Lagerkörper 8 gegenüber dem Arm 4 festgestellt wenden.
Ein Zeiger 10 :des Lagerkörpers 8 zeigt an einer Gradteilung 11 des Armes 4 ,die jewei lige 'Stellung -des Lagerkörpers 8 gegenüber dem Arm 4 an. In dem 8 ist eine Projektionskammer 12,
die eine Bild- platte 13 und ein im Projektionszentrum die ser Bildplatte liegendes Objektiv 14 enthält, um die Achse dieses Objektives drehbar so gelagert,
.dass die Drehachse @durch den Schnittpunkt I der Achsen X-X und Y-Y hindurchgeht und auf diesen beiden Achsen senkrecht steht. An dem Lagerkörper 8 ist eine zur Beleuchtung der Bildplatte 13 -die nende Einrichtung befestigt, die eine Licht quelle 15 und einen Kondensor 16 enthält.
Ausser -dem Lagerkörper 8 ist noch eine Tragplatte 17 um den Punkt I an ,dem Arm 2 der Grundplatte 1 kardanisch so .gelagert; dass ihre äussere Kardanachse mit der Achse X-X zusammenfällt. Zu diesem Zweck ist auf der Welle 3 ein Arm 18 um. die Achse X-X lose drehbar gelagert.
Die Trabplatte 17 ist an diesem Arm ,l8 mittels einer Welle 19 um eine die Achse X-X im Punkte I senkrecht schneidende Achse lose drehbar ge lagert, die bei der in, der Zeichnung darge stellten Lage des Armes 1<B>8</B> mit der Achse Y-Y zusammenfällt.
Auf der Tragplatte 17 ist eine Sammel linse 20 so befestigt, dass ihre Achse durch den Punkt I hindurchgeht. Ferner ist an der Tragplatte 17 ein 'Schieber 21 längs einer der Achse der Sammellinse 20 parallelen Füh rung 22 verschiebbar angeordnet, an dem eine Zerstreuungslinse 23 so befestigt ist, dass ihre Achse mit der ,der Sammellinse 20 zu sammenfällt.
Der Schieber 21 greift mittels eines Zapfens 24 in eine schraubenförmige Nut einer Trommel 25, die an der Tragplatte 17 um eine -der Achse der Sammellinse 20 parallele Achse drehbar gelagert ist und mit der ein Kegelrad 2.6 fest so verbunden ist, dass seine Achse mit der Drehachse der Trom mel 25 zusammenfällt. Der Antrieb ,
des Ke gelrades 26 erfolgt mittels eines Kegelrades 27, einer Welle 2,8 und eines Stirnrades 29 von einer Zahnstange 3,0 aus, die an der Tragplatte 17 parallel der Achse der :
Sam- mellinse -20 verschieblich gelagert ist. Die Linsen 20 und 23, sowie jene schraubenför mige Nut sind, so ausgebildet und das Über setzungsverhältnis der Verzahnungen 26, 27 und 29, 3,0 ist so gewählt, dass bei beliebiger Entfernung eines auf der Achse ,des Linsen- 6ystemes '2-0, 23 liegenden (wie opäter erörtert werden wird)
im Raume verschiebbar ange ordneten Punktes II vom Punkte I ein, Bild- punkt der Bildplatte 13 in -den Punkt II scharf abgebildet wird.
Auf der -Grundplatte 1 ist längs zweier der Achse X-X parallelen Führungen 31 ein Schlitten 3<B>2</B> verschiebbar gelagert.
Der Schlitten 32 ist mit zwei Führungen 33 ver sehen, die zu den Führungen 31 senkrecht sind und einem Schlitten 34 als Führung,die- nen. Auf dem Schlitten 34 sind zwei zu den Führungen 31 und 33 senkrechte Führungs- stangen 35 befestigt,
längs deren ein Schlit ten 36 verschieblich angeordnet ist. Die An triebsmechanismen für die Schlitten 32, 34 und 3,6 sind in der Zeichnung .der Einfach- heit halber weggelassen.
An dem Schlitten 3;6 ist um eine der Achse X-X parallele Achse Z-Z,,die jenen Punkt II enthält, eine Büchse 3.7 drehbar gelagert, .mit der zwei Gehäuse 3<B>8</B> und 39 verschraubt sind.
Indem Gehäuse 38 ist mit tels zweier Zapfen 40 und 41 ein Spiegel 42 um eine Achse U-U drehbar .gelagert, -die die Achse Z-Z im Punkte II senkrecht schneidet und in der Spiegelfläche,des 'Spie gels 42 liegt.
Auf dem Spiegel 42 ist eine Marke 43 als stereoskopisches Halbbild eines Markenraumbildes so aufgetragen, dass .der für die Messung massgebende Punkt im Schnittpunkt II der Achsen Z-Z und U-U liegt.
Uni die Zapfen 40 und 41 ist eine Gabel 44 lose drehbar gelagert, mit der die Zahn- stange 30 fest verbunden ist.
Damit bei einer Drehung der Gabel 44 um die Achse U-U der Spiegel 42 eine Drehung im @gleichen Sinne, aber nur von dem halben Winkelbetrag erfährt, ist fol gende Kupplung vorgesehen. An dem Ge häuse 38 ist ein Zahnrad 45 befestigt, dessen Achse mit der Achse U-U zusammenfällt. Ein zweites Zahnrad 46,
dessen Achse eben falls mit der Achse U-U zusammenfällt und dessen Teilkreiedurehmesser halb so gross ist wie der des Zahnrades 45, ist auf dem Zap fen 40 befestigt, und also mit dem Spiegel 42 fest verbunden. Mit dem Zahnrad 46 steht ein Zahnrad 47 im Eingriff,
das an der Gabel 44 drehbar gelagert ist und dessen Teilkreis- durchmesser mit dem des Zahnrades 46 über einstimmt.
An der Gabel 44 ist ein weiteres Zahnrad 4@8, dessen Teilkreiedurchmesser <B>,</B> mit dem des Zahnrades 46 über- e benfallr einstimmt, drehbar so gelagert, dass es sowohl in das Zahnrad 45 als auch in das Zahnrad 47 eingreift.
Bei einer Verdrehung der Gabel 44 um die Achse U-U rollt sich das Zahn rad 48 auf dem an dem Gehäuse 38 befestig- ten Zahnrad 45 ab und bewirkt mit Hilfe des Zahnrades 47, dass sich das Zahnrad 46, und damit der Spiegel 42, im gleichen Sinne wie die Gabel 44,
aber nur um den halben Winkel verdreht.
In dem Gehäuse 39 ist mittels zweier Zapfen 49 und 50 ein Spiegel 51 um eine Achse V-V drehbar gelagert, die die Achse Z-Z in einem Punkt III senkrecht schnei- det, der Achse U-U parallel ist und in der Spiegelfläche des Spiegels 51 liegt.
Die .Spie gel 51 und 42 sind mittels zweier Kegelräder- paare @52 und 53 und einer Welle 54 zu gleich grosser und gleichsinniger Drehung so gekuppelt, dass die .Spiegelflächen der beiden Spiegel aufeinander senkrecht stehen.
In dem Gehäuse 38 ist eine Linse 61 und in dem Gehäuse 39 ist eine Linse 62 so be- festigt, dass die Achsen der beiden Linsen mit der Achse Z-Z zusammenfallen. Der Brennpunkt des Linsensystemen 61, 62.
fällt mit dem Punkt 11 zusammen, so dass ein auf die Linse 61 auftreffender Strahlenkegel, des- sen Spitze im Punkt II liegt, n h dem Aus tritt aus der Linse 62 die Form eines Strah- lenzylindere hat.
Mittels eines Armes -55 ist auf der Grund platte 1 ein Gehäuse 56 um eine mit der Achse X-X zusammenfallende Achse dreh bar gelagert, das an dem Arm 18 befestigt isst, so dass es mit der Tragplatte 17 und dem Linsensystem 20, 23 zu gleicher Drehung um die Achse X-X gekuppelt ist.
In dem Gehäuse 56 ist ein Spiegel 57 um eine Achse W-W drehbar gelagert, die der Achse Y-Y parallel ist,
in der Spiegelfläche des Spiegels 57 liegt und die Achse Z-Z in einem Punkte IV senkrecht schneidet, dessen Abstand von dem Punkt 1 gleich dem gegen- seitigen Abstand der Punkte II und III ist,
so dass die Punkte I bis IV ein Parallelo- gramm bestimmen. Der 'Spiegel 5'7 ist mit der an der Tragplatte 17 befestigten Welle 19 mittels zweier Kegelräderpaare 58 und 59 und einer Welle 60 so gekuppelt,
<B>da</B> er bei Drehungen der Tragplatte 17 um die Achse der Welle 19 eine gleichsinnige Drehung von dem halben Winkelbetrag erfährt. und zwar so, dass seine Spiegelfläche zur Spiegelfläche des Spiegels 42 senkrecht ist.
Die zur Basis- einstellung benötigten, an sieh bekannten Mittel sind in der Zeichnung der Einfachheit halber weggelassen, da sie für die Veran- schaukchung der Erfindung unwesentlich sind.
Die beschriebene Ausbildung des Gerätes verbürgt, dass bei beliebiger Lage des Kreuz- schlittensystemes 32, 34, 36 derjenige von einem Bildpunkt der Bildplatte 13 kommende und durch den Punkt I gehende Strahl, der mit der Achse des Linsensystemen 20,
23 zu sammenfällt, auf die im Punkte 11 liegende Marke 43 des Spiegels 42 trifft, dann von dem Spiegel 42 so reflektiert wird, dass er den 'Spiegel 51 im Punkt III trifft, dann durch den Spiegel 51 so reflektiert wind, dass er den Spiegel 57 im Punkt IV trifft,
und schliesslich von dem Spiegel 57 so reflek tiertRTI ID="0004.0245" WI="9" HE="4" LX="1264" LY="2309"> wird., daB er in der Verlängerung der Verbindungslinie der Punkte I und IV wei terläuft.