CH201364A - Verfahren zur Herstellung von Presskörpern aus Kunstharzpressmasse. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Presskörpern aus Kunstharzpressmasse.Info
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
Verfahren zar Herstellung von Presskörpern aus gunstharzpressmasse. Bei Verarbeitung von Kuntsharzpress- malssen der Phenoplast- oder Aminoplastreihe zu Presskörpern musss die Pressmasse bekannt- lich in der Pressform auf Presstemperatur ge- <RTI
ID="0001.0019"> bracht werden, damit sie fliessend wird und unter -der Einwirkung des Pressdruckes ver- formt werden kann.
Zur Abkürzung ,der Presszeit hat man ,die Masse, vor dem Ein schütten in die Pressform vorgewärmt, um auf diese Weisse -eine Abkürzung der Pressh zeit zu erreichen.
Es gelingt dies aber bei .den: bisherigen Vorwärmetemperaturen vom ,etwa 80 C nur in kleinem Umfang, es hau- ,
d-elt sich hierbei lediglich um eine Erwär- mung der Masse über die Raumtemperatur hinaus. Bei einer Temperatur von 80 C ver ändert sich die Masse chemisch derart lang sam,
sdass auch bei stunsd#endanger Erwärmung mit dem Beginn der Härtung der Masse noch nicht zu rechnen ist.
Man hütete sich bis jetzt davor, -die Vosrwärmetemperatur weiter zu steigern, weil man mit zunehmender Tempe- ratur einen frühzeitigeren Eintritt der Här tung, :durch welche die Fliessfähigkeit ,der Masse herabgesetzt wird, befürchtete.
Die Erfindung beruht auf der Erkennt nis, -dass eine Steigerung der Vorwärme- temperatur nicht nur möglich, sondern sogar ratsam ist und eine Möglichkeit bietet, die Press:
zeiten erheblich abzukürzen. Es gelingt dies, wenn man die Pressmasse ausserhalb der Press#fosrnn ohne Anwendung von Druck so lange auf mindestens <B>1100'C</B> erwärmt, biss das Höchstmass der Bildsamkeit praktisch er reicht ist, und ,
die unmittelbar anschliessend ohne Druckanwendung in die Pressform ein gebrachte Masse dort derart der Einwirkung -von Hitze und, Druck aussetzt, dass sie vor ihrer Härtung den Hohlraum der Pressform noch vollkommen ausfüllt. Es wird somit,
das Bildsammachen der Pressmasse ausserhalb der Pnessferm ohne Druckauwsendung vorgenom- men, worauf in der Pressforin lediglich noch die Formung und aasehliessend die endgültige Härtung der Masse vor sich gehen. Man kann das Verfahren nach der Erfindung nicht nur bei Presspulvermasse, sondern auch bei Ver wendung der Pressmasse in. Tablettenform durchführen.
Hierbei ist es erfolgverspre- chend, wenn man die Tabletten hinsichtlich ihrer Stärke im umgekehrten Verhältnis zur Höhe der Vorwärmetemperatur wählt.
Zur näheren Erläuterung wird zunächst auf Fig. 1 der Zeichnung verwiesen, in wel cher in schwach ausgezogenen Linien das Bildsamwerden der Pressmasse unter An wendung verschieden hoher Vorwärmetempe- raturen veranschaulicht ist. Die Bestimmung des Kurvenverlaufes erfolgte durch Verwen dung drei Millimeter starker Tabletten, die zwischen beheizten lfetallplatten vorgewärmt wurden.
Es wurden nach Ablauf bestimmter Zeitspannen die Eindrucktiefen ermittelt, und zwar mit Hilfe einer Stahlkugel von 4 min Durchmesoer bei einer Belastung von 5.:3 kg.
Die Umhüllungskurve (stark ausgezogene Linie) der Kurvenschar zeigt angenähert Wert etwa die Form einer Hyperbel, auf welcher bei fünf verschiedenen Vor-#viirmetemperatu- ren die Höehshverte der Eindrucktiefe in Ab hängigkeit von der Vorwärmezeit lieben.
Unterhalb einer Vorwärmetemperatiir von etwa 80 C ergibt sich auch bei längster Vor wärmezeit keine Eindrucktiefe, das heisst bei Ein -irl,:
ung solcher Vorwärmetemperaturen von<B>80'</B> C. erfolgt lediglich ein Anwärmen der Pressmasse. Steigert man jedoch die Vor- wäTmetemperatiir auf mindestens<B>100'</B> C und mehr, so zeigt die Pressmasse schon ausserhalb der Pressform ein Bildsamverden. Je niedri ger bei den Versuchen die #Torwärmetempe- ratur :
gewählt wurde. umso schwächer wölbt ist die Bildsamkeitskurve, die mit Steigerung der Vorwä rmetemperatur immer Meiler wird und ausgeprägt spitze Scheitel punkte annimmt. Fig. 1 zeigt diese Abhän- gigkeit der Vorwärmezeiten von der gewählten Vorwä.rnietemperatur; der absteigende Ast.
der Bildsamkeitskurven bedeutet, class nach Erreichen das :Soheitelpunktes die Masse unter der weiteren Einwirkung der Vor wärmetemperatur zu härten beginnt, also die Bildsamkeit anfängt nachzulassen.
Fig. 1 lässt beispielsweise erkennen, dass bei einer Vorwärmetemperatur von 110 C das Höchstmass an Eindrucktiefe, also an Bildsamkeit der Masse, nach etwa 6 Minuten Vorwärmung erreicht wurde.
Man kann demnach eine härtbare Kunstharzpressmasse der Phenoplast- oder Aminoplastreilie un bedenklich während rund 6 Minuten ausser halb der Prelform der Einwirkung einer Vorwärmetemperatur von 110 C aussetzen, ohne befürchten zu müssen,
dass diese so stark vorgewärmte Pressmasse nach dem Einbrin- gen in die Pressform und Schliessen derselben diese nicht mehr vollkommen ausfüllt. Mit zunehmender Vorwärmetemperatur sinken die Vorwärmezeiten, so dass bei einer Vor wärmetemperatur von etwa 140 C die Masse schon nach nahezu 2 Minuten das Höchst- ina.ss an Bildsamkest erreicht hat.
Die Press- masse ist gleichmässig und rasch vorzuwär men, wozu sich empfiehlt, :die Masse un- mittelbar zwischen beheizten Metallplatten zu erwärmen.
Die Untersuchungen ergeben., dass es gleiohgültig ist, ob man die Pressmasse in Form von Presspulvern oder in Form kalt vorgepresster Tabletten oder als mit Kunst- harz als Bindemittel getränkte und dann möglicherweise zerschnittene Gewebestücke. beispielsweise auch als <RTI
ID="0002.0144"> sogenannte mit Kunstharz getränkte Papierwolle, Leinen- streifen und :dergleichen verarbeitet. Versuche mit Tabletten haben ergeben. dass die Vor- wärinezeit und damit im Zusammenhang die Vorwäanietemperatur umso höher sehn müssen, je stärker die Tabletten gehalten sind.
Die Abhängigkeit der Vorwärmezeit von der Tablettenstärke bis zur vollkom- menen Tablettendurchwärmung bei verschie- denen Temperaturen ist in Fig. 2 durch die verschiedenen Geraden veranschaulicht,
es ergeben sich folgende höchstzulässige Tablet- lenstärken:
EMI0003.0001
Vorwä<U>rm</U>etemperatur <SEP> Höchstzulässige
<tb> Tablettenstärke
<tb> <B>1000</B> <SEP> 7,.3 <SEP> mm
<tb> <B>1100 <SEP> 6,1</B> <SEP> m.m
<tb> 130 <SEP> <SEP> 2.,7 <SEP> man.
<tb> 1400 <SEP> 2,5 <SEP> mm
<tb> <B>1500</B> <SEP> 2,2 <SEP> mm Mittels der erwähnten, bisher für unmög lich gehaltenen hohen Vorwärmetemperatur gelingt es, unter Berücksichtigung der Vor wärmezeiten und ,
gegebenenfalls der höchst zulässigen Tablettenstärken eine Herabkür- zung der P,resszeit bis auf ein Drittel der bisher kürzesten Dauer zu erreichen.
Berück- sichtigt man, @dass zur weiteren Steigerung der Wirtschaftlichkeit bisher nur kostspielige und umständliche Mittel bekannt geworden sind, so ergibt sich der besondere Erfolg der Erfindung.
Die vorerwähnten. Zahlenbeispiele, v,erans@chaulicht durch die Fig. 1 und 2, sind naturgemäss nur für bestimmte Pressmaesen der Phenoplast- und der Aminoplastr$ihe genau zutreffend. Bei andern. Werten der Fliessfähngkeit wird es nötig sein,
auf dem Wege der Bestimmung der Eindrucktiefen für die betreffende Pressmasse die Abhängig keit der Vorwärmezeit von der Vorwärme- temperatur festzustellen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von. Presskör- pern aus gunstharzpressmasse der Pheno- plast- oder Aminoplastreihe, bei welchem die Masse der Pressform in vorerwärmtem Zu stande zugeführt wird, dadurch gekennzeich net,dass die Pressmasse ausserhalb der Press'- form ohne Anwendung von Druck so lange auf mindestens 1,00 C erwärmt wird, biss das Maximum (der Bildsamkeit praktisch erreicht ist, und da- die unmittelbar anschliessend ohne Druckanwendung in :die Pressform ein- gebrachte Masse dort derart der Einwirkung von Hitze und Druck ausgesetzt wird, @dass sie vor ihrer Härtung die Hohlräume (der Pressiorm noch vollkommen ausfüllt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE201364X | 1936-08-06 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH201364A true CH201364A (de) | 1938-11-30 |
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ID=5765863
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|---|---|---|---|
| CH201364D CH201364A (de) | 1936-08-06 | 1937-08-05 | Verfahren zur Herstellung von Presskörpern aus Kunstharzpressmasse. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH201364A (de) |
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1937
- 1937-08-05 CH CH201364D patent/CH201364A/de unknown
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