CH201834A - Verfahren zur Darstellung eines 7-Dehydrosterins. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines 7-Dehydrosterins.

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CH201834A
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J9/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of more than two carbon atoms, e.g. cholane, cholestane, coprostane
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren zur Darstellung eines     7-Dehydrosterins.       Es wurde gefunden, dass man     7-Oxosito-          sterin    in 7 -     Dehydrositosterin    umwandeln  kann, wenn man ein     Acylderivat    des     7-Oxo-          sitosterins    durch Einwirken eines als mildes  Reduktionsmittel     wirkenden        Metallalkoholats,     z.

   B. eines     Alkoholats    eines     Erdmetalles,    im  besonderen von Aluminium, unter Erhaltung  der Doppelbindung in     7-Oxysitosterin    über  führt und dieses zu einem     Diacylderivat        ver-          estert,    aus     diesem    durch<B>DA</B>     rhitzen    dien     Aeyl-          rest    in     7-Stellung    in Form von Säure ab-    spaltet und das dabei erhaltene     Monoacyl-          derivat    verseift.

   Die bei der     Abspaltung    ent  stehende neue     Doppelbindung        befindet    sich in  konjugierter     Stellung    zu der in     5,6-Stellung     des     Ausgangsstoffes    bereits vorhanden     ge-          wesenen    Doppelbindung.

   In dem die     Keto-          gruppe        enthaltenden    Ring B des     Sitosterins     vollziehen sich die oben beschriebenen Um  setzungen nach dem folgenden Reaktions  schema:  
EMI0001.0035     
    Das so erhältliche, bisher noch nicht be  kannte 7 -     Dehydrositosterin    bildet Kristalle  vom Schmelzpunkt 148 bis<B>150'.</B> Es ist fäll  bar mit     Digitonin,    schwer löslich in Methyl  alkohol, leicht löslich in Äther. Es hat ein         Absorptionsspektrum,    das dem des Ergo  sterins fast gleich ist. Es soll als Ausgangs  material für die Herstellung     antirhachitisch     aktiver Produkte Anwendung finden.

             Beispiel:     Zur     Gewinnung    von     7-Oxositosterin    wer  den 100 g     Sitosterin-acetat    in 5 Liter heissem  Eisessig gelöst, nach dem Abkühlen auf 50  bis 60   mit einer Auflösung von 90g Chrom  säureanhydrid in Eisessig versetzt und  5 Stunden bei 50 bis 60   gehalten. Die Eis  essiglösung wird bei vermindertem Druck  auf etwa 300 cm' eingeengt, der Rückstand  mit Äther extrahiert und der Ätherextrakt  durch Ausschütteln mit     Natriumca.rbonat-          lösung    von sauren Anteilen befreit. Der  Ätherextrakt wird auf ein kleines Volumen  eingeengt und mit Methanol bis zum     Kri-          stallisationsbeginn    versetzt.

   Das Rohprodukt  wird aus     Äther-Methanol    umkristallisiert.  Das     7-Oxo-sitosterinacetat    schmilzt bei 154  ,       kristallisiert    in Blättchen, ist leicht löslich in       :Äther    und Aceton, schwer löslich in Methyl  alkohol.  



  Zur L:     mwandlung    in     7-Oxy        -sitosterin    wer  den 25 g     7-Oxo-sitosterinacetat    in     250    cm"  trockenem     Isopropylalkohol    gelöst, 10     g    Alu  miniumisopropylat hinzugegeben und 5 Stun  den am     Rückflusskühler    zum Sieden erhitzt.

    Nach beendeter Reduktion unter gleich  zeitiger Abspaltung der     Acetylgruppe    giesst  man die Lösung in etwa 3 Liter 0, 5     %        ige          wässrige    Natronlauge und filtriert das flockig  abgeschiedene Reduktionsprodukt ab, löst den  Niederschlag in Äther, filtriert abermals,  dampft die ätherische Lösung auf etwa  100 cm' und versetzt mit. 300     ein'        Petrol-          äther.    Dabei scheidet sich das rohe     7-Oxy-sito-          sterin    in Form von kleinen     Gallertkugeln    ab.  



  Zur Darstellung von     7-Oxv-sitosterin-di-          benzoat    werden 20 g     7-Oxysitosterin    in  150     cm@        Pyridin        gelöst,    mit ?5 cm'     Benzoyl-          chlorid    versetzt und 15 Stunden bei Zimmer  temperatur stehen gelassen. Die     Pyridin-          lösung    wird mit Äther-Wasser verdünnt, der  Ätherextrakt mittels verdünnter Salzsäure  von     Pyridin    befreit, säurefrei     gewaschen,     über Natriumsulfat getrocknet. und auf etwa  50     cm     eingeengt.

   Versetzt man die ätherische  Lösung bis zur beginnenden Trübung mit  Methanol, scheidet sich das     Dibenzoat    in fei  nen Nadeln ab. Das 7-Oxy-sitosterin-diben-    zogt schmilzt nach dem     Umkristallisieren    aus  Äther - Methanol oder Aceton -     31ethanol    bei       15511.     



  Zur     Uniu-andlung    in das     7-Dehydro-sito-          sterinbenzoat    wird     7-Oxv-sitosterin-dibenzoat     in Portionen     von    je     l@        g    im     Hochvakuum     1/2 Stunde auf<B>1.75</B>   erhitzt. Dabei gehen       Benzoesäure    und ölige Anteile     über.    Der       Erhitzungsrückstand    wird in Äther gelöst.  die ätherische Lösung auf ein kleines Vo  lumen eingeengt. und mit Methanol bis zur  Trübung versetzt.

   Das     abgeschiedene    Mono  benzoat wird zur weiteren Reinigung aus       Äther-Methylalkohol    umkristallisiert. Das 7  Dehvdrositosterin-benzoat kristallisiert in Na  deln und schmilzt bei 144 bis 146      .     



  Zur Gewinnung des     7-Dehydro-sitosterins     wird 1 g 7 -     Dehydro-sitosterin-benzoat    in  1.0 cm:' heissem Benzol gelöst und bei Siede  hitze mit 30 cm' 5%iger     Natriummethylat-          lösung    versetzt, dann destilliert man das Lö  sungsmittel bis zum     Kristallisationsbeginn          ,i    h. Zur weiteren     Reinigung        kristallisiert    man  aus     -#-tlier-Jlethylalkohol    um. Das     7-Dehy        cIro-          sitosterin    kristallisiert in grossen Blättchen.

    schmilzt bei 148 bis 150  , ist leicht löslich in  Äther, sehr schwer löslich in     Methyl-    oder       Äthylalkohol.    Es ist     fällbar    mit     Digitonin,     beim Versetzen einer     Chloroformlösung    mit       Antimontrichlorid    tritt sofort Rotfärbung  ein, die nach einigem Stehen in Blau über  geht. Das Absorptionsspektrum ist dem des       Ergosterins    fast. gleich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines 7-De- 1 < < #drosterins, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Acylderivat des 7-Oxositosterins durch Einwirken eines als mildes Reduktions mittel wirkenden Metallalkoholats in 7-Oxy - sitosterin umwandelt, das letztere zu einem Diacylderivat verestert,
    aus diesem durch Er hitzen den Acylrest in 7-iStellung in Form von Säure abspaltet und das dabei erhaltene Monoacylderivat verseift. Das so erhältliche bisher noch nicht be schriebene 7-Dehvdrositosterin bildet Kri stalle vom Schmelzpunkt 148 bis 150 . t1NTERANSPRt1GITE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als milde Reduktions mittel Alkoholate von Erdmetallen Ver wendung finden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Reduktionsmittel ein Aluminium- alkoholat Anwendung findet. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass Aluminiumisopropylat als Reduktionsmittel Anwendung findet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man von 7-Ogosito- sterinacetat ausgeht.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Diacylderivat des 7-Ogysitosterins dessen Dibenzoat her stellt.
CH201834D 1935-03-20 1936-03-11 Verfahren zur Darstellung eines 7-Dehydrosterins. CH201834A (de)

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