CH201965A - Kolophoniumstück zum Bestreichen von Geigenbögen und dergl. - Google Patents
Kolophoniumstück zum Bestreichen von Geigenbögen und dergl.Info
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Description
Kolophoniumstück zum Bestreichen von Gegenbögen und dergl. Das bisher zum Bestreichen von Geigen bögen und dergleichen ausschliesslich be nutzte Hartkolophonium weist im praktischen Gebrauch verschiedene Mängel auf.
Um einen neuen bezw. vollständig aus gewaschenen Geigenbogen mit Hartkolopho nium zu sättigen, muss man ihn etwa 150mal, und um einen bereits gebrauchten Geigen bogen nachzustreichen, muss man ihn zwei bis drei Dutzend Mal über das Ilartkolopho- niumstück hin- und herstreichen. Das er fordert nicht nur einen beträchtlichen Zeit- und Arbeitsaufwand, sondern ist auch für den Geigenbogen nachteilig, da der Haar bezug leidet.
Es ist ausserdem nicht ganz einfach und nur nach längerer Übung mög lich, das Kolophoniummaterial in feiner und gleichmässiger Verteilung auf den Haarbezug des Geigenbogens aufzutragen, zumal Hart kolophonium nicht witterungsbeständig ist und sich aus diesem Grunde mitunter beson ders schlecht abstreichen lässt.
Allen diesen Mängeln soll gemäss vor liegender Erfindung durch ein neuartiges Kolophoniumstück zum Bestreichen von Gei genbögen und dergleichen abgeholfen werden, welches erfindungsgemäss dadurch gekenn zeichnet ist, dass es durch Verpressen von Ko- lophoniumstaub oder -mehl gebildet wurde.
Das neue Kolophoniumstäck kann dabei im einzelnen wie folgt hergestellt werden. Das handelsübliche, gegossene Kolophonium wird durch Zermahlen, Zerstossen, Pressen oder in einem andern geeigneten mechani schen Zerkleinerungsverfahren zu Kolopho- niumstaub oder -mehl zerkleinert.
Die so ge wonnene golophoniummasse wird sodann wieder in eine feste Form überführt, und zwar wiederum durch eine mechanische Be handlung, das heisst durch Verpressen, wo bei gegebenenfalls der Kolophoniummasse zur Verbesserung der Qualität der Kolopho- niumstücke noch irgendwelche Zutaten bei gegeben werden können, welche sich mit dem golophoniumstaub entweder nur vermengen oder mit ihm eine chemische Verbindung eingehen.
Somit hat man die vorteilhafte Möglichkeit, nicht nur die Feinheit der ein- zelnen -Xolophoniumteilchen beliebig zu ver ändern, sondern auch den Grad der Festig keit des fertigen Kolophoniumstückes durch mehr oder weniger starkes Pressen willkür- lich zu regeln und so den Wünschen der Kundschaft in bezug auf die Zusammen setzung und Härte des Kolophoniums weit gehend Rechnung zu tragen.
Als besonders zweckmässige Art der me chanischen Behandlung hat sich das Ver- pressen des Kolophoniumstaubes oder -mehles in Gelenken erwiesen. Hierfür bringt man die lose Kolophoniummasse in ein röhren förmiges Gelenk und drückt sie mit Hilfe eines Pressstempels so weit zusammen, his die einzelnen Staubteilchen zu einem festen Körper vereinigt sind und dieser Körper die gewünschte Härte und Festigkeit besitzt.
Die klebrige Beschaffenheit der feinen Kolopho- niumstaubteilchen ist dabei der Erreichung des erstrebten Zweckes sehr förderlich.
Auf diese Weise können Kolophonium stücke beliebiger Querschnittsform und be liebiger Höhe hergestellt werden. Für die Herstellung grösserer Mengen empfiehlt es sich. ein tieferes Gelenk zu verwenden und die so erhaltene Presskolophoniumstange dann in ihrer Querrichtung zu Kolophonium stücken der gewünschten Grösse durch Zer sägen oder Zerschneiden zu unterteilen. --Nlii Rücksicht.
auf ein erleichtertes Ablösen des Presskolophoniumstückes aus dem Pressgesenk ist eine kreisrunde Querschnittsform des Ge- senkes zu bevorzugen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜI'HE Kolophoniumstück zum Bestreichen von Geigenbögen und dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass es durch Verpressen von Kolophoniumstaub oder -mehl ge bildet wurde.Verfahren zur Herstellung des Produktes nach Patentanspruch I. dadurch gekenn zeichnet, dass Kolophoniumpressmasse 111 einem einerseits geschlossenen, röhren förmigen Hohlraum zusammengedrückt und die auf diese Weise gewonnene Press- stange in der Querrichtung zu Kolopho- niumstücken der gewünschten Grösse zer sägt oder zerschnitten wird.UNTERANSPRÜCHE: Kolophoniumstück nach Patentanspruch I. dadurch gekennzeichnet. dass es durch Ver- pressen eines Gemisches von Kolophonium staub oder -mehl und einem Bindemittel ge bildet wurde.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH201965T | 1938-01-13 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH201965A true CH201965A (de) | 1938-12-31 |
Family
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH201965D CH201965A (de) | 1938-01-13 | 1938-01-13 | Kolophoniumstück zum Bestreichen von Geigenbögen und dergl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH201965A (de) |
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1938
- 1938-01-13 CH CH201965D patent/CH201965A/de unknown
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