CH201965A - Kolophoniumstück zum Bestreichen von Geigenbögen und dergl. - Google Patents

Kolophoniumstück zum Bestreichen von Geigenbögen und dergl.

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CH201965A
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Dziemczyk Emanuel
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Dziemczyk Emanuel
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    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10DSTRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description


      Kolophoniumstück    zum Bestreichen von Gegenbögen und     dergl.       Das bisher zum Bestreichen von Geigen  bögen und dergleichen ausschliesslich be  nutzte Hartkolophonium weist im praktischen  Gebrauch verschiedene Mängel auf.  



  Um einen neuen     bezw.    vollständig aus  gewaschenen Geigenbogen mit Hartkolopho  nium zu     sättigen,    muss man ihn etwa 150mal,  und um einen bereits gebrauchten Geigen  bogen     nachzustreichen,    muss man ihn zwei  bis drei Dutzend Mal über das     Ilartkolopho-          niumstück    hin-     und        herstreichen.    Das er  fordert nicht nur einen beträchtlichen     Zeit-          und    Arbeitsaufwand, sondern     ist    auch für  den Geigenbogen nachteilig, da der Haar  bezug leidet.

   Es ist ausserdem nicht ganz  einfach und nur nach längerer Übung mög  lich, das     Kolophoniummaterial    in feiner und  gleichmässiger Verteilung auf den Haarbezug  des Geigenbogens aufzutragen, zumal Hart  kolophonium nicht     witterungsbeständig    ist  und sich aus diesem Grunde     mitunter    beson  ders schlecht abstreichen lässt.  



  Allen diesen Mängeln soll gemäss vor  liegender Erfindung durch     ein    neuartiges         Kolophoniumstück    zum Bestreichen von Gei  genbögen und dergleichen abgeholfen werden,  welches erfindungsgemäss dadurch gekenn  zeichnet     ist,    dass es durch     Verpressen    von     Ko-          lophoniumstaub    oder     -mehl    gebildet wurde.  



  Das neue     Kolophoniumstäck    kann dabei  im einzelnen     wie    folgt hergestellt werden.  Das handelsübliche, gegossene Kolophonium  wird durch     Zermahlen,    Zerstossen, Pressen  oder in einem andern geeigneten mechani  schen     Zerkleinerungsverfahren    zu     Kolopho-          niumstaub    oder     -mehl    zerkleinert.

   Die so ge  wonnene     golophoniummasse    wird sodann  wieder in eine feste Form überführt, und  zwar     wiederum    durch     eine    mechanische Be  handlung, das heisst durch     Verpressen,    wo  bei gegebenenfalls der     Kolophoniummasse     zur Verbesserung der Qualität der     Kolopho-          niumstücke    noch irgendwelche Zutaten bei  gegeben werden können, welche sich mit dem       golophoniumstaub        entweder        nur    vermengen  oder mit ihm eine chemische     Verbindung     eingehen.

   Somit hat man die     vorteilhafte     Möglichkeit, nicht nur die Feinheit der ein-           zelnen        -Xolophoniumteilchen    beliebig zu ver  ändern, sondern auch den Grad der Festig  keit des fertigen     Kolophoniumstückes    durch  mehr oder weniger starkes Pressen     willkür-          lich    zu regeln und so den Wünschen der  Kundschaft in bezug auf die Zusammen  setzung und Härte des Kolophoniums weit  gehend Rechnung zu tragen.  



  Als     besonders    zweckmässige Art der me  chanischen Behandlung hat sich das     Ver-          pressen    des     Kolophoniumstaubes    oder     -mehles     in Gelenken erwiesen. Hierfür bringt man  die lose     Kolophoniummasse    in ein röhren  förmiges Gelenk und drückt sie mit Hilfe  eines     Pressstempels    so weit     zusammen,        his     die einzelnen Staubteilchen zu einem     festen     Körper vereinigt sind und dieser Körper die  gewünschte Härte und Festigkeit besitzt.

   Die  klebrige Beschaffenheit der feinen     Kolopho-          niumstaubteilchen    ist dabei der     Erreichung     des erstrebten Zweckes sehr förderlich.  



  Auf diese Weise können Kolophonium  stücke beliebiger     Querschnittsform    und be  liebiger Höhe hergestellt werden. Für die  Herstellung grösserer Mengen empfiehlt es       sich.    ein tieferes Gelenk zu     verwenden    und  die so erhaltene     Presskolophoniumstange    dann  in ihrer Querrichtung zu Kolophonium  stücken der gewünschten Grösse durch Zer  sägen oder Zerschneiden zu     unterteilen.        --Nlii       Rücksicht.

   auf ein erleichtertes Ablösen des       Presskolophoniumstückes    aus dem     Pressgesenk     ist eine kreisrunde     Querschnittsform    des     Ge-          senkes    zu bevorzugen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜI'HE Kolophoniumstück zum Bestreichen von Geigenbögen und dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass es durch Verpressen von Kolophoniumstaub oder -mehl ge bildet wurde.
    Verfahren zur Herstellung des Produktes nach Patentanspruch I. dadurch gekenn zeichnet, dass Kolophoniumpressmasse 111 einem einerseits geschlossenen, röhren förmigen Hohlraum zusammengedrückt und die auf diese Weise gewonnene Press- stange in der Querrichtung zu Kolopho- niumstücken der gewünschten Grösse zer sägt oder zerschnitten wird.
    UNTERANSPRÜCHE: Kolophoniumstück nach Patentanspruch I. dadurch gekennzeichnet. dass es durch Ver- pressen eines Gemisches von Kolophonium staub oder -mehl und einem Bindemittel ge bildet wurde.
CH201965D 1938-01-13 1938-01-13 Kolophoniumstück zum Bestreichen von Geigenbögen und dergl. CH201965A (de)

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