CH202005A - Drehofen für die thermische Gewinnung von Magnesium. - Google Patents

Drehofen für die thermische Gewinnung von Magnesium.

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CH202005A
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CH
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magnesium
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B26/00Obtaining alkali, alkaline earth metals or magnesium
    • C22B26/20Obtaining alkaline earth metals or magnesium
    • C22B26/22Obtaining magnesium

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Description


  Drehofen für die thermische     Gewinnung    von     lliagnesium.       Für die thermische Gewinnung von Mag  nesium durch Reduktion von     magnesiahalti-          gen    Rohstoffen mit Hilfe von Silizium, Alu  minium und ähnlichen keine gasförmigen Oxy  dationsprodukte liefernden Reduktionsstoffen  sind schon Öfen der     verschiedensten    Bauweise  vorgeschlagen worden.

   Allen diesen Ofen  typen haftet jedoch der Nachteil an, dass sie  für die Durchführung des Verfahrens im gross  technischen     Massatabe    nicht geeignet sind,  und zwar deshalb, weil sich die besonderen  Bedingungen, unter denen das Verfahren durch  geführt werden muss, bei einer Vergrösserung  der Vorrichtungen auf die hierdurch bedingten  Abmessungen erschwerend bemerkbar machen.  Für eine Durchführung des Verfahrens bei  Atmosphärendruck, d. h. in einer Wasserstoff  atmosphäre, sind die meisten Werkstoffe bei  einer Vergrösserung der Abmessungen der  Öfen den auftretenden Beanspruchungen bei  den hohen Reduktionstemperaturen nicht mehr  ausreichend gewachsen.

   Wird aber das Ver-    fahren bei entsprechend niedrigeren Tempe  raturen unter Anwendung eines hohen Va  kuums durchgeführt, so ergibt sich die Auf  gabe, die einzelnen Teile der     Vorrichtung     vakuumdicht auszubilden und auch das zu  verarbeitende     Rohstoffgemisch    und die festen       Reaktionsrückstände,    sowie das erzeugte Me  tall in den Ofen ein-     bezw.    aus ihm auszu  schleusen oder     sonstwie    abzuführen, was be  sonders dann erhebliche     apparative    Schwie  rigkeiten bereitet, wenn durch Anwendung  eines Drehofens oder dergleichen das Reak  tionsgemisch während der Umsetzung umge  wälzt werden soll.

       In    wärmetechnischer Ein  sicht erweist sich ein     langgestreckter    Ofen  wegen der erheblichen Ausstrahlungsverluste  als ungünstig. Auch einer     Beheizung    des  Reaktionsgemisches durch strahlende Wärme,  insbesondere durch im Ofen selbst angeord  nete     Wärmestrahlungselemente,stellen    sich bei       langgestreckter    Bauweise des Ofens erhebliche  Schwierigkeiten konstruktiver Art entgegen.      Gegenstand der Erfindung ist ein Ofen  zur thermischen Erzeugung von Magnesium.  Er kann so gebaut werden, dass seine Lei  stungsfähigkeit grosstechnischen Anforderun  gen entspricht, indem in ihm beispielsweise  250 kg Magnesium und mehr je Tag erzeugt  werden können.  



  Der erfindungsgemässe Ofen ist gekenn  zeichnet durch einen zylindrischen Reaktions  raum, dessen Durchmesser mindestens gleich  seiner Länge ist, und der in der Mitte seiner  Längserstreckung, aber     tangential    angeordnet,  eine Öffnung für die Zuführung des Reak  tionsgemisches und für die Austragung der  festen Reaktionsrückstände aufweist.  



  In der beiliegenden Zeichnung ist ein Aus  führungsbeispiel des Ofens dargestellt.  



       Fig.    1 ist ein Längsschnitt und       Fig.    2 ein Schnitt nach Linie     a-a    von       Fig.    1.  



  In der Zeichnung ist A ein in Form     eines     liegenden Zylinders ausgebildeter Reaktions  raum, dessen Durchmesser gleich oder grösser  ist als die Länge des Zylinders. Der Reak  tionsraum ist von einer gut wärmeisolierenden  keramischen     Ausmauerung    B begrenzt. Die  Eintragung des Reaktionsgemisches und die  Austragung der festen Reaktionsrückstände  erfolgt durch eine gemeinsame Öffnung C,  die in der Längsmitte des     Reaktionsraumes    A,  aber     tangential    zu seinem Umfange angeord  net und nach dem Innern des Reaktionsrau  mes zu trichterförmig erweitert ist.

   Die     tan-          gentiale    Anordnung der Ein- und Austritts  öffnung C hat einmal den Vorteil, dass das  einzuführende Gut bei Eintritt in den Ofen  in stetigem Strom in seine normale Bahn  bewegung durch die Drehung des Ofens über  geführt wird, ein Vorteil, der für die Aus  tragung des Reaktionsrückstandes in umge  kehrtem Sinne ebenfalls erreicht wird.

   In  folge der     tangentialen    Anordnung der     Ein-          und        Austragsöffnung    wird gegenüber einer  radialen Anordnung derselben erreicht, dass  ihre trichterförmige Erweiterung tiefer in das  Ofeninnere verlegt wird, so dass das     unaus-          gewuchtete    Drehmoment des Beschickungs  trichters verringert wird.

      Die     Beheizung    des Reaktionsgutes erfolgt  durch in der Mitte des Reaktionsraumes um  die Achse desselben angeordnete, an sich be  kannte     Wärmestrahlungselemente    D; diese  Anordnung ist einmal durch die gedrungene  Form des Reaktionsraumes, die die Verwen  dung von nur an den Stirnflächen des Reak  tionsraumes abgestützten, im übrigen jedoch  freitragenden Strahlungselementen gestattet,  dann aber auch dank der     tangentialen    Zu  führung des Reaktionsgemisches möglich,  welch letztere eine Beschädigung der     Wärme-          atrahlungselemente    durch das zugeführte feste  Reaktionsgemisch unmöglich macht.  



  Die Abführung der bei der Reaktion ent  wickelten     Magnesiumdämpfe    erfolgt in der  Achse des Ofens durch eine Öffnung E, die  so eng gehalten ist, dass sie eine möglichst  weitgehende Wärmeabschirmung des Kon  densationsraumes von dem Reaktionsraum er  möglicht.     1)ie    Dämpfe gelangen dann in den  Kondensationsraum F von verhältnismässig  grossen Abmessungen, der als in der Achse  des Ofens angeordneter, kühl- und heizbarer  Zylinder ausgebildet ist. An seinem von dem  Reaktionsraum abgewendeten Ende trägt der  Kondensationsraum eine     Abstichöffnung        G     und ferner, ebenfalls in axialer Anordnung,  einen Vakuumstutzen H.  



  Als Werkstoff für den     Kondensationsraum     kommt keramisches Material wegen der Ge  fahr einer Reaktion des erzeugten Magne  siums mit den Bestandteilen desselben, sowie  wegen der Gefahr einer Fugenzerstörung  durch das heisse     111agnesium    nicht in Frage.  Bleibt somit als Werkstoff hierfür nur Me  tall übrig, so muss dieses der Forderung ent  sprechen, dass es bei den in Frage kommen  den Temperaturen     vakuumdicbt    und auch  wasserstoffdicht ist und von geschmolzenem  Magnesium nicht angegriffen wird. Aus letz  terem Grunde scheiden die sonst als wärme  beständig bekannten, nickelhaltigen Eisen  legierungen von vornherein aus.

   Die meisten  der dann noch verbleibenden     wärmebeBtän-          digen    Legierungen sind jedoch nicht     wasser-          stoff        bezw.    vakuumdicht.

   Es wurde jedoch  gefunden, dass     Eisen-Chrom-Legierungen    mit      etwa 5 bis 30 %,     vorzugsweise    etwa 6 bis       8%        Chrom,        die        gegebenenfalls        zur        Verringe-          rung    der     Verzunderung    auch noch Silizium  in Mengen von 0,5 bis 10% und     bezw.    oder       Aluminium        in        Mengen        von        0,

  7        bis    2     %        ent-          halten    können, den hier vorliegenden Anfor  derungen völlig gewachsen sind.  



  Vorzugsweise erfolgt die Kondensation  der     Magnesiumdämpfe    durch entsprechende  Kühlung der Wände des Kondensationsrau  mes, worauf anschliessend während des Ofen  stillstandes, zwecks Entleerung und Füllung,  unter Zuführung von Wasserstoff durch den  Vakuumstutzen H der Kondensationsraum bis  über den Schmelzpunkt des Magnesiums be  heizt wird, so dass das Magnesium flüssig  abgestochen werden kann. Zum Zwecke der  Heizung des     Kondensationsraumes    ist dieser  von einer Heizspirale J umgeben. Er trägt  ferner zwecks Verringerung der Wärmeaus  strahlung eine Haube     .K,    die mit Luftklappen  L zur Erzielung einer rascheren Kühlwirkung  in der     Kondensationsstufe    versehen ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Drehofen für die thermische Gewinnung von Magnesium, gekennzeichnet durch einen zylin drischen Reaktionsraum (A), dessen Durch messer mindestens gleich seiner Länge ist, und der in der Mitte seiner Längserstreckung, aber tangential angeordnet, eine Öffnung (C) für die Zuführung des Reaktionsgemisches und für die Austragung der festen Reaktions rückstände trägt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Drehofen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ein- und Austrags öffnung (C) gegen das Ofeninnere trichter förmig erweitert ist. 2.
    Drehofen nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, gekennzeichnet durch nur an den Stirnflächen des Reaktionsraumes ab gestützte, im übrigen jedoch freitragende Wärrnestrahlungselemente, die in der Mitte des Reaktionsraumes um die Achse des selben angeordnet sind. 3. Drehofen nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch einen axial angeordneten, heiz- und kühlbaren Kondensationsraum (F), der mit dem Reaktionsraum durch eine axiale Öffnung (E) in Verbindung steht, dessen Durchmesser klein ist im Verhält nis zum Durchmesser des Reaktionsraumes. 4.
    Drehofen nach Patentanspruch und Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung des Kondensationsraumes aus einer zunderbeständigen, nickelfreien Eisenchromlegierung mit 5 bis 30 % Cr besteht. 5.
    Drehofen nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 3 und 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Wandung des Kon densationsraumes aus einer zunderbestän= digen, nickelfreien Eisenchromlegierung mit 6 bis 8 % Cr besteht.
CH202005D 1937-03-27 1938-01-22 Drehofen für die thermische Gewinnung von Magnesium. CH202005A (de)

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