CH173459A - Verfahren zur kontinuierlichen Darstellung von metallischem Magnesium durch thermische Reduktion von magnesiahaltigen Rohstoffen. - Google Patents
Verfahren zur kontinuierlichen Darstellung von metallischem Magnesium durch thermische Reduktion von magnesiahaltigen Rohstoffen.Info
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Description
verfahren zur kontinuierlichen ]Darstellung von metallischem Magnesium durch thermische Reduktion Fon magnesiahaltigen Rohstoen. Die Darstellung von metallischem Mag- riesium durch thermische Reduktion von Magnesia bezw. magnesiahaltigen Rohstoffen mit Hilfe von Silicium im Strom eines indif ferenten Gases und nachfolgender Nieder schlagung des Magnesiumdampfes in fester oder flüssiger Form ist bekannt.
Dabei ist es zweckmässig, die Verflüchtigung des Mag- nesiums bei möglichst niederen Temperaturen vorzunehmen, da die verlustfreie Nieder schlagung der Magnesiumdämpfe umso sches ieriger erfolgt, je höher die Temperatur dieser Dämpfe ist.
Dieser Umstand bereitet bei :der Übertragung des Verfahrens aus dem Laboratoriumsmassstabe in den praktischen Betrieb Schwierigkeiten, da beim letzteren eine kontinuierliche Durchführung des, Ver fahrens, das heisst die Bildung eines in flüssi ger Form abziehbaren, also leichtflüssigen Schlackenrückstandes anzustreben ist.
Bei Verwendung von Silicium als einzigem Re- duktionsmittel entstehen jedoch Schlacken von hohem Schmelzpunkt, und zwar selbst dann, wenn man, wie bereits. vorgeschlagen wurde, als magnesiahaltigen Ausgangsstoff Dolomit verwendet.
Zwecks Erniedrigung ,des Schmelzpunktes der entstehenden Schlak- ken ist weiter vorgeschlagen. worden, an Stelle von Silicium allein ein Gemenge von Silicium und Aluminium als Reduktions- mitttel zu verwenden im Hinblick darauf, da.ss die hierbei entstehenden Schlacken, die dem Dreistoffsystem Ca0-A1203-Si02 angehö ren, einen niedrigeren Schmelzpunkt besitzen.
Die vorliegende Erfindung geht von der überraschenden Erkenntnis aus, dass für die Durchführung einer kontinuierlichen, Gewin nung von Magnesium durch thermische Re duktion in grösserem Massstabe die Ent stehung einer schmelzflüssigen Schlacke nicht notwendige Voraussetzung ist, @dass, es viel mehr möglich ist, die Reduktion unter Ver- wendung eines Drehrohrofens durchzuführen,
aus -dem die Reaktionsrückstände kontinuier- lich in fester Form ausgetragen werden können.
Das vorliegende Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die therinisohe Reduk tion des magnesiahaltigen Rohmaterials un terhalb des Schmelzpunktes ,des Reaktions- rückstandes in einem Drehrohrofen erfolgt.
Durch die Anwendung des Drehrohrofens kann bewirkt werden, dass während der Um setzung eine gleichmässige Temperaturvertei- lung im Reduktionsgut besteht, ein Umstand, der sich auch auf die Gleichmässigkeit der Entwicklung der Magnesiumdämpfe in gün- etiger Weise auswirkt.
Weiter ist es aber dabei möglich, auf die Mitverwendung des teuren Aluminiums als Reduktionsmittel zu verzichten und Silicium als einziges Reduk tionsmittel zu verwenden, da gerade ledig lich aus Ca0 uncl .Si02 bestehende Rück stände den hier angestrebten hohen Schmelz punkt besitzen und keine backenden Eigen schaften aufweisen. Endlich, bietet aber die Verwendung eines Drehrohrofens den sehr wesentlichen Vorteil,
.dass er eine kontinuier liche Durchführung des Verfahrens unter Beheizung von aussen gestattet.
Als Reduktionsmittel für die Magnesia bezw. die magnesiahaltigen Rohstoffe, zum Beispiel Dolomit, können ausser Silicium bezw. Ferrosilicium gegebenenfalls auch Alu minium oder Gemische beider Verwendung finden. Besonders vorteilhaft gestaltet sich die Verwendung gewisser Legierungen, die im wesentlichen Aluminium und Silicium.
gegebenenfalls neben gewissen Mengen Ei sen, enthalten, wie sie bei der thermischen Reduktion von tonerdehaltigen Rohstoffen, insbesondere Gemischen aus Kaolin und Ton erde, entstehen, und deren 'Verwendung bis her erhebliche Schwierigkeiten gefunden hat.
Während einzelne dieser Legierungen, bei spielsweise diejenigen, die auf 30 Teile Si etwa 70, Teile Al enthalten, die Entstehung besonders leichtflüssiger Schlacken begiin- stigen und daher für das vorliegende Verfah ren weniger geeignet sind, ist hier gerade die Verwendung derjenigen dieser Legierungen von Vorteil, die zu hochschmelzenden Schlak- ken führen, wobei auch die Anwesenheit selbst grösserer Mengen Eisen nicht stört,
da die vorliegend in Frage kommenden Tempe raturen für ein Schmelzen des Eisens nicht ausreichen. Dabei ist besonders überraschend, ,dass die Reduktion der magrnesiahaltigen Rohstoffe auch bei Anwendung dieser (an sich verhältnismässig niedrig schmelzenden) ternären Legierungen so intensiv vor sich geht, dass selbst eine vorübergehende Schmel zung derselben, die die Anwendung eines Drehrohrofens unmöglich machen würde, nicht eintritt.
Als Beispiele derartiger Le gierungen, die verhältnismässig hochschmel zende Reaktionsprodukte liefern, seien genannt:
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1. <SEP> <B>30-35%</B> <SEP> Si <SEP> 2. <SEP> 45-50% <SEP> Si
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<tb> 10-12 <SEP> % <SEP> Al
<tb> <B>15-18%</B> <SEP> Fe In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei spiel eines für die Durchführung des Ver fahrens gemäss Erfindung geeigneten Dreh t' im Längsschnitt schematisch dar gestellt.
In Fig. 1 ist a eine Muffel aus hitzebe ständigem Stahl, die den Reaktionsraum bil det und gemeinsam mit dem .drehbar angeord neten Ofen b umkreist. Die Muffel könnte aber auch in dem feststehenden Ofen drehbar angeordnet sein. Durch die Muffel a wird sorgfältig gereinigter und getrockneter Wasserstoff mit geringem Überdruck bei c eintretend geleitet.
Zur Beheizung des Ofens dient eine Metalldrahtwicklung d aus Chrom nickel- oder Molybdändraht und der Ring raum e zwischen Heizwicklung und Muffel ist -als Wasserstoffmantel ausgebildet. Auf der Seite des Wasserstoffeintritts in die Muf fel. befindet sich eine Füllvorrichtung f für .die Reduktionsmischung, auf der Seite des Wasserstoffaustritts dagegen ein Austrag g für den Reaktionsriickstan.d. Zum Einfüllen dient die Förderschnecke lt, deren stets gefüllter Trichter zugleich als Gasabs-chluss dient.
Die Kondensation des aus der I%eak- tionsmasse entstehenden Magnesiumdampfes zu festem Metall wird an der Aussenfläche eines wassergefüllten Eisenrohres i, bewirkt. welches von der Austragseite her in die i4Zuf- fel hineinragt.
Dabei genügtes, den Wasser stoffaustritt gleichzeitig als Rückstandsaus trag auszubilden. Eine Kondensation des Magnesiums in flüssigem Zustande ist im Bedarfsfalle beispielsweise gemäss der Variante nach Fig. \? dadurch zu bewirken, dass man in oder an die Muffel a ein über dio Schmelztemperatur des Magnesiums beheiz tes Eisenrohr h setzt, welches zugleich als Wasserstoffaustritt dient. Der Austrag des Reaktionsrückstandes erfolgt dann in einen gasdichten Sammelbehälter 1.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur kontinuierlichen Darstel lung von metallischem Magnesium durch thermische Reduktion von magnesiahaltigen Rohsteffen, dadurch gekennzeichnet, dass. die Reduktion unterhalb des Schmelzpunktes. des Reaktionsrückstandes in einem Drehrohrofen erfolgt. GTNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als Reduktions mittel Silicium verwendet wird. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als Reduktions mittel Ferrosilicium verwendet wird.3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, da.ss als Reduktions mittel eine solche Legierung des Siliciums mit Aluminium verwendet wird, die bei der thermischen Reduktion eines tonerde- haltigen Rohstoffes entsteht, und deren Oxydationsprodukt in Verbindung mit dem Rückstand des: magnesiahaltigen Rohstoffes ein hochschmelzendes Erzeug nis liefert.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Reduktionsmittel eine Legierung des Siliciums mit Aluminium verwendet wird, die bei der thermischen Reduktion eines Gemisches von Kaolin mit Tonerde in einem solchen Verhältnis entsteht, dass die Oxydationsprodukte der entstehenden Legierung in Verbindung mit dem Rück- stand des magnesiahaltigen Rohstoffes ein hochschmelzendes Erzeugnis liefern. 5.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch <B>3,</B> dadurch gekennzeichnet, dass als Reduktionsmittel eine Legierung des Siliciums mit Aluminium und Eisen verwendet wird. PATENTANSPRUCH II: Drehrohrofen zur Durchführung des Ver fahrens gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Beheizung des Drehrohres von aussen erfolgt, wobei ein Ringraum zwischen Heizwicklung und Dreh rohr als Wasserstoffmantel ausgebildet ist.UNTERANSPRUCH G. Ofen nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet. dass die Beheizung des Drehrohres mit Hilfe einer Metalldraht wicklung erfolgt.
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