CH202446A - Verfahren zum Gerben von Häuten und Fellen. - Google Patents
Verfahren zum Gerben von Häuten und Fellen.Info
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Description
Verfahren zum (erben von Häuten und Fellen. Im Hauptpatent Nr. 195334 wurde ein Verfahren beschrieben, welches die Verwen dung von polymeren Metaphosphorsäuren oder ihren wasserlösliohen Salzen mit ein- oder mehrwertigen Metallen, Ammoniak oder organischen Basen als alleinige Gerbmittel,
in Gerbstoffgemischen oder zum Angerben bezw. Nachgerben bei der Herstellung von Leder und Pelzwerk betraf. Das erste Zusatz patent sah an Stelle der Metaphosphorsäuren oder ihrer Salze die Anwendung der Poly phosphorsäuren oder ihrer wasserlöslichen Salze mit ein- oder mehrwertigen Metallen, Ammoniak oder organischen Basen als Gerb mittel in dem durch das Hauptpatent ge kennzeichneten Umfange vor.
Es wurde nun gesunden, dass man die Ger bung mit polymeren Metaphosphorsäuren oder Polyphosphorsäuren oder den wasser löslichen Salzen dieser Säuren mit ein- oder mehrwertigen Metallen, Ammoniak oder or ganischen Basen vorteilhaft mit einer Kiesel säuregerbung derart kombinieren kann, dass man neben den erwähnten Meta- oder PQly- phosphorsäuren oder ihren Salze wasser lösliche Silikate, wie z. B. Natron- oder Kali wasserglas, zur Anwendung bringt.
Als be sonderer und keineswegs zu erwartender tech nischer Effekt ist die Tatsache festzustellen, dass selbst die meist etwas sauer reagierenden Meta- oder Polyphosphate sich in wässriger Lösung mit Alkalisilikaten in beachtlicher Menge mischen lassen, ohne dass Nieselsäure ausflockt.
Man kann sogar derartige Lösun gen weiterhin ansäuern und Gerblösungen mit einem pH von 2,5 und darunter, das heisst also mit erheblichem Gehalt an freier Meta- oder Polyphosphorsäure, herstellen, ohne dass die Kieselsäure ausfällt,
Diese wird vielmehr in eine für den Gerbprozess äusserst geeignete Form übergeführt und liefert so kombiniert gegerbte Leder von guter Fülle und Festig keit. Die Gerbungen sind nicht. auswaschbar.
Einige Beispiele sollen das Wesen der Erfindung näher erläutern: <I>Beispiel 1:</I> 420 Gewichtsteile gebeizte und gepickelte Schafblösse werden mit 42 Gewichtsteilen Na- triumhexametaphosphat, 33 Gewichtsteilen Wasserglaslösung von 40' Be und 12 CTe- wichtsteilen Salz, welche zuvor gelöst und auf pA = 2,5 eingestellt worden sind, inner halb von 24 Stunden ausgegerbt.
Dann wird gespült, mit 4,2 Gewichtsteilen Borax neu- fra.lisiert und mit 8.4 Gewichtsteilen eines sulfonierten Klauenöls gefettet. An Stelle des Na.triumhexa.metaphosphates kann auch Na liumoktometaphosphat zur Anwendung koni- men. Es entstehen weisse Schafleder.
<I>Beispiel 2:</I> 110 (-ewiclrtsteile gebeizte und gepickelte@ Ziegenblösse werden mit 44 Gewiehtsteilen eines Polyphosphates der Zusammensetzung Na.,@P1"O@, bei pn 4,5 angegerbt und anschlie ssend mit. 44 Gewichtsteilen des Polyphos phates und 33 Gewichtsteilen Wasserglas von 40' B6 ausgegerbt, wobei das pH durch Zu satz von Säure allmählich auf \?.5 herab- gesetzt wird. Neutralisation und Fettuns er folgen wie in Beispiel 1.
Es entsteht ein festes weisses Leder.
<I>Beispiel 3:</I> 390 Gewichtsteile Kalbblösse werden mit 39 Gewichtsteilen Natriumhexametaphosphat, 15 Gewichtsteilen Eisenammoniakalaun und 25 Gewichtsteilen Natronwasserglas von 40 BA, welche zuvor getrennt gelöst und dann in Form ihrer wässrigen Lösungen ver einigt worden sind, allmählich bei einem pH von 4 bis 2,5 ausgegerbt. Am nächsten Tage wird gespült, mit Natriumthioscclfat neutralisiert und gelickert. Es entsteht ein weisses Kalbleder von guter Festigkeit.
Man kann auch die Blössen erst mit den wasserlöslichen Silikaten und anschliessend mit den Meta- oder Polyphosphaten be- handeln, wobei dann der Übergang zu sau reren Brühen vorteilhaft erst allmählich im Laufe des Gerbprozesses erfolgt. Auch gerbt man mitunter erst mit. 3leta- oder Polyphos phaten an, um dann die Kieselsäuregerbung anzuschliessen.
Genau wie im Hauptpatent Nr. 195334, sowie im ersten Zusatzpatent beschrieben, ist das Gerl)verfahren mannigfacher Abwand lungen fähig. Man kann auch silikathaltige Czerblösungen in der Art einer Glaciga.re verwenden.
Man kann aber aueh Kombi nationsgerbungen mit mineralischen Gerb stoffen, pflanzlichen Gerbstoffen, Formalde <B>hyd.</B> kiinstlichen Gerbstoffen usw. durch führen. wobei die \ieta- bezw. Polyphosphat- Kieselsäuregerbung sowohl zum Angerben wie aneh zum Nachgerben dienen kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Gerben von Häuten und Fellen, dadurch gekennzeichnet, dass als zec- hende Stoffe dissozierbare polymere Verbin dungen, die im Anion fünfwertigen Phosphor und Sauerstoff enthalten, sowie wa'sserlös- liche Silikate zur Anwendung gelangen. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach I'alentaul uch, dadurch gekennzeichnet, dass die phosphorhaltige Verbindung Metaphosphorsä,ure ist. 2.Verfahren nach Patentansprueb, dadurch gekennzeichnet. dass die phosphorhaltige Verbindung ein Salz der Metaphosphor- säure ist. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die phosphorhaltige Verbindung Polyphosphorsäure ist. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die phosphorhaltige Verbindung ein Salz der Polyphosphor säure ist. 5. Verfahren nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass die wasserlöslichen Silikate getrennt von den Phosphorver bindungen zur Anwendung gelangen. 6.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss die wasserlöslichen Silikate in Gemischen mit den Phosphor verbindungen zur Anwendung gelangen. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Phosphorverbin dungen und wasserlöslichen Silikate mit andern Gerbstoffen zur Anwendung ge langen. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Phosphorverbin dungen und wasserlöslichen Silikate mit pflanzlichen Gerbstoffen zur Anwendung gelangen. 9.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Phosphorverbin dungen und wasserlöslichen Silikate mit künstlichen Gerbstoffen zur Anwendung gelangen.
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