CH202549A - Verfahren zur Darstellung einer Pyrimidinverbindung. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung einer Pyrimidinverbindung.

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CH202549A
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Darstellung einer     Pyrimidinverbindung.       Es     wurde    gefunden,     dass    man zu den       technisch        wertvollen    2 -     Alkyl    - 4 -     amino    - 5     -          aminoalkylpyrimi,dinen        gelangen    kann, wenn  man     Amidine    von     Alkylearbonsäuren    (ein  schliesslich der     Aralkylearbonsäuren)    mit       Essigesterverbindungen,

      die     ausser    einer       Aminoalkyl-        bezw.        geschützten        Aminoalkyl-          gruppe    oder einer in eine     Aminoalkylgruppe          überführbaren        Gruppe    eine     Oxymethylen-          oder        verätherte        Oxymethylengruppe    enthal  ten, zur     entspTechenden        6-Oxypyrimidinver-          bindung        kondensiert,

          diese    in an sich     übli-          eher        Weise    in die     entsprechende        6-Amino-          pyrimidinverbindung    umwandelt und die  etwa in     5Stellung    vorhandene, in eine       Aminoalkyl;

  gruppe        überführbare    Gruppe in  an sich üblicher     Weise    in     ,diese        Gruppe        über-          führt.    Die     gondenssation        erfolgt    zweckmässig       in        -Gegenwart    von Löse- oder Verdünnungs  mitteln bei     gewöhnlicher    oder     erhöhter    Tem  peratur und im     allgemeinen    unter Zusatz  kondensierend wirkender,     vorzugsweise    säure-         bindender        Mittel,

          beispielsweise        Metallalko-          holate,        -oarbonate    und     -hydroxyde    und     dergl.     Man kann die     Es,sigesterverbindung    auch in  Form ihrer     Metallverbindungen    verwenden.  Die Umwandlung der     6-Oxygruppe    in die       Aminogruppe    erfolgt am     einfachsten        durch     Überführen der     Hydroxylgruppe    in     Halogen,     z.

   B.     mittels    der     Hälogenkle    des Phosphors  und Ersatzdes Halogenatoms durch Ammo  niak, primäre oder     sekundäre    Amine. Ge  schützte     Aminoalkyl-Substituenten    der     Essig-          esterverbindungen    sind z. B: die     Acyl    substi  tuierten Gruppen, z.

   B.     Phthalimidoalkylver-          binclungen.        Substituenten,    die in die     Amino-          alkylgruppe        übergeführt    werden     kännen,          sind        beispielsweise        Carbonsäureester,        Carbon-          säureamid-,        Alkylcarbonsäure-    und     Alkyl-          carbonsäureestergruppen,

      ferner     Oxy-    und       -alkylgruppen    und die     Cyangruppe.    Die       Alkyloarbonsäure-    und die     A@lkylcarbonsäure-          estergruppen        werden.        zunächst        in,die        Carbon-          säureamidgruppe        umgewandelt        und        letztere         nach den     übl:iehen    Abbaureaktionen in die       Aminoalkylgruppen    übergeführt.

   Die Car  bonsäureestergruppe wird gleichfalls zu  nächst in die     Amid.gruppe    und     diese    in die       Cyangruppe    umgewandelt.     Cya.ngruppen    wer  den zu den     Aminoalkylgruppen        reduziert,          Oxyalkyl-    und     Alkoxyalkylgruppen        wenden     in die     Halogenalkylgruppe    und diese ge  gebenenfalls in die     Aminoalkylgruppe    um  gewandelt.  



  Gegenstand des vorliegenden     Patentes    ist  einverfahren     zurDarstellung        einerPyi-iinidin-          verbindung,welches    dadurch gekennzeichnet  ist, dass man A     cetamidin    mit     Formylbern-          steinsäureester    zu einem     2-Methyl-4-oxypyri-          midyl-5-essigester    kondensiert, diese Verbin  dung durch Einwirken eines     Halogenierungs-          mittels    in einen     2-lblethyl-4-lialogenpyrim.i-          dy1-5-essigester    umwandelt,

   daraus durch       Einwirken    von Ammoniak das     2-3tethyl-4-          aminopy        rimidyl    - 5 -     essigsäureamid    gewinnt  und letzteres durch     Einwirken    von     Hypo-          halogenit    in der Kälte und nachträgliches  Erwärmen in das     2-Methyl-4-amino-5-amino-          methylpyrimidin    umwandelt.

   Die Konden  sation des     Acetamidins    mit Form     vlhernstein-          säuree@ster        erfolgt    zweckmässig, in alko  holischer Lösung unter Erwärmen in Gegen  wart eines kondensierenden Mittels,

   wie       Alkalialkohola.t.    Zur     rberführung    der       Hy        droxylgruppe    in     4-Stellung    des     2-Methyl-          4-oxypyrimidyl-5-essigesters    in Halogen wird       nveckmässig        Pho@sphoroxyelilorid    als     haloge-          nierendes        Mittel    verwendet. Die Einwirkung  von Ammoniak auf den     ?-1ltetliy        1-4-halogen-          pyrimi.dyl-5-essigester    erfolgt unter Erhitzen  im Druckgefäss.  



  Das nach dem     vorbeschriebenen    Verfah  ren erhältliche     2-ltethvl-4-amino-5-amino-          methylpyrimidin    ist bereits bekannt. Es bil  det     Kristalle    vom Schmelzpunkt<B>132'.</B>     Sein          Pihrat    schmilzt     bei    224 bis 225  ,     ,sein    Hydro  chlorid zersetzt sieh     bei   <B>268'.</B> Es soll als  Ausgangsstoff bei chemischen Synthesen ver  wendet werden.  



  <I>Beispiel:</I>  <B>128</B> g     salzsaures        Acetamidin    werden mit.       969g        Formylbernsteinsäureester    in 200 cm'    absolutem Alkohol aufgenommen und mit  einer     Lösung    von 32 g Natrium in 500 cm'       absolutem    Alkohol 6 Stunden     gelocht.    Die  heisse     Lösung    wird vom ausgeschiedenen       Natriumeklorid        abfiltriert.        iSie    scheidet beim  Erkalten farblose Nadeln des     2-Methyl-4-          oxypyrimi.dyl-5-essigestem    vom Schmelz  punkt<B>176'</B>  <RTI  

   ID="0002.0078">   ania.    100     g    dieser     Verbindunn      -erden mit     =11)0        ein'        Phosphoroxychlorid          30        Minuten    gekocht.     Darnach    wird das über  schüssige     Phosphoroxy        ehlorid    bei verminder  tem     Druck        abdestilliert    und der     Rückstand     mit Eiswasser zerlegt. Die saure     Lösung     wird mit Ammoniak alkalisch gemacht und  mehrmals mit Äther ausgeschüttelt.

   Die       ätherische        Lösung    wird getrocknet und ab  gedampft. Der Rückstand     siedet    unter 4 mm  Druck     bei   <B>MM.</B> Das     Destillat        erstarrt    kri  stallin und     schmilzt    bei 40 bis 410. Es ist  der     2-Methyl-4-chlorpyrimidyl-5-esaigester.     



  45     b        dieser    Verbindung     -werden    mit       :38t1        ein:'    2-5 %     igeni        methylalkoholischem     Ammoniak 111 Stunden im     Autoklaven    auf       12()    bis<B>130'</B> erhitzt. Nach dem Erkalten   -erden die ausgeschiedenen Kristalle     ab-          gnesa.ugt    und aus     wässerigem    Alkohol uni  kristallisiert.

   Das erhaltene     '2-Methyl-4-amino-          1iy        rimidyl-5-es.si"säureaniid    bildet; farblose  Nadeln vom Schmelzpunkt     95(l .    16,6 g die  ser     Verbindung    werden in einer Lösung von       1.'6    g Brom in     200        ein'        2,5-n-Kalilauge        .gelöst.     Dann werden 50 cm' 50 %     ige    Kalilauge hin  zugefügt. Die Reaktionsmischung wird eine  Stunde auf dem Wasserbad erhitzt. Nach  dem     Abkühlen    wird die ätherische     Lösung     getrocknet und vom Äther befreit.

   Der       Rückstand    sublimiert im Vakuum in .derben       Rhomben    vom Schmelzpunkt l32 . Die Kri  stalle sind das     2-lfethvl-4-amino-5-a.mino-          metliyl-pyrimidin.    Das     Pikrat    zeigt den       )Schmelzpunkt    224 bis     2-25'-.    das     Hy        drochlo-          rid        schmilzt    unter     Zersetzung    bei<B>268'</B> C.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Darstellung einer Pyrimi- di,n.verbindungr, dadurch gekennzeichnet, dass man Acetamidin mit Formylbernsteinsäum- ester zu einem 2-31ethy l-4-oxypy rimidyl-5- essigester kondensiert,
    diese Verbindung durch Einwirken eines Haloggenierungs- mittels in einen 2-Methyl-4-halogenpyrimi- dyl-5-essi,gester umwandelt, daraus durch Einwirken von Ammoniak unter Erhitzen im Druckgefäss das 2-Methyl-4-aminopyri- midyl-5-ess@igsäureamid gewinnt und letzteres durch Einwirken von Hypohalogenit in der Kälte und nachträgliches Erwärmen in das 2 -Methyl -4 -amino-.5 -aminomethylpyrimidin umwandelt.
    Das so erhältliche 2-Methyl-4-amino-,5- aminomethylpyrimidin bildet Kristalle vom Schmelzpunkt<B>1-32'.</B> Sein Pikrat schmilzt bei 224 bis<B>2295',</B> sein Hydro-chlori-d zersetzt sich bei 2,6j8'. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensation des Acetamidins mit Formvlbern3teinsäure- ester in alkoholischer Lösung unter Er wärmen in Gegenwart von Alkalialkoholat bewirkt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, 'dass als halogenierendes Mittel Phosphorogychlorid verwendet wird.
CH202549D 1936-03-31 1937-03-18 Verfahren zur Darstellung einer Pyrimidinverbindung. CH202549A (de)

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