CH202660A - Verfahren zur Gewinnung der laktationsfördernden Substanz aus Hypophysenvorderlappen. - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung der laktationsfördernden Substanz aus Hypophysenvorderlappen.Info
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Description
Verfahren zur Gewinnung der laktationsfördernden Substanz aus Hypophysenvorderlappen. Die bisherigen Verfahren zur Gewinnung der laktationsfördernden Substanz gehen aus von frischen Hypophysenvorderlappen oder getrockneten Drüsen, die die Gesamtheit der in der Drüse vorhandenen Wirkstoffe ent halten. Es ist eine grosse Reihe von Ver suchen bekannt, diese Substanzen aus ihren Extrakten zu isolieren und zu trennen. Stets sind diese Versuche mit ganz erheblichen Verlusten verbunden; besonders schwierig ge staltet sich die Trennung der gonadotrop wirksamen Substanz von der die Laktation fördernden Substanz. Es wurde nun gefunden, dass man- für die Gewinnung der die Laktation fördernden Substanz mit besonderem Vorteil von solchen Drüsen ausgehen kann, denen durch geeignete Vorbehandlung die gonadotrope Substanz entzogen wurde. Gegenstand des vorliegenden Patentes ist also ein Verfahren zur Gewinnung der lak- tationsfördernden Substanz aus Hypophysen vorderlappen, welches dadurch gekennzeich net ist, dass man auf von gonaclotroper Sub stanz befreite Drüsen eine ,schwache, wässe rige Alkalilösung einwirken lässt, um die wirksame Komponente in Freiheit zu setzen, die letztere in der Nähe des isoelektrischen Punktes ausfällt und nach Wiederauflösen in schwach alkalischem Wasser die Lösung zur Trockne bringt. Es kommen beispielsweise als Ausgangs material solche Drüsen in Frage, die nach dem Verfahren des Schweizer Patentes Nr. 144505 vorbehandelt wurden. Nach dem dort beschriebenen Verfahren werden die gonadotrope Substanz und andere wirksamen Stoffe der Hypophyse extrahiert und in hoher Ausbeute erhalten. Man kann beispielsweise wie folgt ver fahren: Nach dem Verfahren des Schweizer Patentes Nr.144505 werden die Hypophysen- vorderlappen zunächst bei einer 60 L nicht übersteigenden Temperatur mit Hilfe eines mit Wasser mischbaren organischen Lösungs mittels und alsdann mit wässerigen Lösungs mitteln extrahiert. Behandelt man nun die so vorbehandelten und auf diese Weise von gonadotroper Substanz befreiten Drüsen mit einer schwachen, wässerigen Alkalilösung in den pH-Grenzen von zirka pH 8,0 bis 12,0 in ähnlicher Weise, wie dies früher mit nicht vorbehandelten Hypophysen geschehen ist, so erhält man einen Extrakt der laktationsför- dernden Substanz, der von gonadotroper Sub stanz weitgehend befreit ist. Die Aufarbei tung dieses Extraktes geschieht in der Weise; dass man die wirksame Substanz in der Nähe des isoelektrischen Punktes vorzugsweise also bei einem PH-Wert von zirka 5,5 ausfällt und nach Wiederauflösung in schwach alkali schem Wasser, zweckmässigerweise unter Zu satz eines Desinfiziens, die Lösung, beispiels weise durch Einfrieren, trocknet. Der technische Vorteil des neuen Verfah rens besteht darin, dass man aus dem gleichen Drüsenmaterial, wie Versuche ergaben. in einer Ausbeute von annähernd 80 bis<B>90%,</B> die wichtigen Anteile, nämlich die gonado- trope und die latkationsfördernde Substanz erhalten kann, ohne eine anschliessende sehr verlustreiche Trennung dieser beiden wichti gen Wirkstoffe der Hypophyse aus einer ge meinsamen Lösung durchführen zu müssen. <I>Beispiele:</I> 1. Der feuchte Rückstand von 15 g der nach dem Schweizer Patent Nr. 144505 extrahierten Hypophysenvorderlappen wird mit 150 cm@ Wasser angerührt und mit n-Na- tronlauge auf p$ 8,5 eingestellt. Das Gemisch wird anschliessend eine Stunde bei 35 extra hiert und zentrifugiert. Der Rückstand wird noch zweimal ebenso bei pH : 9,0 bezw. p],: 10,0 extrahiert. Die vereinigten Extrakte werden noch mals zentrifugiert, die klare Lösung auf pH : 5,0 eingestellt und der Niederschlag mit Alkohol getrocknet. 2. Der feuchte Rückstand von 15 g der nach dc,.tn Schweizer Patent Nr. 144505 ex trahierten Hypophysenvorderlappen wird wie in Beispiel 1 bei pH : 8,5 bis pH : 11,5 bei Zimmertemperatur extrahiert und zentrifu giert. Der bei der anschliessenden pH : 5 Fäl lung entstehende Niederschlag wird bei pH <B>:8,0</B> wieder gelöst, unter Zusatz eines Desinfektionsmittels z. B. 2-Athyl-Queck- silber - merkapto - benzoxazol - 5 -carbonsaures Natrium in Lösung 1 : 10000 gebracht und die Lösung in gefrorenem Zustand im Va kuum getrocknet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung der laktations- fördernden Substanz aus Hypophysenvorder- la,ppen, dadurch gekennzeichnet, dass man auf von gonadotroper Substanz befreite Drüsen eine schwache, wässerige Alkalilösung ein wirken lässt, um die wirksame Komponente in Freiheit zu setzen, die letztere in der Nähe des isoelektrischen Punktes ausfällt, und nach Wiederauflösung in schwach alkali schem Wasser die Lösung zur Trockne bringt. UNTERAN SPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Drüsen verwen det, die nach dem Verfahren des Schwei zer Patentes Nr. 144505 von der gonado- tropen Substanz befreit wurden. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Endlösung vor dem Trocknen ein Desinfiziens zugesetzt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Endlösung in gefrorenem Zustand getrocknet wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE202660X | 1936-01-15 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH202660A true CH202660A (de) | 1939-01-31 |
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| CH202660D CH202660A (de) | 1936-01-15 | 1937-01-13 | Verfahren zur Gewinnung der laktationsfördernden Substanz aus Hypophysenvorderlappen. |
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