CH202664A - Verfahren zur Herstellung eines goldhaltigen Produktes aus einem Gemisch von Keratinabbauprodukten. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines goldhaltigen Produktes aus einem Gemisch von Keratinabbauprodukten.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines goldhaltigen Produktes aus einem Gemisch von Neratinabbauprodukten. Er ist bekannt, dass :
man ein Gemisch von Sulfhydrylgruppen enthaltenden Stoffen er hält, wenn man Keratinabbauprodukte mit Natriumsülfit in ,schwach alkalischem Milieu reduziert. Dabei ist es aber nur möglich, maximal -die Hälfte der in den Keratin- abbauprodukten reduzierbaren .SS-Gruppen in Sulfhydrylgruppen ivberzuführen.
Es ist weiter bekannt, dassdurch Reduk- tion von geratinabbauproclwkten mit Zink und Anreicherung des erhaltenen Gemisches an Sulfhydrylgrappen enthaltenden Stoffen durch Isolierung der Zinkverbindungen auch ein an Sulfhydrylgruppen reicheres End- produkt zu ,
gewinnen ist. Dabei ist aber die Verwendung von :Schwefelwasserstoff zur Beseitigung des Reduktionsmittels und ein Eindampfen der Lösu ng ,
der die Sulihydryl- gruppen enthaltenden Stoffe im Vakuum zur Vextreibung des Schwefelwasssrs.toffes er- forderlich.
EMI0001.0058
Es <SEP> wurde <SEP> nun <SEP> gefunden, <SEP> da <SEP> .ss <SEP> man <SEP> in <SEP> ein facher <SEP> Weise <SEP> die <SEP> in <SEP> Aden <SEP> genannten <SEP> Keratin abbaAupro,dukten <SEP> enthaltenen <SEP> reduzierbaren
<tb> SS-Gruppen <SEP> fast <SEP> vollständig <SEP> in <SEP> :Sulfhydryl gruppen <SEP> überführen:
- <SEP> kann, <SEP> wenn <SEP> man <SEP> Idas
<tb> durch <SEP> Hydrolyse <SEP> von. <SEP> Keratinen <SEP> mit <SEP> Säuren
<tb> bis <SEP> zur <SEP> nahezu <SEP> vollständigen <SEP> Lösung, <SEP> Dialyse
<tb> und <SEP> Eindampfuug <SEP> zur <SEP> Trockne <SEP> .gewonnene
<tb> Gemisch <SEP> von <SEP> geratinabbauprodukten <SEP> bei
<tb> einem <SEP> pH-Wert <SEP> von <SEP> 6,4 <SEP> bis <SEP> 8,9 <SEP> in <SEP> wässriger
<tb> Lösung <SEP> unter <SEP> Luftabsehluss <SEP> mit <SEP> einem <SEP> die
<tb> Gruppe <SEP> --SO2Na <SEP> enthaltenden <SEP> Reduktions mittel, <SEP> vorzugsweise <SEP> Natriumlhydrosulfil,oder
<tb> formal@dehydsulfogylsaures <SEP> Natrium, <SEP> behan delt.
<SEP> Man <SEP> erhält <SEP> auf <SEP> diese <SEP> Weise <SEP> eine <SEP> unter
<tb> Luftabschluss <SEP> haltbare <SEP> Lösung, <SEP> die <SEP> beim <SEP> Ein dampfen <SEP> ein <SEP> gelbliches <SEP> wasserlösliches <SEP> Pulver
<tb> liefert <SEP> und <SEP> bei <SEP> Umsetzung <SEP> mit <SEP> Schwer metallverbindungen, <SEP> <U>ins</U>besondere <SEP> mit <SEP> Gok verbindungen <SEP> ein <SEP> Gemisch <SEP> von <SEP> Schwerme tallsulfhydrylkeratinabbauproduktverbiudun gen <SEP> bildet, Vor der Dialyse kann,dieSäureetwas ab- gestumpft werden.
Schwach sauer reagie- rende Lösungen. der geratinabbauprodukte können zunächst mit einer Base, zum Beispiel mit Calciumhydroxyd alkalisch gemacht und dann mit Natriumhydrasulfit behandelt wer den.
Nach der Fänwirkung des, Natrium- hydrosulfites reagieren die reduzierten <B>Lö-</B> sungen schwach sauer, neutral oder schwach alkalisch, je nach der Bazenmenge, die zur Anwendung kam.
Die Reduktion vollzieht sich schon bei gewöhnlicher Temperatur. Man kann jedoch auch in der Wärme reduzieren, wobei die Reduktion sehr viel rascher er folgt, aber die Oxydationsgefahr grösser ist. Das nach dem Eindampfen der Lösung er haltene gelbliche Produkt enthält :das Kation der verwendeten Base.
Zu ;der neutralisierten bezw. schwach a.l- k .alisierten Lösung der Keraainabbauprodukte wird vorzugsweise soviel von dem Reduk- tionsmittel, zum Beispiel N atmumhydrosulfit zugesetzt und unter Luftabschluss zur Ein wirkung gebracht, bis eine maximale Re duktion erfolgt ist,
was .durch Titration mit Silbernitrat bis zum Verschwinden der Ni- troprussidnatriu=eaktion festgestellt werden kann. Dabei übt das beider Reduktion ent standene Bisulfit oder Sulfit einen vor trefflichen Oxydationsschutz für die an sich sehr empfindlichen Sulfhydrylgruppen aus.
Man erhält so eine unter Laftabschluss haltbare Lösung eines Gemisches von Sulf- hydrylgruppen enthaltenden Stoffen, die als Zwischenprodukt bei der Herstellung thera- peutisoh wirksamer Präparate verwendbar ist.
Sie hat insbesondere die Eigenschaft, mit Goldverbindungen eine therapeutisch wirk same Gold-:Sulfhydrylkeratinabbauprodukt- verbindung zu bilden.
Gegenstand des vorliegenden Patentes ist ein Verfahren zur Herstellung eines goId- haltigen Produktes aus einem. Gemis:
ah von geratinabbaupradukten, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man das durch Hy drolyse von gerannen mit Säuren bis zur nahezu vollständigen Lösung, Dialyse und Eindampfen zur Trockne gewonnene Ge- misch von Keraatinaabbauprodukten bei einem pH-Wert von 6,4 bis 8,
9 in wässriger Lösung mit einem die Gruppe -SOZNa- enthaltenden Reduktionsmittel behandelt, unter Luftab- schluss stehen gelassen, dann unter Aufrecht- erhaItung einer annähernd neutralen R;
ealL- tion mit soviel von einer Lösung eines organischen Goldsalzes versetzt, bis die Ni- troprussid:natriumtüpfelprobe ganz sollwach wird, filtriert und das goldhaltige Produkt durch Einrühren der wäss.rigen Lösung in ein organisches Lösungsmittel ausfällt.
Das Anion des anorgunischen Goldsalzes geht hierbei nicht in das goldhaltige End produkt über. Versuche haben ergeben, dass die therapeutische Wirksamkeit des End produktes des beanspruchten Verfahrens besser ist, als diejenige bekannter Präparate.,
da .die Behandlung von Keratinabbauproduk- ten mit oder Hydrouulfitverbindung bei un- gefähr neutraler Reaktion naturgemäss viel schonender ist, a;ls die Reduktion mit einem lleta.ll bei st < irl@ saurer Reaktion.
<I>Beispiel:</I> 5 g eines Iieratinabbauproduktes, das durch Hydrolyse von Haaren auf dem Wasserbade mit 2;5 % iger Salzsture bis eben zur Lösung, Dialyse und Eindampfen zur Trockene gewonnen wird, werden, in 22 cm'; Wasser gelöst. Die Lösung wird mit Cal- ciumhydroxy.d bis zur schwach alkalischen Reaktion;
versetzt, bis der pH-Wert zwischen 6,4 bis 8,9 liegt, und dann wenden: 1,2 g fdrmaldehydsulfoxyl.saures Natrium zugege- ben. Nach Stehen unter Luftabsohluss wird von einer 14 % igen Gol.dchloridl@ösung, die mit Natronlauge annähernd neutralisiert wurde, soviel hinzugefügt,
bis die Tüpfel probe mit einem Tropfen 'Ammoniak und einem Tropfen Nitropruss idnatrium nur noch eine schwache Reaktion gibt.
Hierzu werden ca.. 12 bis 14 cm3,der figen neutralisierten AuC:l3-Lösung verbraucht. Es wird filtriert und die neutral bis schwach alkalisch reagie rende Lösung in die mehrfache Menge Al kohol eingerührt, wobei ein gelbliches Pro dukt ausfällt, das mit Alkohol ausgewaschen und im Vakuum ,
getrocknet wird. Das erhal tene Produkt stellt ein gelbliches Pulver dar, das in Wasser leicht löslich ist.
Es ist insofern als neu zu bezeichnen, als nach niemals geratinabbauprodukte, die durch saure Hydrolyse bis zur mehr oder weniger vollständigen Lösung und an schliessenden Dialyse gewonnen wurden, mit Reduktionsmitteln, wie :
dem formaldehyd- sulfogylsauren Natrium, reduziert uncl dann mit einem Goldsalz umgesetzt worden sind.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Vierfahren zuT Herstellung eines ,gold haltigen Produktes aus einem Gemisch von Keratinabbauptradukten, dadurch gekenn zeichnet, @da man das durch Hydrolyse von Keraanen mit Säuren bis zur nahezu voll- ständigen Lösung,Dialyse und Eindampfen zur Trockne gewonnene Gemisch -von Xera- tinabbauproidukten bei einem p$ von 6,4 bis 8,9 in wö,Briger Lösung mit -einem die Gruppe -SO.->Na entheltenden Reduktionsmittel be handelt, unter Luftabschluss stehen lässt,dänn unter Aufrechterhaltung einer an nähernd neutralen Reaktion mit soviel von einer Lösung eines anorganischen Goldsalzes versetzt, .bis die Nitroprussidnatrituntüpfel- probe ganz schwaeh wird,filtriert und das goldhaltige Produkt durch Einrühren der wässrigen Lösung <B>in</B> ein organisches Lösungs mittel ausfällt. Das erhaltene Produkt stellt ein. gelb liches Pulver dar, das in Wasser leicht lös lich ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE202664X | 1936-07-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH202664A true CH202664A (de) | 1939-01-31 |
Family
ID=5772617
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH202664D CH202664A (de) | 1936-07-24 | 1937-07-05 | Verfahren zur Herstellung eines goldhaltigen Produktes aus einem Gemisch von Keratinabbauprodukten. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH202664A (de) |
-
1937
- 1937-07-05 CH CH202664D patent/CH202664A/de unknown
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