CH202700A - Einkammer-Druckmittelbremse für Anhängewagen von Kraftfahrzeugen. - Google Patents

Einkammer-Druckmittelbremse für Anhängewagen von Kraftfahrzeugen.

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CH202700A
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Robert Bosch Gesellsch Haftung
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Bosch Gmbh Robert
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Description


  Einkammer-Druckmittelbremse für Anhängewagen von Kraftfahrzeugen.    Die Erfindung betrifft eine     Einkammer-          Druckmittelbremse    für Anhängewagen von       Kraftfahrzeugen,    die mit     einem.    im     Anhänge-          wagen    anzuordnenden, an     die    vom Zugwagen  kommende Bremsdruckleitung, den Druck  mittelvorratsbehälter des Anhängewagens  und Anhängerbremszylinder .angeschlossenen  Steuerventil, welches durch Druckänderun  gen in der Bremsdruckleitung betätigt wird,  und mit einten. von.

   Hand verstellbaren Hilfs  ventil versehen ist, mit dessen.     Hilfe    bei     ab-          gekuppeltem        Anhängewagen    die     Brems-          backen    angezogen und gelöst werden können.

    Bei     einer        bekannten    Bremse dieser     Art        ist     das Hilfsventil in die Verbindungsleitung  zwischen: dem Steuerventil und der Brems  druckleitung gelegt, derart, dass beim Ver  stellen des Hilfsventils zum Lösen und An  ziehen der Brensbacken des abgekuppelten    Anhängewagens- das Steuerventil in der       gleichen        Weise    wie     im.        Fahrbetrieb    durch  Druckänderungen betätigt wird. Bei, ;dieser    Breinase wund also.

   Druckmittel aus. dem     Vor-          ra'tsb-ehäIter        des        Anhängewagens        nicht        nur          zurr        Betätigung    des     Bremszylinders.    selbst,  sondern auch noch zusätzlich für das     ,Steuer-          venti.l    verbraucht.

   Das ist aber nachteilig, da  naturgemäss der Vorratsbehälter des     Anhän-          gerseine        beschränkte    Grösse besitzt     und    sein  Inhalt infolgedessen ohnehin. nur für eine  beschränkte Anzahl von Bremsungen     aus-          reiclhrt.     



  Um den Druckmittelverbrauch .der Ein  kammerbremse bei abgekuppeltem Anhänge  wagen,     auf        ein        Mindestmass,        -einzuschränken,     wird nach,der Erfindung das Hilfsventil dem  Steuerventil nachgeschaltet, derart, dass der  im normalen Fahrbetrieb Über das     Steuer-          venrtial    zu -beeinflussende Anhängerbrems  zylinder durch das Hilfsventil unmittelbar  mit dem Druckmittelvorratsbehälter oder der       Aussenluft    -verbunden werden     kann.       Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs-      gegenstandes ist in der Zeichnung ,dargestellt,  und zwar zeigt  Fig.

   1 eine Skizze der Anhängerbremse,  wobei das Hilfsventil in ,der     Fahrstellung          steht,     Fig. 2 eine Skizze des Hilfsventils in der  Lösestellung und  Fig. 3 eine Skizze des Hilfsventils in der       Bremsstellung.     



  Das auf dem Anhängewagen     angeordnete          Steuerventil    10     ist    durch     zwei    auf einem an  den     Enden    offenen     Rohrstück    11 sitzende  Kolben     1;

  2,    13 und     eine        Zwischenwand    14 in  vier     Kammern    15, 16, 1\7 und 18     unterteilt,     von denen die     Kammer    15 durch     den,        Stutzen     19 mit     der        Aussenluft,    die Kammer     1,6    durch  -den Anschlussstutzen 20 mit ,der vom     Führer-          ventil        des        Zugwagens        kommenden        Brems-          druckleitung    21;

   die Kammer 17 durch die  Leitung 22 mit dem Druckluftbehälter 23  des Anhängewagens und die Kammer 18       durch        die    Leitung 24 mit dem     Anhänger-          bremszylinder    25 verbunden     ist.    Von     (der     Kammer 16 führt über die als Rückschlagventil  wirkende Überströmmanschette 216, eine enge  Verbindung zur     Kammer    17.

   Das     Rohrstück     11 durchsetzt eine zu einer Kammer 27 unter  halb der     Kammer    1 9 rührende     Bohrung        2',8,     -deren Rand als Sitz     2#9        für    einen von einer  Feder 30 nach oben     gedrückten        Ventilteller     31 dient.

   Dieser     Ventilteller        .3i1        kann,    in be  stimmten     .Stellungen    dies     Rohrstückes    11       ausserdem.        -dessen        unteres        Ende    32 ver  schliessen. Die Kammer 27 ist durch eine  Leitung ,33 dauernd an :die Kammer 17 bezw.  den Druckluftbehälter 23 angeschlossen.  



  In die vom Steuerventil 10 zum Brems  zylinder 215 führende Leitung 24 ist ein       Mehrwegbahn    34     eingeschaltet,    dessen Küken  8,5 von     Hand,        beispielsweise    :durch -einen He  bel 36, verstellbar ist und     @dessen    Gehäuse       ausser    den     Anschlüssen        ,317,        3,8    für die     Teile     der     Leitung        24    eine zur     Aussenluft    führende  Öffnung 39 und einen:

   Anschluss 40 für eine  mit dem Druckluftbehälter 23 in Verbindung       stehende        Leitung    41     besitzt.    Das Küken hat  einen     Querkanal    42 und eine kurze Umfangs  nut     43.       Die     Bremse    wirkt wie     folgt:     In der     Fahrstellung        sind    die     beweglichen          Teile    des     Steuerventils    10     und    das Halm  küken 35 in der aus Fing. 1     ersichtlichen    Stel  lung.

   Die Kammer 16 ist von der Brems  druckleitung 21 her mit Druckluft gefüllt.  Derselbe Druck herrscht auch in der Kammer  17, dem     Behälter    2'3, den     Leitungen    22, 33,  <B>41</B> und der Kammer     2,7..    Der     Ventilteller    ver  schliesst die Bohrung 28 und     das        untere    Rohr  ende 32. In     der        Kammer    18, der     Leitung    24  und dem     Bremszylinder    25     herrscht        Aussen-          luftdruck.     



  Wenn während der     Fahrt        gebremst    wer  den soll, lässt     der    Wagenführer aus dem  Bremsdruckleitung 2-1 Druckluft entweichen,  so     @dass    sich der Druck in der Kammer 1,6       vermindert    und     der    Druck in der     Kammer    17  .die Kolben     12.,    13 und das     Ilohrstüok        nach          unten    schiebt,     wodurch    der     Ventilteller        .31     von     seinem    Sitz -2:9     abgehoben;

      wird. Jetzt  kann     aus        denn.    Vorratsbehälter 23 über die  Kammer<B>27</B>     Druckluft    in die     Kammer    18 und  von dort durch die     Leitung    24 und den       KükenkanaJ    42 in den     Bremszylinder    25       strömen.    Die     Anhängerbremsbacken    werden  angezogen.

       Sobald    -der     Druck    in der Kam  mer 18 eine der     Druckminderung    in den       Kammern    16 entsprechende Erhöhung     er-          reicht        hat,        tritt    an den Kolben 12, 13     wieder          ein.        Gleichgewichtszustand        ein,

      bei dem sich       die    Kolben     wieder    in     ihrer        Mittellage    nach       Fig.    1     befinden        und        dem        Ventilteller    3,1 auf       seinem    Sitz 20 .

       muht.    Die jetzt     erreichte          Bremsstarke    wird solange     gehalten,        bis    der       Wagenführer        entweder    durch     weiteres        Ver-          mindern    des     Druckes    in     der        Leitung    21 ein  erneutes Öffnen     der        Bohrung        2$    und damit  eine Erhöhung     des        Bremsdruckes    im Zylin  der  <RTI  

   ID="0002.0156">   2,5    hervorruft     oder    durch     Erhöhen    des       Dreekes    in der     Leitung    21 den     Bremsvorgang          unterbricht.       Wenn der     Druck    in der     Leitung    21 er  höht     wird,        gehen        @die    Kolben 12,     1.3#        und    das  mit ihnen starr     verbundene        Rohrstück    1,1  nach oben,

   so     dass        das    Rohrende 32 sich von       dehn        Teller    341 löst und die     Druckluft    aus           ,dem        Bremszylinder        :25,        der    Leitung 24 und  der Kammer 18 über des Rohrstück 11 in die       Kammer    15     und    von     (dort    ins Freie ent  weichen; kann.. Die Anhängerbremsbacken       wenden        dadurch    .gelöst.  



  Während der Fahrt wird der Vorrats  behälter 23, über die Überströmmanschette 26  vom     Zugwagen:    her     stets    wieder     aufgefüllt.     Wind der Anhängewagen abgekuppelt oder  reisst er ab, so entweicht die Druckluft aus  ,der Leitung 2s1 und der Kammer 16, die  Steuerkolben 121, 113 :gehen nach unten und  die Anhängerbremsbacken werden durch    Druckluft aus dem Vorratsbehälter 23, in  der     oben,        geschilderten;        Weise        angezogen.    Am  Ende oder Bremsung herrscht zu beiden :

  Seiten  des Kolbens 12 Aüssenluftdruck und zu bei  den ,Seiten des Kolbens 13 Behälterdruck,  wobei sich ,die Steuerkolben wieder in der in  Fig. 1 dargestellten Mittelhage befinden.  



       Zum        Verschieben:        des        abgekuppelten          Fahrzeuges        ist    es     nötig,    die     Bremsbacken    zu       betätigen.    Dies geschieht mittels des     Hahnes          ,34.        Zum    Lösen der Bremsbacken wild in     die-          Sam    Falle der     Hahn.    aus der     Fahr        Stellung    I  (Fig. 1) in die Lösestellung II (Fig.

   2) ge  dreht, in der die Nut 43, des Hahnkükens 35  ,den Bremszylinderanschluss .38 mit der     Aus,-          laBiöffnunag        .319        verbindet        und    die     Druckluft     aus dem Bremszylinder 25 unmittelbar ins  Freie     entweichen        kann..        :Sollen    die Brems  backen wiederangezogen werden, so     wind        der     Hahn aus der Stellung II in die Stellung III  (Fig. ,3) gedreht, worauf Druckluft aus dem  Behälter. 2,3 unter Umgehung der Steuer  kammern 16, 1:

  7 und 18i ,des Steüerventils 10  unmittelbar durch -die Leitung 41 und den  Kanal 412 zum Bremszylinder 25 strömt und.  .den Bremskolben im Bremssinn bewegt. Beim  Anziehen und Lössen ,der Anhängerbrems  backen mittels .des Hahnes 3,4 bleibt also das  Steuerventil 10 vollständig ausgeschaltet, .so  dass bei albgekuppeltem Anhängewagen die  im     Vorratsbehälter    23     vorhandene        Druckluft     in vollem Umfang zur unmittelbaren Betäti  gung des Bremskolbens zur Verfügung steht  und -ein.

   zusäzlicher Druckluftverbrauch im       Steuerventil    10 nicht     eintritt.       Nach dem Ankuppeln des Anhänge  wagens wird der Hahn Q34 in die     Fahr-          st llung    I zurückgebracht, was entweder von  Hand' oder selbsttätig mit Hilfe einer Rück  führvorrichtung (Feder, Druckkolben oder  dergl.) geschehen kann.  



       Die[        Leitung    41 kann an sich an be  liebiger Stelle mit dem Voratsbehälter 23         verbunden        sein.        Bei        Steuerventilen        wie       dem dargestellten mit einer aussenliegenden,  dauernd mit dem Vorratsbehälter verbun    denen Druckkammer 27 ist es, jedoch zweck  mässig, die Leitung 41 mit der Verbindungs  leitung ,313, zwischen dieser Kammer und dem  Vorratsbehälter oder noch besser unmittel  bar miss der Kammer 27 selbst zu verbinden  (wie in Fig. 1 durch ;gestrichelte Linien. an  gedeutet), damit ,die Umgehungsleitung mög  lichst kurz wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einkammer-Druckmittelbremse für An hängewagen von Kraftfahrzeugen, mit einem im Anhängewagen anzuordnenden, an die durchgehende Bremsdruckleitung den Druck mittelvorratsbehälter des Anhängewagens und den Anhängerbremszylinder angeschlos senen Steuerventil, welches, durch Druck änderungen in der Bremsdruckleitung betä tigt wird, und einem von Hand verstell baren Hilfsventil zum. Anziehen und Lösen ,der Bremsbacken- bei abgekuppeltem.
    Anhän ger, dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfs ventil dem Steuerventil nachgeschaltet ist, derart; dass der im normalen Fahrbetrieb über Idas Steuerventil zu beeinflussende An hängerbremszylinder bei abgekuppeltem An hänger ,durch das Hilfsventil unmittelbar mit dem Druckmittelvorratsbehälter oder der Aussenluft verbunden werden kann. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Einkammar-Druckmittelbremse nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfsventil ein in,die vom Steuer ventil (1!0) zum. Amhängerbremszylinder (2I5) führende Leitung ('2i4) eingeschalte- ter Mehrwegbahn (34) ist, dessen Gehäuse eine Verbindung (319) zur Aussenluft be sitzt und durch eine die (Steuerkammern (16, 17, 1,8<B>)</B> des Ventils (10) umgehende Leitung (41) mixt dem Druckmittelvorrats behälter (.2;3) verbunden ist. 2.
    Einkammer-Druckmittelbremse nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, mit eineue. Steuerventil mit aussenliegender, dauernd mit,dem Druckmittelvorratsbehäl ter verbundener Druckeinlasskammer, da ,durch gekennzeichnet, dass die vom Mehr- weghahn (3!4) ausgehende Umgehungs leitung (41) unmittelbar an, die Druck einlasskammer (2i7) angeschlossen ist.
CH202700D 1937-04-24 1938-04-16 Einkammer-Druckmittelbremse für Anhängewagen von Kraftfahrzeugen. CH202700A (de)

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