CH203438A - Verfahren zur Herstellung eines gerbend wirkenden Stoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines gerbend wirkenden Stoffes.

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CH203438A
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formaldehyde
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/18Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof
    • C14C3/20Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof sulfonated

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines gerbend wirkenden Stoffes.         Est        ist    bekannt,     @dass        Ph-enolsulfonsäure     oder andere     aromatische        Sulfonsäuren        .durch          Kondensation    mit Formaldehyd in Produkte  mit gerbenden     Eigenschaften    übergeführt  wenden     können..        Fernem        ist        schon    vorgeschla  gen worden,

       Phenolsulfonsäure    durch Be  handlung     mit        Harnstoff    und     Formaldehyd,          eventuell        unter        Zusatz        aromatischer        Ogy-          carbonsäuren,    in Gerbstoffe überzuführen.  



  Es wurde     nun    gefunden,     @dass@    man einen  Gerbstoff von     besonders    vorteilhaften Eigen  schaften     erhält,    wenn man     ss-Naphthalinsul-          fonsäure,        Harnstoff,    Formaldehyd und das  durch     -Sulfonieren.        .des    technischen Gemisches  von     ortho-,        meta.-    und     pma-Krmol    erhältliche  Gemisch von     Kresolmonosulfonsäuren    mit  einander umsetzt.

   Man     kann.    .die     Naphthalin-          sulfonsäure,    Harnstoff,     Formaldehyd    und       Kre-solsulfoasäure    oder deren Kondensations  produkt mit     Formaldehyd    miteinander ver  mischen und auf mässig hohe Temperaturen  erhitzen, wobei     unmittelbar        wasserlösliche       Produkte gewonnen werden.

   Man     kann    auch       zunächst        ss-Naphthalinsulfonsäure    mit Harn  stoff und     Formaldehyd    behandeln und das  erhaltene     unlösliche    oder ungenügend lösliche  Produkt durch     -Einwirkung    des genannten       Kresolsulfonsäuregemisches    und von     Form-          aldehyd,    oder     .des    aus     diesen        erhältlichen    Kon  densationsproduktes wasserlöslich machen.

    Beispielsweise können hierbei auf 2     Mol          ss-Naphthalinsulfonsäure    1.     Mol    Harnstoff  und 2     Mol        Formaldehyd    oder mehr Verwen  dung finden, doch können die Mengenverhält  nisse der     Komponenten    auch anders gewählt  werden.  



  Der     Zusatz        :des        Formaldehyds    erfolgt  zweckmässig bei mässiger     Temperatur;        im    all  gemein arbeitet man bei Temperaturen zwi  schen      3#U        und   <B>50'</B> C. Die     löslichkeitserhöhende     Einwirkung der     Kresolsulfonaäure        führt     man vorteilhaft :bei erhöhter Temperatur,  zum     Beispiel    60     bis   <B>80'</B> C, durch.

   Nach dem  hierauf     zweckmässig    bei mässiger Temperatur      erfolgenden     Formaldehydzusatz    ist es viel  fach vorteilhaft, nochmals auf höhere Tem  peraturen, zum Beispiel     GO    bis<B>80'</B> C, zu  erwärmen.  



  Die     bei    der N     aclibehandlung    anzuwen  denden Mengen     Kresol.siilfonsäure    und Form  aldehyd sind im allgemeinen abhängig von  dem Grad der     gewünschten    Löslichkeit.  



  Das nachdem vorliegenden     Verfahren    ge  wonnene neue     Produkt    kann     unmittelbar    oder  nach     Einstellung    auf den gewünschten     Aci-          ditätsgrad    als Gerbstoff     Verwendung    finden.  Das Einstellen kann zum Beispiel mit Na  tronlauge, Kalilauge,     Sodalösung    oder     Ammo-          niaklösung    erfolgen.

   Der so erhältliche     Gerb-          stoff    besitzt eine hohe     Gerbwirkung    und ist  befähigt, Häute in gutgefüllte weisse     Leder     überzuführen. Ein besonderer Vorteil des       Produktes        hestelit    darin,     dass    es auch bei  einem     pH-N@'ert    oberhalb 3 eine gute     Gerb-          wirkung    entfaltet.  



  <I>Beispiel 1:</I>  15 Gewichtsteile     Naphtlia.linsulfonsäure-          schmelze        (ss-\aplithalin.sulfons-.iure)        werden     mit 7 G     ewiclitsteilen    Wasser und 5     Gewichts-          teilen        Harnstoff        vermischt    und mit     1ö        Ge-          wichtsteilen    34) %     igem        Formaldehyd        unter     Vermeidung starker     Temperaturerhöhung     versetzt.

   Die erhaltene unlösliche,     farblose     Masse     wird    sodann nach Zusatz von 40 Ge  wichtsteilen     Kresolsulfonsäuren        (erhalten     durch     Sulfonieren    des technischen     Gemisches     von     ortlio-,        meta-    und     para-Kresol)    .durch  Erwärmen auf etwa<B>70'</B> C in Lösung ge  bracht, worauf man nach dem     Abkühlen    1.0  Gewichtsteile 30%igen     Formaldeliyd    zugibt.

    Das     Rea.I;tionsprodukt    wird     sodann    bis zur       Erreichung    der     \Wasserlöslichkeit    mit Na  tronlauge versetzt. Die so erhaltene     zvässrige     Lösung besitzt ein starkes     Fä.llungsvermögen     für Gelatine und     eignet    sich vorzüglich, um  Häute in weisses Leder überzuführen.

      <I>Beispiel 2:</I>    Ein Gemisch aus 7     Gewichtsteilen        Naph-          thalinsulfonsäureschmelze        (ss-N'aphthalinsul-          fonsäure),    3     Gewiehtsteilen    Wasser, 30 Ge  wichtsteilen     Kresolsulfonsä.uren    (vergleiche         Beispiel    1) und 7,5 Gewichtsteilen Harnstoff  wird so lange durchgerührt, bis der     Harn-          stoff    völlig in Lösung     gegangen    ist.

   Dann  wird das     Reaktionsgemisch    mit 30%igem  Formaldehyd (etwa 20 Gewichtsteilen) ver  setzt, bis gerade     Wasserlöslich:keit    eingetre  ten     ist.    Das Produkt kann bis zur     gewünsch-          ten        Aciditä.t    mit Natronlauge abgestumpft  werden. Man kann auch das Produkt über  die     gewünschte        Acidität    hinaus mit Natron  lauge     versetzen    und mit einer beliebigen  Säure, zum     Beispiel        Ameisensäure,    wieder  ansäuern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines gerbend wirkenden .Stoffes, dadurch gekennzeichnet, dass man ss-Naphtlialinsulfonsätxre, Harnstoff, Formaldehyd und das durch Sulfonieren des technischen Gemisches von ortho-,
    meta- und para-Kresol erhältliche Gemisch von Kresol- monosulfonsäuren miteinander umsetzt. Der neue gerbend wirkende Stoff besitzt starkes Fällungsvermögen für Gelatine und vermag tierische Haut in weisses Leder über zuführen. UN TERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .da.ss man ss-Naphthalin- sulfonsäure mit Harnstoff und Formalde hyd behandelt und das erhaltene unlös liche oder ungenügend lösliche Produkt durch Einwirkung des im Patentanspruch genannten Kresolsulfons.äuregemisches und von Formaldehyd wasserlöslich macht.
    2. Zierfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ss-Naphthalin- sulfonsäure mit Harnstoff und Formalde hyd behandelt und das erhaltene un lösliche oder ungenügend lösliche Produkt durch Einwirkung eines aus :dem im Pa tentanspruch genannten Kresolsulfon- säuregemiseh und Formaldehyd erhält lichen Kondensationsproduktes wasserlös lich macht.
CH203438D 1937-01-27 1937-11-20 Verfahren zur Herstellung eines gerbend wirkenden Stoffes. CH203438A (de)

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