CH203474A - Verfahren zur Erzeugung einer lichtundurchlässigen Deckschicht bei Trägern, die mit einer lichtdurchlässigen, zum Einschneiden von Schwingungen geeigneten Aufzeichnungsschicht versehen sind. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung einer lichtundurchlässigen Deckschicht bei Trägern, die mit einer lichtdurchlässigen, zum Einschneiden von Schwingungen geeigneten Aufzeichnungsschicht versehen sind.

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CH203474A
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Philips Nv
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Description


  Verfahren zur Erzeugung einer     lichtundurchlässigen    Deckschicht bei Trägern,  die mit einer lichtdurchlässigen, zum Einschneiden von Schwingungen  geeigneten Aufzeichnungsschicht versehen sind.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Erzeugung     einer    lichtundurch  lässigen Deckschicht, zweckmässig von einer  Dicke von nur     einigen        Mikrons,    bei Trägern,       .die    mit     einer        liolltdurohl:

  ässigen,    zum Ein  schneiden von     Schwingungen    geeigneten       Aufzeichnungsschicht    versehen     sind.    Mit  diesen Trägern ist es möglich, durch die  lichtundurchlässige Deckschicht hindurch  eine lichtdurchlässige     Schwingungsaufzeich-          nung,    wie z.

   B. eine     Tonaufzeichnung,    . zu  erzeugen,, die auf     optisch-elektrischem    Wege  mit Hilfe einer Photozelle wiedergegeben  werden kann,  Es hat sich herausgestellt, dass zu die  sem Zweck die Verwendung von Trägern mit  einer Deckschicht, die aus einer lichtundurch  lässigen oder farbigen, kolloidalen Lösung  von zum Beispiel Metallen oder Metallver  bindungen erhalten worden ist, sehr vorteil  haft ist, zum Beispiel dadurch, dass die Deck-         schiebt    schon in lichtundurchlässigem Zu  stand auf der Aufzeichnungsschicht ange  bracht wird und deswegen zur Erzielung der  erforderlichen Deckkraft nach dem Aufbrin  gen nicht nachbehandelt zu werden braucht.

    Auch besteht ein wesentlicher Vorteil darin,  dass der bekanntlich schädliche Einfluss der       Kornstruktur    der     Deckschicht        weitgehend     .herabgesetzt wird.     E        s    hat sich     ergeben,    dass  demgegenüber der Nachteil besteht, dass der  letztgenannte Vorteil nur auf komplizierte       -und    zeitraubende Weise erreichbar ist und  demnach an die fabrikationsmässige Anferti  gung der Träger sehr hohe     Anforderungen     stellt.  



  Die Herstellungsweise derartiger Träger  besteht nämlich im allgemeinen darin, dass  zur Erzeugung der Deckschicht zuerst aus  zwei oder mehreren Komponenten in einer       Lösung    von z. B.     Gelatine    eine     farbige    Ver  bindung hergestellt wird, wonach diese auf      die Aufzeichnungsschicht, z. B. durch Auf  giessen, angebracht wird.

   Es hat sich hierbei  herausgestellt, dass ohne strenge Beobach  tung und ganz besondere Massnahmen wäh  rend des Herstellungsprozesses, insbesondere  während des notwendigen     Aufschmelzens    der       Gelatinemasse    leicht ein Ausflocken der Ver  bindung oder eine     Agglomerierung    oder     Ver-          gröberung    der Teilchen auftritt, so dass in  der Deckschicht ein mehr     oder    weniger kör  niges Produkt erhalten wird, das bei der  Wiedergabe der     Schwingungsaufzeichnung     zu störenden Erscheinungen Anlass gibt.

   Die  Gefahr, dass diese störende Körnung entsteht,       ist    um so grösser, je öfters die     Gelatinemasse,     welche die farbige Verbindung enthält, auf  geschmolzen werden muss. Bei diesem Ver  fahren mass jedenfalls während der Herstel  lung der Verbindung, während des     Filtrie-          rens    und während des     Aufgiessens    die Masse  geschmolzen sein, so dass wenigstens in drei  Stadien dieses ziemlich umständlichen Ver  fahrens die Körnung hervorgerufen werden  kann.  



  Gemäss der Erfindung werden diese Nach  teile dadurch vermieden, dass zur Erzeugung  einer lichtundurchlässigen Deckschicht bei  Trägern, die mit einer lichtdurchlässigen,  zum Einschneiden von Schwingungen geeig  neten Aufzeichnungsschicht versehen sind,  dem Träger mindestens ein Stoff     hinzugefügt     wird, der in Zusammenwirkung mit min  destens einem, wenigstens in einer Oberflä  chenschicht des Trägers vorhandenen Stoff  durch eine chemische Reaktion eine prak  tisch kornfreie, farbige Verbindung ergibt.  Dieser zweitgenannte Stoff kann in einem  andern Stoff, z. B. Gelatine, molekular oder  kolloidal     dispergiert    sein. Der oben an zwei  ter Stelle genannte Stoff kann aber auch die  Aufzeichnungsschicht     bezw.    die Deckschicht  bilden.  



  Da bei der Erzeugung einer Aufzeich  nung mit optisch wiederzugebenden     Breiten-          änderungen    mittels eines senkrecht zur Trä  geroberfläche schwingenden     =Meissels        die     Grösse dieser     Änderungen    unter anderem von  der Dicke der Deckschicht abhängig ist, ist    in diesem Fall aus praktischen Gründen die  Dicke der     gefärbten    Zone zweckmässig nicht       gröss,er    als etwa     1,0        Mikron    zu wählen.  



  Unter einer     "farbigen    Verbindung" wird  hier eine Verbindung verstanden, die wenig  stens für die für das photographische Ko  pieren oder für die optische Wiedergabe ver  wendeten     Lichtstrahlen    wesentlich licht  undurchlässig ist. Die Deckschicht braucht  daher nach der Behandlung nicht unbedingt.  entsprechend nur einigen Farben des sicht  baren Spektrums gefärbt zu sein. Sie kann  vielmehr auch     geschwärzt,    das heisst völlig  für weisses Liebt undurchlässig sein.

   Es ist  sogar möglich, dass die Schicht nach der Be  handlung nicht einmal eine sichtbare Farbe  aufweist, sondern nur das infrarote Licht,       das    für die direkte     Wiedergabe    benutzt wer  den kann, das ultraviolette Lieht, das für  das Kopieren vorteilhaft verwendet wird,  oder beide absorbiert. Im nachstehenden       werden    daher je nach Bedarf die Ausdrücke       "geschwärzt",        "lichtundurchlässig",    "ge  färbt" usw. wahlweise verwendet.

      Der Hauptvorteil des erfindungsgemässen  Verfahrens ist darin zu sehen, dass die far  bige Verbindung an Ort und Stelle auf ein  fache Weise in einer nicht flüssigen     Um-          gebung    erzeugt wird, während auch nach der  Herstellung die     Verbindung    niemals wieder  aufgeschmolzen zu werden braucht, so dass  die Gefahr der Entstehung einer Körnung  praktisch vermieden ist.  



  Ein anderer wesentlicher Vorteil besteht  darin, dass die chemische Reaktion an. sich  eine scharfe Grenze zwischen dem gefärbten  und dem ungefärbten Teil des Trägers, und  wenn in demselben. geschnitten wird, zwi  schen der Spur und deren Umgebung be  dingt, da beim     Eindiffundieren    des einen,  beim Färbungsvorgang noch nicht in der       Cchicht        vorhandenen        Bestandteils        derselbe     während des Färbungsvorganges durch die  chemische Reaktion umgesetzt und deswegen  verbraucht wird.

   Hierdurch wird die Bildung  einer unscharfen Grenze, wie diese zum Bei  spiel beim     Eindiffundieren    einer Farbstoff-      Lösung in einer     Gelatineschicht    entsteht, ver  mieden.  



  Zweckmässig werden als Komponenten der  chemischen Reaktion derartige Stoffe ver  wendet, die eine unlösliche, farbige Verbin  dung, wie z. B. ein unlösliches, farbiges Me  tallsulfid, ergeben.  



  Ein derartiges farbiges, unlösliches Me  tallsulfid kann in der Weise erhalten wer  den, dass ein     sulfidbildendes    Metallsalz als  eine Komponente     mittels        einer        @Sulfidlösung     als andere     Komponente    geschwärzt     wird.     



  Die Erzeugung einer unlöslichen anstatt  einer löslichen     Verbindung    ist deshalb vor  teilhaft, weil durch die     Unlöslichkeit    an sich  die Diffusion der die Färbung     bewirkenden     Komponente verzögert wird, indem die Ver  bindung für diese Komponente gleichsam eine  Art     undurchdringbare    Schutzhaut bildet. In  diesem Falle ist man nicht so sehr an die  genaue Auswahl der Einwirkungszeit der  zweiten Komponente gebunden, wie das bei  der     Erzeugung    einer mehr oder weniger lös  lichen Verbindung der Fall ist.  



  Der obenerwähnte Wert (etwa     10/,t)    für  die Dicke der Deckschicht ist auf Grund der  Erwägung     gewählt,    dass die Träger insbe  sondere zur Ausübung des nachstehend be  schriebenen, mechanischen Aufzeichnungs  verfahrens geeignet sein sollen.  



  Gemäss diesem Verfahren wird vorzugs  weise     ein    Aufzeichnungswerkzeug benutzt,  das entsprechend den aufzuzeichnenden  Schwingungen in einer     Richtung        wenigstens     nahezu senkrecht zur Trägeroberfläche  schwingt. Durch besondere Ausgestaltung  der Schneide dieses Werkzeuges oder der  Oberfläche des Trägers oder beider wird  dabei eine Schwingungsspur erzeugt, welche       Tiefenänderungen    und diesen gegenüber ver  grösserte     Breitenänderungen    aufweist. Diese       Aufzeichnungen    können     dann    in bekannter  Weise optisch-elektrisch wiedergegeben wer  den.  



  Eine derartige Spur kann zum Beispiel  dadurch erhalten werden, dass ein Meissel mit  einer V-förmigen Schneide, deren Scheitel  winkel stumpfwinklig und vorzugsweise     etwa       174   ist, verwendet wird; dieser Meissel  schneidet zum Beispiel     durch    eine licht  undurchlässige     Deckschicht    hindurch in eine  durchlässige     Aufzeichnungsschicht    ein.

   Der  artige     Schwingungsaufzeichnungen    weisen  optisch wiederzugebende     Breitenänderungen     auf, die gegenüber den -     Meisselamplituden     etwa 40fach vergrössert sind und es hat sich  herausgestellt, dass diese Methode für die       Aufzeichnung    von     Tonschwingungen    bis zu  8000 Hertz und mehr besonders geeignet ist.  



  Wenn eine     einzige,    z. B. 2 mm breite,  doppelseitig     modulierte    Tonspur erzeugt  wird, wie das bei photographischen Ton  filmen in     Amplitudenschrift    üblich ist, wird  zu diesem Zwecke meistens     eine    etwa 65     ,a     dicke     Aufzeichnungsschicht    angewendet, die  mit einer Deckschicht von zum Beispiel 5     ,u     versehen ist.  



  Es ist jedoch auch möglich, mehrere       Spuren    dadurch zu erhalten, dass mittels eines  Meissels mit gerader Schneide in eine mit     V-          förmigen,    sich in der     Bewegungsrichtung     des Trägers erstreckenden Riffelungen     ver-          sehenen    Aufzeichnungsschicht geschnitten  wird. In letzterem Falle kann die Dicke der       Aufzeichnungsschicht    erheblich geringer,  z. B.     10,u,    sein. Es ist einleuchtend, dass  auch die Deckschicht aus praktischen Über  legungen dünner wie in dem zuerst be  schriebenen Falle sein kann. Eine geeignete  Dicke ist zum Beispiel     2,u.     



  Das erfindungsgemässe Verfahren kann  auf verschiedene Weise durchgeführt werden.  So ist es möglich, als erste     Komponente    einen  Stoff     in    der     Aufzeichnungsschicht    anzubrin  gen     bezw.    kann die     Aufzeichnungsschicht     selbst aus derartigen, geeigneten Stoffen her  gestellt sein, die in Zusammenwirkung mit  den hinzugefügten Stoffen eine lichtundurch  lässige     Verbindung    ergeben, die sich durch  geeignete Wahl der     zusammensetzenden          Komponenten    zweckmässig bis zu einer Tiefe  von 10     ,u    erstreckt.  



  Durch diese Massnahme wird der     Vorteil     erreicht, dass lediglich die Aufzeichnungs  schicht, die zweckmässig auf einer Stütz  schicht angebracht ist,     mechanisch    hergestellt      werden muss. Durch das Hinzufügen eines  geeigneten Stoffes entsteht dann auf chemi  schem Wege automatisch eine lichtundurch  lässige Deckschicht von gleichmässiger Dicke,  so dass hierdurch ein mechanisches Aufbrin  gen derselben, im Gegensatz zu dem eingangs  erwähnten Verfahren, bei dem die vorher ge  schwärzten     Deckschichtstoffe    durch ein me  chanisches Verfahren (Walzen oder Giessen)  auf die     Aufzeichnungsschicht    angebracht  werden, sich erübrigt. Hierdurch wird eine  erheblich einfachere Herstellungsweise für  die Massenfabrikation erreicht.

   Ein Ablösen  der Deckschicht ist nicht zu befürchten, da  die Färbung jedenfalls wenigstens teilweise  in der Aufzeichnungsschicht einverleibt ist.  Noch ein anderer Vorteil besteht darin, dass  in manchen Fällen die Deckschicht, wenn sie  derart beschädigt ist, dass dadurch die opti  sche Wiedergabe wesentlich beeinträchtigt  wird, auf einfache Weise wieder hergestellt  werden kann. Die beschädigten Stellen kön  nen nämlich dadurch, dass die darunter lie  genden Stellen noch die zu     färbende    Sub  stanz enthalten können, leicht, z. B. mit  einem Pinsel, wieder aufs neue     auf    chemi  schem Wege gefärbt werden.  



  Eine andere Ausführungsart     besteht     darin, dass die erste Komponente einer auf  der Aufzeichnungsschicht gesondert ange  brachten Schicht einverleibt wird. Diese  Ausführung hat den Vorteil, dass die Verbin  dung sich nicht bis zu einer     grösseren    Tiefe>,  als der Dicke der separat aufgebrachten  Schicht entspricht, bilden kann, da der übrige  Teil der Aufzeichnungsschicht. die erste  Komponente überhaupt nicht enthält.

   Hier  durch wird eine sehr scharfe Grenze zwi  schen lichtundurchlässigen und lichtdurch  lässigen Teilen erreicht, ohne dass eine be  sondere Wahl der     zusammensetzenden    Kompo  nenten oder spezielle Massnahmen bei der  Herstellung der Träger erforderlich sind, um  eine farbige Schicht mit einer Dicke von etwa  10     ,u    zu erhalten.  



  Die beiden obengenannten Ausführungs  möglichkeiten lassen sich weiter noch auf  verschiedene Weisen durchführen. So kann    die Färbung sowohl vor wie auch nach der  mechanischen Aufzeichnung stattfinden.  



  Wenn die farbige Verbindung bereits vor  dem Schneiden hergestellt worden     ist,    wird  der Vorteil erreicht, dass der Träger nach  der Aufzeichnung nicht nachbehandelt zu  werden braucht.  



  Im andern Falle ist es erforderlich, dass  die Färbung, z. B. durch     Bestreichung    oder  durch Aufbringen der zweiten Komponente  mit einer zylindrischen Walze, nachdem die  Spur geschnitten ist, erfolgt. In diesem Fall  wird der Vorteil erreicht, dass ganz kleine  Teilchen, welche beim Schneiden entstehen  und gegebenenfalls in die ausgeschnittene  Rille der Spur gelangen können, ungefärbt  sind. Diese Teilchen, die sich sehr schlecht  entfernen lassen, bleiben ungefärbt, wenn die       Schwärzung    der Deckschicht mittels einer  zylindrischen Walze vorgenommen wird, weil  die genannten Teilchen nicht mit der hinzu  zufügenden Komponente in Berührung kom  men und somit nicht zu störenden Geräuschen  Anlass geben können.

   Zweckmässig wird die  hinzugefügte Komponente in einer Lösung,  bei der das Lösungsmittel flüchtig ist, ange  wendet. Diese     Arbeitsweise    ist besonders ge  eignet für diejenige der     obenbeschriebenen     Ausführungsmöglichkeiten, bei welcher die  erste Komponente einer auf der Aufzeichnungs  schicht gesondert. angebrachten Schicht ein  verleibt wird, da dann die     Schwärzung    jeden  falls scharf begrenzt bleibt.  



  Auch die erste Komponente kann erst  nach dem Schneiden hinzugefügt werden.  Der Vorteil der letzteren Arbeitsweise be  steht darin, dass die ursprünglich sehr guten       Schneideeigenschaften    der Aufzeichnungs  schicht in keiner Weise durch die beiden  Komponenten ungünstig beeinflusst werden  können. Zweckmässig werden auch hier die  hinzugefügten Stoffe in einer Lösung, bei  der das Lösungsmittel flüchtig ist, angewen  det, so dass die Verbindung in möglichst kur  zer Zeit trocken und die Aufzeichnung damit  ohne weiteres     wiedergabe-    oder kopierfähig       ist.        Es    ist auch möglich, als hinzugefügte      Komponente ein     Gras    oder Dampf anzuwen  den.  



  An Hand der     Zeichnung    werden beispiels  weise     Ausführungsformen    der Erfindung  näher erläutert.  



  In     Fig.    1 ist eine mechanische Aufzeich  nung mittels eines Meissels mit einer     V-för-          migen    Schneide in einem bekannten Träger,  in Gestalt eines Filmes, dargestellt; in den       Fig.    2 und 3 sind zur Ausführung des  Verfahrens gemäss der Erfindung geeignete  Filme gezeichnet, während in     Fig.    4 ein an  deres     Ausführungsbeispiel    dargestellt ist.  



  In     Fig.    1 wird der     Meissel    1 entsprechend  den aufzuzeichnenden Schwingungen in einer  Richtung senkrecht zur Filmoberfläche in  Schwingung versetzt, so dass die V-förmige  Schneide 2, die vorzugsweise einen Scheitel  winkel von etwa 174   aufweist, durch die  lichtundurchlässige Deckschicht 3     hindurch     in die weiche     Gelatineschicht    4 eindringt.

    Die     Schneidschicht    4 ist auf der Stützschicht  5 aus Zelluloid angebracht     und    der in dieser  Weise gebildete     Träger        wird    in einer Rich  tung senkrecht zur Zeichnungsebene fort  bewegt, wodurch eine optisch     wiedergebbare     Schwingungsspur mit     Tiefenänderungen    und  diesen     gegenüber    etwa 40fach vergrösserten       Breitenänderungen    entsteht.

   Die Deckschicht  3 ist, wie     eingangs        erwähnt,    in bekannter       Vereise    in geschwärztem Zustand mechanisch,       z.    B. mittels Walzen oder durch Ausgiessen  einer farbigen Masse, auf der     Schneidschicht     4 angebracht.  



  In     Fig.    2 ist die zum Beispiel aus Ge  latine bestehende Schicht 6 in ihrer ganzen  Dicke bereits bei der Herstellung des Filmes  mit mindestens einem homogen     verteilten     Stoff versehen, welcher darnach geschwärzt  wird. Im Gegensatz zu dem bekannten Trä  ger nach     Fig.    1 wird die     Schwärzung    hier  in der Oberflächenzone der bereits aufge  brachten Schicht 6 hervorgerufen. Wie be  reits oben erwähnt wurde, kann der Träger  sowohl vor,     wie    auch nach der     Aufzeichnung     mit den     hinzuzufügenden    Stoffen behandelt  werden.

   Im Falle, dass der Träger vorher ge  färbt. wird, so dass eine dünne lichtundurch-    lässige Deckschicht 7     entsteht,        isst    er nach  der     Aufzeichnung    sofort für die Wiedergabe  oder     Kopierung    geeignet. Das erfindungs  gemässe Verfahren kann auch in der Weise  durchgeführt werden, dass ein oder beide  Komponenten erst nach der mechanischen  Herstellung des Trägers angebracht werden.  Hierdurch wird erzielt, dass der in der Auf  zeichnungsschicht anzubringende Stoff nur  oberflächlich in dieselbe eindringt, so dass,  wenn diese Oberfläche durch die zweite Kom  ponente gefärbt wird, eine sehr dünne Deck  schicht entsteht.

   Eine noch dünnere Deck  schicht     lässt    sich im wesentlichen dadurch  erreichen, dass die Komponenten, die zu der  chemischen Reaktion führen, überdies derart  gewählt sind, dass eine unlösliche Verbin  dung entsteht, welche die weitere Diffusion  der zweiten Komponente weitgehend verhin  dert.  



       Fig.    3 stellt     einen    Träger dar, der mit  einer gesondert aufgebrachten, z. B. aus Ge  latine und mindestens einem einverleibten  Stoff als erste Komponente bestehenden  Schicht 8 versehen ist. Der in der     Zeichnung     rechts punktierte Teil enthält     mindestens     einen homogen verteilten Stoff, welcher in  Zusammenwirkung mit mindestens einem  hinzuzufügenden Stoff eine in     Fig.    3 links  durch Schraffierung angegebene     Färbung    er  geben. Die Tiefe, in der die     Ausbildung    der  lichtundurchlässigen     Verbindung    erfolgen  kann, wird in diesem Falle vollkommen  durch die Dicke der gesonderten Schicht 8  begrenzt.

   Es ist jedoch keinesfalls erforder  lich, dass die Schicht 8 in ihrer ganzen Dicke  gefärbt wird. Wie bereits     in    bezug auf       Fig.    2 erläutert wurde, kann die Schicht 8  auch nur an der     Oberflächenzone    gefärbt  sein, wenn der hinzugefügte Stoff nur wäh  rend einer kurzen Zeit auf die Schicht 8 ein  wirkt, so dass die zweite     Komponente        keine     Gelegenheit findet, ganz in die Schicht 8       einzudringen.    Eine derartige, nur oberfläch  lich erzeugte     Verbindung    kann weiter auch  dadurch erhalten werden, dass die erste Kom  ponente erst nachdem die gesonderte Schicht  8 angebracht ist, derselben, z.

   B. durch Be-           streichung    während einer kurzen Zeit, ober  flächlich einverleibt und darnach geschwärzt  wird.  



  Deutlichkeitshalber werden verschiedene  Möglichkeiten im Nachstehenden beschrieben,  wobei einige beispielsweise gewählte Stoffe.  zur näheren Verdeutlichung angegeben sind.  <I>Beispiel 1:</I>  Der Träger besitzt eine Aufzeichnungs  schicht, z. B. aus Gelatine, zu der bei der  Herstellung der     Gela.tinemasse    in Homogener  V     Verteilung        Bleia.zetat        meiner        geeigneten     Konzentration     Hinzugesetzt    ist.

   Diese     Ge-          latineschicht    wird mit     einem        Animonsulfid-          Entwiekler    in wässeriger Lösung     behandelt,     so     da.ss    die Oberfläche zufolge des entstan  denen Bleisulfides in     geniigendein    Mass     (Ye-          schwärzt    wird.  



  <I>Bespiel 2:</I>  Es ist auch möglich, das     Bleiazetat    erst  nach der Herstellung der     Aufzeichnun-s-          schicht    anzubringen, zum Beispiel durch     Be-          streichung    mit einer     -wässerigen    Lösung die  ses Stoffes. Hierauf dringt das     Bleiazetat     nur oberflächlich in die     Gelatineschicht.     Hierauf     -wird    der Träger wieder mit     Ammon-          sulfid-Entwickler    behandelt.  



  Obwohl es sich herausgestellt hat, dass  sich mit dem Ausführungsbeispiel 1.     eine     schon auffallend dünne Deckschicht erhalten  lässt, werden in dem im Beispiel 2 beschrie  benen Fall, in dem die     Gelatineschicht    nicht  in ihrer ganzen Dicke mit. dem.     Bleiazetat     versehen ist, Fehler durch zu lange Behand  lung mit dem     Ammonsulfid    -Entwickler  leichter vermieden, da die     Bleiazetatlösung     in letzterem Falle nur in verhältnismässig  kleiner     Tiefe    in die     Gelatinesch.ichteindringt.       <I>Beispiel 3:

  </I>    Der Träger besitzt eine auf der     Aufzeieli-          nungsschicht    gesondert angebrachte Schicht       (Fig.    3), so dass die Färbung durch die  Dicke der separaten Schicht begrenzt -wird.  Die erste Komponente kann sowohl gemäss  Beispiel 1, als auch gemäss Beispiel 2 ange  bracht -werden.    <I>Beispiel</I>  Die unter den Beispielen 1, 2 und 3 be  schriebenen Methoden können vorteilhaft der  art abgeändert werden, dass die Färbung erst  nach der mechanischen Aufzeichnung vor  genommen wird.  



  <I>Beispiel</I>     4-11:     Die Aufzeichnungsschicht ist in ihrer  ganzen Dicke bereits bei der Herstellung des  Trägers mit der     Bleiazetatlösung    versehen.  Darnach wird die mechanische Aufzeich  nung z. B.     mittels    des     bereits        eingangs    er  wähnten Verfahrens mit einem Meissel mit       V-förmiger    Schneide angebracht, so dass eine  Spur in die     Aufzeichnungsschicht        einge-          .,elniitten    wird.

   Die nicht entfernten Teile  der Deckschicht, das heisst die der Spur ge  genüber erhöhte     Umgebung    wird dann zum  Beispiel     mittels    einer zylindrischen Walze  mit der     zweiten    Komponente gefärbt.  



  <I>Beispiel</I>     4B     Vorteilhaft wird die unter Beispiel 4A  beschriebene Methode derart ausgeführt, dass  das Anbringen der ersten Komponente ge  mäss Beispiel 2 vorgenommen wird, da in die  sem Falle die Aufzeichnung durch die noch  ungefärbte, aber     ini    wesentlichen schon vor  handene Deckschicht hindurch stattfinden  kann,     -wobei    das     Deckschichtmaterial    in der  Spur entfernt wird. Auch die im Beispiel 3  beschriebene Methode kann hier durchgeführt  -werden. Die     verbleibenden    Teile der Deck  schicht, welche die     Umgebung    der Spur bil  den, können nunmehr in einfacher Weise,  z.

   B. mittels eines Bausches mit dem hinzu  zufügenden Stoff gefärbt     ---erden,        -wobei    die  Spur lichtdurchlässig bleibt.    <I>Beispiel 5:</I>    In     Fig.    4 ist eine ebenfalls vorteilhafte  Arbeitsweise schematisch dargestellt.

   Der  hier aus einer Stützschicht aus Zelluloid 5  und einer darauf angebrachten     Aufzeich-          nunussehieht    aus Gelatine 6, die eventuell  auch noch mit einer separaten Schicht ver  sehen sein kann, bestehende Träger wird erst  kurz vor der     Aufzeiehrinng    mittels eines      Bausches 10 mit einer     Bleiazetatlösung    be  strichen, so dass, wie schon bereits im Bei  spiel 2 beschrieben wurde, eine     dünne,    deut  lichkeitshalber hier mit Strichen angegebene  Schicht 11 auf der     Gelatineschicht    6 entsteht.

    Durch den Meissel 1 wird dann eine Schwin  gungsspur 12 durch die Schicht 11 hindurch  in die Gelatine geschnitten, worauf die nicht  entfernten Teile 13 der Deckschicht unter  Zuhilfenahme eines Bausches 14 mittels eines       Ammonsulfid    - Entwicklers geschwärzt wer  den, so dass die     undurchlässige    Deckschicht  9 entsteht.  



  Anstatt des in den Beispielen 1 bis 5 er  wähnten     Bleiazetates    können auch andere ge  eignete Bleisalze und Sulfid bildende Me  tallsalze, wie z. B. Kupfer-,     Mercuro-,    Nickel  salze und andere, benutzt werden, während  statt des     Ammon-    oder     Alkalisulfides    in die  sem Falle ein     Schwefelwasserstoffgasstrom     auf die Schicht, welche die Sulfid bildenden  Metallsalze enthalten,     einwirken    kann, wo  durch ein ähnliches Resultat erhalten wird.  Die unter Beispiel 4A beschriebene Methode  kann in letzterem Falle, in dem ein Gas an  gewendet wird, nicht durchgeführt werden.

      <I>Beispiel 6:</I>  Die in den Beispielen 1 bis 5 erläuterten  Arbeitsweise können auch mit Hilfe von an  dern chemischen Reaktionen angewendet wer  den. So kann der in der     Schneidschicht    vor  handene Stoff zum Beispiel     Mercuronitrat     sein, während als zusätzliche Komponente  eine     Ammoniaklösung    angewendet werden  kann, so dass das sogenannte schwarze     Präzi-          pitat        NH@Ilg2N03        entsteht.    Statt der Am  moniaklösung kann auch feuchtes     NH3-Gas     benutzt werden. Die im Beispiel 4A er  wähnte Arbeitsweise kann in letzterem Falle  wieder nicht durchgeführt werden, da sonst  die Spur gefärbt wird.

    



  <I>Beispiel</I>  Wenn der in den Beispielen 1 bis 4 an  gebrachte Stoff gelbes     Blutlaugensalz            [F.e(CN)ss]K4       ist,     kann        eine        PäAüngdadurch    erreicht  werden, dass eine     Ferrisalzlösung    auf die  genannte Verbindung einwirkt, wodurch das       kolloidaldisperse,    tiefblaue     Berlinerblau    ent  steht.  



  <I>Beispiel 8:</I>  In die     Schneidschicht    wird gemäss Bei  spiel 1 bis 5 Indigo angebracht. Da dieser  Stoff unlöslich ist, muss er in anderer Weise  in der Aufzeichnungsschicht aufgenommen  werden. Dies kann dadurch geschehen, dass  der Indigo, z. B. mittels     "Rongalit"    - (Na  triumsulfoxylat) oder eines     Hyposulfit-Sal-          zesi    (z. B.     hT@a"S204)        reduziert        wird,        wobei    er  als     Indigoweiss    in Lösung geht. In diesem  Zustand wird das     Indigoweiss.    in die Schneid  schicht gebracht.

   Die Schicht wird dann da  durch gefärbt, dass das     Indigoweiss    durch  Behandlung mit einer oxydierenden Lösung  in den blauen, unlöslichen     kolloidal-verteilten     Indigo umgewandelt wird. Die Färbung  kann auch mittels Sauerstoffgas oder sogar  an der Luft erfolgen. Auch hier, wo es sich  um Gas oder Dampf handelt, ist die Methode  gemäss Beispiel 4A nicht möglich.  



       Beispiel   <I>9:</I>  Die für das optische     Reproduzierbar-          machen    notwendige Färbung der Deckschicht  kann auch in der Weise erzielt werden, dass  das Material der Aufzeichnungsschicht  selbst nach dem Schneiden durch     Hinzufügen     eines geeigneten Stoffes gefärbt wird. Die  Aufzeichnungsschicht, die vorteilhaft aus  Gelatine oder ähnlichen, abgebauten, eiweiss  artigen Stoffen besteht, kann zum Beispiel  mit einer alkalischen     Kupfersulfatlösung    be  handelt werden, welche     in    dem vorliegenden  Falle eine blau- bis rotviolette Verbindung  ergibt.  



  Es ist auch möglich, die in der     Gelatine-          schieht    befindliche kupplungsfähige Amino  säure mit einer     Diazobenzol-Sulfosäure-Lö-          sung    zu behandeln, wodurch eine gefärbte       Verbindung    gebildet     wird,    wenn nach der  Behandlung mit dieser     Lösung    die Schicht  mit     einer    etwa 2     n@-@So@dalö@sung        bestrichen     wird.

Claims (1)

  1. PATtNTANSPRUCII Verfahren zur Erzeugung einer licht undurchlässigen Deckschicht bei Trägern, die mit einer lichtdurchlässigen, zum Einschnei den von Schwingungen geeigneten Aufzeich nungsschicht versehen sind, dadurch gekenn zeichnet, dass dem Träger mindestens ein Stoff zugefügt wird, der in Zusammen wirkung mit mindestens einem wenigstens in einer Oberflächenschicht des Trägers vorhan denen Stoff durch eine chemische Reaktion eine praktisch kornfreie, farbige Verbindung in der Schicht ergibt. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem genannten Trä ger vor dem Schneiden der erstgenannte Stoff zugefügt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem genannten Trä ger nach dem Schneiden der erstgenannte Stoff zugefügt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der zweitgenannte Stoff molekular dispergiert ist. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der zweitgenannte Stoff kolloidal dispergiert ist. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der zweitgenannte Stoff die Aufzeichnungsschicht bildet. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss der zweitgenannte Stoff die auf die Aufzeichnungsschicbt aufgebrachte Deckschicht bildet. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Stoffe verwendet werden, die eine unlösliche, farbige Ver bindung ergeben. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Stoffe verwendet werden, die ein farbiges unlösliches Me tallsulfid ergeben. 9. ''erfahren nach Patentanspruch, ,dadurch gekennzeichnet, dass dabei eine Aufzeich nungsschicht verwendet wird, die ein ein farbiges, unlösliches Sulfid bildendes Me tallsalz enthält, das mit einer Sulfid- lösung geschwärzt wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffe in flüch tigen Mitteln gelöst angebracht werden. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Komponente der zur Färbung führenden chemischen Reaktion gasförmig angewendet wird.
CH203474D 1936-07-13 1937-07-10 Verfahren zur Erzeugung einer lichtundurchlässigen Deckschicht bei Trägern, die mit einer lichtdurchlässigen, zum Einschneiden von Schwingungen geeigneten Aufzeichnungsschicht versehen sind. CH203474A (de)

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