Verfahren zur Erzeugung einer lichtundurchlässigen Deckschicht bei Trägern, die mit einer lichtdurchlässigen, zum Einschneiden von Schwingungen geeigneten Aufzeichnungsschicht versehen sind. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zur Erzeugung einer lichtundurch lässigen Deckschicht, zweckmässig von einer Dicke von nur einigen Mikrons, bei Trägern, .die mit einer liolltdurohl:
ässigen, zum Ein schneiden von Schwingungen geeigneten Aufzeichnungsschicht versehen sind. Mit diesen Trägern ist es möglich, durch die lichtundurchlässige Deckschicht hindurch eine lichtdurchlässige Schwingungsaufzeich- nung, wie z.
B. eine Tonaufzeichnung, . zu erzeugen,, die auf optisch-elektrischem Wege mit Hilfe einer Photozelle wiedergegeben werden kann, Es hat sich herausgestellt, dass zu die sem Zweck die Verwendung von Trägern mit einer Deckschicht, die aus einer lichtundurch lässigen oder farbigen, kolloidalen Lösung von zum Beispiel Metallen oder Metallver bindungen erhalten worden ist, sehr vorteil haft ist, zum Beispiel dadurch, dass die Deck- schiebt schon in lichtundurchlässigem Zu stand auf der Aufzeichnungsschicht ange bracht wird und deswegen zur Erzielung der erforderlichen Deckkraft nach dem Aufbrin gen nicht nachbehandelt zu werden braucht.
Auch besteht ein wesentlicher Vorteil darin, dass der bekanntlich schädliche Einfluss der Kornstruktur der Deckschicht weitgehend .herabgesetzt wird. E s hat sich ergeben, dass demgegenüber der Nachteil besteht, dass der letztgenannte Vorteil nur auf komplizierte -und zeitraubende Weise erreichbar ist und demnach an die fabrikationsmässige Anferti gung der Träger sehr hohe Anforderungen stellt.
Die Herstellungsweise derartiger Träger besteht nämlich im allgemeinen darin, dass zur Erzeugung der Deckschicht zuerst aus zwei oder mehreren Komponenten in einer Lösung von z. B. Gelatine eine farbige Ver bindung hergestellt wird, wonach diese auf die Aufzeichnungsschicht, z. B. durch Auf giessen, angebracht wird.
Es hat sich hierbei herausgestellt, dass ohne strenge Beobach tung und ganz besondere Massnahmen wäh rend des Herstellungsprozesses, insbesondere während des notwendigen Aufschmelzens der Gelatinemasse leicht ein Ausflocken der Ver bindung oder eine Agglomerierung oder Ver- gröberung der Teilchen auftritt, so dass in der Deckschicht ein mehr oder weniger kör niges Produkt erhalten wird, das bei der Wiedergabe der Schwingungsaufzeichnung zu störenden Erscheinungen Anlass gibt.
Die Gefahr, dass diese störende Körnung entsteht, ist um so grösser, je öfters die Gelatinemasse, welche die farbige Verbindung enthält, auf geschmolzen werden muss. Bei diesem Ver fahren mass jedenfalls während der Herstel lung der Verbindung, während des Filtrie- rens und während des Aufgiessens die Masse geschmolzen sein, so dass wenigstens in drei Stadien dieses ziemlich umständlichen Ver fahrens die Körnung hervorgerufen werden kann.
Gemäss der Erfindung werden diese Nach teile dadurch vermieden, dass zur Erzeugung einer lichtundurchlässigen Deckschicht bei Trägern, die mit einer lichtdurchlässigen, zum Einschneiden von Schwingungen geeig neten Aufzeichnungsschicht versehen sind, dem Träger mindestens ein Stoff hinzugefügt wird, der in Zusammenwirkung mit min destens einem, wenigstens in einer Oberflä chenschicht des Trägers vorhandenen Stoff durch eine chemische Reaktion eine prak tisch kornfreie, farbige Verbindung ergibt. Dieser zweitgenannte Stoff kann in einem andern Stoff, z. B. Gelatine, molekular oder kolloidal dispergiert sein. Der oben an zwei ter Stelle genannte Stoff kann aber auch die Aufzeichnungsschicht bezw. die Deckschicht bilden.
Da bei der Erzeugung einer Aufzeich nung mit optisch wiederzugebenden Breiten- änderungen mittels eines senkrecht zur Trä geroberfläche schwingenden =Meissels die Grösse dieser Änderungen unter anderem von der Dicke der Deckschicht abhängig ist, ist in diesem Fall aus praktischen Gründen die Dicke der gefärbten Zone zweckmässig nicht gröss,er als etwa 1,0 Mikron zu wählen.
Unter einer "farbigen Verbindung" wird hier eine Verbindung verstanden, die wenig stens für die für das photographische Ko pieren oder für die optische Wiedergabe ver wendeten Lichtstrahlen wesentlich licht undurchlässig ist. Die Deckschicht braucht daher nach der Behandlung nicht unbedingt. entsprechend nur einigen Farben des sicht baren Spektrums gefärbt zu sein. Sie kann vielmehr auch geschwärzt, das heisst völlig für weisses Liebt undurchlässig sein.
Es ist sogar möglich, dass die Schicht nach der Be handlung nicht einmal eine sichtbare Farbe aufweist, sondern nur das infrarote Licht, das für die direkte Wiedergabe benutzt wer den kann, das ultraviolette Lieht, das für das Kopieren vorteilhaft verwendet wird, oder beide absorbiert. Im nachstehenden werden daher je nach Bedarf die Ausdrücke "geschwärzt", "lichtundurchlässig", "ge färbt" usw. wahlweise verwendet.
Der Hauptvorteil des erfindungsgemässen Verfahrens ist darin zu sehen, dass die far bige Verbindung an Ort und Stelle auf ein fache Weise in einer nicht flüssigen Um- gebung erzeugt wird, während auch nach der Herstellung die Verbindung niemals wieder aufgeschmolzen zu werden braucht, so dass die Gefahr der Entstehung einer Körnung praktisch vermieden ist.
Ein anderer wesentlicher Vorteil besteht darin, dass die chemische Reaktion an. sich eine scharfe Grenze zwischen dem gefärbten und dem ungefärbten Teil des Trägers, und wenn in demselben. geschnitten wird, zwi schen der Spur und deren Umgebung be dingt, da beim Eindiffundieren des einen, beim Färbungsvorgang noch nicht in der Cchicht vorhandenen Bestandteils derselbe während des Färbungsvorganges durch die chemische Reaktion umgesetzt und deswegen verbraucht wird.
Hierdurch wird die Bildung einer unscharfen Grenze, wie diese zum Bei spiel beim Eindiffundieren einer Farbstoff- Lösung in einer Gelatineschicht entsteht, ver mieden.
Zweckmässig werden als Komponenten der chemischen Reaktion derartige Stoffe ver wendet, die eine unlösliche, farbige Verbin dung, wie z. B. ein unlösliches, farbiges Me tallsulfid, ergeben.
Ein derartiges farbiges, unlösliches Me tallsulfid kann in der Weise erhalten wer den, dass ein sulfidbildendes Metallsalz als eine Komponente mittels einer @Sulfidlösung als andere Komponente geschwärzt wird.
Die Erzeugung einer unlöslichen anstatt einer löslichen Verbindung ist deshalb vor teilhaft, weil durch die Unlöslichkeit an sich die Diffusion der die Färbung bewirkenden Komponente verzögert wird, indem die Ver bindung für diese Komponente gleichsam eine Art undurchdringbare Schutzhaut bildet. In diesem Falle ist man nicht so sehr an die genaue Auswahl der Einwirkungszeit der zweiten Komponente gebunden, wie das bei der Erzeugung einer mehr oder weniger lös lichen Verbindung der Fall ist.
Der obenerwähnte Wert (etwa 10/,t) für die Dicke der Deckschicht ist auf Grund der Erwägung gewählt, dass die Träger insbe sondere zur Ausübung des nachstehend be schriebenen, mechanischen Aufzeichnungs verfahrens geeignet sein sollen.
Gemäss diesem Verfahren wird vorzugs weise ein Aufzeichnungswerkzeug benutzt, das entsprechend den aufzuzeichnenden Schwingungen in einer Richtung wenigstens nahezu senkrecht zur Trägeroberfläche schwingt. Durch besondere Ausgestaltung der Schneide dieses Werkzeuges oder der Oberfläche des Trägers oder beider wird dabei eine Schwingungsspur erzeugt, welche Tiefenänderungen und diesen gegenüber ver grösserte Breitenänderungen aufweist. Diese Aufzeichnungen können dann in bekannter Weise optisch-elektrisch wiedergegeben wer den.
Eine derartige Spur kann zum Beispiel dadurch erhalten werden, dass ein Meissel mit einer V-förmigen Schneide, deren Scheitel winkel stumpfwinklig und vorzugsweise etwa 174 ist, verwendet wird; dieser Meissel schneidet zum Beispiel durch eine licht undurchlässige Deckschicht hindurch in eine durchlässige Aufzeichnungsschicht ein.
Der artige Schwingungsaufzeichnungen weisen optisch wiederzugebende Breitenänderungen auf, die gegenüber den - Meisselamplituden etwa 40fach vergrössert sind und es hat sich herausgestellt, dass diese Methode für die Aufzeichnung von Tonschwingungen bis zu 8000 Hertz und mehr besonders geeignet ist.
Wenn eine einzige, z. B. 2 mm breite, doppelseitig modulierte Tonspur erzeugt wird, wie das bei photographischen Ton filmen in Amplitudenschrift üblich ist, wird zu diesem Zwecke meistens eine etwa 65 ,a dicke Aufzeichnungsschicht angewendet, die mit einer Deckschicht von zum Beispiel 5 ,u versehen ist.
Es ist jedoch auch möglich, mehrere Spuren dadurch zu erhalten, dass mittels eines Meissels mit gerader Schneide in eine mit V- förmigen, sich in der Bewegungsrichtung des Trägers erstreckenden Riffelungen ver- sehenen Aufzeichnungsschicht geschnitten wird. In letzterem Falle kann die Dicke der Aufzeichnungsschicht erheblich geringer, z. B. 10,u, sein. Es ist einleuchtend, dass auch die Deckschicht aus praktischen Über legungen dünner wie in dem zuerst be schriebenen Falle sein kann. Eine geeignete Dicke ist zum Beispiel 2,u.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden. So ist es möglich, als erste Komponente einen Stoff in der Aufzeichnungsschicht anzubrin gen bezw. kann die Aufzeichnungsschicht selbst aus derartigen, geeigneten Stoffen her gestellt sein, die in Zusammenwirkung mit den hinzugefügten Stoffen eine lichtundurch lässige Verbindung ergeben, die sich durch geeignete Wahl der zusammensetzenden Komponenten zweckmässig bis zu einer Tiefe von 10 ,u erstreckt.
Durch diese Massnahme wird der Vorteil erreicht, dass lediglich die Aufzeichnungs schicht, die zweckmässig auf einer Stütz schicht angebracht ist, mechanisch hergestellt werden muss. Durch das Hinzufügen eines geeigneten Stoffes entsteht dann auf chemi schem Wege automatisch eine lichtundurch lässige Deckschicht von gleichmässiger Dicke, so dass hierdurch ein mechanisches Aufbrin gen derselben, im Gegensatz zu dem eingangs erwähnten Verfahren, bei dem die vorher ge schwärzten Deckschichtstoffe durch ein me chanisches Verfahren (Walzen oder Giessen) auf die Aufzeichnungsschicht angebracht werden, sich erübrigt. Hierdurch wird eine erheblich einfachere Herstellungsweise für die Massenfabrikation erreicht.
Ein Ablösen der Deckschicht ist nicht zu befürchten, da die Färbung jedenfalls wenigstens teilweise in der Aufzeichnungsschicht einverleibt ist. Noch ein anderer Vorteil besteht darin, dass in manchen Fällen die Deckschicht, wenn sie derart beschädigt ist, dass dadurch die opti sche Wiedergabe wesentlich beeinträchtigt wird, auf einfache Weise wieder hergestellt werden kann. Die beschädigten Stellen kön nen nämlich dadurch, dass die darunter lie genden Stellen noch die zu färbende Sub stanz enthalten können, leicht, z. B. mit einem Pinsel, wieder aufs neue auf chemi schem Wege gefärbt werden.
Eine andere Ausführungsart besteht darin, dass die erste Komponente einer auf der Aufzeichnungsschicht gesondert ange brachten Schicht einverleibt wird. Diese Ausführung hat den Vorteil, dass die Verbin dung sich nicht bis zu einer grösseren Tiefe>, als der Dicke der separat aufgebrachten Schicht entspricht, bilden kann, da der übrige Teil der Aufzeichnungsschicht. die erste Komponente überhaupt nicht enthält.
Hier durch wird eine sehr scharfe Grenze zwi schen lichtundurchlässigen und lichtdurch lässigen Teilen erreicht, ohne dass eine be sondere Wahl der zusammensetzenden Kompo nenten oder spezielle Massnahmen bei der Herstellung der Träger erforderlich sind, um eine farbige Schicht mit einer Dicke von etwa 10 ,u zu erhalten.
Die beiden obengenannten Ausführungs möglichkeiten lassen sich weiter noch auf verschiedene Weisen durchführen. So kann die Färbung sowohl vor wie auch nach der mechanischen Aufzeichnung stattfinden.
Wenn die farbige Verbindung bereits vor dem Schneiden hergestellt worden ist, wird der Vorteil erreicht, dass der Träger nach der Aufzeichnung nicht nachbehandelt zu werden braucht.
Im andern Falle ist es erforderlich, dass die Färbung, z. B. durch Bestreichung oder durch Aufbringen der zweiten Komponente mit einer zylindrischen Walze, nachdem die Spur geschnitten ist, erfolgt. In diesem Fall wird der Vorteil erreicht, dass ganz kleine Teilchen, welche beim Schneiden entstehen und gegebenenfalls in die ausgeschnittene Rille der Spur gelangen können, ungefärbt sind. Diese Teilchen, die sich sehr schlecht entfernen lassen, bleiben ungefärbt, wenn die Schwärzung der Deckschicht mittels einer zylindrischen Walze vorgenommen wird, weil die genannten Teilchen nicht mit der hinzu zufügenden Komponente in Berührung kom men und somit nicht zu störenden Geräuschen Anlass geben können.
Zweckmässig wird die hinzugefügte Komponente in einer Lösung, bei der das Lösungsmittel flüchtig ist, ange wendet. Diese Arbeitsweise ist besonders ge eignet für diejenige der obenbeschriebenen Ausführungsmöglichkeiten, bei welcher die erste Komponente einer auf der Aufzeichnungs schicht gesondert. angebrachten Schicht ein verleibt wird, da dann die Schwärzung jeden falls scharf begrenzt bleibt.
Auch die erste Komponente kann erst nach dem Schneiden hinzugefügt werden. Der Vorteil der letzteren Arbeitsweise be steht darin, dass die ursprünglich sehr guten Schneideeigenschaften der Aufzeichnungs schicht in keiner Weise durch die beiden Komponenten ungünstig beeinflusst werden können. Zweckmässig werden auch hier die hinzugefügten Stoffe in einer Lösung, bei der das Lösungsmittel flüchtig ist, angewen det, so dass die Verbindung in möglichst kur zer Zeit trocken und die Aufzeichnung damit ohne weiteres wiedergabe- oder kopierfähig ist. Es ist auch möglich, als hinzugefügte Komponente ein Gras oder Dampf anzuwen den.
An Hand der Zeichnung werden beispiels weise Ausführungsformen der Erfindung näher erläutert.
In Fig. 1 ist eine mechanische Aufzeich nung mittels eines Meissels mit einer V-för- migen Schneide in einem bekannten Träger, in Gestalt eines Filmes, dargestellt; in den Fig. 2 und 3 sind zur Ausführung des Verfahrens gemäss der Erfindung geeignete Filme gezeichnet, während in Fig. 4 ein an deres Ausführungsbeispiel dargestellt ist.
In Fig. 1 wird der Meissel 1 entsprechend den aufzuzeichnenden Schwingungen in einer Richtung senkrecht zur Filmoberfläche in Schwingung versetzt, so dass die V-förmige Schneide 2, die vorzugsweise einen Scheitel winkel von etwa 174 aufweist, durch die lichtundurchlässige Deckschicht 3 hindurch in die weiche Gelatineschicht 4 eindringt.
Die Schneidschicht 4 ist auf der Stützschicht 5 aus Zelluloid angebracht und der in dieser Weise gebildete Träger wird in einer Rich tung senkrecht zur Zeichnungsebene fort bewegt, wodurch eine optisch wiedergebbare Schwingungsspur mit Tiefenänderungen und diesen gegenüber etwa 40fach vergrösserten Breitenänderungen entsteht.
Die Deckschicht 3 ist, wie eingangs erwähnt, in bekannter Vereise in geschwärztem Zustand mechanisch, z. B. mittels Walzen oder durch Ausgiessen einer farbigen Masse, auf der Schneidschicht 4 angebracht.
In Fig. 2 ist die zum Beispiel aus Ge latine bestehende Schicht 6 in ihrer ganzen Dicke bereits bei der Herstellung des Filmes mit mindestens einem homogen verteilten Stoff versehen, welcher darnach geschwärzt wird. Im Gegensatz zu dem bekannten Trä ger nach Fig. 1 wird die Schwärzung hier in der Oberflächenzone der bereits aufge brachten Schicht 6 hervorgerufen. Wie be reits oben erwähnt wurde, kann der Träger sowohl vor, wie auch nach der Aufzeichnung mit den hinzuzufügenden Stoffen behandelt werden.
Im Falle, dass der Träger vorher ge färbt. wird, so dass eine dünne lichtundurch- lässige Deckschicht 7 entsteht, isst er nach der Aufzeichnung sofort für die Wiedergabe oder Kopierung geeignet. Das erfindungs gemässe Verfahren kann auch in der Weise durchgeführt werden, dass ein oder beide Komponenten erst nach der mechanischen Herstellung des Trägers angebracht werden. Hierdurch wird erzielt, dass der in der Auf zeichnungsschicht anzubringende Stoff nur oberflächlich in dieselbe eindringt, so dass, wenn diese Oberfläche durch die zweite Kom ponente gefärbt wird, eine sehr dünne Deck schicht entsteht.
Eine noch dünnere Deck schicht lässt sich im wesentlichen dadurch erreichen, dass die Komponenten, die zu der chemischen Reaktion führen, überdies derart gewählt sind, dass eine unlösliche Verbin dung entsteht, welche die weitere Diffusion der zweiten Komponente weitgehend verhin dert.
Fig. 3 stellt einen Träger dar, der mit einer gesondert aufgebrachten, z. B. aus Ge latine und mindestens einem einverleibten Stoff als erste Komponente bestehenden Schicht 8 versehen ist. Der in der Zeichnung rechts punktierte Teil enthält mindestens einen homogen verteilten Stoff, welcher in Zusammenwirkung mit mindestens einem hinzuzufügenden Stoff eine in Fig. 3 links durch Schraffierung angegebene Färbung er geben. Die Tiefe, in der die Ausbildung der lichtundurchlässigen Verbindung erfolgen kann, wird in diesem Falle vollkommen durch die Dicke der gesonderten Schicht 8 begrenzt.
Es ist jedoch keinesfalls erforder lich, dass die Schicht 8 in ihrer ganzen Dicke gefärbt wird. Wie bereits in bezug auf Fig. 2 erläutert wurde, kann die Schicht 8 auch nur an der Oberflächenzone gefärbt sein, wenn der hinzugefügte Stoff nur wäh rend einer kurzen Zeit auf die Schicht 8 ein wirkt, so dass die zweite Komponente keine Gelegenheit findet, ganz in die Schicht 8 einzudringen. Eine derartige, nur oberfläch lich erzeugte Verbindung kann weiter auch dadurch erhalten werden, dass die erste Kom ponente erst nachdem die gesonderte Schicht 8 angebracht ist, derselben, z.
B. durch Be- streichung während einer kurzen Zeit, ober flächlich einverleibt und darnach geschwärzt wird.
Deutlichkeitshalber werden verschiedene Möglichkeiten im Nachstehenden beschrieben, wobei einige beispielsweise gewählte Stoffe. zur näheren Verdeutlichung angegeben sind. <I>Beispiel 1:</I> Der Träger besitzt eine Aufzeichnungs schicht, z. B. aus Gelatine, zu der bei der Herstellung der Gela.tinemasse in Homogener V Verteilung Bleia.zetat meiner geeigneten Konzentration Hinzugesetzt ist.
Diese Ge- latineschicht wird mit einem Animonsulfid- Entwiekler in wässeriger Lösung behandelt, so da.ss die Oberfläche zufolge des entstan denen Bleisulfides in geniigendein Mass (Ye- schwärzt wird.
<I>Bespiel 2:</I> Es ist auch möglich, das Bleiazetat erst nach der Herstellung der Aufzeichnun-s- schicht anzubringen, zum Beispiel durch Be- streichung mit einer -wässerigen Lösung die ses Stoffes. Hierauf dringt das Bleiazetat nur oberflächlich in die Gelatineschicht. Hierauf -wird der Träger wieder mit Ammon- sulfid-Entwickler behandelt.
Obwohl es sich herausgestellt hat, dass sich mit dem Ausführungsbeispiel 1. eine schon auffallend dünne Deckschicht erhalten lässt, werden in dem im Beispiel 2 beschrie benen Fall, in dem die Gelatineschicht nicht in ihrer ganzen Dicke mit. dem. Bleiazetat versehen ist, Fehler durch zu lange Behand lung mit dem Ammonsulfid -Entwickler leichter vermieden, da die Bleiazetatlösung in letzterem Falle nur in verhältnismässig kleiner Tiefe in die Gelatinesch.ichteindringt. <I>Beispiel 3:
</I> Der Träger besitzt eine auf der Aufzeieli- nungsschicht gesondert angebrachte Schicht (Fig. 3), so dass die Färbung durch die Dicke der separaten Schicht begrenzt -wird. Die erste Komponente kann sowohl gemäss Beispiel 1, als auch gemäss Beispiel 2 ange bracht -werden. <I>Beispiel</I> Die unter den Beispielen 1, 2 und 3 be schriebenen Methoden können vorteilhaft der art abgeändert werden, dass die Färbung erst nach der mechanischen Aufzeichnung vor genommen wird.
<I>Beispiel</I> 4-11: Die Aufzeichnungsschicht ist in ihrer ganzen Dicke bereits bei der Herstellung des Trägers mit der Bleiazetatlösung versehen. Darnach wird die mechanische Aufzeich nung z. B. mittels des bereits eingangs er wähnten Verfahrens mit einem Meissel mit V-förmiger Schneide angebracht, so dass eine Spur in die Aufzeichnungsschicht einge- .,elniitten wird.
Die nicht entfernten Teile der Deckschicht, das heisst die der Spur ge genüber erhöhte Umgebung wird dann zum Beispiel mittels einer zylindrischen Walze mit der zweiten Komponente gefärbt.
<I>Beispiel</I> 4B Vorteilhaft wird die unter Beispiel 4A beschriebene Methode derart ausgeführt, dass das Anbringen der ersten Komponente ge mäss Beispiel 2 vorgenommen wird, da in die sem Falle die Aufzeichnung durch die noch ungefärbte, aber ini wesentlichen schon vor handene Deckschicht hindurch stattfinden kann, -wobei das Deckschichtmaterial in der Spur entfernt wird. Auch die im Beispiel 3 beschriebene Methode kann hier durchgeführt -werden. Die verbleibenden Teile der Deck schicht, welche die Umgebung der Spur bil den, können nunmehr in einfacher Weise, z.
B. mittels eines Bausches mit dem hinzu zufügenden Stoff gefärbt ---erden, -wobei die Spur lichtdurchlässig bleibt. <I>Beispiel 5:</I> In Fig. 4 ist eine ebenfalls vorteilhafte Arbeitsweise schematisch dargestellt.
Der hier aus einer Stützschicht aus Zelluloid 5 und einer darauf angebrachten Aufzeich- nunussehieht aus Gelatine 6, die eventuell auch noch mit einer separaten Schicht ver sehen sein kann, bestehende Träger wird erst kurz vor der Aufzeiehrinng mittels eines Bausches 10 mit einer Bleiazetatlösung be strichen, so dass, wie schon bereits im Bei spiel 2 beschrieben wurde, eine dünne, deut lichkeitshalber hier mit Strichen angegebene Schicht 11 auf der Gelatineschicht 6 entsteht.
Durch den Meissel 1 wird dann eine Schwin gungsspur 12 durch die Schicht 11 hindurch in die Gelatine geschnitten, worauf die nicht entfernten Teile 13 der Deckschicht unter Zuhilfenahme eines Bausches 14 mittels eines Ammonsulfid - Entwicklers geschwärzt wer den, so dass die undurchlässige Deckschicht 9 entsteht.
Anstatt des in den Beispielen 1 bis 5 er wähnten Bleiazetates können auch andere ge eignete Bleisalze und Sulfid bildende Me tallsalze, wie z. B. Kupfer-, Mercuro-, Nickel salze und andere, benutzt werden, während statt des Ammon- oder Alkalisulfides in die sem Falle ein Schwefelwasserstoffgasstrom auf die Schicht, welche die Sulfid bildenden Metallsalze enthalten, einwirken kann, wo durch ein ähnliches Resultat erhalten wird. Die unter Beispiel 4A beschriebene Methode kann in letzterem Falle, in dem ein Gas an gewendet wird, nicht durchgeführt werden.
<I>Beispiel 6:</I> Die in den Beispielen 1 bis 5 erläuterten Arbeitsweise können auch mit Hilfe von an dern chemischen Reaktionen angewendet wer den. So kann der in der Schneidschicht vor handene Stoff zum Beispiel Mercuronitrat sein, während als zusätzliche Komponente eine Ammoniaklösung angewendet werden kann, so dass das sogenannte schwarze Präzi- pitat NH@Ilg2N03 entsteht. Statt der Am moniaklösung kann auch feuchtes NH3-Gas benutzt werden. Die im Beispiel 4A er wähnte Arbeitsweise kann in letzterem Falle wieder nicht durchgeführt werden, da sonst die Spur gefärbt wird.
<I>Beispiel</I> Wenn der in den Beispielen 1 bis 4 an gebrachte Stoff gelbes Blutlaugensalz [F.e(CN)ss]K4 ist, kann eine PäAüngdadurch erreicht werden, dass eine Ferrisalzlösung auf die genannte Verbindung einwirkt, wodurch das kolloidaldisperse, tiefblaue Berlinerblau ent steht.
<I>Beispiel 8:</I> In die Schneidschicht wird gemäss Bei spiel 1 bis 5 Indigo angebracht. Da dieser Stoff unlöslich ist, muss er in anderer Weise in der Aufzeichnungsschicht aufgenommen werden. Dies kann dadurch geschehen, dass der Indigo, z. B. mittels "Rongalit" - (Na triumsulfoxylat) oder eines Hyposulfit-Sal- zesi (z. B. hT@a"S204) reduziert wird, wobei er als Indigoweiss in Lösung geht. In diesem Zustand wird das Indigoweiss. in die Schneid schicht gebracht.
Die Schicht wird dann da durch gefärbt, dass das Indigoweiss durch Behandlung mit einer oxydierenden Lösung in den blauen, unlöslichen kolloidal-verteilten Indigo umgewandelt wird. Die Färbung kann auch mittels Sauerstoffgas oder sogar an der Luft erfolgen. Auch hier, wo es sich um Gas oder Dampf handelt, ist die Methode gemäss Beispiel 4A nicht möglich.
Beispiel <I>9:</I> Die für das optische Reproduzierbar- machen notwendige Färbung der Deckschicht kann auch in der Weise erzielt werden, dass das Material der Aufzeichnungsschicht selbst nach dem Schneiden durch Hinzufügen eines geeigneten Stoffes gefärbt wird. Die Aufzeichnungsschicht, die vorteilhaft aus Gelatine oder ähnlichen, abgebauten, eiweiss artigen Stoffen besteht, kann zum Beispiel mit einer alkalischen Kupfersulfatlösung be handelt werden, welche in dem vorliegenden Falle eine blau- bis rotviolette Verbindung ergibt.
Es ist auch möglich, die in der Gelatine- schieht befindliche kupplungsfähige Amino säure mit einer Diazobenzol-Sulfosäure-Lö- sung zu behandeln, wodurch eine gefärbte Verbindung gebildet wird, wenn nach der Behandlung mit dieser Lösung die Schicht mit einer etwa 2 n@-@So@dalö@sung bestrichen wird.