CH203761A - Verfahren zum Betrieb von Einspritzbrennkraftmaschinen mit Leichtbrennstoff. - Google Patents
Verfahren zum Betrieb von Einspritzbrennkraftmaschinen mit Leichtbrennstoff.Info
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Description
Verfahren zum Betrieb von Einspritzbrennkraftmaschinen mit Leichtbrennstoff. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb von Brennkraftmaschinen mit Leichtbrennstoff, z. B.
Benzin, bei welchen der Brennstoff in flüssigem Zustande unmit telbar in die Luftladung des Zylinders, sei es in den Zylinderraum oder in die Luftein- lassleitung vor dem Einlassventil, derart ein gespritzt wird, dass aller auf einmal einge spritzte Brennstoff in derselben Luftladung und im gleichen Arbeitsspiel verarbeitet wird, und bei einem unter dem Selbstzün- dungsdruck liegenden Verdichtungsdruck durch eine zeitlich gesteuerte Zündvorrich tung entzündet wird.
Bekannt sind - Viertaktmaschinen mit einer geringen Überdeckung von Einlass beginn und Auslassende, von etwa 15 bis 20' auf den Kurbelwinkel bezogen, bei denen das Einspritzen des Brennstoffes erfolgt, un mittelbar bevor der Arbeitskolben seine äussere Totlage erreicht oder in dem Augen blick, in dem sich der Kolben in seiner äussern Totlage befindet, wenn der Auslass noch offen ist.
Bei diesen Maschinen muss ein gewisser Brennstoffverlust mit in Kauf genommen werden, weil ein Teil des einge spritzten Brennstoffes durch den noch geöff neten Auslass den Zylinder wieder verlässt, ohne zuvor Arbeit zu leisten. Auch ist in folge der geringen Überdeckung von Einlass beginn und Auslassende die Spülwirkung un genügend.
Um nun die Spülwirkung zu verbessern, wird vorgeschlagen, die Überschneidung von Einlassbeginn und Auslassende grösser zu wählen, als dies bisher üblich war. Um gleichzeitig Brennstoffverluste auszuschlie ssen, wird ausserdem so spät mit dem Ein spritzen begonnen, dass kein Brennstoff mehr nach dem Auspuff gelangen kann.
Dementsprechend umfasst die Erfindung die Verbesserung eines Verfahrens zum Be trieb von Viertaktbrennkraftmaschinen, wel che mit Leichtbrennstoff, z. B. Benzin, be- trieben -erden und bei denen der Brenn stoff unmittelbar in den Zylinderraum oder in einen mit diesem in Verbindung stehen den Nebenraum oder in den Raum unmittel bar vor dem Einlassventil eingespritzt und das Brennstoffluftgemisch durch eine Zünd kerze zeitlich gesteuert entzündet wird.
Nach der Erfindung öffnet der Einlass früher als bisher vor dem Auslassende und mit der Brennstoffeinspritzung wird frühe stens knapp vor Schluss der Auslassöffnung begonnen, so dass kein Brennstoff in den Auslass gelangen kann. Dadurch kann man eine ausgezeichnete Spülung ohne Brennstoff verluste und eine bedeutende Leistungserhö hung bei geringem Brennstoffverbrauch er zielen.
Das oben für Viertaktmaschinen geschil derte Verfahren lässt sich sinngemäss auch für Zweitaktbrennkra.ftmasehinen anwenden. Die normale Merdeckung von Zweitakt maschinen für Leichtbrennstoffe und Fun- kenzeitzündung beträgt etwa<B>1.10'.</B> Die Er findung umfasst also auch ein Verfahren zum Betrieb von Zweitaktbrennkraftmasclri- nen,welche mit Leichtbrennstoff, z. B. Ben zin, betrieben werden und bei denen der Brennstoff unmittelbar in den Zylinderraum oder in einen mit diesem in Verbindung ste henden Nebenraum, z.
B. in eine Vorkammer, Wirbelkammer oder in eine besondere Ven tiltasche eingespritzt wird und die Über schneidung von Einlassbeginn und Auslass beträgt mehr als 110 auf den Kurbelwinkel bezogen. Die Erfindung ist sowohl für Zwei- taktbrennkraftmaschinen mit Spülung durch ein Gebläse, als auch für Maschinen ohne Gebläse brauchbar, bei welchem zweckmässig durch ausserordentlich rasches Öffnen des Auslasses und gleich darauf folgendes Off nen des Einlasses der Saugzug der abziehen den Abgase zum Ansaugen der Spülluft her angezogen wird.
Es entsteht im Zylinder raum unmittelbar nach dem Öffnen des Aus- lasses ein Unterdruck, welcher die Spülluft ansaugt, welche im Zylinder keinen wesent lichen Widerstand eines Abgaskissens zu überwinden hat.
Eine solche Spiilweise ist auch von Vorteil, wenn ein Gebläse vorhan den ist, da die eintretende Spülluft nicht auf den Widerstand eines Abgaspolsters stösst, so dass der Gebläsedruck niedriger wird. Es eignet sich die Spülweise mit Hilee des Saugzuges der Abgase insbesondere für Flugmotoren, weil die Abgase im Auspuff- rohr infolge der geringeren Luftdichte in grö sserer Höhe ebenfalls nur einen geringen Atistritts\vider:stand vorfinden.
Im folgenden werden an Hand der Zeich nung zwei Ausführungsbeispiele des Ver fahrens nach der Erfindung beschrieben: Fig. 1 zeigt ein Kurbeldiagramm für einen Viertaktmotor und Fig. 2 für einen Zweitaktmotor.
In Fig. 1 entspricht die Linie X-X zwei vollen Umdrehringen der Kurbelwelle, einen Arbeitshub I, einem Auspuffhub II, einen Ansaugehub III und einen Verdich tungshub IV einschliessend.<I>To</I> bezeichnet die @irrssern und TZC die innern Totlagen des Ar beitskolbens.
A' kennzeichnet das Öffnen und A" das Schliessen des Auslasses. Ent sprechend kennzeichnet E' das Öffnen und E" das Schliessen des Einlasses. Bei Z er folgt die Zündung.
Wie die Fig. 1 zeigt, überdecken sich die Aus- und Einlassperiode im Bereich x des äussern Totpunktes zwischen dem Auspuff hub II und dem Ansaugehub III während einer Kurbeldrehung von etwa 60 .
In dem Augenblick, in welchem die Auslassöffnung bei A" geschlossen wird, setzt der Einspritz- vorgang bei S" ein und endigt bei S". Durch die 11berdeckung x wird eine Spülung des Kompressionsraumes ermöglicht. Ein Ver lust von Brennstoff ist durch die späte Ein spritzung vermieden. Der Einspritzvorgang kann auch etwas früher, unmittelbar vor dem Schliessen des Auslasses, beginnen. Ebenso kann der Einspritzvorgang früher endigen.
Wieviel er vorher einsetzen darf, ohne da-ss ein Brennstoffverlust möglich ist. hängt da von ab, welchen Weg die eingespritzten Brennstoffteilchen durch die Spülluft mit gerissen, von der Einspritzdüse bis zur Aus- lassi;ffnung zurückzulegen Haben. Wesentlich ist, dass kein Brennstoff in den Auspuff ge langen kann.
In Fig. 2 entspricht die Linie X-X einer Umdrehung der Kurbelwelle und der Aus- und Einlassbeginn und -schluss A', A", E", E" werden symmetrisch zum innern Tot punkt<I>Tu</I> zwischen Expansionshub I und Verdichtungshub II zum Beispiel durch den Kolben gesteuert.
Die Überdeckung von Aus- u.nd Einlassdauert während etwa 110 Kurbel- drehung. Die Brennstoffeinspritzung S'-S" vollzieht sich nach Schluss der Auuslass- öffnung und die Zündung erfolgt bei Z.
Das Öffnen und Schliessen der Aus- und Einlassöffnungen kann durch den Kolben, durch Ventile, eine bewegliche Zylinderlauf büchse oder durch Drehschieber, auch un symmetrisch zu den Kolbentotpunkten erfol gen. Das Spülen kann nach dem Querstrom-, dem Gleichstrom- oder dem Umkehrverfah ren erfolgen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Betrieb von Brennkraft- maschinen mit Leichtbrennstoff, bei welchen der Brennstoff in flüssigem Zustand unmit telbar in -die Luftladung dein Zylinders ein- gespritzt und bei einem unter dem Selbst zündungsdruck liegenden Verdichtungsdruck durch eine zeitlich gesteuerte Zündvorrichtung entzündet wird, dadurch gekennzeichnet,dass der Einlass früher als bisher vor dem Aus lassende öffnet, und dass mit der Brennstoff einspritzung frühestens knapp vor Schluss der Auslassöffnung begonnen wird, so dass kein Brennstoff in den Auslass gelangen kann. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennstoff unmit telbar in den Kolbenhubraum eingespritzt wird.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennstoff in einen mit dem Kolbenhubraum in Verbin- dung stehenden Verdichtungsraum einge spritzt wird. $. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennstoff in die Leitung vor dem Einlassventil eingespritzt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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1938
- 1938-01-26 CH CH203761D patent/CH203761A/de unknown
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