CH203847A - Einrichtung an Schienenfahrzeugen zum Zuführen und Aufbringen von Schmiermitteln zwecks Verringerung der Reibung zwischen Spurkränzen und Schienenköpfen. - Google Patents

Einrichtung an Schienenfahrzeugen zum Zuführen und Aufbringen von Schmiermitteln zwecks Verringerung der Reibung zwischen Spurkränzen und Schienenköpfen.

Info

Publication number
CH203847A
CH203847A CH203847DA CH203847A CH 203847 A CH203847 A CH 203847A CH 203847D A CH203847D A CH 203847DA CH 203847 A CH203847 A CH 203847A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
lubricant
rail
pump
devices
line
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
A-G Scintilla
Original Assignee
Scintilla Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Scintilla Ag filed Critical Scintilla Ag
Publication of CH203847A publication Critical patent/CH203847A/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61KAUXILIARY EQUIPMENT SPECIALLY ADAPTED FOR RAILWAYS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B61K3/00Wetting or lubricating rails or wheel flanges
    • B61K3/02Apparatus therefor combined with vehicles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Reciprocating Pumps (AREA)

Description


  Einrichtung an Schienenfahrzeugen zum Zuführen und Aufbringen von Schmiermitteln  zwecks Verringerung der     Reibung    zwischen Spurkränzen und Schienenköpfen.    Gegenstand der Erfindung ist eine Ein  richtung an     Schienenfahrzeugen    zum Zu  führen und     Aufbringen    von     Schmiermitteln     zwecks     Verringerung    der Reibung zwischen  Spurkränzen und     Schienenköpfen,    mit     einer     Schmiermittelpumpe und mehreren Vorrich  tungen zum Aufbringen des Schmiermittels  je auf eine zu     schmierende    Fläche.  



  Es sind     Einrichtungen    für     diesen    Zweck  bekannt, bei denen die Schmiermittelpumpe  von ihrem während der Fahrt     dauernd    lau  fenden Antriebsorgan über     eine        mittels     Druckluft einrückbare Kupplung betätigt  wird. Das Ein- und Ausrücken dieser Kupp  lung wird durch die     Bewegungen    eines Dreh  gestelles des Fahrzeuges in bezug auf dessen  Wagenkasten bewirkt, so dass die Pumpe je  weils nur in den Kurven läuft.

   Da das Ein  rücken der Kupplung, das Ansaugen des  Schmiermittels in die Pumpe und das Aus  scheiden allfällig in die Pumpe eingedrunge  ner Luft eine wenn auch kurze Zeit erfor  dern, beginnt bei diesen     Einrichtungen    die    Schmiermittelzufuhr zu den zu schmieren  den Stellen erst, wenn das Drehgestell einen  gewissen Weg in der     Kurve    zurückgelegt hat.  



  Gemäss der     Erfindung    wird die Schmier  mittelpumpe bei der Fahrt des Fahrzeuges  ständig angetrieben, und es ist ein die Ver  bindungen der Schmiermittelpumpe mit den       Vorrichtungen    zum     Aufbringen    des Schmier  mittels beherrschendes Steuerorgan vorge  sehen, welches durch einen Teil des Fahr  zeuges verstellt wird, der in bezug auf den  Fahrzeugkörper in Kurven andere Stellun  gen einnimmt als auf geraden Geleisen, und  welches die     Schmiermittelpumpe    nur in den  Kurven mit jeweils mindestens einer der  Vorrichtungen zum     Aufbringen    des Schmier  mittels verbindet.  



  Dadurch kann unter anderem neben einer  Vereinfachung der Einrichtung erreicht wer  den, dass die Zufuhr des     Schmiermittels    bei  nahe augenblicklich nach dem Einfahren in  die Kurve einsetzt. Das ist wichtig, weil die  Reibung     zwischen    Spurkranz     und    Schienen-           kopf    gerade am Anfang der Kurve am nach  teiligsten ist.  



  Das Steuerorgan kann zweckmässig auf  geradem Geleise die Druckleitung und die  Saugleitung miteinander verbinden. Es ist  für die sparsame Verwendung des Schmier  mittels von Vorteil, wenn nur Flächen des  Kopfes der jeweils kurvenäussern Schiene und  der Spurkränze von auf dieser Schiene lau  fenden Rädern geschmiert werden. Da zwi  schen der kurveninnern Schiene und den an  ihr laufenden Spurkränzen nur ein geringer  Druck und wenig Reibung besteht, ist es  nämlich nicht nötig, dort Schmiermittel an  zubringen.  



  Wo das Aufbringen des Schmiermittels  auf eine zu schmierende Fläche mittels  Druckluft erfolgt, kann mit dem die Verbin  dungen der Schmiermittelpumpe mit den  Vorrichtungen zum Aufbringen des Schmier  mittels beherrschenden Steuerorgan ein zwei  tes Steuerorgan verbunden sein, welches     eine     Druckluftleitung zu den genannten Vorrich  tungen derart steuert, dass die Druckluftlei  tung in den Kurven jeweils mit den mit dem  Schmiermittel beschickten Vorrichtungen     ver-          bunden    und auf geradem Geleise abgesperrt  ist,  In den Zeichnungen sind Ausführungs  beispiele des Erfindungsgegenstandes darge  stellt.  



  Fig. 1 zeigt einen Vertikalschnitt durch  die Schmiermittelpumpe einer ersten Aus  führungsform nach der Linie I-I der Fig. 2;  Fig. 2 ist ein Horizontalschnitt durch  die Pumpe nach der Linie II-II der Fig. 1;  Fig. 3 zeigt einen Schnitt nach der Linie  III-III der Fig. 2;  Fig. 4 und 5 zeigen Einzelheiten der  Schmiermittelpumpe;  Fig. 6, 7 und 8 zeigen ein Steuerventil  für die Zuleitung von 01 und Druckluft zu  den Schmierstellen, wobei  Fig. 6 ein Schnitt nach der Linie VI-VI  der Fig. 7 ist;  Fig. 7 zeigt das Steuerventil in Ansicht  von oben, während Fig. 8 eine Seitenansicht  des Ventils darstellt;    Fig. 9 zeigt die Spritzvorrichtung zum  Aufbringen des Schmiermittels im Schnitt;  Fig. 10 zeigt schematisch die Anordnung  der einzelnen Teile und veranschaulicht die       Arbeitsweise    der ersten Einrichtung;

    Fig. 11 zeigt den Kolben des Steuerven  tils nach Fig. 6 bis 8,  Fig. 12 eine Variante zu der     Spritzvor-          richtung    nach Fig. 9  Fig. 13 bis 1.9 zeigen die einzelnen Teile  einer     zweiten    Ausführungsform, und zwar  zeigt Fig. 13 die schematische Anordnung  von Ventil und     Spritzvorrichtungen;     Fig. 14 zeigt einen Schnitt durch die  Pumpe und das Steuerventil;  Fig. 15 bis 1.7 zeigen verschiedene Stel  lungen des Ventils;  Fig. 18 zeigt den Schnitt durch eine  Variante der Pumpe;  Fig. 19 zeigt den Schnitt durch eine  Spritzvorrichtung.  



  Die Einrichtung nach Fig. 1 bis 11 weist  eine Pumpe P auf (Fig. 10), mittels welcher  <B>01</B> durch die Druckleitung 1. nach einem Ab  sperrventil     T'    gepresst wird. Dieses ist mit  einer Leitung 3 an ein Steuerventil<B>8</B> an  geschlossen, von welchem Ölleitungen 4, 5  zu den Spritzvorrichtungen 0 bei den Spur  kränzen K des     Schienenfahrzeuges    führen.  Eine weitere     011eitung    6 führt vom Steuer  ventil<B>S</B> zur Saugseite der Pumpe P zurück.

    Eine Leitung 2 eines     Druckluftbehälters    D  führt zum Absperrventil     t';    von diesem geht  eine weitere     Druckluftleitung    7 nach dem  Steuerventil<B>8</B>, an welches Luftleitungen 8,  9 angeschlossen sind, die zu den     Spritzvor-          richtungen    0 in der Nähe der Spurkränze  K führen.  



  Das     Steuerventil    8 ist mittels eines Hebel  gestänges G mit dem     Drehgestell    des Fahr  zeuges oder einer verschiebbaren Achse ver  bunden,     derart,    dass das     Steuerventil        S'    ver  stellt wird, wenn das Fahrzeug in eine     Kurve     fährt, und wieder in die Ausgangslage zu  rückkehrt, wenn das Fahrzeug die Kurve  verlässt.  



  Die Pumpe weist ein     Reservoir    10 für  das 'Schmieröl auf. Auf dem     Reservoir    10 ist      eine     Platte    11 befestigt.     Auf        letztere    ist eine  Welle 13 drehbar gelagert. Der Antrieb kann  direkt oder     mittels        Zahnrad,        Kettenrad    usw.  stattfinden., das auf dem einen oder andern  Erde der Welle 13 angebracht     werden        kann;     Vorzugsweise erfolgt dem Antrieb vom Ge  schwindigkeitsmesserantrieb des Fahrzeuges       aus.     



  Auf der Welle 13 sitzt einbreites     Zhan-          rad    14. Mit letzterem steht ein Zahnrad 15  in     Eingriff.        Dieses    sitzt lose auf     einer        Welle     16, diadrehbar und achsial verschiebbar in       Zylinderbüchsen    17, 18     ;gelagert        ist,    welche  in     Bohrungen    20 der     Platte    11     eingesetzt     sind.

   Beim     gezeichneten        Ausführungsbeispiel     dient     das        eine    Ende 2,8     zur    Führung -der  Welle 1i6, während das andere Ende 29 als  Kolben arbeitet. Zur achsialen Verstellung der  Welle 16 ist eine     in:        sich        geschlossene,        schräg     zur     Welle    16 verlaufende     (Steuernut    21 in       dem    Nabe     221    des     Rades        15    vorgesehen.

   In :die       Steuernut    21 ragt ein     feststellbarer    Zapfen  25 von     rechteckigem        Querschnitt.        Letzterer     kann     reit    Hilfe     einer    Skala<B>26</B> in     der    Wan  dung des     Pumpengehäuses        eingestellt    wer  den.

   Die Welle 16     wind        infolge        der    schrägen  Nut 21 beim Drehen nach     rechts    und links       zwischen        einer    äussersten     linken    und     einer     äussersten rechten Stellung verschoben. Je  nach ,der Stellung des Zapfens 25 ändern sich  ,diese Stellungen. Wird .zum Beispiel in  Fig. 2 der Zapfen 25 soweit gedreht, dass  seine     Diagonale    parallel zur     Achse,der    Welle  116 steht, während sie in Fig. 91 unter einem.

    Winkel zur Achse der Welle 16 steht, so  wird -bei dieser     Drehung,des    Zapfens 25, da  er über     Eck    zu     stechen    kommt,     die    Nabe 22  nach rechts     verschoben.    Wir denken     uns    bei  dieser Operation ,die Welle 1i6 nicht drehend.

         Verschieben        wir.        nun    die     Nabe    212 -bei     dieser          Stellung        nach        rechts,        bis    die     linke    Nuten  wand     gegen    die Ecke     !des        Zapfens    25 stösst,  so ist,die Verschiebung der Nabe 22 kleiner,       als        wenn.    der Zapfen 25     die        Stellung        nach     Fig. 2 einnimmt.

   Diese Änderung in,der Ver  schiebung der Nabe     212    durch den     verschie-          denartig        eingestellten    Zapfen 25 ändert mit  dem Hub des von Odem Wellenende 29 gebil-    deten Kolbens auch die Förderverhältnisse  der Pumpe.  



  Der     Kolben    '29     besitzt    auf     einem    Teil  seines Mantels eine Aussparung 310 (Fig. 4),       von:        welchem        eine    Bohrung 23 zum :Stirnende  des Kolbens     führt.    Die Aussparung 30 wird  beim Drehen des     Kolbens    29     nacheinander     über     die    Ansaugöffnung 31 und über die  Ausstossöffnung<B>32</B>     eingestellt.    Die Pumpe P  besitzt also kein Ventil.

   Während des     Dre-          hens    und des ,gleichzeitigen achsialen Ver  schiebens der Welle 1,6 steht :die Ausspa  rung 310 mit der Ansaugöffnung 311 in Ver  bindung, wenn sich ,die Welle 1,6     nach    rechts,  der Kolben 20 also     auswärts        bewegt,    und       mit        der    Ausstossöffnung 8-2, wenn sieh die  Welle     1i6    nach links,

   der Kolben 29 einwärts       bewegt.        Infolgedessen    wird bei der Aus  wärtsbewegung des     Kolbens    20 01 aus dem  Behälter 10 urgesaugt und beider Einwärts  bewegung .durch die Leitung 1 nach dem  Ventil V gepresst. Damit dieses Zusammen  wirken von Dreh- und achsialer Bewegung  für jeden     Drehungssinn    der     Wella    13 erfolgt,  ist ,zwischen dem Nockenkörper 22 und der  Welle 16 eine Klauenkupplung 3:3 (Fig.5)  eingebaut.

   Diese ermöglicht ein     Verdrehen     des Rades 1,5 auf der Welle 16, beim Wech  seln des     Drehsinnes    der Welle 13 um     ca.     <B>1,80'.</B> Soll die Pumpe nur bei einer Dreh  richtung der Welle 13     arbeiten,    so wird     das     Rad 15 mittels Stellschraube 24 in der ent  sprechenden Stellung mit der Welle 1,6 fest  verbunden.  



  Das     .Steuerventil    V     weist    ein     Gehäuse    40  auf, welches     mittels        Flansch    an     einem        pas-          senden:

          Teil    des     Fahrgestelles        befestigt        ist.     Am Gehäuse 40 ist an einem Stutzen 43 die  Druckluftleitung 2 angeschlossen, die mit  dem     Behälter    D verbunden     ist,        und        die    Luft  in die     Leitung    44     ,gelangen    lässt.

   In der  Druckluftleitung 44 isst ein unter Wirkung  einer     Feder        stehendes        Absühlussventil        einge-          baut.    Der Ventilkörper 45 trägt     einen    Kol  ben 46, der gut passend in -der     Leitung    44       eingeschliffen        ist.    Der Kolben 46 endet ober  halb: des     Einmünduugs#kanals    47 der     Olzu-          führleitung    1.     Arbeitet,die    Pumpe P, so wird      <B>01</B> unter Druck unter den     Kolben    46 geför  dert.

   Dieser wird das Ventil 45 entgegen der  Wirkung der Feder 49 anheben. Es kann  nun Luft aus dem Kanal 44 bezw. aus dem  Behälter D durch den Kanal 50 (Fig. 7 und  8) in eine Leitung 51 strömen.  



  Die Zuleitung von Luft und Ül nach der       einen    oder andern der beiden Spritzvorrich  tungen O (Fig. 9) -wird durch die Drehung  des als Küken 41 ausgebildeten Steuerorgans  ermöglicht. Dieses besitzt einen Zapfen 42,  an welchem das Gestänge G     angreift..    Das  Küken besitzt für die     Durchleitung    von Luft  und für die Durchleitung von 01 je eine       Nute   <B>59;</B> diese Nuten verbinden in den Kur  ven je nach der vom Drehgestell des Wagens  über den Hebel G beherrschten Stellung des       Kükens    41 den Luftkanal 51 mit dem Kanal  52 oder dem Kanal 53 und die als Kanal im  Gehäuse 40 ausgebildete Ölleitung 3 mit dem  Kanal 55 oder dem Kanal 56.

   In der Geraden  ist die Ölleitung 4 7 durch eine Bohrung 58  mit dem Kanal 5 7 verbunden, während die  Luftkanäle 51, 52, 53 voneinander abge  sperrt sind. Der Kanal 5 7 ist wie das     Reser-          voir    10 über die Leitung 6 an die Ansaug  seite der Pumpe angeschlossen.

   Der     Ölkanal     55 und der Luftkanal 5?     sind    über die Lei  tungen 4 bezw. 8 mit der einen, der Ölkanal  56 und der Luftkanal 53     über    die Leitungen  5 bezw. 9 mit der gegenüberliegenden     Spritz-          vorrichtung    O verbunden.     Beim    Durchfahren  einer Kurve wird also das Schmiermittel je  weils nur einer Spritzvorrichtung zugeführt,  und zwar einer solchen, die das Schmiermit  tel au den Spurkranz eines auf der kurven  äussern Schiene laufenden Rades spritzt; von  diesem Spurkranz gelangt das     Schmiermittel     dann auch an     die    zu schmierende Flanke :des  Kopfes dieser Schiene.

   Bei der Fahrt in der  Geraden kehrt das vom Kolben 29 in die  Druckleitung 1 geförderte<B>01</B> über die Lei  tungen 3 und 6 auf die Saugseite der Pumpe  zurück. Da die Pumpe bei fahrendem Wagen  immer arbeitet, bedarf es also nur der Ver  stellung des     Kükens    41 durch das Dreh  gestell, um sofort die Luft- und     Ölzufuhr    zu  den     Spritzvorrichtungen        herzustellen.       Das Ventil 45     hat    den Zweck, beim Still  stand des Fahrzeuges in der Kurve den Aus  tritt von Luft über das offene (Steuerventil  durch die     Anschlüsse    52, 53 zu     verhindern.     Zu diesem Zweck weist der Kolben 46  Fig.

   11) eine Ringnute 71 auf, innerhalb  welcher eine den Kolben diametral durchset  zende Bohrung 7 2 vorgesehen ist. Von unten  her ist in achsialer Richtung eine Schraube  73 in den Kolben eingeschraubt, die bis in  die Bohrung 72 ragt und eine an Tiefe nach  innen zunehmende Nut;<B>7-1</B> aufweist. Der  Durchgang von Luft in diesem Falle wird  dadurch verhindert, dass das 01 vom Kanal  47 durch die Nut 74, Bohrung<B>72,</B> Ring  nute 71 in die Bohrung 55, 5,6 noch langsam  entweichen kann (eine     ---eitere        Ölzufuhr    fin  det infolge     Stillstandes    der Pumpe P nicht  statt), wodurch sich der Kolben 46 mit dem  Ventil 45 senkt und den Luftdurchtritt von       Leitung    2, 44 in den Kanal 50 sperrt.

   Der       Viskosität    des     Öls    entsprechend kann     durch     Verstellen der Sehraube 7 3 der Eintrittsquer  schnitt in die Nut 74 vergrössert oder ver  kleinert werden.  



  In der Spritzvorrichtung (Fig. 9) endet,  die Ölzuführleitung 4 bezw. 5 in einem  Kanal 60, der in einen Kanal 61 ausmündet,  an den die     Düse,62        anschliesst.    In der Düsen  bohrung liegt eine Nadel 63, die an einer mit  Abschlussorgan 68 versehenen Kolbenstange  64     vorgesehen    ist.     Letztere    ist verschiebbar  im Kanal 61 und     trägt    am andern Ende     einen     Kolben     6i5,    welcher in einem     Zylinder        6ss    ver  schiebbar angeordnet ist. Auf den Kolben  65 wirkt eine Feder 67.

   Diese     ist    bestrebt,  den Kolben 65 und damit auch das     Düsen-          abschlussorgan    68 in der Schliesslage zu hal  ten. Vor dem     Kolben    65 mündet im     Kanal     69 die Luftleitung 8     bezw.    9 aus.

   Gelangt  Druckluft vom     Steuerventil        S    durch die     Lei-          tung    69 von den Kolben 65, so wird dieser  entgegen der Wirkung der Feder     b7    nach  rechts     (Fig.    9) gedrückt.     Dadurch    wird die       Düsennadel    zurückgezogen und die     Düse-.ge-          öffnet;        ausserdem        gibt    der Kolben 64 die       hintero    Öffnung des Kanals 61 nach der  Luftleitung 69 zu frei.

   Es kann Öl     aus    dem           ]Kanal        ss0    und Luft     .aus    dem     ]Kanal   <B>61</B> durch  die Düse- 62 austreten. Durch die Betätigung  der Düsennadel 63 durch die Druckluft,  welche die Nadel 68 zwecks Öffnens und       Schliessens        unter        Zuhilfenahme    der Feder 67  hin- und herschiebt, wird hierbei die     Düsen-          öffnung    fortwährend     gereinigt.     



  Zur Führung der Druckluft ist ,der Kol  ben 64 mit Nuten 70 versehen. Das Öl wird  durch die Druckluft     in        feinem        Strahl        auf    die  reibenden Teile der Spurkränze     gespritzt    und  diese     bringen    es auf Flanken     der        Schienen-          köpfe,    an     ,dienen    sie     ;geführt    sind.  



  Wegen der zwischen Spurkranz und  Schienenkopf auftretenden hohen Drücke ist  es erwünscht, dickflüssiges Öl zu verwenden.  Bei Temperaturen unter Null Grad wird       letzteres    von der     ausströmenden    Luft nur       mangelhaft    zerstäubt und     ,gelangt    in Klümp  chen auf das Rad, die bei     grösserem    Geschwin  digkeit abgeschleudert werden. Es hat sich  deshalb als vorteilhaft erwiesen, das Öl kurz  vor .der Düse dünnflüssig zu machen, so dass  es sich von der Luft wieder als Nebel auf  den Spurkranz zerstäuben lässt.

   Diesem  Zwecke dient eine     um    die     Ölzufuhr    60 ge  legte,     vorzugsweise        elektrische        Heizeinrich-          tung    80 (Fig. 12).  



  Die     Spritzvorrichtungen    0 könnten auch  so angeordnet werden, dass sie die Schienen  köpfe statt die Spurkränze     mit    Öl belegen.  



  Bei Fahrzeugen ohne Druckluftaus  rüstung kann das Öl durch einen am Spur  kranz federnd streifenden Stift aufge  bracht werden, dem es .in gleicher Weise wie  beim ersten     Ausführungsbeispiel        zugeführt     wird. Eine     insbesondere    für mit Vakuum  bremsen     ausgerüstete        Fahrzeuge    bestimmte  Ausführungsform der Einrichtung     zeigen    die  Fig. 13 bis 19.

   Bei den genannten Bahnen  .steht     auf    den     Triebfahrzeugen    nicht ohne       weiteres        Druckluft    zur     Verfügung,    so dass  die in Fig. 10 schematisch dargestellte An  ordnung nicht     verwendet    werden kann. Die  Pumpe P (Fig. 14) weist ein Gehäuse 84  auf, in welchem eine Kolbenstange 85 dreh  bar und vertikal verschiebbar ,gelagert ist.    Auf     letzterer    sitzen     eine        ]Kurvenscheibe    86       und    ein     Kugellager    87.

   Die     Kolbenstange     wird durch eine am     :Gehäusedeckel    88 anlie  gende Druckfeder 8<B>9</B> abwärts     gedrückt,    so  dass die Kurvenscheibe stets auf der Rolle 90  .aufliegt. Das     Kugellager    87 besitzt eine Nabe  91, auf welcher     ein        Schraubenraid    92 an  geordnet ist, das mit einem zweiten Schrau  benrad 93 kämmt.,Letzteres sitzt auf einer       Welle    94, die von irgend einem Antriebs  organ in Umdrehung .gesetzt wird.

   Das un  tere Ende der Kolbenstange     trägt    den Kol  ben 9,6, der     in    einer Büchse 97 gleitet     und          eine    Nut 98     aufweist.    Inder Büchse 97 sind  zwei     Bohrungen    99, 100 vorgesehen; an die  Bohrung 100 ist eine Leitung 101 ange  schlossen, die .im Steuerventil     S    ausmündet,  dessen Konstruktion aus den Fig. 14 bis 17  ersichtlich     ist.    Im Ventil     S    ist eine     Achse     105 gelagert, die mittels     Hebelgestänge    G  gedreht werden kann.

   Die Achse 105 besitzt  eine zentrale     Bohrung    1.06, ferner eine Ring  nut 107 und zwei kurze Nuten 10,8, 109.     Das     Ventil     S    weist noch zwei Bohrungen 1.10,  111 auf, von denen die     Leitungen    4, 5 zu  den     Spritzvorrichtungen    0 führen.  



  Bei ihrer Drehung     wird,die    Kolbenstange  85 ,gleichzeitig in achsialer Richtung     hin-          und    herverschoben infolge Auflaufens der       Kurvenscheibe    .86 auf der Rodle 90.     Beim     Aufwärtsgang liegt die Nut 98 des Kolbens  96 auf der Seite der Bohrung 99,     wodurch     aus dem Gehäuse 84 Öl in     den        freiwendenden          Raum        unter    dem Kolben gesaugt wird.

   Beim       Abwärtsgang    des     letzteren    liege dessen Nut  98 auf der Seite der Bohrung<B>100;</B> das Öl  wird durch dieselbe in die Leitung 101     .ge-          presst    und gelangt in     dasSteuerventil        S,    des  sen Hebelgestänge G, wie beim ersten Aus  führungsbeispiel beim Fahren in eine Kurve       verstellt    wird, und     .seinerseits    ,die     Achse    105  dreht.     Dadurch    kommt entweder die Nut 108  vor :

  die     Bohrung    110 oder die Nut 1109 vor  die Bohrung 111 zu liegen, von wo     ,dass    von  der Pumpe durch Leitung 101, Ringnut 107  und Bohrung 106 in     @diese        Nute        geförderte     111 durch ,die Leitungen 4     bezw.    5 zur einen  oder andern     Spritzvorrichtung    0     geleitet         wird.

   Durch eine auf der     Kolbenstange    85       sitzende        Mutter        11-1    kann der Kolbenhub  und damit die     -Menge    des geförderten Öls     in-          nert    gewissen Grenzen geändert werden.  



  Eine Variante der Pumpe zeigt Fit'  o-. 18.  Gemäss derselben ist im Gehäuse 120 eine  Kulisse 121 vertikal     verschiebbar    geführt.  Sie liegt auf dem     Exzenter    122 :der Antriebs  welle 123 und trägt     einerseits    einen Ge  windebolzen     12.1,        anderseits    einen Bolzen  125, an dessen unterem Ende eine Seheibe  126     befestigt    ist.

   Zwischen letzterer und dem       Gehäuse    liegt konzentrisch zum Bolzen     12.5     eine Druckfederung 127, die beim Heben der  1227, .die beim     Heben,der     Kulisse 121 zusammengedrückt und beim  Senken derselben     entspannt    wird.     Koaxial     unter dem Bolzen 125 liegt der Kolben 129,  der mittels seiner Feder 130 stets von unten  an den Bolzen<B>125</B>     angedrückt    wird und des  halb seine     Bewegungen    mitmacht. Wenn der  Kolben die in Fig. 18 gezeigte Labe ein  nimmt, hat sich der Kolbenraum mit 01 ge  füllt, das aus dem Gehäuse 120 durch die  Kanäle 13.2 zufliesst.

   Beim Abwärtsgang  drückt der Kolben 129 das     Ö1    durch das  federbelastete Ventil 1.33 in einen Raum     131,     von wo es durch die Leitung 101 in das  Steuerventil S fliesst, das wie in den Fig. 14  bis 17 gezeigt, ausgeführt sein kann. Der  Kolbenhub lässt sich     wiederum    verändern, und  zwar durch Verstellen der     Muttern    135.  



  Bei den Pumpen nach Fig. 14 und .18  wird die     Abwärtsbewegung    des Kolbens 96  bezw. 129 nicht zwarigläufig durch den An  trieb, sondern durch die Feder 89 bezw. 127  bewirkt. Der Kolben bewegt sich also nur so  lange     abwärts,    bis die vom Öldruck auf seine  Stirnfläche ausgeübte Kraft der Kraft     dieser          Feder        Gleichgewicht    hält.

   Ausser bei ver  stopfter Spritzdüse stellt sich dieser Öldruck  regelmässig dann ein, wenn     sieh    der Wagen  auf geradem Geleise befindet, so dass der  Drehschieber 1(l5 die     Leitung   <B>101</B> mit keiner  der Bohrungen 110, 111 verbindet und das  in die Leitung 101     ,geförderte    01     nicht    ent  weichen kann. Dann     trennt    sieh beim Wei  terdrehen der Antriebswelle in der Ausfüh-    rung nach Fig. 14 die Lauffläche des Nok-    kens 86 von der der Rolle 90 und in der  Ausführung nach F] g. 18 die Lauffläche des       Exzenters    122 von der des obern     Querjoches     der Kulisse 121.

   Erst bei weiterer Drehung  der Antriebswelle erreichen :die Laufflächen  des Nockens 86 bezw. des Exzenters 1.22 die  jenigen. der Rolle 90 bezw. des     Kulissen-          joches    wieder, und ihre Bewegung bewirkt  die Aufwärtsbewegung des Kolbens 96 bezw.  129 und das     Zusammendrücken    der Feder 89  bezw. 127. Diese Arbeitsweise macht es ent  behrlich,     beine        Absperren    der Bohrunken 110  und<B>111</B> die     Druckleitung    101 mit einem  zum     Beispiel    auf die     .Saugseite    der Pumpe  führenden Auslass für das 01 zu verbinden.  



  Eine für den Betrieb ohne Druckluft ,ge  bauteSpritzvorrichtung 0 ist in Fig. 19 dar  gestellt. Dias durch die Zuleitung 4 bezw.  5 zugeführte Öl     ,gelangt    in eine Kammer  140, deren Austrittsöffnung 141 in Fig. 19  durch eine Düsennadel 1,42 geschlossen ist.  Der bei ,jedem Arbeitsgang des Pumpenkol  bens     entstehende.    Druck pflanzt sich bis in  die Kammer 140 fort und vermag die Nadel  142 entgegen der     Wirkuni-        .der    Feder 143 zu  heben.

   Ein der vom Kolben geförderten  Menge 01     entsprechendes    Quantum 01 spritzt  durch die     Öffnung    141 an den     Spurkranz     des     Fahrzeugrades    oder an den Schienenkopf,  worauf die Nadel 142 die Öffnung 141 wie  der schliesst.  



  Die Einrichtungen ohne Druckluft arbei  ten zweckmässig mit einem Oldruck von min  destens WO At.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung an Schienenfahrzeugen zum Zuführen und Aufbringen von Sehmiermit- teln zwecks Verringerung der Reibung zwi schen Spurkränzen und Schienenköpfen, mit einer Schmiermittelpumpe und mehreren Vorrichtungen zum Aufbringen des Schmier mittels je auf eine zu schmierende Fläche.
    dadurch gekennzeichnet, dass die Schmiermit- telpumpe bei der Fahrt des Fahrzeuges stä.n- dib- angetrieben wird, und dass ein die Ver bindungen der Sehmiermittelpumpe mit den Vorrichtungen zum Aufbringen des Schmier- mittels beherrschendes Steuerörgan Vorge sehen ist, welches durch einen Teil des Fahr zeuges verstellt.
    wird, der in bezug auf den Fahrzeugkörper in Kurven andere Stellungen einnimmt als auf .geraden Geleisen, und wel ches die Schmiermittelpumpe nur in den Kurven mit jeweils mindestens einer der Vorrichtungen zum Aufbringen des Schmier mittels verbindet. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da- durcb. ,gekennzeichnet, dass das Steuer organ auf ,geradem Geleise die Drucklei tung und die ,Saugleitung der Schmiermit telpumpe miteinander verbindet (Fig. 10).
    <B>2</B> Einrichtung nach Patentanspruch, ge- kennzeichnetdurch eine solche Anord nung der Oldüsen, dass nur Flächen des Kopfes der jeweils kurvenäussern Sühiene uni Flächen der Spurkränze von auf die ser -Schiene laufenden Rädern :geschmiert werden.
    3. Einrichtung nach Patentanspruch, bei welcher :das Aufbringen des Schmiermit- tels auf die zu schmierende Fläche mit- tels Druckluft erfolgt, dadurch :
    gekenn zeichnet, dass mit dem die Verbindungen der Schmiermittelpumpe mit,den Vorrich tungen zum Aufbringen des Schmiermittels beherrschenden Steuerorgan (S) ein zwei tes Steuerorgan (V) verbunden ist, wel ches eine Druckluftleitung zu den genann ten Vorrichtungen derart steuert, -dass die Druckluftleitung in den Kurven jeweils mit den mit dem Schmiermittel beschick ten Vorrichtungen verbunden und auf :ge radem Geleise .abgesperrt ist (Fig. 1 bis 12).
CH203847D 1937-11-11 1937-11-11 Einrichtung an Schienenfahrzeugen zum Zuführen und Aufbringen von Schmiermitteln zwecks Verringerung der Reibung zwischen Spurkränzen und Schienenköpfen. CH203847A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH203847T 1937-11-11

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH203847A true CH203847A (de) 1939-03-31

Family

ID=4443870

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH203847D CH203847A (de) 1937-11-11 1937-11-11 Einrichtung an Schienenfahrzeugen zum Zuführen und Aufbringen von Schmiermitteln zwecks Verringerung der Reibung zwischen Spurkränzen und Schienenköpfen.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH203847A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2746565A (en) * 1949-06-13 1956-05-22 Robinetterie S A J Soc D Rail lubricating device mounted on a vehicle running on rails

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2746565A (en) * 1949-06-13 1956-05-22 Robinetterie S A J Soc D Rail lubricating device mounted on a vehicle running on rails

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE922110C (de) Schienenschmiervorrichtung
DE3139012C2 (de) Walzenschrämmaschine für den Untertagebergbau
DE2111375A1 (de) Hydraulische Winde und Anorndung derselben an einem Hebezeug
CH203847A (de) Einrichtung an Schienenfahrzeugen zum Zuführen und Aufbringen von Schmiermitteln zwecks Verringerung der Reibung zwischen Spurkränzen und Schienenköpfen.
DE1455972A1 (de) Vorrichtung an Kraftfahrzeugen,insbesondere an Personenkraftwagen,fuer die Seitenbewegungen des einen Fahrzeugendes
DE29708581U1 (de) Pumpenelement für eine Schmierstoffpumpe
DE726716C (de) Schmieranlage an Schienenfahrzeugen
DE2210815A1 (de) Öler
CH208120A (de) Einrichtung an Schienenfahrzeugen zum Aufbringen von Schmiermitteln mit Hilfe von Druckluft zur Verminderung der Reibung zwischen den Spurkränzen der Räder und den Schienenköpfen.
DE719867C (de) Von der Filterfluessigkeit in Umlauf versetzter Antrieb der Spaltraeumereinrichtung von Spaltfitern
DE747458C (de) Wechselseitig beaufschlagter Druckmittelmotor, insbesondere fuer Scheibenwischer
DE69612490T2 (de) Antriebsvorrichtung für einen Verriegelungszylinder eines Fahrwerkslenkers eines Fahrzeuges
DE689160C (de) Mit einem Druckmittel betaetigte Steuervorrichtungetragene Bodenbearbeitungsgeraete
DE552805C (de) Vorrichtung zur Erhaltung eines konstanten Druckes in Luftreifen
DE3016372C2 (de)
DE444884C (de) Bremsvorrichtung fuer Rohrbruchventile oder -klappen
DE231861C (de)
DE527382C (de) Schmiervorrichtung fuer Naehmaschinen mit Abstreichdocht
DE927814C (de) Schmiervorrichtung fuer das Achslager von Eisenbahnwagen mit einer durch die Wagenachswelle angetriebenen Umlaufpumpe
AT114730B (de) Steuerung für Brennstoffpumpen.
AT333601B (de) Vorrichtung zum entluften des ausgleichgetriebegehauses getriebener fahrzeugachsen
DE805895C (de) Schienenschmiervorrichtung
DE598067C (de) Tuerschliesser und -daempfer
DE504297C (de) Antriebsvorrichtung fuer allseitig abgedichtete Verschlussklappen
DE626318C (de) Beregnungsvorrichtung