Einrichtung an Schienenfahrzeugen zum Zuführen und Aufbringen von Schmiermitteln zwecks Verringerung der Reibung zwischen Spurkränzen und Schienenköpfen. Gegenstand der Erfindung ist eine Ein richtung an Schienenfahrzeugen zum Zu führen und Aufbringen von Schmiermitteln zwecks Verringerung der Reibung zwischen Spurkränzen und Schienenköpfen, mit einer Schmiermittelpumpe und mehreren Vorrich tungen zum Aufbringen des Schmiermittels je auf eine zu schmierende Fläche.
Es sind Einrichtungen für diesen Zweck bekannt, bei denen die Schmiermittelpumpe von ihrem während der Fahrt dauernd lau fenden Antriebsorgan über eine mittels Druckluft einrückbare Kupplung betätigt wird. Das Ein- und Ausrücken dieser Kupp lung wird durch die Bewegungen eines Dreh gestelles des Fahrzeuges in bezug auf dessen Wagenkasten bewirkt, so dass die Pumpe je weils nur in den Kurven läuft.
Da das Ein rücken der Kupplung, das Ansaugen des Schmiermittels in die Pumpe und das Aus scheiden allfällig in die Pumpe eingedrunge ner Luft eine wenn auch kurze Zeit erfor dern, beginnt bei diesen Einrichtungen die Schmiermittelzufuhr zu den zu schmieren den Stellen erst, wenn das Drehgestell einen gewissen Weg in der Kurve zurückgelegt hat.
Gemäss der Erfindung wird die Schmier mittelpumpe bei der Fahrt des Fahrzeuges ständig angetrieben, und es ist ein die Ver bindungen der Schmiermittelpumpe mit den Vorrichtungen zum Aufbringen des Schmier mittels beherrschendes Steuerorgan vorge sehen, welches durch einen Teil des Fahr zeuges verstellt wird, der in bezug auf den Fahrzeugkörper in Kurven andere Stellun gen einnimmt als auf geraden Geleisen, und welches die Schmiermittelpumpe nur in den Kurven mit jeweils mindestens einer der Vorrichtungen zum Aufbringen des Schmier mittels verbindet.
Dadurch kann unter anderem neben einer Vereinfachung der Einrichtung erreicht wer den, dass die Zufuhr des Schmiermittels bei nahe augenblicklich nach dem Einfahren in die Kurve einsetzt. Das ist wichtig, weil die Reibung zwischen Spurkranz und Schienen- kopf gerade am Anfang der Kurve am nach teiligsten ist.
Das Steuerorgan kann zweckmässig auf geradem Geleise die Druckleitung und die Saugleitung miteinander verbinden. Es ist für die sparsame Verwendung des Schmier mittels von Vorteil, wenn nur Flächen des Kopfes der jeweils kurvenäussern Schiene und der Spurkränze von auf dieser Schiene lau fenden Rädern geschmiert werden. Da zwi schen der kurveninnern Schiene und den an ihr laufenden Spurkränzen nur ein geringer Druck und wenig Reibung besteht, ist es nämlich nicht nötig, dort Schmiermittel an zubringen.
Wo das Aufbringen des Schmiermittels auf eine zu schmierende Fläche mittels Druckluft erfolgt, kann mit dem die Verbin dungen der Schmiermittelpumpe mit den Vorrichtungen zum Aufbringen des Schmier mittels beherrschenden Steuerorgan ein zwei tes Steuerorgan verbunden sein, welches eine Druckluftleitung zu den genannten Vorrich tungen derart steuert, dass die Druckluftlei tung in den Kurven jeweils mit den mit dem Schmiermittel beschickten Vorrichtungen ver- bunden und auf geradem Geleise abgesperrt ist, In den Zeichnungen sind Ausführungs beispiele des Erfindungsgegenstandes darge stellt.
Fig. 1 zeigt einen Vertikalschnitt durch die Schmiermittelpumpe einer ersten Aus führungsform nach der Linie I-I der Fig. 2; Fig. 2 ist ein Horizontalschnitt durch die Pumpe nach der Linie II-II der Fig. 1; Fig. 3 zeigt einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2; Fig. 4 und 5 zeigen Einzelheiten der Schmiermittelpumpe; Fig. 6, 7 und 8 zeigen ein Steuerventil für die Zuleitung von 01 und Druckluft zu den Schmierstellen, wobei Fig. 6 ein Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 7 ist; Fig. 7 zeigt das Steuerventil in Ansicht von oben, während Fig. 8 eine Seitenansicht des Ventils darstellt; Fig. 9 zeigt die Spritzvorrichtung zum Aufbringen des Schmiermittels im Schnitt; Fig. 10 zeigt schematisch die Anordnung der einzelnen Teile und veranschaulicht die Arbeitsweise der ersten Einrichtung;
Fig. 11 zeigt den Kolben des Steuerven tils nach Fig. 6 bis 8, Fig. 12 eine Variante zu der Spritzvor- richtung nach Fig. 9 Fig. 13 bis 1.9 zeigen die einzelnen Teile einer zweiten Ausführungsform, und zwar zeigt Fig. 13 die schematische Anordnung von Ventil und Spritzvorrichtungen; Fig. 14 zeigt einen Schnitt durch die Pumpe und das Steuerventil; Fig. 15 bis 1.7 zeigen verschiedene Stel lungen des Ventils; Fig. 18 zeigt den Schnitt durch eine Variante der Pumpe; Fig. 19 zeigt den Schnitt durch eine Spritzvorrichtung.
Die Einrichtung nach Fig. 1 bis 11 weist eine Pumpe P auf (Fig. 10), mittels welcher <B>01</B> durch die Druckleitung 1. nach einem Ab sperrventil T' gepresst wird. Dieses ist mit einer Leitung 3 an ein Steuerventil<B>8</B> an geschlossen, von welchem Ölleitungen 4, 5 zu den Spritzvorrichtungen 0 bei den Spur kränzen K des Schienenfahrzeuges führen. Eine weitere 011eitung 6 führt vom Steuer ventil<B>S</B> zur Saugseite der Pumpe P zurück.
Eine Leitung 2 eines Druckluftbehälters D führt zum Absperrventil t'; von diesem geht eine weitere Druckluftleitung 7 nach dem Steuerventil<B>8</B>, an welches Luftleitungen 8, 9 angeschlossen sind, die zu den Spritzvor- richtungen 0 in der Nähe der Spurkränze K führen.
Das Steuerventil 8 ist mittels eines Hebel gestänges G mit dem Drehgestell des Fahr zeuges oder einer verschiebbaren Achse ver bunden, derart, dass das Steuerventil S' ver stellt wird, wenn das Fahrzeug in eine Kurve fährt, und wieder in die Ausgangslage zu rückkehrt, wenn das Fahrzeug die Kurve verlässt.
Die Pumpe weist ein Reservoir 10 für das 'Schmieröl auf. Auf dem Reservoir 10 ist eine Platte 11 befestigt. Auf letztere ist eine Welle 13 drehbar gelagert. Der Antrieb kann direkt oder mittels Zahnrad, Kettenrad usw. stattfinden., das auf dem einen oder andern Erde der Welle 13 angebracht werden kann; Vorzugsweise erfolgt dem Antrieb vom Ge schwindigkeitsmesserantrieb des Fahrzeuges aus.
Auf der Welle 13 sitzt einbreites Zhan- rad 14. Mit letzterem steht ein Zahnrad 15 in Eingriff. Dieses sitzt lose auf einer Welle 16, diadrehbar und achsial verschiebbar in Zylinderbüchsen 17, 18 ;gelagert ist, welche in Bohrungen 20 der Platte 11 eingesetzt sind.
Beim gezeichneten Ausführungsbeispiel dient das eine Ende 2,8 zur Führung -der Welle 1i6, während das andere Ende 29 als Kolben arbeitet. Zur achsialen Verstellung der Welle 16 ist eine in: sich geschlossene, schräg zur Welle 16 verlaufende (Steuernut 21 in dem Nabe 221 des Rades 15 vorgesehen.
In :die Steuernut 21 ragt ein feststellbarer Zapfen 25 von rechteckigem Querschnitt. Letzterer kann reit Hilfe einer Skala<B>26</B> in der Wan dung des Pumpengehäuses eingestellt wer den.
Die Welle 16 wind infolge der schrägen Nut 21 beim Drehen nach rechts und links zwischen einer äussersten linken und einer äussersten rechten Stellung verschoben. Je nach ,der Stellung des Zapfens 25 ändern sich ,diese Stellungen. Wird .zum Beispiel in Fig. 2 der Zapfen 25 soweit gedreht, dass seine Diagonale parallel zur Achse,der Welle 116 steht, während sie in Fig. 91 unter einem.
Winkel zur Achse der Welle 16 steht, so wird -bei dieser Drehung,des Zapfens 25, da er über Eck zu stechen kommt, die Nabe 22 nach rechts verschoben. Wir denken uns bei dieser Operation ,die Welle 1i6 nicht drehend.
Verschieben wir. nun die Nabe 212 -bei dieser Stellung nach rechts, bis die linke Nuten wand gegen die Ecke !des Zapfens 25 stösst, so ist,die Verschiebung der Nabe 22 kleiner, als wenn. der Zapfen 25 die Stellung nach Fig. 2 einnimmt.
Diese Änderung in,der Ver schiebung der Nabe 212 durch den verschie- denartig eingestellten Zapfen 25 ändert mit dem Hub des von Odem Wellenende 29 gebil- deten Kolbens auch die Förderverhältnisse der Pumpe.
Der Kolben '29 besitzt auf einem Teil seines Mantels eine Aussparung 310 (Fig. 4), von: welchem eine Bohrung 23 zum :Stirnende des Kolbens führt. Die Aussparung 30 wird beim Drehen des Kolbens 29 nacheinander über die Ansaugöffnung 31 und über die Ausstossöffnung<B>32</B> eingestellt. Die Pumpe P besitzt also kein Ventil.
Während des Dre- hens und des ,gleichzeitigen achsialen Ver schiebens der Welle 1,6 steht :die Ausspa rung 310 mit der Ansaugöffnung 311 in Ver bindung, wenn sich ,die Welle 1,6 nach rechts, der Kolben 20 also auswärts bewegt, und mit der Ausstossöffnung 8-2, wenn sieh die Welle 1i6 nach links,
der Kolben 29 einwärts bewegt. Infolgedessen wird bei der Aus wärtsbewegung des Kolbens 20 01 aus dem Behälter 10 urgesaugt und beider Einwärts bewegung .durch die Leitung 1 nach dem Ventil V gepresst. Damit dieses Zusammen wirken von Dreh- und achsialer Bewegung für jeden Drehungssinn der Wella 13 erfolgt, ist ,zwischen dem Nockenkörper 22 und der Welle 16 eine Klauenkupplung 3:3 (Fig.5) eingebaut.
Diese ermöglicht ein Verdrehen des Rades 1,5 auf der Welle 16, beim Wech seln des Drehsinnes der Welle 13 um ca. <B>1,80'.</B> Soll die Pumpe nur bei einer Dreh richtung der Welle 13 arbeiten, so wird das Rad 15 mittels Stellschraube 24 in der ent sprechenden Stellung mit der Welle 1,6 fest verbunden.
Das .Steuerventil V weist ein Gehäuse 40 auf, welches mittels Flansch an einem pas- senden:
Teil des Fahrgestelles befestigt ist. Am Gehäuse 40 ist an einem Stutzen 43 die Druckluftleitung 2 angeschlossen, die mit dem Behälter D verbunden ist, und die Luft in die Leitung 44 ,gelangen lässt.
In der Druckluftleitung 44 isst ein unter Wirkung einer Feder stehendes Absühlussventil einge- baut. Der Ventilkörper 45 trägt einen Kol ben 46, der gut passend in -der Leitung 44 eingeschliffen ist. Der Kolben 46 endet ober halb: des Einmünduugs#kanals 47 der Olzu- führleitung 1. Arbeitet,die Pumpe P, so wird <B>01</B> unter Druck unter den Kolben 46 geför dert.
Dieser wird das Ventil 45 entgegen der Wirkung der Feder 49 anheben. Es kann nun Luft aus dem Kanal 44 bezw. aus dem Behälter D durch den Kanal 50 (Fig. 7 und 8) in eine Leitung 51 strömen.
Die Zuleitung von Luft und Ül nach der einen oder andern der beiden Spritzvorrich tungen O (Fig. 9) -wird durch die Drehung des als Küken 41 ausgebildeten Steuerorgans ermöglicht. Dieses besitzt einen Zapfen 42, an welchem das Gestänge G angreift.. Das Küken besitzt für die Durchleitung von Luft und für die Durchleitung von 01 je eine Nute <B>59;</B> diese Nuten verbinden in den Kur ven je nach der vom Drehgestell des Wagens über den Hebel G beherrschten Stellung des Kükens 41 den Luftkanal 51 mit dem Kanal 52 oder dem Kanal 53 und die als Kanal im Gehäuse 40 ausgebildete Ölleitung 3 mit dem Kanal 55 oder dem Kanal 56.
In der Geraden ist die Ölleitung 4 7 durch eine Bohrung 58 mit dem Kanal 5 7 verbunden, während die Luftkanäle 51, 52, 53 voneinander abge sperrt sind. Der Kanal 5 7 ist wie das Reser- voir 10 über die Leitung 6 an die Ansaug seite der Pumpe angeschlossen.
Der Ölkanal 55 und der Luftkanal 5? sind über die Lei tungen 4 bezw. 8 mit der einen, der Ölkanal 56 und der Luftkanal 53 über die Leitungen 5 bezw. 9 mit der gegenüberliegenden Spritz- vorrichtung O verbunden. Beim Durchfahren einer Kurve wird also das Schmiermittel je weils nur einer Spritzvorrichtung zugeführt, und zwar einer solchen, die das Schmiermit tel au den Spurkranz eines auf der kurven äussern Schiene laufenden Rades spritzt; von diesem Spurkranz gelangt das Schmiermittel dann auch an die zu schmierende Flanke :des Kopfes dieser Schiene.
Bei der Fahrt in der Geraden kehrt das vom Kolben 29 in die Druckleitung 1 geförderte<B>01</B> über die Lei tungen 3 und 6 auf die Saugseite der Pumpe zurück. Da die Pumpe bei fahrendem Wagen immer arbeitet, bedarf es also nur der Ver stellung des Kükens 41 durch das Dreh gestell, um sofort die Luft- und Ölzufuhr zu den Spritzvorrichtungen herzustellen. Das Ventil 45 hat den Zweck, beim Still stand des Fahrzeuges in der Kurve den Aus tritt von Luft über das offene (Steuerventil durch die Anschlüsse 52, 53 zu verhindern. Zu diesem Zweck weist der Kolben 46 Fig.
11) eine Ringnute 71 auf, innerhalb welcher eine den Kolben diametral durchset zende Bohrung 7 2 vorgesehen ist. Von unten her ist in achsialer Richtung eine Schraube 73 in den Kolben eingeschraubt, die bis in die Bohrung 72 ragt und eine an Tiefe nach innen zunehmende Nut;<B>7-1</B> aufweist. Der Durchgang von Luft in diesem Falle wird dadurch verhindert, dass das 01 vom Kanal 47 durch die Nut 74, Bohrung<B>72,</B> Ring nute 71 in die Bohrung 55, 5,6 noch langsam entweichen kann (eine ---eitere Ölzufuhr fin det infolge Stillstandes der Pumpe P nicht statt), wodurch sich der Kolben 46 mit dem Ventil 45 senkt und den Luftdurchtritt von Leitung 2, 44 in den Kanal 50 sperrt.
Der Viskosität des Öls entsprechend kann durch Verstellen der Sehraube 7 3 der Eintrittsquer schnitt in die Nut 74 vergrössert oder ver kleinert werden.
In der Spritzvorrichtung (Fig. 9) endet, die Ölzuführleitung 4 bezw. 5 in einem Kanal 60, der in einen Kanal 61 ausmündet, an den die Düse,62 anschliesst. In der Düsen bohrung liegt eine Nadel 63, die an einer mit Abschlussorgan 68 versehenen Kolbenstange 64 vorgesehen ist. Letztere ist verschiebbar im Kanal 61 und trägt am andern Ende einen Kolben 6i5, welcher in einem Zylinder 6ss ver schiebbar angeordnet ist. Auf den Kolben 65 wirkt eine Feder 67.
Diese ist bestrebt, den Kolben 65 und damit auch das Düsen- abschlussorgan 68 in der Schliesslage zu hal ten. Vor dem Kolben 65 mündet im Kanal 69 die Luftleitung 8 bezw. 9 aus.
Gelangt Druckluft vom Steuerventil S durch die Lei- tung 69 von den Kolben 65, so wird dieser entgegen der Wirkung der Feder b7 nach rechts (Fig. 9) gedrückt. Dadurch wird die Düsennadel zurückgezogen und die Düse-.ge- öffnet; ausserdem gibt der Kolben 64 die hintero Öffnung des Kanals 61 nach der Luftleitung 69 zu frei.
Es kann Öl aus dem ]Kanal ss0 und Luft .aus dem ]Kanal <B>61</B> durch die Düse- 62 austreten. Durch die Betätigung der Düsennadel 63 durch die Druckluft, welche die Nadel 68 zwecks Öffnens und Schliessens unter Zuhilfenahme der Feder 67 hin- und herschiebt, wird hierbei die Düsen- öffnung fortwährend gereinigt.
Zur Führung der Druckluft ist ,der Kol ben 64 mit Nuten 70 versehen. Das Öl wird durch die Druckluft in feinem Strahl auf die reibenden Teile der Spurkränze gespritzt und diese bringen es auf Flanken der Schienen- köpfe, an ,dienen sie ;geführt sind.
Wegen der zwischen Spurkranz und Schienenkopf auftretenden hohen Drücke ist es erwünscht, dickflüssiges Öl zu verwenden. Bei Temperaturen unter Null Grad wird letzteres von der ausströmenden Luft nur mangelhaft zerstäubt und ,gelangt in Klümp chen auf das Rad, die bei grösserem Geschwin digkeit abgeschleudert werden. Es hat sich deshalb als vorteilhaft erwiesen, das Öl kurz vor .der Düse dünnflüssig zu machen, so dass es sich von der Luft wieder als Nebel auf den Spurkranz zerstäuben lässt.
Diesem Zwecke dient eine um die Ölzufuhr 60 ge legte, vorzugsweise elektrische Heizeinrich- tung 80 (Fig. 12).
Die Spritzvorrichtungen 0 könnten auch so angeordnet werden, dass sie die Schienen köpfe statt die Spurkränze mit Öl belegen.
Bei Fahrzeugen ohne Druckluftaus rüstung kann das Öl durch einen am Spur kranz federnd streifenden Stift aufge bracht werden, dem es .in gleicher Weise wie beim ersten Ausführungsbeispiel zugeführt wird. Eine insbesondere für mit Vakuum bremsen ausgerüstete Fahrzeuge bestimmte Ausführungsform der Einrichtung zeigen die Fig. 13 bis 19.
Bei den genannten Bahnen .steht auf den Triebfahrzeugen nicht ohne weiteres Druckluft zur Verfügung, so dass die in Fig. 10 schematisch dargestellte An ordnung nicht verwendet werden kann. Die Pumpe P (Fig. 14) weist ein Gehäuse 84 auf, in welchem eine Kolbenstange 85 dreh bar und vertikal verschiebbar ,gelagert ist. Auf letzterer sitzen eine ]Kurvenscheibe 86 und ein Kugellager 87.
Die Kolbenstange wird durch eine am :Gehäusedeckel 88 anlie gende Druckfeder 8<B>9</B> abwärts gedrückt, so dass die Kurvenscheibe stets auf der Rolle 90 .aufliegt. Das Kugellager 87 besitzt eine Nabe 91, auf welcher ein Schraubenraid 92 an geordnet ist, das mit einem zweiten Schrau benrad 93 kämmt.,Letzteres sitzt auf einer Welle 94, die von irgend einem Antriebs organ in Umdrehung .gesetzt wird.
Das un tere Ende der Kolbenstange trägt den Kol ben 9,6, der in einer Büchse 97 gleitet und eine Nut 98 aufweist. Inder Büchse 97 sind zwei Bohrungen 99, 100 vorgesehen; an die Bohrung 100 ist eine Leitung 101 ange schlossen, die .im Steuerventil S ausmündet, dessen Konstruktion aus den Fig. 14 bis 17 ersichtlich ist. Im Ventil S ist eine Achse 105 gelagert, die mittels Hebelgestänge G gedreht werden kann.
Die Achse 105 besitzt eine zentrale Bohrung 1.06, ferner eine Ring nut 107 und zwei kurze Nuten 10,8, 109. Das Ventil S weist noch zwei Bohrungen 1.10, 111 auf, von denen die Leitungen 4, 5 zu den Spritzvorrichtungen 0 führen.
Bei ihrer Drehung wird,die Kolbenstange 85 ,gleichzeitig in achsialer Richtung hin- und herverschoben infolge Auflaufens der Kurvenscheibe .86 auf der Rodle 90. Beim Aufwärtsgang liegt die Nut 98 des Kolbens 96 auf der Seite der Bohrung 99, wodurch aus dem Gehäuse 84 Öl in den freiwendenden Raum unter dem Kolben gesaugt wird.
Beim Abwärtsgang des letzteren liege dessen Nut 98 auf der Seite der Bohrung<B>100;</B> das Öl wird durch dieselbe in die Leitung 101 .ge- presst und gelangt in dasSteuerventil S, des sen Hebelgestänge G, wie beim ersten Aus führungsbeispiel beim Fahren in eine Kurve verstellt wird, und .seinerseits ,die Achse 105 dreht. Dadurch kommt entweder die Nut 108 vor :
die Bohrung 110 oder die Nut 1109 vor die Bohrung 111 zu liegen, von wo ,dass von der Pumpe durch Leitung 101, Ringnut 107 und Bohrung 106 in @diese Nute geförderte 111 durch ,die Leitungen 4 bezw. 5 zur einen oder andern Spritzvorrichtung 0 geleitet wird.
Durch eine auf der Kolbenstange 85 sitzende Mutter 11-1 kann der Kolbenhub und damit die -Menge des geförderten Öls in- nert gewissen Grenzen geändert werden.
Eine Variante der Pumpe zeigt Fit' o-. 18. Gemäss derselben ist im Gehäuse 120 eine Kulisse 121 vertikal verschiebbar geführt. Sie liegt auf dem Exzenter 122 :der Antriebs welle 123 und trägt einerseits einen Ge windebolzen 12.1, anderseits einen Bolzen 125, an dessen unterem Ende eine Seheibe 126 befestigt ist.
Zwischen letzterer und dem Gehäuse liegt konzentrisch zum Bolzen 12.5 eine Druckfederung 127, die beim Heben der 1227, .die beim Heben,der Kulisse 121 zusammengedrückt und beim Senken derselben entspannt wird. Koaxial unter dem Bolzen 125 liegt der Kolben 129, der mittels seiner Feder 130 stets von unten an den Bolzen<B>125</B> angedrückt wird und des halb seine Bewegungen mitmacht. Wenn der Kolben die in Fig. 18 gezeigte Labe ein nimmt, hat sich der Kolbenraum mit 01 ge füllt, das aus dem Gehäuse 120 durch die Kanäle 13.2 zufliesst.
Beim Abwärtsgang drückt der Kolben 129 das Ö1 durch das federbelastete Ventil 1.33 in einen Raum 131, von wo es durch die Leitung 101 in das Steuerventil S fliesst, das wie in den Fig. 14 bis 17 gezeigt, ausgeführt sein kann. Der Kolbenhub lässt sich wiederum verändern, und zwar durch Verstellen der Muttern 135.
Bei den Pumpen nach Fig. 14 und .18 wird die Abwärtsbewegung des Kolbens 96 bezw. 129 nicht zwarigläufig durch den An trieb, sondern durch die Feder 89 bezw. 127 bewirkt. Der Kolben bewegt sich also nur so lange abwärts, bis die vom Öldruck auf seine Stirnfläche ausgeübte Kraft der Kraft dieser Feder Gleichgewicht hält.
Ausser bei ver stopfter Spritzdüse stellt sich dieser Öldruck regelmässig dann ein, wenn sieh der Wagen auf geradem Geleise befindet, so dass der Drehschieber 1(l5 die Leitung <B>101</B> mit keiner der Bohrungen 110, 111 verbindet und das in die Leitung 101 ,geförderte 01 nicht ent weichen kann. Dann trennt sieh beim Wei terdrehen der Antriebswelle in der Ausfüh- rung nach Fig. 14 die Lauffläche des Nok- kens 86 von der der Rolle 90 und in der Ausführung nach F] g. 18 die Lauffläche des Exzenters 122 von der des obern Querjoches der Kulisse 121.
Erst bei weiterer Drehung der Antriebswelle erreichen :die Laufflächen des Nockens 86 bezw. des Exzenters 1.22 die jenigen. der Rolle 90 bezw. des Kulissen- joches wieder, und ihre Bewegung bewirkt die Aufwärtsbewegung des Kolbens 96 bezw. 129 und das Zusammendrücken der Feder 89 bezw. 127. Diese Arbeitsweise macht es ent behrlich, beine Absperren der Bohrunken 110 und<B>111</B> die Druckleitung 101 mit einem zum Beispiel auf die .Saugseite der Pumpe führenden Auslass für das 01 zu verbinden.
Eine für den Betrieb ohne Druckluft ,ge bauteSpritzvorrichtung 0 ist in Fig. 19 dar gestellt. Dias durch die Zuleitung 4 bezw. 5 zugeführte Öl ,gelangt in eine Kammer 140, deren Austrittsöffnung 141 in Fig. 19 durch eine Düsennadel 1,42 geschlossen ist. Der bei ,jedem Arbeitsgang des Pumpenkol bens entstehende. Druck pflanzt sich bis in die Kammer 140 fort und vermag die Nadel 142 entgegen der Wirkuni- .der Feder 143 zu heben.
Ein der vom Kolben geförderten Menge 01 entsprechendes Quantum 01 spritzt durch die Öffnung 141 an den Spurkranz des Fahrzeugrades oder an den Schienenkopf, worauf die Nadel 142 die Öffnung 141 wie der schliesst.
Die Einrichtungen ohne Druckluft arbei ten zweckmässig mit einem Oldruck von min destens WO At.