CH203940A - Mittel zur Herstellung von Wasser-in-Öl-Dispersionen. - Google Patents

Mittel zur Herstellung von Wasser-in-Öl-Dispersionen.

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CH203940A
CH203940A CH203940DA CH203940A CH 203940 A CH203940 A CH 203940A CH 203940D A CH203940D A CH 203940DA CH 203940 A CH203940 A CH 203940A
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water
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glycerides
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Schou Herbert
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Schou Herbert
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09K—MATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K23/00—Use of substances as emulsifying, wetting, dispersing, or foam-producing agents
    • C09K23/017—Mixtures of compounds
    • C09K23/018—Mixtures of two or more different organic oxygen-containing compounds

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  • Colloid Chemistry (AREA)

Description


  
 



  MIttel zur Herstellung von Wasser-in-Öl-Dispersionen.



   Die Erfindung betrifft ein neues Mittel zur Herstellung von Wasser-in-Öl-Dispersionen und ein besonderes geeignetes Verfahren zur Herstellung des Mittels.



   Bei der Herstellung von Dispersionen von Wasser oder wässrigen Flüssigkeiten in organischen Stoffen, insbesondere Ölen und bezw. oder Fetten, hat man schon ölige Dispergatoren und Stabilisatoren verwendet, die durch Polymerisierung und eventuell noch Oxydation von Glyceride ungesättigter Fettsäuren enthaltenden Ölen oder Fetten, wie Leinöl,   Sojaöl, Baumwollsattöl, Sesamöl, : Nuss öl oder    dergl. oder Gemischen dieser Öle erhalten werden. Die   Polymerisation    kann durch Erwärmung oder durch elektrische Behandlung oder durch Einwirkung von Polymerisierungsmitteln, wie Aluminiumchlorid oder durch eine   Kombination    von zwei oder   meh-    reren dieser Behandlungsweisen bewirkt wer  den.

   Die Polymerisation n kann in Gegen-    wart von gegebenenfalls inerten Hilfsstoffen durchgeführt werden, insbesondere   Lösung    mitteln für die Öle oder Fette oder ihre Gemische. Das gleiche gilt für die Oxydation.



  Die Oxydation kann mit der Polymerisation kombiniert werden, indem gleichzeitig oder aufeinanderfolgend polymerisiert und   oxv-       dient oder oxydiert und polymerieiert wird.   



  Die auf diese Weise erhaltenen öligen Dispergatoren und Stabilisatoren können in organischen Stoffen gelöst werden, insbesondere Ölen und bezw. oder Fetten und die erhaltenen Lösungen können als Dispergatoren und Stabilisatoren verwendet werden. Besonders geeignete Verfahren zur Herstellung   derarti-    ger öliger Dispergatoren sind in den schweiz.



  Patentschriften Nr. 103879 und 105704 beschrieben. Diese Dispergatoren und Stabilisatoren werden besonders bei der Herstellung von Margarine, Backhilfsmitteln, Farben, kosmetischen Mitteln und Salben   auge-    wendet. Ihre Anwendung führt zu feinen Dispersionen von Wasser oder wässrigen Flüssigkeiten in flüssigen oder leicht, das heisst unterhalb 100        zu verflüssigenden, in Wasser nicht oder schwer löslichen organischen Stoffen, z. B. Ölen, Fetten, Wachsen,   Alkoholen und dergl. Die geschilderten bekannten Dispergatoren haben jedoch nur ein begrenztes Wasserbindungsvermögen und das kann zur Folge haben, dass die mit ihrer Hilfe hergestellten Dispersionen ihren Gehalt an Wasser oder wässriger Flüssigkeit während der Herstellung, Aufbewahrung und des Transportes verändern.

   Das ist besonders dann der Fall, wenn die wässrige disperse Phase der Dispersion sauer reagiert, wie zum Beispiel die bei der   Herstellung    von   Zlarga-    rine übliche gesäuerte   Magermilch.    In diesem Falle kann schon eine   häufiger    kaum merkbare geringfügige Veränderung der   Arbeitsledin-    gungen bei der Herstellung der Dispersion zur Veränderung ihres Gehaltes an wässriger disperser Phase und zur Bildung von sogenannter nicht   t-rockener    Margarine führen.



  So haben zum Beispiel der Säuerungsgrad der Magermilch ihr Gehalt an Trockenstoffen, die Art der Dispergierung,   Kühlung    und   Knetung    Einfluss auf die Trockenheit von   Margarine,    die mit Hilfe der geschilderten bekannten Dispergatoren und Stabilisatoren hergestellt worden ist.



   Gemäss der Erfindung soll diesen bekannten öligen. durch   Polymerisiening    und eventuell noch Oxydaton von Glyzeride ungesättigter Fettsäuren enthaltenden Fettsäureglyceriden hergestellten Dispergatoren und Stabilisatoren ein erhöhtes Wasserbindungsvermögen, das heisst die Fähigkeit, das Wasser fester zu binden, erteilt werden. Dieses Ziel wird erfindungsgemäss erreicht durch Zusatz einer kleinen   Menge    von organischen   Alkalisalzem    die in den genannten öligen Dispergatoren   und    Stabilisatoren molekular oder kolloidal löslich sind.

   Der erfindungsgemässe   Disper-    gator besteht also aus einer molekularen oder kolloidalen Lösung von organischen   Alkali-    salzen in den geschilderten öligen Dispergatoren, die an sich zur Herstellung von Wasser-in-Ö-Dispersionen geeignet sind.



   Das organische Alkalisalz, von dem schon eine kleine   Menge    ausreicht, muss molekular oder kolloidal in den verwendeten, öligen Dispergatoren und Stabilisatoren löslich sein.



  Geeignete Alkalisalze sind insbesondere Alkaliseifen, zweckmässig Seifen des verwendeten öligen Dispergators und Stabilisators, sowie   Alkalilaktate, -tartrate    und dergl. Während Alkaliseifen in der Regel unlöslich in den   Fetten    und Ölen sind, deren Fettsäuren sie enthalten, liefern sie, wie gefunden wurde, klare Lösungen mit den oben näher beschriebenen, durch Polymerisierung und eventuell noch Oxydation hergestellten öligen Dispergatoren und Stabilisatoren. Es ist nicht notwendig, dass die erfindungsgemässen Dispergatoren nur aus organischem Alkalisalz und den geschilderten öligen Dispergatoren bestehen. Sie können ausserdem auch noch andere bekannte Dispergatoren,   wie      z. B.   



  Mono- und Diglyceride höherer   Fett. säuren    enthalten.



   Es ist überraschend, dass organische Alkalisalze die geschilderten öligen Dispergatoren oder Stabilisatoren für Wasser-in-Öl Dispersionen in der erfindungsgemässenWeise verbessern können. Organische Alkalisalze sind nämlich an sich durchaus nicht immer Dispergatoren und Stabilisatoren, und wenn sie es sind, wie es bei Alkaliseifen der Fall ist, haben sie dispergierende und stabilisierende Eigenschaften nur bei der entgegengesetzten Art von Dispersionen, nämlich Dispersionen, bei denen die organischen Stoffe die disperse Phase und das Wasser oder die wässrige Flüssigkeit die kontinuierliche Phase bilden.



   Die Erfindung betrifft weiter ein besonderes Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemässen Dispergatoren, welches darin besteht, die geschilderten öligen Dispergatoren teilweise zu verseifen mittels alkalisch reagierender Alkaliverbindungen.



   Beispiel:
1000 Teile eines nach der schweiz. Patentschrift Nr. 103879 oder 105704 hergestellten Emulsionöls werden bei etwa 125        mit 20 Teilen einer wässrigen   30 % igen    Natriumhydroxydlösung verrührt. Es findet sofort eine Verseifung statt und der grössere Teil des Wassers   verdampft.    Die Reaktion ist in  einigen Minuten beendet und das Reaktionsprodukt ist ein klares viskoses Öl mit ungefähr den gleichen Eigenschaften wie das als Ausgangsmaterial verwendete Emulsionsöl.



   An Stelle von Natriumhydroxyd kann man auch   Kalium- oder    Ammoniumhydroxyd oder deren Karbonate oder andere alkalisch reagierende Alkaliverbindungen zur Verseifung verwenden. Ebenso kann man auch fertige Alkaliseifen beliebiger Art oder andere organische Alkalisalze, wie Alkalilaktat, Alkalitratrat und dergl. im Emulsionsöl auflösen. Schliesslich kann man auch andere bekannte Dispergatoren, die Seife oder andere organische Salze enthalten, wie es zum Beispiel bei Mono- oder Diglyceriden von Fettsäuren der Fall ist, im Emulsionsöl auflösen.



  Das so erhaltene Dispergierungsmittel kann wie folgt verwendet werden: a) 5-15 Teile Dispergator werden vollständig in 1000 Teilen eines aus Baumwollsaatöl, Kokosfett und dergl. bestehenden Fettgemisches gelöst und in dem geschmolzenen Fettgemisch werden 200 Teile einer in üblicher Weise durch Bakterien gesäuerten Magermilch dispergiert.   Man    kann darauf Salz, Farbstoff, Aroma und andere übliche Stoffe zusetzen; anschliessend wird die fertige Dispersion unter Rühren soweit abgekühlt, bis sie kurz vor dem Festwerden ist, darauf auf einer Kühltrommel durch Abkühlen auf eine Temperatur unterhalb ihres Schmelzpunktes verfestigt und dann durch   Kneten    plastisch gemacht.

   Der verwendete Dispergator hat ein derartiges Wasserbin dungsvermögen, dass die erhaltene Margarine trocken ist, das heisst während der Herstellung, Beförderung und Lagerung kein Wasser verliert. Da sich der Wassergehalt nicht ändert, enthält die Margarine   Stets    die gewünschte Wassermenge, die der im Öl und bezw. oder Fett dispergierten Menge Wasser entspricht.

   Die besondere Art der Dispergierung, Kühlung und   Knetung,    die Acidität der Magermilch, der Gehalt der Magermilch an Trockenstoffen und ähnliche Faktoren, die sonst die Beschaffenheit der Margarine    beeinflussen, haben keinen : Einfluss auf die    Trockenheit der Margarine, wenn mit einem Dispergator gemäss der Erfindung gearbeitet wird. b) Der gleiche Dispergator kann auch zur Herstellung von Backhilfsmitteln, den sogenannten Mürbungs- oder Abkürzungsmitteln (Shortenings), verwendet werden, die Dispersionen von beispielsweise   35 %    oder mehr Wasser in essbaren Ölen oder Fetten oder   ÖiLFettgeniischen      darstellen      können    und in   äjinlicher    Weise wie   Margarine    hergestellt werden.

   c) 50 Teile Wasser, das Geruchstoffe und gegebenenfalls kosmetisch wertvolle Stoffe enthält, werden in einem geschmolzenen Gemisch von 10 Teilen Vaseline, 10 Teilen Olivenöl, 10 Teilen Wachs, 10 Teilen Ceresin und 5 Teilen des Dispergators gemäss Beispiel dispergiert und die erhaltene Dispersion wird gekühlt.



   Der Dispergator gemäss Beispiel kann auch zur Herstellung von   Anstrichfarben    oder Salben, die Dispersionen von Wasser oder wässrigen Flüssigkeiten in organischen Stoffen darstellen, verwendet werden.



   Anstatt die Dispergierung ganz oder teilweise bei Gegenwart einer Lösung von organischen Alkalisalzen in einem öligen Dispergator oder Stabilisator der geschilderten Art durchzuführen, kann man auch das Wasser oder die wässrige Flüssigkeit ohne Dispergator oder mittels eines andern Dispergators in der organischen Substanz dispergieren und darauf in der kontinuierlichen Phase der erhaltenen Dispersion eine Lösung von organischem Alkalisalz im öligen Dispergator oder Stabilisator auflösen, um dadurch die Dispersion zu stabilisieren.



   Der Zusatz von Alkaliseife oder andern organischen Alkalisalzen zu verschiedenen Dispergatoren ist an sich bekannt. Es handelt sich dabei aber nicht um Dispergatoren, die wärmebeständige   Wasser-in-Öl-Disper-    sionen liefern, sondern zur Hauptsache um Dispergatoren, die die umgekehrten Öl-in Wasser-Dispersionen liefern, also Dispersionen, zu deren Herstellung oft Alkaliseife  als Dispergator verwendet wird. Bei den erfindungsgemässen Dispergatoren ist dagegen die Alkaliseife molekular oder kolloidal in solchen öligen Dispergatoren gelöst, die zur Herstellung   märmebeständiger    Wasser-in  Öl-Dispersionen    angewendet werden.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1: Mittel zur Herstellung von Wasser-in-Öl Dispersionen, dadurch gekennzeichnet, dass es ein öliges, an sieb zur Herstellung von wärmebeständigen Wasser-in-Öl-Dispersionen geeignetes Polymerisationsprodukt von Glyceride ungesättigter Fettsäuren enthaltenden Fettsäureglyceriden enthält und darin ein organisches Alkalisalz gelöst ist, welche Lösung eine festere Bindung des Wassers in der Dispersion ermöglicht als das ölige Dispergierungsmittel allein.
    UTERANSPROCHE: 1. htittel nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Lösung des orga nischen Alkalisalzes im öligen Dispergator eine molekulare ist.
    2. Miltel nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Lösung des orga nischen Alkalisalzes im öligen Dispergator eine kolloidale ist. 3. Mittel nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der ölige Dispergator ein Polymerisationsprodukt und Oxyda tionsprodukt von Glyceride ungesättigter Fettsäuren enthaltenden Fettsäureglycc- riden enthält.
    4. Mittel nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das organische Alkali salz eine Seife ist.
    5. Mittel na eh Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet. dass das organische Alkali salz eine Seife des öligen Dispergators ist.
    PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung eines Mittels gemäss Patentansprueh I, dadurch gekennzeichnet, dass ein öliges, Wasser in organischen Stoffen wärmebeständig dispergierendes Polymerisationsprodukt von Glyceride ungesättigter Fettsäuren enthaltenden Fettsäureglyceriden teilweise verseift wird mittels alka lisch reagierender Alkaliverbindungen.
    UNTERANSPRUCH: 6. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass eine Lösung des Polymerisationsproduktes in Fettsäuregly ceriden teilweise verseift wird mittels alkalisch reagierender Alkaliverbindungen.
CH203940D 1938-01-24 1938-01-24 Mittel zur Herstellung von Wasser-in-Öl-Dispersionen. CH203940A (de)

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