CH203975A - Blitzlichtlampe, insbesondere für photographische Zwecke. - Google Patents
Blitzlichtlampe, insbesondere für photographische Zwecke.Info
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Description
Blitzlichtlampe, insbesondere für photographische Zwecke. Bei der Herstellung von vornehmlich füm photographische Zwecke dienenden Blitz- lichtlampen, in denen zur Erzeugung akti- nisch wirksamen Lichtes ein leicht entflamm barer, dreht- oder folienförmiger Lichtent- wiekler in einem geschlossenen, sauerstoff- haltigen,
Gefäss untergebracht wird, hat man bisher meist Gas,drucke von etwa '/4 bis '/, Atm. verwendet.
Die zur Verbrennung des Lichtentwicklers nötige Menge :Sauerstoff wurde hierbei in :der Regel in :glühlampen- ähnlichen, birnenförmigen oder kugelförmi gen Glasgefässen untergebracht, deren Raum inhalt 100, 2-00 und mehr cm' betrug. Bei Verwendung höherer Drucke fürchtete man die @Gefahr, dass die Glasgefässe springen würden.
Es wurde zwar schon .gelegentlich darauf hingewiesen, dass durch Steigerung des Sauerstoffdruckes :die Geschwindigkeit der Verbrennung erhöht wird, und dass ein Druck von 760 mm. Hg,die Brenndauer d @er Blitzlichtlampen herabsetzt, aber wegen des bisherigen Unvermögens, die Explosions gefahr zu bannen,
haben sich Blitzlichtlam- pen mit solchen Drucken nie eingeführt.
Die vorliegende Erfindung geht von der Erkenntnis aus, @dass ein. hoher Sauerstoff druck im Verbrennungsraum nicht nur die Brenndauer verkürzt, sondern auch eine be- trächtlich bessere Lichtausbeute liefet als ein niedriger Druck,
und @dass ein solcher höherer Druck nur angewendet werden kann, wenn, kleinere Gefässe als bisher üblich be nutzt werden, da deren WideratandefOlig- keit gegen den währ .end der Explosion auf tretenden inneren Überdruck bedeutend grö sser ist als der von Gefässen Ader bisher üb lichen Grössen.
Bei einer grösseren Reihe von Versuchen., bei denen Blitzlichtlampen ver schiedener Gefässgrössen und verschiedenen Fülldruckes abgebrannt wurden, ergaben sieh die folgenden allgemein physikalischen Ge- siehtspunkte, die bisher bei oder Herstellung von Blitzlichtlampen nicht beachtet worden sind.
Die aktinische Wirkung einer gewissen Menge des Lichtentv@nicklers ist uin so grösser, je schneller diese vollständig verbrannt werden kann. Offenbar liegt dies daran. dass bei sehr schneller Verbrennung die Körper auf sehr hohe, aktini.sch wirksame Tempera turen gebracht werden können, während bei langsamer Verbrennung die Energieabgabe durch Strahlung während des Vorganges selbst die Erreichung extremer Temperatu ren hindert.
Eine Füllung von etwa Atmo sphärendruck hat aber die Wirkung, nicht nur die Zündung, sondern auch den Ver brennungsvorgang- selbst zu beschleunigen. Es wurde fastgestellt, dass die hei einer Sauerstoffüllung von etwa 760 mm H- und mehr auftretenden Explosionsdrucke für den praktischen Gebrauch der Blitz@lichtlampe un bedenklich sind, wenn man zugleich Gefäss grössen verwendet,
bei welchen das Verhält nis des in Kubikzentimeter ausgedrückten Rauminhalts zum Gewicht des einzusetzen den Lichtentwicklers, in Milligramm gemes sen, den Wert 1 : 1 nicht überschreitet. Es darf also die Kubikzentimeterzahl des Raum inhaltes nur höchstens die Milligrammzahl des Liehtentzvicklergewichtes erreichen.
Vor teilhaft ist die Verwendung von röhrenför migen Lampengefässen, da Gefässe dieser Form bekanntlich besonders hohe Festigkeit besitzen.
Drei Ausführungsformen von erfindungs gemäss ausgebildeten Blitzlichtlampen für elektrische Zündung sind in der anliegenden Zeichnung dargestellt.
Die Lampe nach Fig. 1 (l. Ausführungs- beispiel) besteht aus einem zylindrischen Glasgefäss 1 mit halbkugeliger Kuppe 2, das bei einer Sauerstoffüllung von Atmosphären- druck einen als Lichtentzv ickler dienenden Aluminiumfolien:bausch 3 von 40 mg Ge wicht und einen Rauminhalt von 40 eins be sitzt.
Das Gefäss hat zu diesem Zweck bei- spielsweise hei zylindrischer Gestalt einen Innendurchmesser von 23 mm und eine Länge von etwa<B>1</B> 00 mm.
Soll im Lampengefäss ein leichtentflammbarer Folienbausch oder ein leicht entflammbares Drahtknäuel von beispielsweise 80 mg Gewicht untergebracht werden, so müsste Idas zylindrische Gefäss doppelt so .lang sein oder bei gleicher Länge einen Innendurchmesser von etwa. 32 mm aufweisen, damit sich ein Rauminhalt von 80 cm' ergibt.
Das Gefäss 1 ist unten durch Einschmelzen einer Glasperle 4 zugesehmol- zen, die gleichzeitig zur vakuumdichten Durchführung der Stromzuführungsdrähte 5 und 6 dient. Diese tragen in üblicher Weise den mit einer Zündpille 7 umkleideten Zünd- draht B.
Auf den Hals 9 des Lampengefässes 1. ist in bekannter Weise ein Sockel 1.0 auf gekittet, mit dessen Hülsenteil der Stromzu- führungsdraht 5 und mit dessen Bodenkon takt der Stromzuführungsdraht 6 verlötet ist.
Der Venschluss des Gefässes 1 kann auch in anderer Weise, beispielsweise mittels eines eingeschmolzenen 'hellerfussrohres oder einer angeschmolzenen Platte aus Metall oder kera- inisehem Werkstoff erfolgen;
des weiteren kann auch an jedem Gefässende ein Ver- schluss, etwa eine Glasperle, vorhanden sein. Auch kann ,gegebenenfalls der metallische Sockel unmittelbar am offenen Halsrand des Gefässes aasgekittet werden und somit gleich zeitig zum Verschluss des Gefässes dienen.
Eine Lampe mit dem letzterwähnten Ver- schluss ist in den Fig. 2 und 3 (2. Ausfüh- rungsboispiel) dargestellt, und zwar zeigt Fig. 2 einen senkrechten Schnitt vor Einkit- ten des Lampenkolbens in den Sockel und Fig. 3 einen senkrechten Schnitt nach voll zogenem Einkitten des Lampenkolbens in den Sockel.
Die Fig. 4 (3. Ausführungsbeispiel) zeigt einen senkrechten Schnitt durch eine etwas andere Ausführungsform der Lampe, eben falls vor Einkitten des Lampenkolbens in den Sockel.
Die Lampe nach Fig. 2 besitzt einen Schraubsockel, der in üblicher Weise aus einer metallischen Gewindehülse 11, einem Isolierkörper 1;2 und einer metal.lisehen Bo- den:kontaktplatte 13 besteht.
Mit letzterer ist der eine Stromzuführungsdraht 5 und mit der Gewindehülse der andere Stromzuführung.s-- draht 6 verlötet. Die beiden Stromzufüh- rungsdrähte 5 und 6 sind in einer zu ihrer gegenseitigen AbstandhaItung und Verstei fung dienenden Glasperle 4 eingeschmolzen,
die aber ,gegebenenfalls auch fortfallen kann. Die aus dem Sockel herausragenden Enden der beiden Stromzuführungsdrähte 5 und. 6 sind .durch einen Glühdraht 8 überbrückt, an dem eine Zündpille 7 befestigt ist.
Der Glüh draht 8, die Zündpille 7, die Stromzufüh- rungsdräUte 5, 6 und der Sockel 11, 12, 13 bilden somit eine Einheit. Die Lampe besitzt ausserdem einen zylindrischen, unten offenen Glaskolben 1, der mit einem ,geeigneten Blitz- liahtrtoff,
etwa - wie dargestellt - mit einem Folien-bausch. 3 aus Aluminium oder Magnesium, gefüllt ist. Vor der Vereinigung von Glaskolben und Sockel wird in,den:Glas- kolben unter Atmosphärend@ruok stehender Sauerstoff eingeblasen, um die im Kolben. befindliche Luft auszutreiben.
Ausserdem wird (der Sockel zum Teil mit einem leicht vakuumdlicht erstarrenden Kitt 14 angefüllt. Solange letzterer noch weich ist , bezw. nach- dem dieser idurch Erwärmen des Sockels in einen plastischen Zustand versetzt ist,
wird der den Blitzlichtstoff und auch die iSauer- stoffüllung enthaltende Kolben mit seinem offenen Ende .in den .Sockel einsgedrückt, wie in Fig. 3 dargestellt. Nach Erstarren: der Kittmasse 14 kann diese sowohl einen vakuumdichten Abscllluss,des Lampenkolbens 1, als auch eine feste Vereinigung desselben mit -der Sockelhülse 11 bewirken.
Bei. (der Herstellung Ader Lampe entfällt demgemäss Idas Einschmelzen der Stromzu führungen in einen besonderen Glasfuss oder in das Lampengefäss selbst.
Es ist nur not wendig, in den Lampenkolben nach Einbrin gen des Blitzliahtstoffes .den Sauerstoff ein zublasen und dann Iden über den Glühdraht nebst Zündpille gestülpten Kolben mittels des im Sockel befindlichen Kittes hermetisch ab zuschliessen.
Eine gewisse Vermengung des die Kolbenfüllung bildenden @Saaerstoffes mit atmosphärischer Luft zufolge ,gegenseitiger Diffusion tritt hierbei zwar vor .dem Einset- zen des Kolbens in den Sockel ein, ist jedoch belanglos, da auch. die atmosphärische Luft ein Sauerstaffgemisch ist.
Für die Vereini gung des Sockels mit dem Kolben und den Absohluss ;des letzteren wird zweckmässig ein leicht vakuumdicht erstarrender und, sieh auch mit Glas vakuumdicht verbindender Kitt, etwa ein pechartiger @uphaltkitt, ver wendet.
Bei der Ausführungsform nach der Fig. 4 ist das untere Ende des Lampenkolbens 1 mit einem Gewinde 15 versehen, ;das bei der Vereinigung von Lampenkolben und 'Sockel so weit in die ,Gewindehülse 11 des :Sockels hineingedreht wird, dass der untere Kolben rand, wie in Fig. 3 ;
gezeigt, in die noch weiche Kittmasse 14 .eindringt. Es kann daher auch in diesem Falle nach Erstarren der Kittmasse durch diese ein vakuumdichter KoIbenabschluss.erzielt werden. Die Verbin dung des Sockels mit dem.
Lampenkolben ist jedoch eine besonders feste, da sie nicht nur ,durch die erstarrte Kittmasse, sondern gleiclh- zeitig auch durch den Gewindeeingriff her vorgerufen wird.
An Stelle des dargestellten @Schr^aub- sockels kann auch ein beliebig anders aus gebildeter Sockel, beispielsweise ein @Stift- oder Lappensockel, Anwendung finden.
Der Lampenkolben kann ferner, wie an sich be kannt, mit einem :die Zersplitterungsgefahr behindernden Aussen- oder Innenüberzug ver sehen werden und auch ,gegebenenfalls aus ,gefärbtem oder ultraviolettdurehlässigem. Glase bestehen.
Im Sockel der Lampe kann ferner auch eine Überstromsicherung eingebaut nein, die beispielsweise, wie in Fig. 4 dargestellt, aus einem in einem kleinen Glasröhrclhen 1.6 ,ein- geschlossenen dünnen Durchschmelzdraht 17 bestellen kann.
Die Entflammung des im Gefässinnern untergebrachten Liohtentwicklers, der bei spielsweise auch aus einem leicht brennbaren Aluminium- oder Magnesiumdrahtknäue1 be stehen kann, ist :gleichfalls in anderer Weise möglich.
Die Entflammung kann zum Bei spiel :dadurch. erzeugt werden, dass nach Zer- trümmerunb einer Gefässwandstelle im Ge fässinnern :durch Schl:ab oder Reibung ein Funke erzeugt wird, oder da.ss in das Gefäss innere ein mit der Sauerstoffüllung unter Flammenbildung reagierender chemischer Stoff eingeleitet wird, der vor der Zündung der Lampe in einer kleinen abgeschlossenen Kammer des Gefässes untergebracht war.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Blitzlichtlampe, insbe@sonderp für photo- graphische Zwecke, mit in einem beschlosse nen, sauerstoffhaltigen Gefäss untergebrach tem, leicht entflammbarem, folien- oder drahtförmi;em Lichtentwickler, dadurch ge- kennzeiehnet, dass bei einem Sauerstoffüil- druclk von mindestens 1 Atm. die Kubik zentimeterzahl des Rauminhaltes des Gefässes nur höchstens die Milli,grammzahl des Lieht- entwicklergewichtes erreicht.UNTERANSPRWHE i. Blitzlichtlampe nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Gefäss röhrenförmig ist. z. Blitzl.ichtlampe nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Gefäss an mindestem; einem Ende mit Hilfe einer Glasperle zugeschmolzen ist, in die die Stromzuführungen vakuumdicht eingebet tet sind.3. Blitzlichtlampe nach Patentanspruch, da: durch gekennzeichnet, dass die den Glüh- draht nebst Zündpille tragenden Strom zuführungen unter Fortfall einer Ein schmelzung im Lampenkolben am Sockel festgelötet sind, und dass der die Gasfül lung und den Blitzlichtstoff enthaltende, über den Glühdraht nebst Zündpille ge stülpte Irampenkolben durch eine im Sockel untergebrachte, vakuumdicht er starrende Kittmasse abgeschlossen und mit dem Sockel fest verbunden ist.-1. Blitzlichtlampe nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Lumpen kolben zusätzlich durch ein an ihm an gebrachtes Gewinde mit dem Sockel ver bunden ist.
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